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Produkt-Bild: Schöpfer der Wirklichkeit - Der Mensch und sein Gehirn - Wunderwerk der Evolution

Schöpfer der Wirklichkeit - Der Mensch und sein Gehirn - Wunderwerk der Evolution von Dr. Joe Dispenza

Gebundene Ausgabe von KOHA Verlag
Preis bei Amazon: EUR 21,95, Angebote ab EUR 18,88

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 386728136X, Erscheinungsdatum: Juni 2010
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3 Kundenrezensionen:

Superinteressant für jeden einfach nachvollziehbar erklärt
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich habe mir beides gekauft, dieses Buch und die DVD "Evolve your brain" und bin von beiden begeistert.
Frei von wissenschaftlichem Fachchinesisch erklärt Dr. Dispenza für jeden verständlich die Funktionsweise des Gehirns, was geschieht, wenn Gedanken aufkommen, welche Wirkung die Gedanken auf unser Gehirn, unser Fühlen und Sein haben, wie daraus eine fest erscheinende Verhaltensstruktur entsteht und wie diese wieder änderbar ist.

Sehr interessant und eindrücklich erklärt er auch, welche Auswirkungen Stress auf unseren Körper und unser Befinden hat. Dr. Dispenza lässt uns an seiner eigenen Heilungserfahrung teilhaben. Nach seiner Genesung hatte er geforscht, welche Faktoren zusammenkommen, wenn Heilung geschieht. Er trägt die Vorraussetzungen / Faktoren zusammen, die den Heilungen, mit denen vorher #rztlicherseits niemand gerechnet hatte, gemeinsam sind. Dies besonders hat mir sehr gut gefallen, denn ich hab mich immer schon gefragt, was Leute "tun" / was dahinter steckt, wenn Heilung entgegen ärztlicher Diagnose geschieht.

Das Buch ist gespickt mit einigen interessanten Berichten von wissenschaftlichen Versuchen, aus denen ersichtlich wird, dass auch die Stimmung, in der wir uns befinden, größere Auswirkungen auf uns und unseren Körper hat, als bisher gedacht. Oder hätten Sie gewußt, daß sich bei Menschen, die Sport in einer Stimmung von Wut machen, der Sport nicht positiv auf den Körper auswirkt ... ganz im Gegensatz zu Menschen, die dabei gut aufgelegt sind ? Oder daß Glücklichsein bei Diabetikern positiven Einfluss auf deren Blutzuckerspiegel haben kann ? Weitere sehr interessante Themen sind Dankbarkeit, die Plastizität und Veränderbarkeit des Gehirns, die Möglichkeit der Wiederherstellung der Beweglichkeit von z.B. durch Schlaganfall gelähmten Armen bzw. Beinen u.v.m. auch bei älteren Patienten mit jahrelangen Lähmungen.

Das Buch mit fast 500 Seiten ist hier jedoch um einiges ausführlicher als die DVD, daher kann ich nur jedem, der sich für das Thema interessiert, empfehlen, sich beides (Buch und DVD), auf jeden Fall aber das Buch zu kaufen, da es ausführlicher ist. Die DVD empfinde ich als hochinteressante komprimierte Zusammenfassung des Wichtigsten aus dem Buch.
Dr Joe Dispenza... einfach Super
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Hi,

ich habe Dr. Joe auf dem Bleepkongress live erleben dürfen: SENSATIONELL !!! Ich kannte ihn ja nur aus dem Film What the Bleep Do We (K)now?! (Einzel-DVD) und da war er mir mit seiner total ruhigen sachlichen und fachlich tip toppen Aussagen sofort total sympathisch. Durch ihn habe ich erstmal verstanden, was im Gehirn eigentlich vor sich geht und wie sich Synapsen bilden, also sich Verdrahtungen einstellen zu bestimmten Ereignissen, die man so erlebt.

Mit diesem Buch und seinem Film Evolve your Brain - Verändern Sie Ihr BewusstSein zeigt er beeindruckend, wie es jedem Einzelnen möglich ist, sich zu verändern, sein Bewusstsein zu verändern.

Das was Du denkst, das bist DU!

Interessant für FORTGESCHRITTENE ! ! !
Das Buch ist der Top-Knaller
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Für alle "The Secret" und "Bleep" Begeisterte und Realitätsgestalter, denen "etwas fehlt". Hier stehts drin. Ich habe Herrn Dr. Dispenza auf dem Bleep-Kongress erleben dürfen. Daraufhin habe ich mir dieses Buch gekauft, und sofort gelesen. Für mich herausragende Erklärungen, die endgültig zum Verständnis führen, warum man immer wieder in die gleiche "Falle" tappt. Zudem die Beschreibung, wie man sein Leben, dass man führen möchte, umändert.
Hochinteressante eigene Schicksalsgeschichte des Dr. Dispenza seiner eigenen Heilung. Erforschung der Spontanheilungen, neuestes Hintergrundwissen der Hirnforschung plausibel erklärt.
Ich kann das Buch jedem, der sich mit diesen Themen befasst unbedingt empfehlen. Wer den Vortrag nicht live gesehen hat, dem empfehle ich zusätzlich die DVD Evolve your Brain. Ist mit deutscher Übersetzung.
5 Sterne für ein tolles aufschlussreiches Buch und einen faszinierenden Autor Dr. Dispenza,
weil ich hier 6 oder mehr Sterne leider nicht geben kann.
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Produkt-Bild: Grüße aus der Steinzeit: Wer nicht glauben will, soll sehen!

Grüße aus der Steinzeit: Wer nicht glauben will, soll sehen! von Erich von Däniken

Gebundene Ausgabe von Kopp, Rottenburg
Preis bei Amazon: EUR 19,95, Angebote ab EUR 13,95

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3942016400, Erscheinungsdatum: August 2010, Auflage: 1., Auflage
Zoom ± Produkt-Bild: Grüße aus der Steinzeit: Wer nicht glauben will, soll sehen!

4 Kundenrezensionen:

Sehen,Staunen,Fragen
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Dieser Erich ist wirklich unverwüstlich, ein steinalter Fels in der Brandung! Der Untertitel "Wer nicht glauben will, soll sehen!" ist hier Programm, denn es handelt sich um einen recht gelungenen Bildband mit in die Thematik einführenden Erläuterungen, und den sich daraus ergebenden Fragen. Unermüdlich streckt er seit Jahrzehnten seine Finger aus und verweist auf die weltweit existierenden Monumente und Hinterlassenschaften deren Entstehung und Funktion immernoch im Verborgenen liegen.
Und damit selbst die Voreingenommensten unter uns kapieren worum es ihm dabei geht (Prä-Astronautik), klebt er ihnen mit diesem Buch einen Denkzettel in Farbe an die Stirn. Natürlich nicht ohne sein eigenenes Erklärungsmodell einfliessen zu lassen, was mir legitim und plausibel erscheint.
Wer Dänikens Literatur kennt wird viele bekannte Themen wiederfinden, z.B. Die Linien von Nazca, die Osterinsel, die Felszeichnungen der Hopi-Indianer u.s.w. Alles schön bebildert damit es jeder sehen kann. Es finden sich aber auch Themen wieder die bisher keine Erwähnung fanden, z.B.: Die Ruinen von Nan Madol oder das "Ganggrab" von Newgrange. Schade nur das Puma Punku nicht dabei ist.
Während Däniken diese Themen unermüdlich aus der allgemeinen Verdrängung hebt ist er auch trotz seiner 75(!) Jahre immernoch top in Form! Anstatt sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen veranstaltet er Treffen, gibt Vorträge und Interviews, wirkt an Dokumentationen mit und schreibt natürlich auch seine Bücher. Eine enorme Leistung die seiner Sachkenntnis, seiner Fantasie und seiner tiefen Überzeugung entspringt.
Alles in allem ist es, wie immer, leicht zu lesen und gibt jede Menge Anregungen sich tiefergehend mit damit zu befassen.
Dieses Buch wird hoffentlich viele Interessenten finden die eines Tages seine Recherchen weiterführen werden. Das Literaturverzeichnis gibt jedenfalls einige Möglichkeiten dazu.
"Mit der Steinzeit stimmt etwas nicht." (EvD)
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Wer das bisher nicht einmal ahnte, der bekommt mit dem neuen Buch des umstrittenen Autors zahlreiche Fotos geliefert, die Zweifel an unseren bisherigen Ansichten über diese Zeit wecken sollen. Eigentlich will von Däniken noch mehr. Er glaubt Beweise für außerirdische Einmischungen ins triste irdische Steinzeitleben gefunden zu haben.

Im Wesentlichen sehen wir uns mit vier Argumenten gegen die gültige Lehre konfrontiert: (1) mit Zeichnungen, die Fluggeräte und merkwürdige Gestalten zeigen, die nicht in die Zeit passen wollen, in der diese Zeichnungen entstanden sein sollen, (2) mit nur aus großer Höhe erkennbaren Piktogrammen oder Linien, die von Däniken als Orientierungshilfe für landende Aliens interpretiert, (3) mit Beschreibungen von Göttern und ihren Taten in alten Schriften, die man als Hinweis auf außerirdische Besucher umdeuten kann, wenngleich dies nichts mit der Steinzeit zu tun hat, und (4) mit Bauwerken, deren Größe und vermutete Funktionalität scheinbar nicht in die Zeit ihrer Erbauung passen wollen, weil sie nach unserer Ansicht die geistigen und technologischen Fähigkeiten von Steinzeitmenschen scheinbar deutlich überfordern.

Nach dem Bekenntnis des Autors hat er ein Archiv von 60.000 Fotos, die nach seiner Meinung Beweise für außerirdische Besuche erbringen sollen. Da viele seiner früheren Bücher nicht mehr verlegt werden, möchte er nun jedes Jahr einen Bildband wie den vorliegenden veröffentlichen, um Interessierte, die seine Frühwerke nicht kennen, an seinen Entdeckungen teilhaben zu lassen.

Das Buch ist in drei Kapitel aufgeteilt und mehr als reichhaltig bebildert. Im ersten Kapitel befasst sich der Autor mit den merkwürdigen Bauten von Nan Madol auf Pohnpei, einer Insel der Karolinen-Gruppe im Pazifik. Wie so oft entsteht bei urzeitlichen Bauwerken die Frage, wie die riesigen, tonnenschweren Blöcke, die in ihnen verbaut wurden, überhaupt an diese Stelle und dann in eine luftige Höhe kamen. Ähnliche Probleme bereiten die riesigen Figuren auf den Osterinseln, die auch ein Thema in diesem Kapitel darstellen.

Das zweite Kapitel befasst sich sehr ausführlich mit Höhlen und Felszeichnungen auf verschiedenen Kontinenten, die recht ähnliche Figuren darstellen, die vom Autor als außerirdische Reisende interpretiert werden. Im zweiten Teil dieses Kapitel werden dann verschiedene riesige Piktogramme an verschiedenen Orten der Welt untersucht. Von Däniken hebt immer wieder die geometrischen Kenntnisse hervor, die das Aufbringen dieser Piktogramme voraussetzen. Solche Kenntnisse würden nicht in die Zeit der Entstehung dieser wundersamen Darstellungen passen.

Dasselbe Argument zieht sich durch das abschließende Kapitel, in dem verschiedene steinzeitliche Bauwerke in Europa untersucht werden. Bei einigen von ihnen müssen darüber hinaus nach heutiger Interpretation ihrer möglichen damaligen Funktionalität auch präzise astronomische Kenntnisse ihrer Erbauer vorausgesetzt werden, die man nach unseren Vorstellungen von der Steinzeit eigentlich nicht erwartet. Von Däniken schließt daraus, dass auch hier hilfreiche Außerirdische am Werk gewesen sein müssen.

Mit Sicherheit sind das interessante und vor allem die eigene Phantasie anregende Fragestellungen. Ob von Däniken mit seiner Interpretation der Funde, immer vorausgesetzt, es liegen keine Irrtümer oder gar Fälschungen vor, recht behalten wird, kann man heute nicht entscheiden, denn alle seine Argumente sind höchstens indirekte Hinweise auf eventuelle außerirdische Besucher. Unsere Vorstellungskraft über die jeweilige Vergangenheit ist begrenzt, und wir neigen stets dazu uns zu über- und frühere Generationen zu unterschätzen.

Natürlich ist der Autor auch professionell in eigener Sache. Seine Interpretationen und Argumente sind in der Regel ziemlich vage und unpräzise, so dass er dem Leser genug Spielraum für die eigene Phantasie lässt. Das macht aber gerade den Reiz all seiner Bücher aus.

Im gleichen Verlag erschien übrigens fast gleichzeitig ein Buch von Walter Schilling über den Mythos Atlantis. Dort wird dem Leser die megalithische Kultur beschrieben, deren Bauwerke in Nordfrankreich und England von Däniken außerirdischen Besuchern zuordnet. Diese Kultur, die über entwickelte Technologien und eine leistungsfähige Seefahrt verfügte, brach um 2700 vor Christus in sich zusammen. In die entsprechenden Siedlungsgebiete strömten danach weit weniger entwickelte indogermanische Stämme aus dem Osten, bei denen man weder die astronomischen, noch die technologischen Kenntnisse der megalithischen Kultur voraussetzen konnte. Mit anderen Worten: Neben der Präastronautik, für die es keine direkten Beweise (etwa die Anzeichen oder gar Funde einer zurückgelassenen Hochtechnologie) gibt, existieren auch andere Erklärungsmodelle, wie in diesem Fall die Leistungen einer untergegangenen menschlichen Hochkultur.

Fazit.
Ob man nun den Interpretationen des Autors glaubt oder nicht, dieses auf Hochglanzpapier gedruckte Buch führt in eine vergangene Welt voller Rätsel und Geheimnisse. Dass tatsächlich Außerirdische am Werke waren, lässt sich vielleicht vermuten. Direkte Beweise dafür liefert jedoch auch dieses unterhaltsame Buch nicht.
Ein echt provozierendes Bildarchiv
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Der neue "Däniken" präsentiert weit mehr als nur einen unvergleichlichen Querschnitt aus seinem imposanten Bildarchiv - es sind die Begleittexte, welche an einen jungen, provozierenden Autor erinnern wie auch Zeugnis von einer gereiften Spurensuche ablegen. Es spielt keine Rolle, aus welchem geographischen Raum der Autor seine Bilder präsentiert - sie stellen die Wissenschaft vor Probleme, denn nicht alles lässt sich mit einer rein mythologischen oder religiösen Sicht übermalen. Sie spiegeln Fakten, welche offensichtlich der klassischen Lehrmeinung widersprechen.

Weil die Bilder für sich sprechen, erübrigt sich eine kritische Würdigung. Die Bilder sprechen die Sprache des Autors - wer über Mut und Offenheit verfügt, sich dieser Sprache zu öffnen, dem werden sich neue Horizonte öffnen. Der Autor legt uns mit seinen Bildern im Sinne eines Vermächtnisses einen Schlüssel in die Hand, um am Beispiel der Vergangenheit den Weg in eine kaum vorstellbare Zukunft zu finden!

In diesem Sinne verstehen sich die Grüsse aus der Steinzeit als Wegweiser für unsere Zukunft - für eine Zukunft, in der die akademische Freiheit des Denkens gelebt wird.
der Autor beeindruckt
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Seit Jahrzehnten bereits verblüfft dieser Autor die Wissenschaftler dieser Erde mit seinen Fotos, Fragen und Antwortversuchen und sicher ist er so manch einem Wissenschaftler auch ein Dorn im Auge wegen seiner provokanten und mutigen Thesen.

Dieses Buch nun besteht zu einem großen Teil aus Fotos aus allen Ecken der Welt. Erich von Dänikens kurze Texte dazu erläutern wo und was fotografiert wurde und gibt Erklärungen und Erklärungsversuche.

Inseln im Pazifik

Grüße an die Götter

Steine können reden

sind die Kapitel dieses Buches überschrieben und geben den Hinweis darüber, welches die Themen von Dänikens sind. Schaut man sich die Fotos an, ist man immer wieder fasziniert über die Fähigkeiten der Menschen vor Jahrtausenden und überlegt quasi mit Erich von Däniken auf Augenhöhe woher kam das Wissen, das oft in der späteren Entwicklung der Menschheit scheinbar wieder abhanden kam.

Von Dänikens großer Verdienst ist es uns sensibel zu machen für die sichtbaren oft nicht so recht erklärbaren Wunder dieser Erde. Mag die Wissenschaft auch über ihn lachen, er ist so mutig und stellt Fragen und gibt Antworten, an die sich andere nicht herantrauen. Dies scheint mir auch das große Geheimnis seiner nun schon jahrzehntelangen Popularität zu sein.
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Produkt-Bild: Tatort Eulau: Ein 4500 Jahre altes Verbrechen wird aufgeklärt

Tatort Eulau: Ein 4500 Jahre altes Verbrechen wird aufgeklärt von Harald Meller, Arnold Muhl, Klaus Heckenhahn

Gebundene Ausgabe von Theiss
Preis bei Amazon: EUR 22,90

ISBN: 3806224013, Erscheinungsdatum: August 2010
Zoom ± Produkt-Bild: Tatort Eulau: Ein 4500 Jahre altes Verbrechen wird aufgeklärt
Produkt-Bild: Arm und Reich: Die Schicksale menschlicher Gesellschaften

Arm und Reich: Die Schicksale menschlicher Gesellschaften von Jared Diamond

Broschiert von Fischer (Tb.), Frankfurt
Preis bei Amazon: EUR 10,95, Angebote ab EUR 7,94

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3596172144, Erscheinungsdatum: Mai 2006, Auflage: 6
Zoom ± Produkt-Bild: Arm und Reich: Die Schicksale menschlicher Gesellschaften

Aus der Amazon.de-Redaktion


Seit dem 16. Jahrhundert haben die Europäer maßgeblich bestimmt, wo es langgeht in der Welt -- in guten wie in schlechten Tagen. In Arm und Reich. Die Schicksale menschlicher Gesellschaften erläutert Jared Diamond, warum sich die Dinge so entwickelt haben. Es ist eine elementare Frage, und Diamond ist gewiß nicht der erste, der sie stellt. Seine besondere Leistung besteht jedoch darin, daß er sich auf wissenschaftliche Fakten stützt statt auf fadenscheinige Theorien über die genetische Überlegenheit der Europäer. Diamond, ein Professor der Physiologie an der University of California at Los Angeles (UCLA), weist darauf hin, daß die Geographie Eurasiens bestens geeignet war für die Entwicklung der Landwirtschaft und der Viehhaltung sowie für den freien Informationsfluß. Die bevölkerungsreicheren Kulturen, die sich daraus entwickelten, hatten komplexere Regierungs- und Kommunikationsformen -- und eine erhöhte Resistenz gegenüber Krankheiten. Darüberhinaus nutzte das zersplitterte Europa die Kraft der wettbewerbsorientierten Innovation in einer Weise wie es China nicht tat. (Zum Beispiel benutzten die Europäer die chinesische Erfindung des Schießpulvers, um die Schußwaffen zu entwickeln, mit denen sie dann die Neue Welt unterwarfen.) Diamonds Buch ist komplex und ein wenig verwirrend. Aber die These, die er methodisch vorbringt -- die Untersuchung der "positiven Feedback-Schleife" der Landwirtschaft, der Viehhaltung, der Bevölkerungsdichte, der Innovation, und so weiter -- ergibt Sinn. Geschrieben ohne Partei für irgendeine Seite zu ergreifen, ist Arm und Reich ein gutes Buch über die Weltgeschichte.
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5 Kundenrezensionen:

Eine neue Sichtweise auf die Weltgeschichte
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Jared Diamond kann man getrost als einen Universalgelehrten bezeichnen und mit diesem Buch beweist er dies eindrücklich. Seine Erklärung des Ablaufs der Menschheitsgeschichte seit dem Ende der letzten Eiszeit ist schlüssig und bietet eine neue Sichtweise auf größere Zusammenhänge, die dem Leser bisher meistens vollkommen entgangen waren. Der englische Titel "Guns, Germs and Steel" stellt dabei bereits die Haupt-Argumente bereit, warum die europäischen Kolonialmächte Amerika und Australien erobern konnten (und warum nicht im Gegenteil die Inkas nach Europa zogen, um diesen Kontinent zu erobern). Dieser englische Original-Titel passt dabei viel besser zum Inhalt des Buchs, da es dem Autor gar nicht darum geht, warum heutige Staaten ärmer oder reicher sind als andere, was die deutsche "Übersetzung" des Titels suggeriert. Stattdessen geht es um die langfristige Entwicklung ganzer Kontinente aufgrund ihrer Möglichkeiten zur Landwirtschaft und den darauf basierenden frühen Erfindungen, was eine überzeugende Erklärung dafür liefert, warum Amerika und Australien heute hauptsächlich von den Nachfahren europäischer Siedler bewohnt werden. Erklärungen darüber, warum z.B. diese europäischen Kolonien so unterschiedliche Entwicklungen genommen haben, werden in diesem Buch leider noch nicht gegeben. Für die Unterschiede innerhalb Eurasiens werden zwar Erklärungsversuche angebracht, diese sind aber leider noch nicht so ausführlich und überzeugend wie die Erklärungen zu den Unterschieden zwischen Eurasien und der Neuen Welt.

Einziges Manko dieses Buchs sind die zu häufigen Wiederholungen, die leicht heraus gekürzt werden könnten. Manchmal merkt man halt doch, dass Jared Diamond eben ein Naturwissenschaftler und kein Schriftsteller ist.
Umfangreich, aber unvollständig
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Das Buch hat im Original den Titel »Guns, germs and steel« und drückt damit besser die Hauptthese in Diamonds Buch aus: »dass die Geschichte verschiedener Völker unterschiedlich verlief, beruht auf Verschiedenheiten der Umwelt und nicht auf biologischen Unterschieden zwischen den Völkern.« Beispielhaft wird daneben Pizzaros Erfolg bei der Niederwerfung der südamerikanischen Ureinwohner »durch die Militärtechnik mit Kanonen, Waffen aus Stahl und Pferden, ansteckende Krankheiten eurasischer Herkunft, Schiffbau und Navigation, die zentralistische politische Ordnung europäischer Staaten und nicht zuletzt die Schrift« erklärt.

Als hervorragendes Beispiel wird der fruchtbare Halbmond beschrieben. »Mit der biologischen Vielfalt Vorderasiens auf engem Raum hängt auch ein Vorteil zusammen: der Reichtum dieser Region nicht nur an Vorfahren wertvoller Kulturpflanzen, sondern auch an Vorfahren domestizierter Säugetiere.« Besser: domestizierbarer Säugetiere. Denn dies ist nach Diamond ein Unterscheidungsmerkmal für den Vorteil eurasischer Umwelt im Gegensatz zur afrikanischen. Auch gilt »Gesellschaften von Jägern und Sammlern sind in der Regel vergleichsweise egalitär.« Nun entwickeln sich durch den Aufbau bäuerlicher Gruppen scheinbar konsequenterweise hierarchische Gesellschaften.

Diamond beschreibt auf den ersten 400 Seiten ausführlich, mit einigen Wiederholungen, manchmal langatmig, die Entwicklung der Menschheit bis zur Zeitenwende. Seine Thesen sind nachvollziehbar, zeitweise aber spekulativ oder selektiv. Warum wird der Aufstiegs und Niedergang Roms oder anderer Staaten wie in Griechenland kaum erwähnt? Die für Europas Entwicklung fundamentale Völkerwanderung, ihre Ursachen und Auswirkungen werden mit keinem Wort erwähnt. Und doch behandelt Diamond immer wieder den Zusammenprall der europäischen mit der amerikanischen Welt am Ende des Mittelalters. Die Jahrhunderte davor blendet er größtenteils aus. Die Ursachen für die Machtverschiebung von Vorderasien nach Westen bleiben plakativ.

Immerhin kommt er im Epilog auf einige Fragestellungen zurück, die er selbst in seinem Werk nicht beantwortet: »Wie kam es, dass Vorderasien und China ihren enormen Vorsprung von mehreren tausend Jahren vor dem Nachzügler Europa eingebüßten?« Seine vordergründigen Erläuterungen wirken unbeholfen, an die tieferen Ursachen kommt er nicht heran. Auch widerspricht er sich selbst, indem er einerseits despotische Regimes für Rückschritte in der gesellschaftlichen Entwicklung in Vorderasien und China verantwortlich macht, andererseits aber den »Einfluss einzelner Gestalten der Geschichte« als sehr gering bewertet.

Diamond bezieht seine Aussagen vorwiegend auf seine Forschungsergebnisse aus Neuguinea, das er in den letzten Jahrzehnten mehrfach besucht und dessen Geschichte er tiefgreifend erforscht hat. Darauf aufbauend behauptet er »Mit dem Aufkommen von Häuptlingsreichen vor rund 7500 Jahren wurden Menschen erstmals in der Geschichte vor die Notwendigkeit gestellt, regelmäßig mit Fremden zu verkehren, ohne ihnen gleich nach dem Leben zu trachten.« Das heißt, dass zuvor Menschen, die sich nicht kannten, sich prinzipiell feindselig eingestellt waren. Zumindest scheint das immer noch so in Neuguinea zu sein. Wie der Autor durch seine Reiseberichte mit seinen Freunden darlegt, deren gegenseitige Abneigung, ja Aggression allgegenwärtig und 'normal' zu sein scheint. Doch kann man aus den Erfahrungen in Neuguinea auf globale Gewaltbereitschaft schließen? Bemerkenswert ist der Hinweis des Autors auf das malaiische Wort 'Amok', das vor wenigen Jahrhunderten Eingang in europäische Sprachen gefunden hat. Warum untersucht er diese Entwicklung, deren Ursachen nicht weiter, obwohl er sich doch sonst intensiv mit der Glottochronologie beschäftigt?

Eigenwillig ist meines Erachtens folgende Aussage: »In Anbetracht der Milliarden von Eichhörnchen, von denen jedes Jahr für Jahr Hunderte von Eicheln an praktisch alle für das Gedeihen neuer Eichbäume geeigneten Stellen verteilt, hatte der Mensch keine Chance, Eichen nach dem Kriterium, ob ihre Früchte seinem Geschmack entsprachen, auszulesen.« Das ist also selektive Umwelt!

Insgesamt ein umfangreiches Werk, das jedoch viele Fragen offen lässt. Dass Umwelt grundlegende Bedingungen für die Entwicklung der menschlichen Gesellschaften schafft wird überzeugend dargelegt. Aber dass Kapitalismus hinter dem Aufstieg Europas steht, ohne zu erklären, warum er in Vorderasien oder Chinas keine Erfolge zeitigte, wirkt aufgesetzt und vordergründig. Insbesondere unter dem Blickwinkel der großen kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Errungenschaften der (vorder-)asiatischen Welt bis zur ersten Jahrtausendwende unseres Zeitalters. Schlussendlich wäre es heutzutage sicherlich interessanter, statt sich mit der Entwicklung der Japaner und Koreaner zu beschäftigen, allgemeiner die Bedeutung und Ergebnisse der genetischen Analysen oder der Epigenetik zu berücksichtigen. Diese finden aber nur oberflächlichen Eingang in Diamonds Buch.
aufschlussreich
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ein geniales Buch. Diamond beschreibt in sehr lesbarer Weise, wie unterschiedlich die gesellschaftliche Enwicklung in verschiedenen Weltregionen stattgefunden hat, und gibt dabei faszinierende Erklärungen für diese Unterschiede. Seien es biologische Gründe (unterschiedliches Vorkommen von agrarisch nutzbaren Tieren) oder geografische (Verbreitung von Nutzpflanzen in ost-westlicher Richtung ist einfacher als in nord-südlicher). Dabei kommen (für mich) völlig neue Aspekte, wie die voneinander unabhängige Erfindung des Ackerbaus in den verschiedensten Weltregionen (allerdings nicht in Europa). Ich fand das Buch alles in allem sehr beeindruckend, weil es einen eigene Vorstellungen hinterfragen lässt, und dabei trotzdem gut unterhält.
Trotzdem, vielleicht spielen ja kulturelle Enwicklungen, die "zufällig" und nicht nur durch geografische Determinanten entstanden sind, doch eine klitzekleine Rolle bei der Entwicklung.
Zeigt die wahren Faktoren für Fortschritt
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Früher glaubten viele Menschen das die ethnische Herkunft, die sogenannte "Rasse", der entscheidende Faktor dafür sei wie fortschrittlich ein Volk werden konnte.

Heute glauben sehr viele Menschen im Westen, das ihr Fortschritt das den Rest der Welt lange Zeit extrem übertraf und auch heute noch vorherrschend ist, auf der Zeit der europäischen Aufklärung basiert.
Die Menschen glauben es sei ihre Kultur und die daraus hervorgehenden Denker und Erfinder der sie so fortschrittlich gemacht hat.

Und die dritte Welt, z.B. die islamische Welt, sei schwächer weil sie nicht die günstigere Kultur haben.
Es heißt, die dritte Welt müsse eine Aufklärung erleben wie Europa, damit Wohlstand und Fortschritt aufkommt.

Jared Diamond beweist in diesem Buch das die Ideologien die Fortschritt fördernd sind und die z.B. auch in der europäischen Aufklärung entstanden nicht die eigentliche Ursache des Fortschritt ist, sondern das letztendlich die Entstehung solcher Ideologien auf geographischen Vorteilen basiert.
Einfach gesagt, nur wer eine günstige Geographie hatte konnte Fortschritts fördernde Ideologien herausbilden.

Wer die Verteilung von Industriestaaten, dritte Welt Ländern und Schwellenländer mit der Verteilung der Klimazonen vergleicht wird schnell herausstellen das die Verteilung von Arm und Reich kein Zufall ist, sondern ein eindeutiges Muster zeigt wonach ca. 90% der Industriestaaten sich alle in der gemäßigten Klimazone befinden während die ärmsten Länder der Welt genau am Äquator sind.
Absolut gelungen
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Der deutsche Titel "Arm und Reich" ist leider ziemlich irreführend; bedauerlicherweise hat das auch bei einigen Rezensenten zur Verwirrung geführt. Der englische Originaltitel trifft es viel besser. Außer ganz am Schluss geht es doch gar nicht darum, warum heute einige Gesellschaften arm und andere reich sind. Vielmehr erklärt Diamond, wie die Entwicklung der Landwirtschaft und vor allem die unterschiedliche Ausstattung mit natürlichen Schätzen einigen Völkern einen erheblichen Vorsprung verschafft haben. Die Verlierer wurden meist "überrollt".

Bis zur Zeitenwende halte ich seine Theorie für absolut plausibel. An diesem Werk wird man als am Thema Interessierter kaum vorbeikommen (selbst wenn Einzelheiten vielleicht noch revidiert werden). Das Gesamtbild stimmt sicher.

Bei der Erklärung, warum heute Länder unterschiedlich reich sind, werden seine Thesen ein wenig dünn. Hier sei die ergänzende Lektüre von David Landes' Wohlstand und Armut der Nationen: Warum die einen reich und die anderen arm sind und von Paul Kennedys Aufstieg und Fall der großen Mächte: Ökonomischer Wandel und militärischer Konflikt von 1500 bis 2000 empfohlen. Die ganze Wahrheit ist vielleicht sowieso noch nicht erzählt. Aber Jared Diamond hat uns ein ganzes Stück weitergebracht.
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Produkt-Bild: August 410 - Ein Kampf um Rom

August 410 - Ein Kampf um Rom von Mischa Meier, Steffen Patzold

Gebundene Ausgabe von Klett-Cotta
Preis bei Amazon: EUR 19,90, Angebote ab EUR 15,00

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3608946462, Erscheinungsdatum: Februar 2010, Auflage: 1., Aufl.
Zoom ± Produkt-Bild: August 410 - Ein Kampf um Rom

5 Kundenrezensionen:

Kompetent und spannend
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Auf den Monat genau 1600 Jahre ist der Kampf um Rom her:
Am 24. August des Jahres 410 eroberte ein Heer unter der Führung eines Generals namens Alarich die Stadt Rom. Drei Tage lang plünderten Alarichs Soldaten die alte Hauptstadt des Römischen Imperiums. Am 27. August zogen sie wieder ab.
Das ist gesichert. Aber was genau ist damals eigentlich geschehen? Über die Jahrhunderte hindurch gab es viele unterschiedliche Versionen der Ereignisse. Geschichte wird eben von Historikern aufgeschrieben, und diese sind geprägt von der eigenen Zeit und den eigenen Interessen. Über geschichtliche Ereignisse können wir uns also nie sicher sein. So weisen auch die Autoren dieses Buches gleich am Anfang darauf hin, dass ihre Auswahl der Geschichten um den August 410 subjektiv ist.
Meier und Patzold beginnen mit den zeitgenössischen Darstellungen. Gleich beim ersten Beispiel, Claudius Claudianus, wird deutlich, wie sehr die eigenen Interessen die Interpretation der Ereignisse prägen, denn Claudianus sichert mit seiner Version seine Stellung. Hieronymus nutzt die Darstellung des Kampfes um Rom, um seine Forderung nach Entsagung zu unterstreichen.
In dieser Form geht es weiter mit den wechselnden Sichtweisen und den Umdeutungen der Ereignisse. Meier und Patzold schildern die Historiographien, die sich mit dem August 410 beschäftigen und im Folgenden die Interpretationen der Historiker, die sich auf die Schilderungen der zeitgenössischen Autoren sowie auf die Historiographien stützen.
Zum Beispiel wurden die Germanen schließlich als heroische Vorfahren der Deutschen umgedeutet, um einen deutschen Nationalismus zu begründen.
Meier und Patzold schreiben kompetent und gründlich, dabei aber nie langweilig. Das Buch liest sich flüssig und spannend und weckt das Interesse am Thema.
Vor allem aber macht dieses Buch deutlich, was auch wir Politikwissenschaftler postulieren: Es gibt keine Objektivität!
Wunderbar leicht - wunderbar tiefsinnig
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich neige dazu, meine Bücherauswahl im Urlaub der erlebten Geschichte des Urlaubslandes zu schulden; die direkte Beschäftigung mit dem Thema an den historischen Stätten führt zu einem besonders emotionalen und bleibenden Eindruck. Hierbei besteht aber die Gefahr, sich von den Emotionen zu einer "persönlichen Geschichtsklitterung im eigenen Erleben" verführen zu lassen.
Die Beleuchtung des Themas aus vielen unterschiedlichen Blickwinkeln erhält somit eine starke Bedeutung.

Genau dies ist mit dem vorliegenden Werk par excellence gelungen; ja vielmehr ist dieser Aspekt sogar die eigentliche raison d'être.
Das Werk ist ein Paradebeispiel dafür, wie Geschichte "entsteht"; somit hat es neben der eigentlichen Behandlung des Themas den großen Mehrwert, vor allem dem geschichtlich Interessierten auch ohne akademischen Hintergrund den Einfluß gesellschaftspolitischer und ideologischer Strömungen der jeweiligen Zeit auf den Betrachter des Ereignisses aufzuzeigen.
Auch wenn dies den meistens Lesern solcher Werke sowieso bewußt ist, geschieht dieser Vorgang hier doch auf sehr eindringliche und nachdenklich stimmende Art und Weise.

Vielen Dank auch für die Rezension des Mitglieds C. Kadel. Gespickt mit Hinweisen in Form von Hyperlinks zur Vertiefung bestimmter weiterführender Aspekte ist diese Rezension vorbildlich, vielen Dank!
Geschichte sehr gut erzählt . . .
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Was geschah im August 410 in Rom ?

Die Ewige Stadt Rom wurde von Alarichs Soldaten drei Tage und Nächte lang geplündert. Wie die Goten, Hunnen, Alanen und viele andere Völkerschaften bei der Eroberung Roms genau vorgingen ist heute nicht mehr genau bekannt. Über Ursachen und Wirkungen gibt dieses Buch umfassend Auskunft.

Beide Autoren stützen sich in ihrem Buch auf das wenige vorhandene Wissen und entwerfen ein farbiges und zugleich lebendiges Bild vor dem inneren Auge des Lesers.

Weder der Althistoriker Mischa Meier noch der Mediävist Steffen Patzold kommen als Hochschullehrer daher. Beinah wie gut ausgebildete Reiseleiter führen sie den Leser durch Zeit und Raum und vermitteln einen sehr guten Einblick in einen unbekannten Winkel der Geschichte.
Spätrömische Dekadenz?
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Wenn der Vorsitzende einer bekannten deutschen liberalen Partei mit dem Verweis auf eine "spätrömische Dekadenz" Gefahren für unsere Gesellschaft erkannt haben will, dann reiht er sich in eine Jahrhunderte alte abendländische Tradition ein, hinter der zu verschiedenen Zeiten verschiedene gesellschaftliche Ideen und Absichten standen - nur keine liberalen. Dies ist eine der Erkenntnisse, die sich aus dem sehr lesenswerten Buch "August 410" gewinnen lassen.

Über das, was wirklich bei der Eroberung Roms durch die Goten unter Alarich im Jahr 410 geschah, gibt es fast keine verläßlichen Dokumente. Eines ist jedoch gewiß: Dieses Ereignis hat die spätantike Welt erschüttert und verlangte nach Erklärungen. Die beiden Autoren zeigen, wie die Eroberung Roms von Zeitzeugen, wie z. B. Augustinus, aber auch späteren Autoren und Historikern bis in das 21. Jahrhundert hinein immer wieder neu dargestellt, ausgeschmückt und erklärt wurde, wie sehr diese Darstellungen von den verschiedenen Lebensumständen und Interessen des jeweiligen Autors beeinflußt wurden und wie diese den Untergang Roms für immer wieder neue Ziele vereinnahmten.

"August 410" ist daher kein Buch über die Eroberung Roms durch die Goten, sondern ein Buch über die Rezeption dieses Ereignisses zu unterschiedlichen Zeiten - ein Lehrstück über Geschichte und die Arbeit des Historikers. Sehr interessant sind dabei die Überlegungen, die Meier und Patzold über die Auswirkung des Anschlages vom 11.9.2001 auf die aktuelle nordamerikanische Sicht zum Untergang Roms anstellen, sowie auf die gegenwärtigen Diskussionen, ob der Untergang des römischen Imperiums als Katastrophe oder eher friedliche Transformation in das frühe Mittelalter zu verstehen ist (siehe hierzu Der Untergang des Römischen Reiches: Und das Ende der Zivilisation).

Wer Meier als Autor der Biographie Anastasios I: Die Entstehung des Byzantinischen Reiches bereits kennt und dieses ebenfalls sehr lesenswerte Werk bisweilen etwas anstrengend empfand, sollte sich von "August 410" nicht abschrecken lassen - dieses Buch ist weniger umfangreich und mit leichterer Feder geschrieben.

Und wer wissen möchte, ob Rom wirklich an seiner "spätrömischen Dekadenz" zugrunde gegangen ist, ob es durch breite Steuersenkungen möglicherweise zu retten gewesen wäre, dem sei Peter Heathers Der Untergang des Römischen Weltreichs wärmstens empfohlen! Die Verbindung von Luxus, Dekadenz und Niedergang selbst ist im Übrigen keine Weltsicht, welche erst als Reaktion auf die Eroberung Roms aufkam, sondern war bereits in der klassischen Antike ein ebenso fester Bestandteil der politischen Diskussion wie z. B. der Begriff Freiheit. Dies zeigt Robin Lane Fox in seiner ebenfalls sehr lesenswerten Geschichte der Antike Die klassische Welt: Eine Weltgeschichte von Homer bis Hadrian.
Unbedingt empfehlenswert!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Gerade habe ich es aus der Hand gelegt. Selten habe ich etwas derart intelligentes, aber nie gelehrt Daherkommendes gelesen. Mir fehlen die Worte...
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Im Labyrinth des Unerklärlichen. Rätselhafte Funde der Menschheitsgeschichte von Klaus Dona, Reinhard Habeck

Gebundene Ausgabe von Kopp, Rottenburg
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 8,13

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3930219816, Erscheinungsdatum: Oktober 2004, Auflage: 1., Aufl.
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5 Kundenrezensionen:

Unerklärliche Sachen sollten Wissenschaftler auch untersuchen
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Die Autoren beschreiben ihre Suche nach mysteriösen, unerklärlichen Artefakten für eine Wanderausstellung (2000 und 2004) und beschreiben auch viele dieser Artefakte. Danach scheint es bereits vor mehr als 10 Millionen (bis vor 400 Millionen) Jahren (irdische) Humanoide gegeben zu haben.

Viele Eigentümer der Artefakte und die Aussteller-Autoren würden viele der Artefakte für eine wissenschaftliche Untersuchung in angemessenem Zeitrahmen (das von einem Wissenschaftler geforderte eine Jahr für eine Metall- und geologische Untersuchung ist m.E. ein absoluter Witz) zur Verfügung stellen. Es wäre ihnen egal, ob die Vermutungen über die Artefakte bestätigt oder diese bei der Untersuchung als Fälschung erkannt würden, beides wäre voll akzeptabel. Eine richtige Untersuchung müßte es allerdings schon sein, keine auf nichts als die momentane Lehrmeinung gestützte Wortphrase wie "das kann nur eine Fälschung sein".

Aber die Wissenschaftler kneifen, wie nicht anders zu erwarten, denn nicht eine eventuelle unbequeme neue Wahrheit zählt, sondern das Verbleiben im "anerkannten" Theorien-Umfeld. Komisch, manche Untersuchung könnte ja auch den Nachweis einer Fälschung erbringen und damit die Lehrmeinung stützen und dem Untersucher Ansehen einbringen.

Aber die meisten sind eben Kleingeister, die sich keinem Risiko aussetzen wollen. Jedoch richtige Umwälzungen erbrachten auf allen Gebieten immer nur die Wissenschaftler, die die Lehrmeinung ihrer Zeit auf den Prüfstand stellten und bereit waren auf Grund neuer Erkenntnisse die Lehrmeinung zu modifizieren und/oder die gängigen Theorien zu erweitern.

Bewahrer einer Lehrmeinung, die unbequeme Tatsachen nicht einmal untersuchen, sondern wie Vogel Strauß einfach nur ignorieren, haben noch nie wirklich große Leistungen zu Wege gebracht, hart ausgedrückt sind es lediglich wissenschaftliche Krämerseelen und Erbsenzähler.
Zeigt erst in der zweiten Hälfte die wahren Qualitäten
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Wie im Titel bereits angegeben, zeigt dieses Buch seine wahren Qualitäten erst in der zweiten Buch-Hälfte. In der ersten Hälfte geht es ausschließlich darum, wie schwierig es war, die Artefakte für die Ausstellung "unsolved Mysteries" zusammenzutragen. Das hat mich persönlich überhaupt nicht interressiert. Konnte man dem Buchtitel auch nicht unbedingt entnehmen.
In der zweiten Hälfte des Buches wird man aber dafür mehr als entschädigt. Es beinhaltet eine akribische Zusammenstellung aller möglichen Artefakte aus der Vergangenheit samt ihrer Eigenschaften. Diese sind auch alle als Foto abgebildet, so dass man einen besseren Eindruck hiervon bekommt.
Die Interpretation ist dabei etwas anders als bei Erich von Däniken. Es geht nicht darum zu beweisen, dass in der Vergangenheit Außerirdische die Erde besucht haben, sondern es wird vermutet, dass es vor unserer Zivilisation bereits mehrere hochentwickelte Zivilisationen gab, die alle durch Katastrophen ausgelöscht wurden. Und die aufgezählten Artefakte seien das einzige was von diesen Zivilisationen übrig blieb.

Übrigens: Von unserer Zivilisation wird nicht viel übrig bleiben. Außer strahlender Atommüll. Das steht nicht im Buch, ist aber meine persönliche Meinung.
Interessante Auflistung archäologischer Geheimnisse
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Das vorliegende Buch enthält eine interrasante Auflistung archäologischer Fundstücke, die sich nicht so recht mit unserem angeblich festgefügten Weltbild zu vertragen scheint. Einige der dargestellten Artefakte beruhen allerdings eindeutig auf Fälschungen. Hierzu gehören Teile der Crespi-Sammlung oder die Tafeln von Michigan. Der ebenfalls abgebildete Kristallschädel wurde nachweislich im 19. Jahrhundert hergestellt und stellt kein Fundstück aus der Vorzeit dar.
Zugegebenermaßen war ich auch hinsichtlich eines 400 Millionen Jahre alten Schuhabdrucks skeptisch. Ich dachte, dass Derartiges nicht möglich sein kann. Irrtum! In einem anderen BuchGeheimsache außerirdisches Leben: Beweise für das Unmögliche fand ich hierzu jedoch eine detailliertere wissenschaftliche Analyse, die klar belegt, dass jener versteinerte Abdruck weder auf einer Fälschung noch auf einer Laune der Natur beruhen kann. Wer hinterließ vor 400 Millionen Jahren einen überdimensionalen Schuhabdruck auf der Erde? Ein Mensch kann es kaum gewesen sein.
Im Bann des Unerklärlichen
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Haben wir das nicht schon bei Däniken gelesen? Hochmoderne Flugmaschinen, die durch die Mythen des alten Indien, Ägypten und Peru geistern, merkwürdige Mischwesen, kuriose Funde und seltsame gravierte Steine. Doch was auf den ersten Blick als ein weiterer Aufguß bekannter präastronautischer Thesen erscheint, erweist sich bei der Lektüre als wissenschaftlich hochbrisantes Thema, zu dem uns hier Klaus Dona und Reinhard Habeck eingeladen haben.
Selten verdienen Bücher das Prädikat: ?ausgezeichnet recherchiert, wirklich empfehlenswert". Dies ist eines davon. Die Arbeit der Autoren besticht durch wissenschaftliches Herangehen an die Thematik. Mit akribischer Recherche haben Dona und Habeck ein hervorragendes Buch auf den Markt gebracht - ein Buch, das schon jetzt den Status eines Nachschlagewerkes, eines kommenden Klassikers erfüllt. Die Autoren haben sich auf mehreren Kontinenten umgesehen, und bei ihrer Recherche den Rat von Experten verschiedenster wissenschaftlicher Gebiete eingeholt. Sie laden den Leser mit einer leicht verständlichen und spannenden Lektüre zu einer Reise in die immer noch geheimnisumwobene Frühgeschichte der Menschheit ein. Die im Buch beschriebenen Artefakte können derzeit im Rahmen der Ausstellung "Unsolved Mysteries - Die Welt des Unerklärlichen" im Zentrum Kreuzberg, Skalitzer Str. 135, Berlin, von jedermann besichtigt werden. Diese Ausstellung ist mindestens so empfehlenswert wie das vorliegende Buch. Es steht zu hoffen, von den beiden unermüdlichen Forschern bald mehr aus der Welt des Unerklärlichen zu hören oder zu lesen.
Excellent...
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Bei Büchern dieser Art ist das Hauptproblem ja die Richtung, die dem Leser vermittelt wird. Da ist die Gefahr groß, dass in konkrete und daher spektakuläre und automatisch populäre Theorien abgeglitten wird und man sich weit vom Fakt entfernt.
Dieses Buch ist wohltuend anders. Mögliche Folgerungen aus dem Aufgezeigten werden zwar genannt, aber deutlich als Spektulation bezeichnet und nicht zum Hauptziel des Buches erklärt. Das Buch will aufmerksam machen und die gängige Schulmeinung über die Ursprünge der Menschheitsgeschichte hinterfragen. Und das zu recht...
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Produkt-Bild: LESEMAUS, Band 38: Ein Tag in der Steinzeit

LESEMAUS, Band 38: Ein Tag in der Steinzeit von Christa Holtei

Taschenbuch von Carlsen Verlag GmbH
Preis bei Amazon: EUR 3,90, Angebote ab EUR 2,99

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3551089388, Erscheinungsdatum: Februar 2007, Auflage: 4
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Eine Kundenrezension:

super buch ich liebe die reihe !!!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
einfach und schnelle erklärung zu den bestimmten themen! mach immer spaß und der preis ist super!!
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Produkt-Bild: Die klassische Welt: Eine Weltgeschichte von Homer bis Hadrian

Die klassische Welt: Eine Weltgeschichte von Homer bis Hadrian von Robin Lane Fox

Gebundene Ausgabe von Klett-Cotta
Preis bei Amazon: EUR 34,90, Angebote ab EUR 33,49

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3608944672, Erscheinungsdatum: August 2010, Auflage: 3., Aufl.
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3 Kundenrezensionen:

Gesamtüberblick der klassischen Welt
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Lane Fox hat sich der Herausforderung gestellt eine Gesamtgeschichte der klassischen Welt zu schreiben, wobei er die Griechen und den Machtübergang zu den Römern kombiniert. Der behandelte Zeitraum verläuft vom 7. Jahrhundert vor Christus bis zum 2. Jahrhundert nach Christus. In jeweils einzelnen Kapiteln arbeitet er sich chronologisch nach vorne, wobei politische, kulturelle und soziale Aspekte beleuchtet werden.

Das Buch bildet eine gute Zusammenfassung dieser Epochen und ist bestens geeignet sein eigenes Wissen über diese Zeit aufzufrischen oder zu ergänzen. Leser, welche die griechische und römische Geschichte neu entdecken würde ich aber eher zu Büchern raten, welche die einzelnen Epochen eingrenzender behandeln, und erst in einem zweiten Schritt zu diesem Buch greifen.
Sehr gut lesbare Einführung
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich habe vor zwei Jahren angefangen, Latein zu lernen. Ich ahnte ja nicht, welche weitreichenden Auswirkungen das zur Folge hat! Es blieb nämlich nicht beim bloßen Spracherwerb, sondern plötzlich wurden mir auch Themen wichtig, die ich bisher eher vernachlässigt hatte. Zum Beispiel die griechische Mythologie, aber auch die griechische und römische Geschichte.
Für letzteres ist es schwer, geeignete Darstellungen zu finden, die umfassend, aber nicht trocken geschrieben sind. Zum Glück ist gerade ein Buch erschienen, das diese Kriterien erfüllt und bei mir zu einigen Aha-Erlebnissen geführt hat. Robin Lane Fox hat ein umfangreiches Werk vorgelegt, das sehr gut meine vorhandenen Wissenslücken geschlossen hat und dabei glänzend geschrieben ist.
Die griechische und die römische Zivilisation bilden die zwei Stränge dieses Buches, dessen Kapiteleinteilung so übersichtlich ist, dass man es nach dem Durchlesen auch als Nachschlagewerk nutzen kann.
Fox stellt die klassische Welt nicht nur dar, er erzählt von ihr, ausgehend von Hadrian, der die klassische Welt ausgiebig bereist hat. Fox versetzt sich in Hadrian hinein und beschreibt, wie dieser die Geschehnisse der 900 Jahre vor seiner Machtergreifung beurteilt hätte. Deshalb liest sich das Buch fast wie ein Roman. Statt lediglich die Ereignisse chronologisch aufzuzählen, konzentriert Fox sich auf die wechselnden Machtbeziehungen und darauf, wie diese durch Ereignisse einschneidend verändert werden und wie sich damit auch Bedeutung und Zusammenhang der Themen und Fragestellungen ändern.
Drei Themen und ihre durch die Zeiten unterschiedliche Bedeutungen ziehen sich wie ein roter Faden durch das Buch: Freiheit, Gerechtigkeit und Luxus. Alle drei Begriffe werden nicht nur in den griechischen und römischen Zivilisationen, sondern auch in modernen Zeiten immer wieder anders definiert. Aus den veränderten Konnotationen dieser Begriffe lässt sich viel über die Gesellschaftsstruktur der jeweiligen Zeit ablesen.
In diese Erzählstränge eingestreut sind Informationen über die Entwicklung von Kunst, Militärstrategien, Geschlechterverhältnissen, Sklaverei, Homosexualität, Religion und Philosophie.
Positiv anmerken möchte ich auch die (für mich immer sehr wichtige) Ausstattung des Buches: Gutes Papier, angenehmes Schriftbild, Lesebändchen, Fototafeln, Kartenmaterial und ein 90seitiger (!) Anhang, der es leicht macht, die Gesichtspunkte, die man besonders interessant findet, weiter zu vertiefen.
Ich kann das Buch also allen, die sich mit den geschichtlichen Grundlagen unserer Kultur beschäftigen möchten, nur empfehlen. Für diejenigen, die Latein und/oder Altgriechisch lernen, ist dieses Buch ein besonderer Gewinn.
Geschichte - meisterhaft präsentiert
5 Punkte 5 von 5 Punkten
"Eine Weltgeschichte von Homer bis Hadrian" kündigt der Verlag an. Ich habe das Buch gelesen und bin begeistert. Sicher werden Studenten sich mit den Massen von Fachwissen im Buch abschindern dürfen, wenn man aber diesen Druck des lernen müssens nicht im Nacken verspürt, dann ist dieses Buch eine spannende Lektüre und Spaziergang durch 1000 Jahre Geschichte zugleich.

Dieses Buch hat so ziemlich nichts lehrmeisterliches an sich. Es betrachtet sehr übersichtlich 1000 Jahre, porträtiert wichtige Gestalten der Geschichte und beschreibt den Alltag der einfachen Menschen, aber auch der gehobenen Gesellschaft.

Sehr gut wird die römische und die griechische Welt beschrieben. Mal geht es in ganz spezielle Themen wie Sklaverei und Religion, aber auch Militär und Kunst hinein und doch darf sich der Leser vertrauensvoll des gelehrten Autors anvertrauen, er behält den Überblick über das Ganze und verzettelt sich nirgends.

Dieses Buch kommt sehr sympathisch rüber. Dazu gehört das rote Lesebändchen, zahlreiche Fotos und Karten und der sehr umfangreiche Anhang, der Möglichkeiten zur weiteren Vertiefung einzelner behandelter Themen anbietet.

Wenn man Geschichte erzählerisch so gut präsentiert bekommt, macht es Spaß sich mit ihr zu beschäftigen. Warum lassen sich die Fachleute nur so selten zu solchen Büchern hinreißen ? Nehmen sie sich nicht die Zeit oder haben Sie sie nicht ?
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Produkt-Bild: Lexikon der verbotenen Archäologie: Mysteriöse Funde von A bis Z

Lexikon der verbotenen Archäologie: Mysteriöse Funde von A bis Z von Luc Bürgin

Gebundene Ausgabe von Kopp, Rottenburg
Preis bei Amazon: EUR 19,95, Angebote ab EUR 13,95

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3942016141, Erscheinungsdatum: Dezember 2009, Auflage: 1
Zoom ± Produkt-Bild: Lexikon der verbotenen Archäologie: Mysteriöse Funde von A bis Z

5 Kundenrezensionen:

Für Interessierte und Einsteiger guter Kauf, wenn auch zu oberflächlich
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Wer beim Wort Lexikon an staubtrockene wissenschaftliche Werke denkt, liegt damit bei Bürgins Buch völlig verkehrt. Sein Werk stellt die Themen zwar in alphabetischer Reihenfolge vor, ist aber in leicht verständliche Sprache verfasst und eher unterhaltsam zu lesen. Ein Kritikpunkt ist, dass der Autor etwas zu oft erwähnt, wie unwillig die offizielle Archäologie ist und wie dumm die offiziellen Geschichtsbücher; auf Dauer ist das etwas stark enervierend. Positiv ist zu vermerken, dass jedem Kapitel eine Karte vorangestellt wird, auf dem der Fundort markiert ist. Auch wenn man Bürgins Werk nicht als wissenschaftlich ansehen kann, so enthält es immerhin ein ausführliches Literaturverzeichnis.

Das Hauptproblem des Buches ist das vieler ähnlicher: Man kann vom Autoren kaum verlangen, alle notwendigen Forschungen selbst anzustellen; andererseits bleiben so viele Fragen offen. Bürgin will dazu anregen, dass bestimmte Funde genauer untersucht werden und nicht unter dem Tisch fallen, nur weil sie nicht in das offizielle Geschichtsbild passen. Bei einigen Funden kann man diesen Wunsch nur zu gut zu verstehen.

Zu einem für die gute Aufmachung erstaunlich geringen Preis bietet das Lexikon viele interessante Dinge und eine unterhaltsame und anregende Lektüre. Wer sich für das Thema kritische (Früh-) Geschichte interessiert, sollte sich das "Lexikon der verbotenen Archälogie" zu legen. Eigene weitergehende Lektüre bleibt dem Leser aber nicht erspart, wenn er die vorgestellten Funde wirklich ernsthaft einordnen möchte.
Vieles wird bestätigt werden
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich bin eine begeisterte Mysteries Leserin und habe auch alle anderen Bücher von Herrn Bürgin gelesen. Dieser junge Journalist aus der Schweiz versteht es, mit einem großen Wortschatz den Leser zu begeistern und zum Nachdenken anzuregen. Das Lexikon der verbotetenen Archäologie ist ein sehr gelungenes Werk. Wir wissen viel zu wenig über unsere Vergangenheit und alles was nicht zugeordnet werden kann, kommt in eine Schublade oder wird der Öffentlichkeit verschwiegen. Ich finde es gut, dass Menschen wie Herr Bürgin sich die Zeit nehmen solche Dinge zu recherchieren um sie den Menschen zu präsentieren. Vor kurzen sah ich eine Sendung, in der ein Wissenschaftsteam einen Schädel untersuchte, der keinen auf dem Planeten lebenden Menschen zugordnet werden kann - ich musste sofort das Kapitel "DNA-Rätsel aus Herrn Bürgins Buch denken, indem er von einem Haar berichtet, dessen DNA auch keiner menschlichen Rasse auf der Erde zugeordnet werden konnte. Ich bin mir sehr sicher, das viele Berichte aus seinem Buch eines Tages auch von der Wissenschaft bestätigt werden...
geschichte mal ganz anders (-:
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ein interessantes und abwechselungsreich geschriebenes Buch, das neue Denkansätze gibt.
Wie unsere Geschichte wirklich war. Sehr zu empfehlendes Buch.
In Ordnung
2 Punkte 2 von 5 Punkten
Also das Buch ist sehr vereinfacht geschrieben wenn es um bestimmte Themen geht. Der Autor ist sich zu sicher bei manchen Themen und argumentiert dann immer das die Geschichte umgeschrieben werden muss.
Ich war enttäuscht ujnd habe einfach mehr erhofft.
Kein Knaller, aber auch kein Fehlkauf
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Gut gefällt mir, dass der Autor nicht abschliessend urteilt, sondern die Bewertung dem Leser überlässt ( wobei klassische Lehrmeinungsvertreter natürlich ob der Geschichten das nackte Grausen packt ). Schön vor allem, das ich auch einige mir zuvor nicht bekannte Geschichten lesen konnte.
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Produkt-Bild: Geschichte Kleinasiens in der Antike: Historische Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung

Geschichte Kleinasiens in der Antike: Historische Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung von Christian Marek, Peter Frei

Gebundene Ausgabe von C.H. Beck
Preis bei Amazon: EUR 44,00, Angebote ab EUR 40,31

ISBN: 3406598536, Erscheinungsdatum: März 2010, Auflage: 1
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