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Von Ratlosen und Löwenherzen: Eine kurzweilige, aber nützliche Geschichte des englischen Mittelalters von Rebecca GabléTaschenbuch von Bastei Lübbe GmbH & Co.KG (Bastei Verlag)Preis bei Amazon: EUR 9,99 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3404642422, Erscheinungsdatum: Sept. 2010, Auflage: 1 |
Aus der Amazon.de-RedaktionGönnen wir ihr die kleine Auszeit. Nach sechs fast schon obligatorischen Tausendseitern, mittelalterliche Blockbuster allesamt, mit denen Rebecca Gablé ihre Fangemeinde in den letzten Jahren verwöhnte, folgt nun die wohlverdiente Verschnaufpause. Und wie sieht die bei einer Literaturwissenschaftlerin, Fachfrau in Sachen Mediävistik und passionierten England-Reisenden wohl aus? Richtig! Sie schreibt ein Sachbuch übers Mittelalter in England. Und fängt sogleich an, den etwas verwaschenen Begriff zeitlich zu fixieren: Von der Völkerwanderung Ende des 3. Jahrhunderts bis zur Verbreitung des Buchdrucks Ende des 15. Jahrhunderts. Basta! Kein geringes Vorhaben auf gerade mal 230 Seiten. Doch Frau Gablé erweist sich auch in der kleinen Sachbuchform als Meisterin. Alles begann im 4. Jahrhundert mit dem Abzug der Römer, die genug Trouble in der Heimat hatten. Wilde Pikten und Scoten hatten sich überdies auf dem neblichten Eiland als lästige Wanzen erwiesen. Die zurückgebliebenen britischen Kelten hatten aber am römischen Lifestyle nicht wenig Gefallen gefunden. So ging?s los. Um sich nun ihrerseits die blauen Barbaren aus dem kargen Norden vom Halse zu halten, engagierten sie Kampfverbände aus Norddeutschland ? und schon waren sie da ? die Angelsachsen. In diesem Stile lässt sich Geschichte erfolgreich vermitteln. Nicht einschläfernd, forsch bis kess im Ton. Nichts weniger zeichnet eine Bestsellerautorin aus! Vom ?Volk der Angeln? und ihrem ?Engla-Land?, über Alfred den Großen, Englands sagenhaften ersten King, der 878 den Dänen den Garaus machte, bis hin zu Herrschern, deren Namen Sven Gabelbart, Edmund Eisenseite oder Harald Hasenfuß eher unfreiwillig komische Naturen verhießen; oder dem frühen Gotteskrieger Richard Löwenherz, der hinter deutsch-österreichischem Gemäuer vor sich hinfaulte -, Madame Gablé wartet zur Auflockerung ihrer Geschichtsstunde mit allerlei Kuriosa und Skurrilitäten auf. Dies verheißt eine Menge Lesespaß, zugunsten dessen die historische Akkuratesse bei der Fülle des Materials bisweilen schmunzelnd übersehen werden sollte. Kleine, aber hübsche verlegerische Serviceleistung: Das Buchcover lässt sich zum königlichen Stammbaum entfalten. Und nach der Lektüre wird man wenigstens einige der sprichwörtlichen britischen Schrullen etwas besser verstehen. Dermaßen präpariert, freuen wir uns auf den nächsten großen Gablé-Wurf.?Ravi Unger 5 Kundenrezensionen:Englische Geschichte, mit einem Augenzwinkern vermittelt 5 von 5 PunktenBei diesem Hörbuch haben sich zwei gefunden, die zusammen zu passen scheinen: Rebecca Gablé, die es mit ihrem feinen Humor auf äußerst unterhaltsame Weise ebenso versteht, einem die englische Geschichte ein wenig näher zu bringen, wie sie auf die Schippe zu nehmen, und Andreas Fröhlich, der als "Vorleser" ihres Werkes wieder einmal seine Vielseitigkeit unter Beweis stellt und auf einfühlsame Weise sowohl die ernsten wie auch die witzigen Seiten dieser Produktion mit seiner Stimme ins rechte Licht zu rücken weiß. Allen Interessierten sei vor allem Folgendes gesagt: Man muss kein Fan englischer Geschichte sein, um dieses Hörbuch genießen zu können. Ich habe mich vorher nie näher mit dem Thema beschäftigt. Dennoch habe ich jede einzelne Minute genossen. Historische Fakten werden inklusive Jahreszahlen anschaulich präsentiert, die einzelnen Herrscher inklusive ihres Hofstaates beleuchtet. Die Autorin erlaubt es sich aber auch ganz bewusst, eigene Beurteilungen und manchmal augenzwinkernde Anekdoten über Volk und Obrigkeit mit in ihr Werk einzubauen, was von Andreas Fröhlich durch unterschiedliche Lesearten und Betonungen immer wieder wunderbar in Szene gesetzt wird. Überhaupt lebt dieses Hörbuch meiner Meinung nach besonders durch seinen Sprecher, dem Monotonie ein Fremdwort zu sein scheint und der es immer wieder versteht, einen ebenso lachen wie schaudern zu lassen - je nachdem, ob es um die nicht sehr ambitionierten Pläne eines schwulen Königs geht, die Homosexualität in seinem Lande auszumerzen und seinen Bischof, der darüber schier verzweifelt, oder um die Gräueltaten, die bisweilen an politischen Feinden begangen wurden und wo so mancher Herrscher auch vor Kindern nicht Halt machte. Interessant fand ich inhaltlich vor allem, dass auch immer wieder die Verhältnisse in der einfachen Bevölkerung beleuchtet werden. Darüber weiß man mitunter nicht viel, aber was man weiß, wird gut verständlich und ungeschönt vermittelt. Ebenso versucht Rebecca Gablé mit so manchem Vorurteil aufzuräumen, wie eben dem klassischen "finsteren Mittelalter" und all seinen Schrecken - Hexenverfolgung, das Recht der "ersten Nacht" und noch so manch anderen Geschichten, die sich doch auch im eigenen Kopf recht gut festgesetzt haben. Meiner Meinung nach ein absolut empfehlenswertes Hörbuch. Wer sich nicht scheut, ein bisschen was dazuzulernen und dieses Stückchen Allgemeinbildung gern auch noch unterhaltsam, spannend und witzig präsentiert bekommen möchte, der kann mit dieser Ausgabe nichts falsch machen. So was hat bisher gefehlt! 5 von 5 PunktenWer kennt das nicht... Man liest eine Geschichte mit historischem Hintergrund. Auf einmal taucht die Frage auf, wie war denn das damals wirklich... Welche großen Ereignisse haben die Menschen dieser Zeit geprägt. Wer war denn da wirklich an der Macht. Wieso haben sich die herrschenden Engländer mit den Franzosen über die Jahrhunderte immer wieder die Köpfe eingeschlagen. Klar, all dieses Wissen kann man sich in dicken 1000 seitigen Geschichtsbüchern zusammensuchen, aber das was dann an Information geboten ist, das sprengt sowohl das Interesse des Belletristikkonsumenten" als auch das Zeitbudget eines durchschnittlichen Lesers... Hier hat Frau Gable das ideale Werk geschaffen! Es liest sich kurzweilig wie eine ihrer wunderbaren Mittelaltergeschichten und ist trotzdem sehr informativ. Der Aufbau ist hervorragen, so dass man ganz schnell einen Einstieg findet und wenn man mal wieder beim Lesen vor der Frage steht, wie war das jetzt nochmal genau, dann findet man sehr schnell das richtige Kapitel. Ein Kapitel über die passende Epoche und schon hat man das passende Rüstzeug um einen Roman im richtigen Kontext einwerten zu können. Englische Geschichte in Kurzform und.... 5 von 5 Punkten... sowas von informativ geschrieben, dass ich in so kurzer Zeit mir wirklich ein gutes Bild von der englischen Geschichte machen konnte. Und jetzt merke ich, dass auch gerne immer mal wieder nachschlage um was konkretes nachzuschauen. Tolles Buch! Mittelalter - informativ und humorvoll 5 von 5 PunktenZu Schulzeiten habe ich Geschichte gehasst! Dieses Thema war für mich eine staubtrockene Aneinanderreihung unübersichtlicher Namen und Zahlen. Warum gab es damals dieses Buch noch nicht? Rebecca Gable berichtet ausführlich, aber nicht langweilig, informativ, aber nicht überfrachtet, humorvoll, aber nicht komisch über das englische Mittelalter. Sämtliche Wilhelms, Edwards, Henrys und Margareths werden abgehandelt, die Errungenschaften der jeweiligen Regierungsperiode dargestellt, über die Eigenschaften des entsprechenden Regenten berichtet. Trotz humorvoller Einlagen ("das Wasser stand ihm bis zur noch nicht erfundenen Halskrause") ist diese "Geschichtsstunde" immer seriös und gleitet niemals in platte Komik ab. Was ich besonders schön finde: Es wird nicht nur über das Leben der Adeligen berichtet. Frau Gable macht immer wieder Abstecher zum einfachen Volk, erzählt über die Lebensumstände der Bauern, über die Situation der Frau im Mittelalter und auch über den Bildungsstand des Volkes. Und wie in ihren Romanen schafft sie es, dass der Leser trotz der ständig gleichen Namen (Henry, Edward, Margareth - konnten sich die Engänder nicht mehr Vornamen leisten?) nicht den Überblick verliert. Gelungene und kurzweilige Geschichtsstunde 5 von 5 PunktenWirklich mal ein spannendes und immer mit einem Augenzwinkern geschriebenes Buch über die englische Geschichte im Mittelalter. Besonders wer vorher viel von Gable, Cornwell oder Follet gelesen hat wird seinen Spass an der Erzählung dieser historischen Ereignisse, noch mal in kurzer Fassung und sehr lustig, wieder gegeben zu bekommen. Ich habe das Buch an einem Wochenende verschlungen. Wenn Sie wissen wollen was die Normannen mit den Klingonen zu tun haben und wer der "menschliche" Wanderpokal ist sollte Sie dieses Buch lesen. Der einzigste kleine Wehrmutstropfen ist, dass es etwas kurz und zu schnell durchgelesen ist. Meine Empfehlung: 5 Sterne |
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D-Day: Die Schlacht um die Normandie von Antony BeevorGebundene Ausgabe von C. Bertelsmann VerlagPreis bei Amazon: EUR 28,00, Angebote ab EUR 23,95 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3570100073, Erscheinungsdatum: April 2010 |
4 Kundenrezensionen:D-Day: Die Schlacht um die Normandie. Antony Beevor 5 von 5 PunktenIch bin überzeugt davon, dass dieses Buch auch von jüngeren Generationen gelesen werden sollte. Auch wenn diese enorme Tragödie der militärischen und menschlichen Geschichte ( 2. Weltkrieg vollumfänglich ) schon mehr als 60 Jahre zurückliegen, so wäre es tragisch, wenn dieser grauenvolle Abschnitt des menschlichen Wahnsinns in Vergessenheit geriete.Es ist doch zu betonen, dass diese jungen Menschen bereit waren ihr Leben zu opfern um Europa von diesem unfassbaren Terror zu befreien. Antony Beevor gelingt es in seinem Buch Details zu schildern, die von tiefer Kenntnis über das Geschehene Zeugnis ablegen. Trotz der komplexen Geschehnisse liesst sich das Buch ausserordentlich verständlich, dank dem klaren Schreibstil. Es ist aber zu betonen, dass es notwendig ist die Normandie persönlich zu kennen um den einzelnen taktischen Schritten der Militärs beider Seiten folgen zu können. Ich habe selten so ein gutes Geschichtsbuch in den Händen gehalten. Gewohnte Qualität 5 von 5 PunktenAntony Beevor hat verschiedene Bücher zur neuen Zeitgeschichte verfasst (Spanischer Bürgerkrieg, Stalingrad, der Untergang). Es gelingt dem Autor immer wieder in seinen Werken neue Aspekte einzubauen und in seinen verschiedenen Werken einen hohen Standard einzuhalten. Auch dieses Werk entspricht den Qualitätsansprüchen, die von seinen Werken grundsätzlich erwartet werden. Auch dieser neueste Band ist leicht lesbar, aber trotzdem nicht oberflächlich. Gutes, aber nicht ueberragendes Buch 3 von 5 PunktenIch habe das Buch gekauft, nachdem ich einige sehr positive Rezensionen darueber gelesen habe. Und soviel zum Einstieg: Ich habe D-Day in einem Zug durchgelesen, so schlecht kann es also nicht sein. Es ist erstens einmal sehr spannend und unterhaltsam geschrieben, ist keinen Augenblick langweilig. Zweitens thematisiert es immer wieder auch alliierte Kriegsverbrechen, teils solche, die in der Hitze des Gefechtes entstandend sind, teils solche, sehr gravierende, die sozusagen angeordnet wurden (Beispielsweise die Bemerkung in einer Rede an Soldaten von General Maxwell Taylor, Kommandeur der 101. Luftlandedivision, anlaesslich der Invasion stoerten Gefangene nur). Dass auch die Alliierten Kriegsverbrechen begangen haben, ist weder neu noch kann es wirklich ueberraschen, aber Beevor behandelt sie hier offener, expliziter und schonungsloser als es bisher in entsprechenden Publikationen uebelich war. Wie auch immer, und hauptsaechlich darum nicht mehr als drei Sterne, sehr viel Neues erfaehrt man aus dem Buch trotzdem nicht, abgesehen vom Umgang mit alliierten Kriegsverbrechen ist das Buch einfach ein weiteres ueber die Invasion in der Normandie und die sich im Anschluss daran entfaltenden Schlachten. Darueber hinaus seien zwei Schwaechen erwaehnt: Erstens sind die Karten weitaus weniger detailiert, als moeglich waere, insbesondere vermisst man oft Orte, die im Buch erwaehnt werden. Um den Verlauf der Auseinandersetzungen verfolgen zu koennen, waere es wichtig, diese Orte miteingezeichnet zu haben. Zweitens, und das war ein Punkt, der mich das ganze Buch ueber genervt hat, scheint mir Beevors Umgang mit dem britischen General Montgomery schlicht unprofessionel zu sein. Kritik und Noergelei an Montgomery findet sich im ganzen Buch schaetzungsweise alle drei Seiten, was dann doch etwas penetrant ist. Beevor haette die kritischen Beerkungen ueber Montgomery reduzieren oder mindestens zusammenfassen koennen, ohne dass sein insgesamt negatives Bild von Montgomery abgeschwaecht worden waere. Dem Leser gegenueber waere die Kritik aber glaubwuerdiger gewesen, weil nicht der Eindruck entstanden waere, Beevor lasse sich von einer persoenlichen Abneigung Montgomery gegenueber leiten. D-Day oder Der längste Tag 5 von 5 PunktenLange Tage und Nächte gibt es mit diesem Buch gewiss auch. Antony Beevor, eine der besten Autoren historischer Bücher, zeichnet hier eine umfangreiche Abhandlung zur Landung der Alliierten in der Normandie. Angefangen bei den Vorbereitungen (die evtl. noch etwas ausführlicher hätten sein können); über die Landung aus der Luft wie zu Wasser; über die Ausbruchskämpfe in der Normandie; bis hin zur Befreiung von Paris folgt der Leser Beevors Ausführungen. Beevor verliert dabei keineswegs den Blick für den einfachen Soldaten, der übermenschliches leisten muss, dabei aber Todesängste aussteht. Auch das Leid der Zivilbevölkerung, die, wie in jedem Konflikt, am Meisten zu ertragen hat, wird nicht vergessen zu erwähnen. Detailliert beschreibt Beevor die Landung an den einzelnen Stränden, aber auch folgende Kämpfe, wie die Schlacht um Caen oder die Operation Cobra", mit der schließlich der Ausbruch aus der Normandie gelang und dadurch den Weg nach Osten Richtung Paris und Deutschland ebnete. Besonders hervorzuheben sind die genauen Schlachtenverläufe, an denen der Leser das oft verbissene hin und her genau verfolgen kann. Ergänzt wird das Ganze durch umfangreiches Kartenmaterial und durch Zitate oder Tagebucheintragung von Soldaten und Offizieren, sowohl auf deutscher, wie auch auf alliierter Seite. D-Day - Schlacht um die Normandie" ist nicht nur deshalb ein sehr gutes Buch, weil es hervorragend und interessant geschrieben ist. Sondern auch, weil es nichts beschönigt, heroisiert oder unter den Teppich kehrt, wie zum Beispiel Kriegsverbrechen denen sich die Deutschen, insbesondere die SS, schuldig machte, aber auch auf Alliierter Seite in den ersten Woche häufig vorkamen. Fazit: Beevor hat ein sehr wertvolles Buch geschrieben, das man unbedingt lesen sollte. Denn zu diesem Thema wird zur Zeit nichts vergleichbar gutes zu finden sein. D-Day: Die Schlacht um die Normandie |
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Basiswissen IT-Berufe, EURO, Einfache IT-Systeme: Lehr-/Fachbuch von Franz-Josef Lintermann, Udo Schaefer, Walter Schulte-Göcking, Walter Schulte- GöckingTaschenbuch von Bildungsverlag EINSPreis bei Amazon: EUR 32,95, Angebote ab EUR 10,99 ![]() 2,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3823711407, Erscheinungsdatum: Sept. 2010, Auflage: 6. |
5 Kundenrezensionen:Sehr schlechtes Nachschlagewerk 2 von 5 PunktenIch musste mir das Buch im Zuge meiner Ausbildung zulegen, und habe dementsprechend auch einige Zeit damit verbracht. Kann das Buch in keiner Weise empfehlen, habe mich mehrmals massiv darüber geärgert, weil es zum Teil völlig unlogisch aufgebaut ist. Und hat man dann mal etwas darin gefunden, was man wirklich wissen wollte, war der Bereich sehr knapp beschrieben, oder die Informationen zu dem Thema waren nicht an dem Punkt an dem man gerade war, sondern ohne wirklich erkennbare Logik in weiteren Teilen des Buches verstreut. Wer es für seine Ausbildung "braucht", wird wohl nicht drum herum kommen, allen anderen kann man nur raten die Finger davon zu lassen und auf bessere Nachschlagewerke umzulenken. Finger weg! 1 von 5 PunktenIch musste mir dieses Buch (5. Auflage) für die Berufsschule kaufen weil unser Lehrer seinen Unterricht darauf aufbaut. Das Buch versucht ein Nachschlagewerk für die IT-Berufe zu sein. Hauptsächlich richtet es sich an Auszubildende in IT-Berufen und soll der Prüfungsvorbereitung dienen. Die einzelnen Themenbereiche werden stellenweise nur sehr kurz und oberflächlich angeschnitten. Tieferen Einblick bietet dieses Buch nicht und viele Bereiche sind auch schon veraltet. Gravierend sind die Fehler in diesem Buch. Begriffe werden falsch verwendet, Schaubilder & Tabellen sind fehlerhaft und bei einigen Rechnungen stimmen die Werte nicht. Außerdem werden bei den Übungsaufgaben Begriffe oder z.B. Rechenmethoden abgefragt, die im entsprechenden Kapital gar nicht behandelt wurden, wodurch man gezwungen wird im Internet nach Informationen zu suchen. Fazit: Gerade bei der schnelllebigen IT Welt macht dieses Buch überhaupt keinen Sinn. Wer zu den Themen wirklich Informationen sucht, der findet diese ausführlicher und kompetenter erläutert im Internet. Das Lehrer an Berufsschulen ihren Unterricht nach diesem Buch ausrichten ist erschreckend. Falsche Auflage bekommen :( 2 von 5 PunktenHallo, zu dem Buch selber, kann ich noch nicht viel sagen, nur habe ich diesen Artikel hier bestellt, der die 5. Auflage sein soll. Erhalten habe ich die 4.... leider ist schon der Firmenstempel drin, da es für die Ausbildung über die Firma lief. Somit kann ich es nicht mehr umtauschen... :( Schade. Stellenweise Lückenhaft und Inaktuell 2 von 5 PunktenHeute haben wir in der Berufsschule dieses Buch in der aktuellen Auflage erhalten. Schon nach kurzem Blättern musste ich das Fehlen bzw. die Inaktualität einiger Informationen feststellen. Im Kapitel über die Datenträger steht z.B., dass CDs immer von innen nach außen gelesen werden (richtig soweit... ein Exot mal aussen vor) und sich hierbei die Umdrehungsgeschwindigkeit konstant verringert, je weiter der Laser nach außen kommt CLV-Verfahren). Das CAV-Verfahren, das bei höheren Geschwindigkeiten angewandt wird, wird in dem Buch anscheinend vollkommen verschwiegen. Das Nächste, was mir auffiel, waren die Informationen zu OS X. Es wird zwar das aktuelle Leopard besprochen, dies aber im Zusammenhang mit völlig veralteten Informationen wie "Rendezvouz", das schon länger "Bonjour" heißt. Sherlock wird als eine von 150 Neuheiten und der Finder als Suchfunktion angepriesen. Mit im Paket befindet sich laut Buch noch immer AppleWorks, das bekanntermaßen schon länger von iLife und iWork abgelöst wurde. Ich nehme mal an, dass Macs laut Buch auch immer noch mit PPCs ausgerüstet werden. Ich habe mir den Windows-Teil des Buches bisher noch nicht durchgelesen (ist halt ein wenig länger), erwarte hier aber ähnliche "Zustände". Für ein aktuelles Lehrbuch ist sowas inakzeptabel! Schlecht recherchiert und mit Fehlern 1 von 5 PunktenAlso ich habe nun 2 Auflagen von diesem Buch gekauft und muss sagen das dieses Buch einfach nur schwer enttäuscht. Es sind nur oberflächliche Erklärungen vorhanden und zudem werden Begrifflichkeiten teilweise völlig falsch definiert. Als Informatiker muss ich sagen das die Begriffe schlicht und einfach Falsch erklärt sind. Beispiel: In dem Buch werden heutige mobile PCs als "Laptops" bezeichnet. Dies ist aber total falsch da laut definition der Laptop eine vorentwicklung der heutigen Notebooks ist. Laptops gibt es definitiv nur noch im Museum. Alle mobilen PCs heissen laut definition Notebook. Daher gibt es für dieses Buch nur einen Stern. |
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Die Erfindung des jüdischen Volkes: Israels Gründungsmythos auf dem Prüfstand von Shlomo SandGebundene Ausgabe von PropyläenPreis bei Amazon: EUR 24,95, Angebote ab EUR 21,80 ![]() 3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3549073763, Erscheinungsdatum: April 2010 |
5 Kundenrezensionen:Provokante These, jedoch wissenschaftlich widerlegt 1 von 5 PunktenSchade nur, dass die deutsche Regierung der Jahre 1933 bis 1945 Sands Thesen nicht kannte. Hätte sie davon gewusst, dass das Judentum als Volk bzw. Rasse nur eine Erfindung zionistischer Propaganda war, dann hätten sie womöglich sich und anderen viel Ungemach erspart. Sands Erkenntnisse mögen nur diejenigen überraschen, die die Bibel bisher unreflektiert als Geschichtsbuch verstanden. Die bronzezeitliche Volkwerdung Israels und seine erste Staatsgründung vollzog sich nicht im Hauruckverfahren "Exodus-40jährige Wanderschaft-Landnahme", sondern durch eine langsame Vermischung von Kanaanitern mit geflohenen ägyptischen Sklaven, von denen eine Gruppe als Moses-Gruppe zu identifizieren ist. Das ist seit Jahrzehnten Forschungsstand, vor allem in Israel, wo man ja auch den direktesten Zugang zu archäologischen Zeugnissen hat. (so z.B. auch Hans Küng, der 1991 in "Das Judentum - Wesen und Geschichte" den auch damals nicht neuen Kenntnisstand wiedergab). Diese Mischbevölkerung organisierte sich in mehreren Stämmen und konstituierte sich später nicht zuletzt über einen strikten Monotheismus als Nation. Diese war aber beileibe nie ein exklusiver Club, wie man unschwer im Buch Ruth nachlesen kann. In der Tat war das Judentum zeitweise für Beitritte deutlich offener, als es heute ist. Die Halacha, das jüdische Recht, reagiert entgegen landläufiger Vorstellung durchaus dynamisch auf die Erfordernisse der Menschen, die nach ihr leben. Übertritte wurde stets als Beitrag zum Erhalt des Judentums als Volk gesehen (ähnlich wie bei den indigenen Völkern Nordamerikas, nur auf freiwilliger Basis). Allerdings ist man heute deutlich vorsichtiger, manche jüdische Gemeinden lassen Beitrittskandidaten zuerst mal von einem Psychologen checken - eine Aufnahmepolitik, mit der in anderen Organisationen viel Unglück verhindert werden könnte, z.B. der an lautstarken "Israel-Kritikern" nicht armen Linkspartei. Sands Theorie, dass das Judentum im Verlauf der Jahrhunderte durch zum Teil massenweise Übertritte so "durchmischt und durchrasst" sei (die Redewendung stammt nicht von ihm, sondern von Edmund Stoiber), dass es nicht mehr als Nation, sondern nur mehr als Religionsgemeinschaft zu betrachten sei, hat trotz vieler sicher ordentlich vorgetragener Fakten und Argumente zwei tödliche Geburtfehler: Erstens: Eine Nation primär ethnisch zu konstituieren, ist in der Staatsphilosophie eher die Ausnahme - und zwar eine zumindest gefahrenreiche, oft auch leider unheilvolle. Gerade der völkische Staatsbegriff war prägend für die NS-Ideologie, wenn er auch nicht von ihr entwickelt wurde. Denn gerade Deutschland definierte sich bereits vor 1933 anders als andere Staaten über die gemeinsame Herkunft des Staatsvolkes, und das sogenannte "ius sanguinis" war auch nach 1945 für das deutsche Staatsbürgerschaftsrecht maßgeblich. Die Mehrzahl aller modernen Staaten definiert sich hingegen als Staatsnation über das Bekenntnis zu gemeinsamen Wertvorstellungen und Normen, die Abstammung ist sekundär. Und das Judentum definierte sich stets gerade über Wertvorstellungen und Normen - also als "demos" und nicht als "ethnos". Zweitens: Laut einer 2010 im angesehenen "American Journal of Human Genetics" erschienen Studie weisen jüdische Menschen aus ganz unterschiedlichen Gegenden dieses Planeten gemeinsame genetische Merkmale auf, die eine überwiegend gemeinsame Herkunft belegen. Sands provokante Thesen sind also nicht nur eine Themaverfehlung, sie sind auch objektiv falsch. Ihre Instrumentalisierung zur Delegitimierung des heutigen Israels geht übrigens an den tatsächlichen Gründen für die neuzeitliche Staatswerdung Israels vorbei. Die erfolgte nicht aufgrund frommer Überlieferung, sondern aufgrund aktueller Notwendigkeit. Nachdem Ende des 19. Jahrhunderts der religiöse Antijudaismus in Europa von einem aggressiven, rassisch motivierten Antisemitismus abgelöst worden war und dessen eliminatorischen Züge letztlich im industriellen Massenmord des Holocaust gipfelten, war die Errichtung eines jüdischen Staates eine nicht mehr weg zu diskutierende Notwendigkeit. Wenn selbst im Land Goethes und Schillers jüdische Menschen nicht sicher leben konnten, so brauchten sie ein eigenes. Es ginge jedoch deutlich zu weit, Sand in die Reihe der "Referenzjuden" des modernen Antisemitismus (Menuhin jr., Hecht-Galinski usw.) einzureihen. Wissenschaft lebt davon, dass Theorien aufgestellt, geprüft und dann bestätigt oder verworfen werden. Sands Theorie ist als widerlegt zu verwerfen, sie ist aber nicht verwerflich. Sand hat hier einfach nur auf Sand gebaut. Niemanden darf es aber verwundern, dass das Buch gerade auch unter deutschen Israel-Kritikern ("Man wird doch gerade schließlich auch als Deutscher Israel kritisieren können dürfen müssen...") auf begeisterten Zuspruch stieß: Wenn es kein jüdisches Volk gibt, dann kann es ja auch keinen Völkermord daran gegeben haben. Das macht für die Enkelkinder der Täter die Erinnerung an die Kamine von Auschwitz doch gleich ein wenig erträglicher. P.S.: Wer ein wirklich vergnügliches Buch über einen israelischen Gründungsmythos lesen möchte, dem möchte ich Stefan Heyms "König-David-Bericht" ans Herz legen: "The One and Only True and Authoritative, Historically Correct and Officially Approved Report on the Amazing Rise, God-fearing Life, Heroic Deeds and Wonderful Achievements of David, Son of Jesse". Streitschrift statt historisches Werk 1 von 5 PunktenWie stark ist die Kontinuität zwischen den heutigen Juden und speziell den israelischen Juden und den Juden der Antike? Auf diese spannende Frage verspricht Schlomo Steins Buch Antwort zu geben - und scheitert. Der Grund ist simpel: Sand hat über das Thema seines Werkes nie selber geforscht, ist er doch Spezialist für die französische Geschichte des 19. Jahrhunderts. Stattdessen arrangiert er die Früchte einer eher oberflächlichen Recherche in der Sekundärliteratur zu einer gut geschriebenen Streitschrift, die die Kontinuität des Judentums widerlegen soll. Vielleicht ist das so, vielleicht auch nicht. Eine wissenschaftlich fundierte Analyse wie sie ein Universitätsprofessor seinen Lesern schuldet (Sand lehrt Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts an der Universität Tel Aviv) liefert der Autor nicht. Schade, so ist das Buch wertlos, und Zeit und Geld sind vergeudet für ein Pamphlet. Gegen den Strom 5 von 5 Punkten"Wir Deutschen haben eben ein besonderes Verhältnis zum Staat Israel". Dieser Satz wird nur zu gerne gebraucht, wenn es darum geht, ethnische Säuberungen, Kriegsverbrechen, Menschenrechtsverletzungen oder die Praxis der "Verwaltungshaft" Israels kleinzureden. Als Nächstes folgt dann unverzüglich der Hinweis auf das Existenzrecht Israels. Als Begründung hierfür wird fast immer die Niederschlagung des Bar-Kochba-Aufstandes im Jahre 135 n. Chr. angeführt, die angeblich zur Vertreibung des jüdischen Volkes aus ihrem Heimatland Judäa führte. Wer etwas anderes zu sagen wagte, der bekam sehr schnell die weltweit reichende Macht der "Anti-Defamation League" zu spüren. Seit einigen Jahren sind es jüdische Wissenschaftler und Gelehrte, die sich mutig mit der eigenen Geschichte zu beschäftigen beginnen. Israel Finkelstein und Neil A. Silberman machten mit ihrem Werk "Keine Posaunen vor Jericho" 2003 den Anfang. Norman G. Finkelstein folgte 2005 mit seinem Buch "On the Misuse of Anti-Semitism and the Abuse of History". Ilsan Pappe veröffentliche 2007 "The Ethnic Cleansing of Palestine". Nun also Shlomo Sand. Akribisch setzt er sich mit dem Dogma von der Vertreibung des jüdischen Volkes auseinander. Er führt es schnell und überzeugend ad absurdum. Die Juden sind kein Volk, sondern eine Religionsgemeinschaft. Man muss kein Prophet sein, um festzustellen, dass Sands Werk keine kurzfristigen Auswirkungen auf den Nahostkonflikt oder auf die bemitleidenswerte Situation der Nichtjuden im Staate Israel haben wird. Bei diesem Buch handelt es sich nämlich "nur" um eine intellektuelle Auseinandersetzung, die an den Grundfesten des Judentums rüttelt. Macht wird heutzutage aber nicht von Intellektuellen ausgeübt, sondern von Medienmogulen und Politikern. Dieses Buch ein Muss für all diejenigen, die an einer sachlichen Diskussion zum Thema Judentum interessiert sind. gemeinsam über Provokationen nachdenken 5 von 5 PunktenGerade wir Deutschen haben es schwer wenn es um Israel geht. Schauen wir uns allein die Biografie des Autoren an. 1946 wurde er als Kind polnischer Juden in Linz geboren. 1949 ging die Familie nach Israel. Shlomo Sand studierte Sozialwissenschaften in Paris und lehrt heute an der Universität in Tel Aviv. In seinem Land Israel gehört er zu den führenden Intellektuellen und zugleich zu den schärfsten Kritikern der israelischen Politik gegenüber den Palästinensern. So widmet der Autor sein Buch allen Flüchtlingen die das Land erreichten, und all jenen, die es verlassen mussten. Allein diese Widmung macht bereits den mächtigen Spannungsbogen spürbar in dem wir uns befinden wenn wir auf die über 3000 - jährige Geschichte des Judentums schauen. Zu Beginn klärt der Autor Begriffe wie Nation und Mythos. Er ist dicht an der Bibel und an Gott und verwundert mich mit revolutionären Gedanken, mit denen er sicher bei vielen nicht gut ankommt. "Ich halte die Juden nicht für ein Volk, denn der heutige Gebrauch des Begriffes zielt auf eine Gruppe von Menschen ab, die ein bestimmtes Territorium bewohnt, auf dem sich eine bestimmte Alltagskultur entwickelt hat . . ." so schreibt der Autor und sieht dies im vorliegenden Falle als nicht gegeben an. Es kommt noch provokativer. Sand stellt in keiner Zeile seines Buches das Existenzrecht des Staates Israel in Frage, aber den Alleinanspruch auf das Gelobte Land schon. Er bezeichnet die Juden als religiöse Gemeinschaft, keinesfalls als ethnische Gemeinschaft. Das birgt Konflikte in sich. Aber Shlomo Sand steht nicht allein mit seiner Meinung im eigenen Land. Und er geht noch einen Schritt weiter in seinen spektakulären Überlegungen. Seiner Ansicht nach sind heute viel eher die Palästinenser die ethnischen Nachkommen der biblischen Israeliten. Wenn der Leser bereit ist mit dem Autoren gemeinsam über solche Provokationen nachzudenken und nachzuvollziehen wie Shlomo Sand zu diesen Überzeugungen gekommen ist, wird er dieses Buch wie einen Krimi verschlingen. Für mich war es das Interessanteste was ich in den letzten Jahren zu diesem Thema auf deutsch zu lesen bekam. Wer über Israel nachdenken will, der kommt an diesem Buch nicht vorbei. Respekt 5 von 5 PunktenIch will nicht viel drum herumreden. Das Buch ist genial und ich bin froh, dass es auch unter den Juden solche mutigen Revisionisten gibt. Der Autor hat Respekt verdient. Die Eltern des Autors sind vor den Nazis geflohen und in Israel wird dieser Mann aufgrund seines Revisionismus als Nazi beschimpft. Wie pervers ist das denn? Möge sich jeder seine eigene Meinung bilden, was auf der Welt hinter den Kulissen passiert. Aber dieses Buch sollte auf jeden Fall zur Meinungsbildung beitragen. |
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Kleine Geschichte der DDR von Ulrich MählertBroschiert von BeckPreis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 4,80 ISBN: 3406594646, Erscheinungsdatum: Juli 2009, Auflage: 6., überarbeitete Auflage. |
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Die Welt der Habsburger: Glanz und Tragik eines europäischen Herrscherhauses - Ein SPIEGEL-BuchGebundene Ausgabe von Deutsche Verlags-AnstaltPreis bei Amazon: EUR 19,95, Angebote ab EUR 14,94 ![]() 3 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3421044767, Erscheinungsdatum: Mai 2010, Auflage: 2 |
2 Kundenrezensionen:Dasselbe doppelt 1 von 5 PunktenNull Punkte für die Unverschämtheit, ein bereits als "Spiegel Geschichte Nr.6/2009" in anderer Aufmachung erschienenes Buch ohne diese Information zu verkaufen, so daß ein ahnungsloser Käufer dasselbe Werk nachher zweimal hat. Im übrigen sind im Heft Nr.6 die Bilder bei weitem opulenter und besser, da es ein größeres Format hat. Wie gesagt: Eine Frechheit! Maximal zwei Punkte für den Text: Großenteils Journalistenschreibe statt auf den Punkt gebrachter Forschung, alles viel zu schal und oberflächlich. Die Habsburger - eine Dynastie mit europäischer Bedeutung 5 von 5 PunktenAuf historisch fundierte und informativ-unterhaltsame Weise wird der Leser eingeführt in die vielschichtige Geschichte des Hauses Habsburg. Aus der Lektüre der einzelnen Beiträge, die von renommierten Autoren der SPIEGEL-Redaktion, aber auch von externen Historikern verfasst sind, wird rasch klar: Wer den umfassenden Beitrag des Hauses Habsburg würdigen will, kann sich nicht auf Dynastiegeschichte oder bloße "österreichische" Geschichtsforschung beschränken. Bei der Politik der Habsburger handelte es sich von Anfang an um ein Unternehmen in europäischen, ja weltgeschichtlichen Dimensionen! Das Buch bietet interessante Einzelartikel zu wichtigen Herrscherpersönlichkeiten (z.B. Karl V., Maximilian I., Maria Theresia, Joseph II., Franz Joseph), aber auch zu wichtigen Einzelthemen, die über das Politische hinausreichen und die kulturelle und soziale Dimension in den Blick nehmen. Von daher kann man es auch immer wieder in die Hand nehmen und den einen oder anderen Artikel je nach Interesse lesen. Wirkungsgeschichtlich wird aufgezeigt, dass das Thema Habsburger-Geschichte auch für die Gegenwart Bedeutung besitzt: Und dabei braucht man keineswegs ein Monarchist zu sein, um den völkerverbindenden und friedensstiftenden Grundimpuls der Habsburg legitimierenden übernationalen europäischen Reichsidee anzuerkennen! |
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Der imperiale Traum: Die Globalgeschichte großer Reiche 1400-2000 von John DarwinGebundene Ausgabe von Campus VerlagPreis bei Amazon: EUR 49,90 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3593391422, Erscheinungsdatum: August 2010, Auflage: 1 |
Eine Kundenrezension:Wissenschaftliche & aktuelle Lektüre 5 von 5 PunktenDas 544 Seiten starke Sachbuch des als "Beit University Lecturer in the History of the British Commonwealth" am Nuffield College in Oxford beschäftigten Dr. phil. John Darwin ist unter seinem englischen Originaltitel "After Tamerlane: The Rise and Fall of Global Empires, 1400-2000" bereits im Jahre 2007 publiziert worden..... ...anders als seine beiden früheren Werke "Britain and Decolonization: Retreat from Empire in the Post-war World (Making of the Twentieth Century)" (1989) und "The End of the British Empire: The Historical Debate (Making Contemporary Britain)" (1991), liegt es nun in seiner deutschsprachigen Ausgabe als "Der Imperiale Traum" vor. Nach einem Vorwort und Bemerkungen zu Namen und Schreibweise beginnt der Autor seine Betrachtungen mit dem Erbe des letzten personifizierten Welteneroberers, dem Mongolen Timur bin Taraghay Barlas (1336 - 1405), auch bekannt als Tamerlan oder Timur Lenk. In acht spannenden Kapiteln erzählt Darwin die anschließende 600jährige Geschichte vom Aufstieg und Niedergang von Weltreichen, bis er schließlich auf Seite 461 den Kreis schließt, indem er auf "Timurs Schatten" oder, genauer gesagt, auf den Schatten seines Scheiterns im Zeitalter der Globalisierung zurückkommt. Neben der islamischen Welt, dem China der Mingdynastie, dem portugiesischen Imperium in Asien und den russischen und osmanischen Expansionen gilt die Aufmerksamkeit des Autors vor allem den Interessen Großbritanniens auf dem amerikanischen, asiatischen und afrikanischen Kontinent. Für den britischen Autor nimmt auch der lange Antagonismus seines Landes zu Frankreich einen besoneren Raum ein. Mit Begin des Ersten Weltkrieges befasst er sich auch mit der japanischen Expansion im Pazifik und im Fernen Osten, sowie den Vorgängen im Nahen und Mittleren Osten, bevor er sich mit den Grenzen der nationalsozialistischen Macht im Jahre 1942 auseinandersetzt. Den Abschluss des Buches bildet ein68seitiger Anhang mit Anmerkungen, Zitaten und Quellenhinweisen zu den einzelnen kapitelnein Verzeichnis weiterführender Literatur, ein Kartenverzeichnis (insgesamt 23 Karten) und ein Register. "Die Globalgeschichte grosser Reiche 1400 - 2000", so der Untertitel des Buches, ist ein weiteres Standardwerk des renommierten Autors zur Geschichte des Imperialismus, der stets zu Lasten des eroberten Landes und seiner unterdrückten Bevölkerung ging. Eine wissenschaftlich hintergründige, sowie - auch im Hinblick auf die von der letzten Supermacht angestrebte "Pax Americana" - aktuelle Lektüre. 5 Amazonsterne. |
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August 410 - Ein Kampf um Rom von Mischa Meier, Steffen PatzoldGebundene Ausgabe von Klett-CottaPreis bei Amazon: EUR 19,90, Angebote ab EUR 15,00 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3608946462, Erscheinungsdatum: Februar 2010, Auflage: 1., Aufl. |
5 Kundenrezensionen:Kompetent und spannend 5 von 5 PunktenAuf den Monat genau 1600 Jahre ist der Kampf um Rom her: Am 24. August des Jahres 410 eroberte ein Heer unter der Führung eines Generals namens Alarich die Stadt Rom. Drei Tage lang plünderten Alarichs Soldaten die alte Hauptstadt des Römischen Imperiums. Am 27. August zogen sie wieder ab. Das ist gesichert. Aber was genau ist damals eigentlich geschehen? Über die Jahrhunderte hindurch gab es viele unterschiedliche Versionen der Ereignisse. Geschichte wird eben von Historikern aufgeschrieben, und diese sind geprägt von der eigenen Zeit und den eigenen Interessen. Über geschichtliche Ereignisse können wir uns also nie sicher sein. So weisen auch die Autoren dieses Buches gleich am Anfang darauf hin, dass ihre Auswahl der Geschichten um den August 410 subjektiv ist. Meier und Patzold beginnen mit den zeitgenössischen Darstellungen. Gleich beim ersten Beispiel, Claudius Claudianus, wird deutlich, wie sehr die eigenen Interessen die Interpretation der Ereignisse prägen, denn Claudianus sichert mit seiner Version seine Stellung. Hieronymus nutzt die Darstellung des Kampfes um Rom, um seine Forderung nach Entsagung zu unterstreichen. In dieser Form geht es weiter mit den wechselnden Sichtweisen und den Umdeutungen der Ereignisse. Meier und Patzold schildern die Historiographien, die sich mit dem August 410 beschäftigen und im Folgenden die Interpretationen der Historiker, die sich auf die Schilderungen der zeitgenössischen Autoren sowie auf die Historiographien stützen. Zum Beispiel wurden die Germanen schließlich als heroische Vorfahren der Deutschen umgedeutet, um einen deutschen Nationalismus zu begründen. Meier und Patzold schreiben kompetent und gründlich, dabei aber nie langweilig. Das Buch liest sich flüssig und spannend und weckt das Interesse am Thema. Vor allem aber macht dieses Buch deutlich, was auch wir Politikwissenschaftler postulieren: Es gibt keine Objektivität! Wunderbar leicht - wunderbar tiefsinnig 5 von 5 PunktenIch neige dazu, meine Bücherauswahl im Urlaub der erlebten Geschichte des Urlaubslandes zu schulden; die direkte Beschäftigung mit dem Thema an den historischen Stätten führt zu einem besonders emotionalen und bleibenden Eindruck. Hierbei besteht aber die Gefahr, sich von den Emotionen zu einer "persönlichen Geschichtsklitterung im eigenen Erleben" verführen zu lassen. Die Beleuchtung des Themas aus vielen unterschiedlichen Blickwinkeln erhält somit eine starke Bedeutung. Genau dies ist mit dem vorliegenden Werk par excellence gelungen; ja vielmehr ist dieser Aspekt sogar die eigentliche raison d'être. Das Werk ist ein Paradebeispiel dafür, wie Geschichte "entsteht"; somit hat es neben der eigentlichen Behandlung des Themas den großen Mehrwert, vor allem dem geschichtlich Interessierten auch ohne akademischen Hintergrund den Einfluß gesellschaftspolitischer und ideologischer Strömungen der jeweiligen Zeit auf den Betrachter des Ereignisses aufzuzeigen. Auch wenn dies den meistens Lesern solcher Werke sowieso bewußt ist, geschieht dieser Vorgang hier doch auf sehr eindringliche und nachdenklich stimmende Art und Weise. Vielen Dank auch für die Rezension des Mitglieds C. Kadel. Gespickt mit Hinweisen in Form von Hyperlinks zur Vertiefung bestimmter weiterführender Aspekte ist diese Rezension vorbildlich, vielen Dank! Geschichte sehr gut erzählt . . . 5 von 5 PunktenWas geschah im August 410 in Rom ? Die Ewige Stadt Rom wurde von Alarichs Soldaten drei Tage und Nächte lang geplündert. Wie die Goten, Hunnen, Alanen und viele andere Völkerschaften bei der Eroberung Roms genau vorgingen ist heute nicht mehr genau bekannt. Über Ursachen und Wirkungen gibt dieses Buch umfassend Auskunft. Beide Autoren stützen sich in ihrem Buch auf das wenige vorhandene Wissen und entwerfen ein farbiges und zugleich lebendiges Bild vor dem inneren Auge des Lesers. Weder der Althistoriker Mischa Meier noch der Mediävist Steffen Patzold kommen als Hochschullehrer daher. Beinah wie gut ausgebildete Reiseleiter führen sie den Leser durch Zeit und Raum und vermitteln einen sehr guten Einblick in einen unbekannten Winkel der Geschichte. Spätrömische Dekadenz? 5 von 5 PunktenWenn der Vorsitzende einer bekannten deutschen liberalen Partei mit dem Verweis auf eine "spätrömische Dekadenz" Gefahren für unsere Gesellschaft erkannt haben will, dann reiht er sich in eine Jahrhunderte alte abendländische Tradition ein, hinter der zu verschiedenen Zeiten verschiedene gesellschaftliche Ideen und Absichten standen - nur keine liberalen. Dies ist eine der Erkenntnisse, die sich aus dem sehr lesenswerten Buch "August 410" gewinnen lassen. Über das, was wirklich bei der Eroberung Roms durch die Goten unter Alarich im Jahr 410 geschah, gibt es fast keine verläßlichen Dokumente. Eines ist jedoch gewiß: Dieses Ereignis hat die spätantike Welt erschüttert und verlangte nach Erklärungen. Die beiden Autoren zeigen, wie die Eroberung Roms von Zeitzeugen, wie z. B. Augustinus, aber auch späteren Autoren und Historikern bis in das 21. Jahrhundert hinein immer wieder neu dargestellt, ausgeschmückt und erklärt wurde, wie sehr diese Darstellungen von den verschiedenen Lebensumständen und Interessen des jeweiligen Autors beeinflußt wurden und wie diese den Untergang Roms für immer wieder neue Ziele vereinnahmten. "August 410" ist daher kein Buch über die Eroberung Roms durch die Goten, sondern ein Buch über die Rezeption dieses Ereignisses zu unterschiedlichen Zeiten - ein Lehrstück über Geschichte und die Arbeit des Historikers. Sehr interessant sind dabei die Überlegungen, die Meier und Patzold über die Auswirkung des Anschlages vom 11.9.2001 auf die aktuelle nordamerikanische Sicht zum Untergang Roms anstellen, sowie auf die gegenwärtigen Diskussionen, ob der Untergang des römischen Imperiums als Katastrophe oder eher friedliche Transformation in das frühe Mittelalter zu verstehen ist (siehe hierzu Der Untergang des Römischen Reiches: Und das Ende der Zivilisation). Wer Meier als Autor der Biographie Anastasios I: Die Entstehung des Byzantinischen Reiches bereits kennt und dieses ebenfalls sehr lesenswerte Werk bisweilen etwas anstrengend empfand, sollte sich von "August 410" nicht abschrecken lassen - dieses Buch ist weniger umfangreich und mit leichterer Feder geschrieben. Und wer wissen möchte, ob Rom wirklich an seiner "spätrömischen Dekadenz" zugrunde gegangen ist, ob es durch breite Steuersenkungen möglicherweise zu retten gewesen wäre, dem sei Peter Heathers Der Untergang des Römischen Weltreichs wärmstens empfohlen! Die Verbindung von Luxus, Dekadenz und Niedergang selbst ist im Übrigen keine Weltsicht, welche erst als Reaktion auf die Eroberung Roms aufkam, sondern war bereits in der klassischen Antike ein ebenso fester Bestandteil der politischen Diskussion wie z. B. der Begriff Freiheit. Dies zeigt Robin Lane Fox in seiner ebenfalls sehr lesenswerten Geschichte der Antike Die klassische Welt: Eine Weltgeschichte von Homer bis Hadrian. Unbedingt empfehlenswert! 5 von 5 PunktenGerade habe ich es aus der Hand gelegt. Selten habe ich etwas derart intelligentes, aber nie gelehrt Daherkommendes gelesen. Mir fehlen die Worte... |
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Die Übernahme: Von der Rock Machine zu den Bandido: Der Bikerkrieg in Kanada von Edward Winterhalder, Wil de ClercqGebundene Ausgabe von Statt VerlagPreis bei Amazon: EUR 19,90, Angebote ab EUR 19,89 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3937542035, Erscheinungsdatum: März 2010 |
Eine Kundenrezension:nicht schlecht... 4 von 5 Punktenich will mich mal kurz halten! Ich habe schon einige Bikerbücher gelesen und war grad am Anfang von diesem ein bisschen enttäuscht,grad wenn man die Geschichte Rockmaschine vs.Hells Angels kennt. Aber aber spätestens der Mitte macht das Buch eine Kehrtwende und erklärt in sehr vielen Nebengeschichten grundlegendes aus der Bikerszene,allein diese Wissenswerten Nebenschauplätze machen das Buch am Ende doch sehr lesenswert! Negativ:ich finde das Buch hat einen leichten Touch von Bandidopropaganda ! Positiv:lesenswert,wissensreich,ohne Hänger |
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Geo Epoche: Europa im Dreißigjährigen Krieg: 29/2008Broschiert von Gruner + Jahr AG & Co., Druck- und VerlagshausPreis bei Amazon: EUR 9,00, Angebote ab EUR 6,00 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3570197808, Erscheinungsdatum: Februar 2008, Auflage: 1., Aufl. |
5 Kundenrezensionen:verschafft, schnellen und guten Ueberblick 4 von 5 PunktenDie verschiedenen Berichte geben einen raschen und dennoch reichhaltigen Ueberblick über das Thema. Als Einstieg zu dem Thema super geeignet! Notwendige Schritte auf dem Weg zur Demokratie 5 von 5 PunktenDie 27. Ausgabe des Magazins GEO-Epoche behandelt die Zeit von 1919 bis 1933 in Deutschland. Eingehend beschäftigt es sich mit der Bildung der Weimarer Republik und deren ersten Präsidenten Ludwig Ebert. Auch die Anfänge der NSDAP vom missglückten Putsch 1923 bis zur Machtübernahme werden aufgezeigt. Aber die Weimarer Republik war mehr als die fast monatlich wechselnden Regierungen. Deutschland war damals in einer Aufbruchsstimmung nach dem Kaiserreich. Sehr deutlich wurde das in Berlin. Es wurden neue Theater und Ausstellungen eröffnet, die die Kunst und Kultur widerspiegelten. Die Ausgabe dieses Heftes mit DVD gibt noch ausführlichere Eindrücke darüber preis. Auch die Wissenschaft hatte in dieser Zeit große Fortschritte. Insgesamt 17 Nobelpreisträger wie Einstein, Bosch oder Planck werden mittels Kurzbiografien vorgestellt. Ein weiteres Kapitel widmet sich der damaligen Kunst, wie sie sich in Gemälden oder Film darstellt. Diese Stimmung wird in bebilderten Reportagen eingefangen. Viele Details wie Plakate, übliche Gebrauchsgegenstände oder Zeitungsausschnitte machen anschaulich, warum letztendlich die Radikalität des allgemeinen Denkens zum politischen Desaster wurde. Wie gewohnt bietet die GEO-Redaktion mit ungewöhnlichen Bildern einen Einblick, die die Epoche lebendig werden lassen. Das Geschichtsmagazin ist eine schöne Ergänzung der Geschichtsbücher, um Abschnitte partiell zu vertiefen. Dieses Heft setzt die bereits erschienenen Nummer 12 Deutschland um 1900" und Nummer 14 Der erste Weltkrieg" fort. " Die Jungfraun sind geschänd`t, und wo wir hin nur schaun, 5 von 5 Punktenist Feuer, Pest und Tod, der Herz und Geist durchfähret." ( Gryphius) Der Dreißigjährige Krieg war ein europäischer Religions- und Staatskonflikt, der zwischen 1618-48 ausgetragen wurde. Geo Epoche Nr. 29 befasst sich ausführlich mit den Ursachen und den Auswirkungen dieses verheerenden Krieges, der Verderben und millionenfachen Tod brachte. Neben vielen hochinteressanten Beiträgen zu diesem Thema wartet das Heft mit einer Fülle von Bildern auf, die die Zeit und die Ereignisse vortrefflich visualisieren. Dr. Anja Herold stellt in ihrem Beitrag gleich zu Beginn des Magazins die Phasen des Dreißigjährigen Krieges dar, beginnend mit dem Prager Fenstersturz von 1618, weiterführend mit dem Böhmischen Aufstand und Böhmisch-Pfälzischen Krieg zwischen 1618-1623, dem Dänisch-Niedersächsischen Krieg zwischen 1625-29, dem Schwedischen Krieg zwischen 1630-35, dem Schwedisch-Französischen Krieg, zwischen1635-48 und endend mit dem Westfälischen Frieden am 23.Oktober 1648. Seit der Reformation war das Heilige Römische Reich deutscher Nation in zwei konfessionelle Lager gespalten. Nach einem erregten Wortwechsel warf am 23.5.1618 eine Gruppe böhmischer Adeliger zwei habsburgische Stadthalter aus dem Südwestfenster des grünen Zimmers der Böhmischen Kanzlei im Prager Hradschin. Der Prager Fenstersturz markiert den Beginn des Dreißigjährigen Krieges. Walter Saller erläutert in seinem Beitrag sehr detailliert und gut nachvollziehbar den Sturz in die Katastrophe und berichtet von der Schlacht am Weißen Berge( 1620), wo sich die Truppen der kaiserlichen Koalition und der protestantisch- böhmischen Armee Friedrichs V. gegenüberstanden. Die Entscheidungsschlacht wurde von der kaiserlich-katholischen Allianz gewonnnen. In der Folge übernahmen die Habsburger erneut die Macht in Böhmen. Abgebildet sind ein Stoßdegen, eine Armbrust, eine Hellebarde, eine Radschlosspistole und eine Muskete aber auch ein Dolch, womit die Soldaten zu Felde zogen. Auf die Ablichtung eines Morgensterns wurde verzichtet, obschon genau dieser am besten die Grausamkeit des Krieghandwerks in jenen Tagen dokumentiert hätte. In Magdeburg sterben 1631 Tausende durch die kaiserlich-katholischen Truppen. Der Journalist Philipp Berens berichtet davon, dass das Massaker Verlegern und Druckern gute Umsätze bescherte. Ein weitaus größerer Profiteuer vom Kriege ist die Stadt Hamburg, die während allerorten Dörfer und Städte geplündert werden, prosperierte. Dort nämlich fanden Kriegherren aller Parteien erfahrene Waffenhändler und bezogen von diesen hochwertige Rüstungsgüter. Da Hamburg neutral und durch gewaltige Wälle geschützt war, geschah deren Bürgern nichts. Dr. Ralf Berhorst berichtet ausführlich von den Aktivitäten der Hansestadt in jenen Tagen und lässt den Leser nicht im Ungewissen, dass es auch in den Kriegen des 17.Jahrhunderts Kriegsgewinnler gab. Albrecht von Wallenstein und Gustav II. Adolf, die beiden großen Feldherren im Dreißigjährigen Krieg trafen in Lützen bei Leipzig 1632 aufeinander. In dieser Schlacht kamen an einem einzigen Tage mehr als 6000 Menschen ums Leben, darunter auch König Gustav II Adolf. Über die Begebenheiten schreibt in Lützen Cay Rademacher packend. Der Beitrag, der mich persönlich am meistens angesprochen hat, stammt von Johannes Strempel. Er berichtet vom Söldnerleben in jener Zeit. Grundlage seines Berichtes ist das Tagebuch Peter Hagendorfs und der Roman von Christoffel von Grimmelshausen. Die beiden Männer gehörten zu den etwa eine Million Söldnern, die im großen Krieg mordend und raubend durchs Land zogen. Bei Grimmelshausen kann man nachlesen wie es auf den Schlachtfeldern zuging. Die Schilderungen sind entsetzlich. Bilderkult und Bilderstürmer werden in der Folge thematisiert, bevor die letzte Phase des europäischen Flächenbrandes, der Krieg gegen Habsburg dargestellt wird. Man liest über das Wirken des katholischen Kardinals Richelieu, der die Protestanten finanziert, weil er die Habsburger mehr fürchtet als die Protestanten. Als Richelieu 1642 stirbt hat er Frankreich zu einem der großen Gewinner des Dreißigjährigen Krieges gemacht. Ulrike Moser erläutert in ihrem Beitrag gut nachvollziehbar weshalb. Der Dreißigjährige Krieg wird nach langen Verhandlungen in Münster und Osnabrück seitens kluger Diplomaten aus ganz Europa durch den Westfälischen Frieden beendet. Mit der Darstellung dieses Kapitels enden die Berichte über die Jahrhundertkatastrophe. Es folgt wie immer ein Überblick über die Zeitläufte und ein kleines Glossar, in welchem Begriffe, wie etwa Restitutionsedikt erklärt werden. Besonders erfreulich fand ich, dass dem Philosophen Rene Decartes zwei Seiten gewidmet worden sind, der in einer Schrift über die Vernunft den Zweifel zum obersten Prinzip der Wissenschaft erhob. Über diesen großen Denker werde ich in den nächsten Tagen eine Rezension verfassen. Geo Epoche 29 kann ich jedem empfehlen, der sich erneut einen Überblick über die Ereignisse des Dreißigjährigen Krieges verschaffen möchte, sofern die diesbezüglichen Erinnerungen an den Geschichtsunterricht schon etwas verblasst sind. Empfehlenswert. Die europäische Urkatastrophe 5 von 5 PunktenVon 1618 bis 1648 wütete mit kurzen Unterbrechngen ein schrecklicher Krieg in Europa und vor allem in deutschen Landen.Die Folgen reichten bis in das 19.Jhd., denn dieser Krieg bedingte, dass Deutschland die "verspätete" Nation wurde.Sie suchte dann ihren Platz unter den schon länger existierenden Nationalstaaten, die es umgaben. Die Folgen sind weithin bekannt. Der Krieg hinterließ ein zerstörtes, ruiniertes Deutschland. Manche Landstriche waren weitesgehend entvölkert, die Verluste zählten nach Hunderttausenden. Dieser Aderlass konnte auch erst sehr viel später wieder ausgeglichen werden und warf die dt. Bevölkerung weit zurück. Auch die Kleinstaaterei mag eine Folge dieses Konfliktes gewesen sein. Ebenso wurde durch die Annexion Elsaß-Lothringens durch Frankreich die Keimzelle der späteren dt.-franz. Konflikte gelegt. Geo Epoche versteht es, das Thema abwechslungsreich und fesselnd darzulegen.Dazu sorgt die reichhaltige Bebilderung für ein weiteres Eintauchen des Lesers in die Materie. Die bedetensten Feldherrn, Wallenstein und Gustav Adolf werden in verschiedenen Essays lebhaft dargestellt.Die wichtigsten Schlachten erfahren eine vorzügliche Schilderung. Aber auch das Leid der Bevölkerung, die Zerfall der Sitten und die Verrohung des Einzelnen findet statt. Fazit; diese Ausgabe ist ihr Geld auf jeden Fall wert. Eine wichtige Epoche der europäischen Geschichtsschreibung erfährt eine exakte und fesselnde Darstellung. Guter Überblick - in mehrere Richtungen 5 von 5 PunktenDie Weimarer Republik ist vielen Leuten in der Schule als nicht sonderlich zugänglich erschienen und dies wohl auch deswegen, weil in sehr kurzer Zeit sehr viele sehr unterschiedliche Dinge geschehen. Dieses Heft gibt den Leserinnen und Lesern die Möglichkeit, sich den historischen Ereignissen in ihrer eigenen geschwindigkeit zu nähern und dabei ihre eigenen Schwerpunkte zu setzen - eine kleine geistesübung, de rman sich durchaus unterziehen sollte um das vielleicht Versäumte oder Vergessene wiede rhervor zu holen. Neben den rein historischen Betrachtungen werden auch viele kulturelle Momente aufgegriffen, so dass man ein ziemlich breites Spektrum an wichtigen Eindrücken dieser Zeit bekommt. Diese sind zwangsläufig unvollständig - besonders auf dieser geringen Seitenzahl, können aber sicher zum eigenen Weiterstudium reizen. Sehr zu empfehlen. |
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