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Produkt-Bild: Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre

Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre von Günter Wöhe, Ulrich Döring

Gebundene Ausgabe von Vahlen
Preis bei Amazon: EUR 29,00, Angebote ab EUR 15,98

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3800635240, Erscheinungsdatum: März 2008, Auflage: 23., vollständig neu bearbeitete Auflage.
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Aus der Amazon.de-Redaktion


Mehr als eine Million verkaufte Exemplare dürften eigentlich Qualitätsausweis genug sein. Doch der Wöhe ist kein Werk, das sich auf seinem hervorragenden Ruf ausruht, sondern sich den universitären Anforderungen sowie den Entwicklungen in der betriebswirtschaftlichen Praxis laufend anpasst -- für Studierende ist der Band ohne Einschränkung zu empfehlen.
Wöhe hat die flächendeckende Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge zum Anlass genommen, den Grundlagenteil gestraffter und die Unternehmensführung noch ausführlicher als bisher darzustellen (auf knapp 200 Seiten). Hier sind es vor allem die Bereiche Shareholder-/Stakeholderansatz, Corporate Governance, Planung und Entscheidung, Organisation, Personalwirtschaft, Kontrolle und Informationswirtschaft, die auch in didaktischer Hinsicht gewonnen haben. Im Themenbereich Investition und Finanzierung finden sich nun auch Kapitel zum Kredit-Rating und zu Basel II sowie im sechsten Hauptabschnitt zur internationalen Rechnungslegung (IFRS).
Ein wichtiger Hinweis für Studierende: Es liegt auch ein Übungsbuch vor -- eine absolut sinnvolle Ergänzung zum Lehrbuch mit 500 Fallaufgaben und ausführlichen Lösungen.
Fazit: Neben Studierenden können auch Schüler, Dozenten und Lehrer dieses Grundlagenwerk hervorragend als Arbeitsgrundlage und zum Nachschlagen verwenden. -- Hans Jürgensen, Literaturtest
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5 Kundenrezensionen:

Das unverzichtbare Kompendium für BWL-Einsteiger
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ausgereiftes, ständig optimiertes wissenschaftliches Studienbuch für BWL-Einsteiger. Enthält, kompetent und dennoch verständlich geschrieben, alles, was BWLer für das Grundstudium, bzw. den Bachelor benötigen. Vor allem interessant als ergänzendes Nachschlagewerk für Daheim.
Sehr empfehlenswert!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich studiere BWL und kaufte dieses Buch zur Prüfungsvorbereitung.
Interessant geschrieben, gute Beispiele, ideal zur Prüfungsvorbereitung.

Ich gebe 5 Sterne
Das beste Buch für alle Wirtschaftswissenschaftler!!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
in diesem buch ist alles enthalten von invetstition finanzierung, aktivitätsanalyse und kostenbewertung bis hin zu den einfachen rechtsformen der gesellschaftsformen.

die investition in dieses buch ist empfehlenswert!!!
Kompendium der BWL Grundstudium
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Dieses Buch ist für jeden gut geeignet, der sich einen schnellen jedoch wissenschaftlichen Zugang zu vielen BWL-Themen verschaffen will. Ob Rechnungswesen(intern wie extern), Produktion und Organisation, Inverstition und Finanzierung,...auf den über 1000 Seiten ist viel (auch grafisch) geboten. Für BWL-er (Grundstudium) ein absolutes "muss"!
für wiwi studenten ein muss!
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Der Wöhe ist für Studierende der Wirtschaftswissenschaften ein Muss. Man kommt gar nicht daran vorbei. Das Buch ist gut gegliedert und ist sehr ausfühlich geschrieben. Für Einsteiger in die Materie also genau das Richtige, denn es werden keine Vorkenntnisse vorausgesetzt.
Kann den Wöhe selbst nur empfehlen!!
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Produkt-Bild: Lob der Schule: Sieben Perspektiven für Schüler, Lehrer und Eltern

Lob der Schule: Sieben Perspektiven für Schüler, Lehrer und Eltern von Joachim Bauer

Taschenbuch von Heyne Verlag
Preis bei Amazon: EUR 6,95, Angebote ab EUR 3,93

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3453600835, Erscheinungsdatum: Oktober 2008
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5 Kundenrezensionen:

Selten etwas erfrischenderes zu diesem Thema
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Tatsächlich ein Buch, das man allen Eltern, Lehrern und Schülern (und Kultuspolitikern) empfehlen kann.
Es führt aus dem allseitigen Klagen heraus und zeigt tatsächlich Perspektiven, die vielleicht nicht alle hundertprozentig umsetzbar sind, die aber das oft festgefahrene Denken öffnen und zeigen, dass sobald alle Beteiligten bereit sind eigene Denkgewohnheiten zur Disposition zu stellen unser derzeit diskreditiertes Schulsystem gute Chancen hat.
Die unterirdische Polemik ehemaliger Spitzenpolitiker gegenüber Lehrenden verbietet sich nach der Lektüre genauso wie die Haltung mancher Lehrenden "der falsche Schüler für meinen Unterricht".
Zu viele Worte, zu wenig Neues
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Die vielen positiven Rezensionen hier haben mich verleitet, das Buch zu kaufen. Ich bin enttäuscht. Es ist ein langer und langweiliger Essay, der den Ruch angestaubter pädagogischer Einlassungen hat. Bauer bietet viele Binsenweisheiten an vom Kaliber "Disziplin allein führt die Schule nicht aus der Krise", obwohl er mehrfach betont, sein Werk sei nicht als Entgegnung auf "Lob der Disziplin" zu verstehen.
Gegen Ende des Buches kommt der Autor dann auf sein eigentliches Thema zu sprechen, nämlich die Wirkung der Spiegelneurone, zu dem er weitere Bücher veröffentlicht hat. Hier bringt er sie dann eben in Zusammenhang mit der Erziehung, was gut und hilfreich ist, aber nicht rechtfertigt, sich davor rund 130 Seiten Gemeinplätze durchzulesen. Ein Artikel hätte für alle neuen Aspekte ausgereicht.
Für mich ist die überschwengliche Kritik hier nur dadurch zu erklären, das Bauer reichlich Balsam für die Schulpädagogenseele bereithält und die Lehrerschaft etwas aus der Schußlinie allgegenwärtiger Anschuldigungen nimmt. Wer auf der Suche nach neuen Einsichten und knackig vorgetragenen Argumenten ist, findet sich bei Bauer an der falschen Adresse.
Große Bestandsaufnahme der Missstände - wenig Neurobiologie
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Wie konnte ich mich auch so einfach ködern lassen: Nachdem ich das Buch "Lob der Disziplin" von Bernhard Bueb gelesen hatte, war ich natürlich sehr neugierig, was in "Lob der Schule" von Joachim Bauer folgen würde? Leider nicht viel - Ratgeber für Lehrer und Eltern gibt es weit differenziertere, die zudem darauf abzielen, die Handlungsfähigkeit des Lesers zu fördern.

Bei Joachim Bauer werden die Probleme immer wieder von "Experten" (Sozialpädagogen, Therapeuten, Schauspiellehrer usw.) übernommen. Mit Milliardensummen und vielen politischen Entscheidungen soll der Zustand verbessert werden. Die hartnäckige Aufzählung von Missständen in Schule und Erziehung kann vielleicht so manchen Betroffenen trösten, hilft aber nicht über den nächsten Tag. Die meisten Lösungsansätze liegen nicht im Bereich der Möglichkeiten einzelner Lehrer, Eltern oder Schülern, was diese natürlich angenehm entlastet.

Der wissenschaftliche neurobiologische Bereich ist sehr dünn und leider auch noch lückenhaft. Hier werden eigentlich nur gezielt gewählte Grundweisheiten, z.B. dass Kinder sich alles abschauen, bestätigt. Natürlich spricht es viele von uns mehr an, wenn von der Entdeckung neuer Botenstoffe im Körper die Rede ist - das hat seinen eigenen Reiz.

Hin und wieder greift Joachim Bauer das Buch "Lob der Disziplin" von Bernhard Bueb an - wenig begründet - aber durchaus gut gemacht als dramatischer Höhepunkt vor allem am Ende des Buches. Auch lockern kleine Anekdoten, wie z.B. Joachim Bauers Wurf eines Aschenbechers nach einem Raubvogel, den sonst konsequent nüchtern gehaltenen Schreibstil auf.

Die Wirkung des Buchs war auf mich wenig wohltuend, obwohl Joachim Bauer betont, dass gerade Lehrer Freude am Leben ausstrahlen sollten. Der Titel hält nicht sein Versprechen! Denn die Schule wird, wenn ich mich richtig erinnere, kein einziges mal gelobt.

Bücher, die mir um vieles mehr gegeben haben: "Ohne Chaos geht es nicht" von Jan-Uwe Rogge, besonders empfehlenswert das Audiobook (sehr amüsant vom Autor gelesen - Vorsicht frech), "Von der Pflicht zu führen" von Bernhard Bueb, der ebenso mutige wie unverdrängbare Gegenpol zur gerade dominierenden Laissé-Fair-Mentalität.
Sollten jeder Lehrer, Schulleiter und das Kultusministerim lesen
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Lesen Sie dieses Buch und geben Sie es einfach gleich weiter, es bietet sich gerade als Geschenk an für den Lehrer Ihrer Kinder...
Gehört dringend in aller Lehrer Hände!!!
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Ich habe das Buch von Joachim Bauer mit Freude gelesen, da mir - ich bin selbst Lehrer und unterrichte an einer E-Schule sowie freiberuflich Tanz - in vielen Bereichen aus dem Herzen spricht. Es muß dringend ein Umdenken hinsichtlich unserem Schulsystem stattfinden und das betrifft nicht nur die Schüler sondern vor allem die Lehrer und Eltern. Ein Buch für Laien verständlich, klar und vor allem spannend geschrieben.Ich kann es nur jedem Lehrer, aber auch Eltern empfehlen.
Bianca Kummer
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Produkt-Bild: Manifest der Kommunistischen Partei

Manifest der Kommunistischen Partei von Karl Marx, Friedrich Engels

Taschenbuch von Reclam, Ditzingen
Preis bei Amazon: EUR 3,00, Angebote ab EUR 0,75

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3150083230, Erscheinungsdatum: 1986
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5 Kundenrezensionen:

Ein philosophisches und sprachliches Ereignis, politisches Dynamit
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
So fatal oder mindestens illusionär Marx' und Engels' Prognose mit Blick auf die "historische Mission der Arbeiterklasse" gewesen sein mag, so genial erscheint ihre Analyse der sich herausbildenden modernen bürgerlichen Gesellschaft in Bezug auf die Rolle der Bourgeoisie, die diese fortdauernde Modernität überhaupt erst herstellt. Ein grandioser geschichtlicher Siegeszug! Die Beschreibung und Analyse dessen befindet sich in der ersten Hälfte des Bändchens, also vorn unter "Bourgeois und Proletarier". Offenbar bewundert gerade Marx die intellektuelle und schöpferische Kraft des neuzeitlichen politischen und ökonomischen Liberalismus, den Geist der pragmatischen Versachlichung und die klärende Gewalt der Säkularisation bzw. Aufklärung. Andererseits weiß er um den Preis des Fortschritts und um die Menschen verschlingende Dimension der "ursprünglichen Akkumulation des Kapitals". So sehr Marx als Utopist in der Prognose gelten kann, so beeindruckend ist er Realist mit Blick auf die Lage. Das menschliche Geschick mit dem nüchternen Auge des historischen Materialismus anzusehen dürfte die eigentliche revolutionäre Dimension dieser kleinen Programmschrift sein. Nicht minder aber kann dieses Bändchen selbst Nichtmarxisten als literarisches Ereignis ersten Ranges gelten. Seine Sprache ist so genau wie leidenschaftlich und farbig. Der Leser spürt, wie infiziert Marx von seinem eigenen Anspruch ist, den er in der elften Feuerbachthese ausdrückt - die Welt eben nicht nur zu erklären, sondern zu verändern.
Programmatik des Kommunismus ohne Rechtfertigung
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
In dieser Schrift analysieren und deuten Marx und Engels die Geschichte, Vergangenheit und Gegenwart. Sie erläutern die Begriffe Bourgeoisie, Proletariat, Klassenkampf, Kapital und Lohnarbeit. Zudem erläutern sie den Kommunismus und den Sozialismus und geben des ersteren Ziele und zu ergreifende Maßnahmen an - ohne sie freilich zu rechtfertigen.

Die Diagnostik der gesellschaftlichen Verhältnisse ihrer Gegenwart und des Kapitalismus wirkt nicht unbedingt so, als seien sie per se zu verurteilen. Zurück ins Mittelalter wollen Marx und Engels nicht.

Ein Manko ihrer radikalen Gegenwartsdiagnose mag sein, daß sie nur zufällige Erscheinungen des Kapitalimus als dessen Wesen ausmachen, und das heißt, dass der Kapitalismus viel wandlungsfähiger ist als gedacht. Ein anderes Manko mag sein, dass sie die gesellschaftlichen Verhältnisse ausschließlich als Klassenverhältnisse interpretieren.

Welche potentielle Gefahr in der Verwirklichung ihrer Maßnahmen stecken könnte, lässt sich an einer Formulierung ablesen, nach der eines ihrer Ziele sei, die "Aufhebung der Person des bürgerlichen Eigentümers" anzustreben. So eine Formulierung ist interpretationsbedürftig. Zudem ist es problematisch, dass sie der Meinung sind, dass das bürgerliche Recht zu den kapitalistischen Eigentumsverhältnissen gehört, und dass daraus zu schließen ist, dass es mit ihrer Überwindung auch abgeschafft gehört.

Wenn es nicht nur um die Diagnose der gegenwärtigen und vergangenen Gesellschaftsverhältnisse sondern sogar um die Vorhersage der Zukunft geht, mag ihre theoretische Herangehensweise problematisch sein. Marx und Engels tragen nämlich ein nicht empirisch abgeleitetes A priori an die zu analysierenden Verhältnisse heran.

Sie behaupten, dass der Kapitalismus sich selbst und seine Grundlagen in Frage stellt (A priori der Selbstaufhebung), und dass die Geschichte aus Klassengegensätzen besteht, es am Ende nur zwei Klassen geben wird, und ihre Gegensätze sich schließlich aufheben werden (A priori der gegenseitigen Aufhebung).

Zu wünschen wäre nicht nur eine Erläuterung der Programmatik des Kommunismus, sondern auch deren Rechtfertigung, die hier nicht vorgenommen wurde.
Historische Altlast
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Was bleibt vom Marxismus nach über 160 Jahren ? Karl Marx gebührt der Verdienst, dass er neben vielen anderen sozial orientierten Menschen seiner Zeit auf das Elend und die Not der Arbeiter zu Beginn der Industrialisierung aufmerksam gemacht hat. Seine politische Theorie über Staat und Gesellschaft ist falsch. Nicht nur, weil sie nach über 160 Jahren von der Geschichte widerlegt worden ist. Die von Marx gemachten Vorhersagen über den Geschichtsverlauf sind nicht eingetroffen. Aber gerade aus der Behauptung heraus, den Geschichtsverlauf vorhersagen zu können,
erhob er den Anspruch auf die "Wissenschaftlichkeit" seiner Ausführungen zum Sozialismus. Schon zu seinen Lebzeiten wurde der Marxismus stark kritisiert und in Teilen widerlegt. Die reformerischen Ansätze von Eduard Bernstein waren ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Marx wird immer wieder als Verdienst angerechnet, dass er die Konzentration des Kapitals im Kapitalismus vorhergesagt hat. Da war er aber nicht der einzige, sondern einer von vielen seiner Zeitepoche. Um diese Tendenz zu erkennen, muss man keine große Leuchte sein. Trotz der gegenwärtigen Krise wird es keinen Zusammenbruch des Kapitalismus auf der Welt geben, weil der Kapitalismus trotz aller Fehler und Krisen funktioniert. Wichtig ist, der Marktwirtschaft Regeln zu geben und für eine ausreichende Umverteilung über den Staat durch eine angemessene Sozialpolitik zu sorgen.
Zu nennen ist unter anderem auch die ablehnende Haltung von Marx zum demokratischen Verfassungsstaat. Er ist der einzig richtige Weg, um über demokratische politische Prozesse eine gerechte Verteilung des Bruttosozialproduktes anzustreben. Die Auffassung von Marx über Demokratie und Staat führt zwangsläufig zum Totalitarismus. Was den Punkt betrifft, empfehle ich die Lektüre von Hannah Arendt. Wenn ich an Karl Marx denke, denke ich vor allem an die Millionen Menschen, die im Namen seiner Ideologie ermordet und zugrunde gegangen sind. Deswegen gehört der Marxismus dahin, wo er ist. Auf den Müllhaufen der Geschichte.
Ein wichtiges Buch
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Dieses ist einer der besten Büchern, die ich gelesen habe. Es half mir die Struktur der Gesellshaft und die Verbindung zwischen Ideologie und Wirtschaft zu verstehen.
wichtige Quelle
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
selbstverständlich bietet ein über 160 Jahre altes Büchlein wenig Lösungsansätze für die komplexeren Probleme unserer Zeit. Allerdings ist Forderung nach sozialer immer noch aktuell.

Erläutert werden die von Friedrich Engels und Karl Marx festgelegten Standpunkte der Kommunistischen Partei bezüglich Proletariat, Kapital, Besitz und Staat.
In den anhängenden Grundsätzen des Kommunismus beantwortet Friedrich Engels noch einmal 25 selbstgestellte Fragen in einfacher Sprache, dass auch ein damaliger Arbeiter die wichtigsten Punkte versteht.

Dieses Buch bleibt aber für die Politikwissenschaft und Staatsphilosophie eine wichtige unerläßliche Quelle.
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Produkt-Bild: Tipping Point: Wie kleine Dinge Großes bewirken können

Tipping Point: Wie kleine Dinge Großes bewirken können von Malcolm Gladwell

Taschenbuch von Goldmann Verlag
Preis bei Amazon: EUR 9,90, Angebote ab EUR 8,30

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3442127807, Erscheinungsdatum: Oktober 2002
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Aus der Amazon.de-Redaktion


tipping point dürfte vermutlich jeden Leser begeistern. Schwer zu rezensieren ist das Buch, weil den deutschen Rezensenten die Frage umtreibt, für wen Gladwell eigentlich geschrieben hat: Für Seuchenmediziner oder für Soziologen? Meint er die Werbestrategen oder die höhere Polizeiführung, die Psychologen oder die Historiker? Alle genannten Professionen werden beim Zuklappen des Bandes klüger sein als vorher und Gladwell lobpreisen. Nachdenken über tipping points ist für alle wichtig, die das Verhalten großer Menschenmassen in irgendeiner Weise vorhersehen (oder als Historiker im Nachhinein erklären) müssen. Tipping point? Gemeint ist jener Punkt, den Marxisten einst gut hegelianisch als "qualitativen Umschlag" zu bezeichnen pflegten: Das Wasser wird heißer und immer heißer (Quantität!), bis es an einem bestimmten Punkt kochend in einen anderen Aggregatzustand (Qualität!) "umschlägt".
Winzige Veränderungen sind es, die eine Ware zur Mode werden lassen, ein U-Bahnsystem vom Verbrechenshort zum sicheren Verkehrsmittel. Der Volksmund weiß: "Kleine Ursachen, große Wirkungen!". Diesen Faktoren in allen Bereichen der Gesellschaft gilt das ganze Interesse des Autors. Er untersucht die Rolle der beteiligten Personen "Das Gesetz der wenigen" (die Identifizierung von "Vermittlern", "Kennern" und "Verkäufern" lohnte allein schon die Lektüre des Buches), analysiert den "Verankerungsfaktor" (anhand der Sesamstraße!), die "Macht der Umstände" (nicht ganz glücklich formuliert) und die "Drei Regeln von Epidemien".
Ein Buch wie dieses würde in Deutschland nicht geschrieben werden; -- falls doch, fände sich kein Verleger. Wir lieben nun mal die Grenzen. Zwischen Ländern, zwischen Wissenschaftsdisziplinen, zwischen Berufen: Eigener Pavillon für jeden, selbst für Monaco. Die Amis sind nicht zur Expo erschienen. --Michael Winteroll
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5 Kundenrezensionen:

Hilfreiche Theorien, teilweise etwas ausschweifend
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Ideen und Botschaften verbreiten sich innerhalb menschlicher Gemeinschaften genau so, wie Viren von Mensch zu Mensch und Gruppe zu Gruppe überspringen. Diese Prämisse, dass soziale Trends Bevölkerungen wie ansteckende Epidemien durchtränken, ist die interessante Basis für Malcolm Gladwells Untersuchung in seinem Buch, das zeitweise wirklich faszinierend zu lesen ist. Das Buch läuft zur Hochform auf, wenn es darum geht, die Theorie der Epidemie im Marketing anzuwenden. Man erkennt die Schlüsselfiguren, die einen Trend oder in diesem Fall eine Krankheit zu verbreiten helfen. Trotzdem gelingt es Gladwell nicht immer, diese Beobachtungen in einem stichhaltigen und schlüssigen Argument zusammenzufassen. Das Buch liest sich wie Notizen, von denen einige etwas abdriften. Aber auf Grund der Texte, die den Zyklus der Trendverbreitung wirklich durchleuchten, empfiehlt getAbstract.com dieses Buch Marketing- und Werbeleuten, aber auch anderen Trendinteressierten.
Was nicht passt, wird passend gemacht
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Darf man das? Ein Buch besprechen, das man nicht zu Ende gelesen hat? Seis drum. Auf Seite 213 von 300 war meine Geduld mit The Tipping Point von Malcolm Gladwell (gelesen habe ich die englischsprachige Taschenbuchausgabe) jedenfalls zu Ende und wenn ich es recht bedenke, verlor ich das Interesse an diesem US-Nationalen Nr. 1-Bestseller wohl schon in der Mitte des Buches. Wie kleine Dinge Großes bewirken können lautet der Untertitel des Schmökers. Dies ist ein Thema, das mich interessiert und außerdem lag das Buch auf dem Tisch mit dem großen Schild buy 1, get 1 half price. Jetzt aber genug der Entschuldigungen.

Der Tipping Point, das ist laut Buchdeckel jener magische Moment, an dem eine Idee, ein Trend oder ein soziales Verhalten eine Schwelle überschreitet, umkippt, und sich wie ein Flächenbrand ausbreitet. Die Suche nach Gesetzmäßigkeiten, die erklären könnten, wie es zu diesem Umkippen kommt, beschäftigt den Autor Malcom Gladwell, der zehn Jahre lang als Reporter für die Washington Post gearbeitet hat, erst als Wissenschaftsjournalist, und dann als Leiter des New Yorker Büros. Als Business-Ratgeber sei das Buch großartig, lobte denn auch ein Kritiker, denn der Tipping Point stecke voller neuer Theorien über die Wissenschaft der Manipulation.

Epidemien, behauptet Gladwell, gingen immer von einigen wenigen Leuten aus. Claro, würde ich entgegnen, denn sonst wären es ja keine Epidemien. Aber Gladwell hat noch mehr entdeckt: die Schlüsselpersonen, die eine Epidemie verbreiten, ließen sich anhand ihres speziellen Charakters und ihrer Talente in drei Gruppen unterscheiden: Die Connectors, das sind grob gesagt Leute, die sehr viele Leute kennen. Die Mavens sind diejenigen mit Ahnung. Experten also, oder wandelnde Lexika, die noch dazu ein tiefes Bedürfnis haben, ihr Wissen anderen mitzuteilen. Und natürlich dürfen auch die Salesmen nicht fehlen gute Verkäufer die eine Idee oder ein Produkt an den Mann bringen. Als Beispiel muss die Wiederentdeckung der Hush Puppies herhalten, einer Reihe von Schuhen, die jahrzehntelang immer weniger verkauft wurden und dann binnen weniger Jahre Bestseller wurden, nachdem ein paar New Yorker Jugendliche sie für cool befunden hatten. Auch die amerikanische Revolution, hätte Gladwells Logik zufolge nicht stattgefunden oder wäre anders verlaufen, wenn Paul Revere (er warnte die Kolonialisten vor den heran rückenden britischen Truppen) ein anderer Mann gewesen wäre.

Dann ist da noch die Feststellung Little things can make a big difference. Natürlich kann man, wie Gladwell das tut, große Ereignisse so lange unter die Lupe nehmen, bis man einen scheinbaren Schlüsselfaktor entdeckt, ohne den das Ganze nicht statt gefunden hätte. Man kann aber auch den Standpunkt vertreten, dass irgendwann das Fass voll ist und dass der berühmte Tropfen, der zum Überlaufen führt, jede x-beliebige Kleinigkeit sein kann. Gladwell geht den ersten Weg und arbeitet nach dem Motto: "Was nicht passt, wird passend gemacht".

Zugegeben: Gladwell schreibt angenehm flüssig, sei Stil ist lebendig und er ist leicht verständlich. Aber sein Bemühen - oder sollte ich sagen, seine Masche? - Gesetzmäßigkeiten herzuleiten, wo andere lediglich den Zufall am Werk sehen, wirkt streckenweise sehr ermüdend und vor allem sehr unwissenschaftlich. Spannend wird es dort, wo der Autor über die Verbreitung von Aids und Syphilis schreibt oder über das plötzliche Verebben eine Welle von Gewaltverbrechen in New York City, nachdem Bernie Goetz in der U-Bahn vier Schwarze nieder schoss und dadurch fast zum Volksheld wurde. Allerdings hat man diese Erzählungen anderswo auch schon gelesen und es beschleicht einen der Verdacht, dass hier Dinge in ein Schema gepresst werden, um eine vorgefasste Meinung zu untermauern. Eine saubere Recherche oder gar wissenschaftliche Arbeit, bei der auch andere Erklärungsmöglichkeiten überprüft würden, sieht jedenfalls anders aus.

Geradezu absurd wird es, wenn am Beispiel der Sesamstraße minutiös-langatmig erklärt wird, wie deren Macher durch fleißiges herum experimentieren zum Erfolg kamen oder wenn die religiöse Gemeinschaft der Hutterer, die Armee und die Firma Gore-Tex dafür herhalten müssen, die Zahl 150 zur magischen Obergrenze für erfolgreiche Gruppenarbeit zu erklären.

Nein, Herr Gladwell, so geht das nicht. Der Ansatz ist löblich, die Frage wichtig, doch in der Ausführung halte ich dieses Projekt für gescheitert. Abgesehen von einigen netten Anekdoten habe ich von dieser Lektüre nichts zurück behalten außer der Verwunderung darüber, wie ein Buch mit derart löchriger und angreifbarer Argumentation auf Platz 1 der (amerikanischen) Bestsellerliste klettern konnte.
Sparen Sie Zeit und Geld: Inhalt hier komplett wiedergegeben
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Sparen Sie Zeit und Geld - der Inhalt ist so dünn, dass er auf einen Bierdeckel passt:

1. Ideen und Verhaltensweisen verbreiten sich wie Epidemien.
2. Daher können kleine Veränderungen (wie bei einem Grippevirus) dramatische Auswirkungen haben.
3. Es gibt Menschen, die sehr viele Bekannte haben und sehr überzeugend sind.
4. Wenn man diese Menschen überzeugt, so kommt eine Lawine in Gang.
5. Dafür ist es wichtig, dass die Ideen haften bleiben.
6. Es kommt auch auf die äußeren Umstände an.

Zitat aus dem Buch: "Das Gesetz der Wenigen sagt, dass es ein paar ungewöhnliche Leute da draußen gibt, die eine Epidemie auslösen können. Man muss sie nur finden. Die Lehre der Verankerung ist dieselbe. Es gibt Methoden, Informationen so zu verpacken, dass sie unwiderstehlich ist. Man muss sie nur finden."

Leider schweigt sich das Buch über das "Man muss sie nur finden" völlig aus. Wenn Sie sich dafür interessieren, wie man Informationen so verpackt, "dass sie unwiderstehlich sind", so lesen Sie besser das unwiderstehliche Buch "Made to stick" von Chip Heath und Dan Heath.

Fazit: sehr wenig Inhalt, viele Aussagen sind banal, Darstellung teilweise fehlerhaft. Interessant fand ich lediglich das dritte Kapitel über die Entstehung des Konzeptes für die Sendung "Sesamstrasse". Dafür insgesamt noch gerade 2 Sterne.
Leicht zu verstehen, schwer zu toppen
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
In diesem Sachbuch hat sich der Autor psychologisch-soziologischen Themen verschrieben, insbesondere den Umgebungsbedingungen, unter denen gesellschaftliche Epidemien entstehen - eben die sogenannten Tipping Points. Die graue Theorie wird dabei ansehnlich erklärt durch leicht verständliche Fallbeispiele: Etwa den Grund für den Erfolg der Sesamstraße, oder durch welche Maßnahmen die Kriminalitätsrate in New York City beeinflusst wurde.
Ein sehr interessantes Buch, locker geschrieben, locker zu verstehen, dennoch präzise und erkenntniserweiternd.
Top!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Sehr interessantes Buch!
Anhand vieler kurzer und spannender Beispiele untermauert der Autor seine Thesen, wie es durch relativ unscheinbare Ursachen zu Epidemien u.ä. kommt.
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Produkt-Bild: Qualitative Inhaltsanalyse: Grundlagen und Techniken

Qualitative Inhaltsanalyse: Grundlagen und Techniken von Philipp Mayring

Broschiert von Beltz
Preis bei Amazon: EUR 14,90, Angebote ab EUR 13,00

3 von 5 Punkten
3 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3407255012, Erscheinungsdatum: Juni 2008, Auflage: 10., neu ausgestattete Auflage.
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5 Kundenrezensionen:

guter Überblick in die Qualitative Inhaltsanalyse
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ebenfalls leicht zu lesen. Leute die sich noch nicht mit dem Thema beschäftigt haben sollten vorab "Einführung in die Qualitative Sozialforschung" lesen.
Dies erleichtert das Verständnis ungemein.
wenig begeisternd
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Dieses Buch - oder viel mehr diese Auflage hat mich enttäsucht. Es handelt sich dabei um die 10., "neu ausgestattete" Auflage aus dem Jahr 2008. Wie andere Kommentatoren schon angemerkt haben, ist vor allem das Kapitel 6 (computergestützte Inhaltsanalyse) veraltet. Genau so verhält es sich aber mit dem Rest des Buches: nahezu alle Literaturangaben stammen spätestens aus den frühen achtziger Jahren. Ein weiterer Kritikpunkt sind die vielen Ablaufmodelle, die mich im Kapitel 5 eher verwirrt haben, da die verwendeten Begriffe und die dazugehörigen Abbildungen zu abstrakt waren, als dass man konkrete Unterschiede sofort bewusst herauslesen könnte. Hier ein Beispielzitat zum Thema inhaltliche Strukutrierung: "Nach der Bearbeitung des Textes mittels des Kategoriensystems (s.u. die genaue Beschreibung anhand der skalierenden Strukturierung) wird das in Form von Paraphrasen extrahierte Material zunächst pro Unterkategorie, dann pro Hauptkategorie zusammengefasst." (89). Das ist so allgemein gehalten, dass ich das besondere nicht mehr erkennen kann. Dann lieber einen kürzeren Artikel, in dem die Vorgehensweise auf den Punkt gebracht wird.
Bedarf einer Überarbeitung!
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Von theoretischer Seite mag dieses Buch durachaus seine Berechtigung haben und war zur Erstauflage sicherlich auch ein notwendiges Standardwerk für diese Thematik. Nach wie vor taugt es um eine Vorstellung davon zu bekommen was man wissenschaftlich unter "qualitativer Inhaltsanalyse" versteht. Entscheidender Malus des Werkes ist, dass wichtige Kapitel des Buches zum Beispiel zur computergestützten Analyse der Daten seit den 80ern nicht mehr überarbeitet worden. Insgesamt gibt es bessere und aktuellere Literatur zur Thematik.
Ich gebe meinem Vorredner Günther Schreiber 100% Recht
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Man wagt es ja kaum, eine Koryphäe wie Mayring zu kritisieren. Ich wollte zunächst meinem Vorredner Günther Schreiber nicht glauben und mir selbst ein Bild von dem Buch machen. Doch genau so ist es: das Buch ist abstrakt theoretisch, kaum lesbar und allerhöchstens für ein paar Zitate gut. Mein Tipp: Einführung in die Qualitative Sozialforschung von Mayring besorgen, dort das Kapitel über Qualitative Inhaltsanalyse lesen, da hat man mehr davon als von vorliegendem Werk.
Standardwerk der qualitativen Inhaltsanalyse mit Defiziten
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Ich habe dieses Buch zur Erstellung meiner Diplomarbeit verwandt und es diente in diesem Zusammenhang als ergänzende Literatur zu Flicks "Einführung in die qualitative Sozialforschung". Flick zitierte das Kapitel zur qualitativen Inhaltsanalyse fast 1zu1 nach Mayring.

Die Technik der zusammenfassenden Inhaltsanalyse sowie andere Standardprozesse der qualitativen Erforschung von textbasierten Materialien werden in dem hier vorliegenden Band zwar nur verkürzt dargestellt. Aber das Werk bietet dennoch einen ausreichenden Ein- und Überblick über die wichtigsten Methoden der qualitativen Empirie.

Durch die Verknappung der Darstellungen leidet allerdings etwas die ausführliche Einführung in die einzelnen Schritte der jeweiligen Technik, wodurch der Leser sich anderer, weiterführender und detaillierter Literatur bedienen muss. Um fehlerfrei eine qualitative Studie durchführen zu können, reicht der vorliegende Band nicht, daher auch nur vier Sterne. Als Grundlagenbuch und einführendes Standardwerk kann es jedoch allemal genutzt werden. Mir hat es für den empirischen Teil meiner Arbeit jedenfalls sehr geholfen.
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Produkt-Bild: Empirische Sozialforschung: Grundlagen, Methoden, Anwendungen

Empirische Sozialforschung: Grundlagen, Methoden, Anwendungen von Andreas Diekmann

Broschiert von Rowohlt Tb.
Preis bei Amazon: EUR 19,95, Angebote ab EUR 7,00

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3499556782, Erscheinungsdatum: August 2007, Auflage: 18. Aufl.
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Aus der Amazon.de-Redaktion


Den Bereich empirischer Sozialforschung sollte sich jeder sozialwissenschaftlich orientierte Student gründlich erschließen. Dabei geht es um die Gewinnung von empirisch gesicherten Ergebnissen über Staat und Gesellschaft, aber auch um die ganz konkreten Jobaussichten: Schließlich sind die methodisch qualifizierten Absolventen begehrte Kandidaten für Markt-, Meinungs- und Wahlforschungsinstitute, Statistische Ämter u.v.m. Egal ob Medien, politische Entscheider, Unternehmen, Verbände oder Vereine: Sie alle haben enormen Bedarf an verlässlichen Daten zur sozialen Wirklichkeit.
Das umfangreiche Grundlagenwerk von Andreas Diekmann informiert über Anwendungsmöglichkeiten, Grenzen, Probleme und Methoden der empirischen Sozialforschung. Im Gegensatz zu Lehrwerken für andere Wissenschaftsbereiche werden hier z.B. auch das Werturteilsproblem thematisiert und durchaus erhellende Exkurse etwa in die Geschichte (Stichwort: Politische Arithmetik) geboten. Im Vordergrund steht jedoch das fundierte Wissen um Vor- und Nachteile von Querschnitts-, Panel- und Kohortenstudien sowie den vielen anderen Varianten sozialwissenschaftlicher Datenerhebung und -verarbeitung. Die meisten Studierenden dieses Bereichs dürften dankbar sein, dass Ihnen keine mathematischen Kunststücke abverlangt werden und sie Schritt für Schritt mit den verschiedenen Untersuchungsdesigns vertraut gemacht werden.
Wermutstropfen des Bandes bleibt, dass Lehrbücher in Sachen Didaktik inzwischen oft ein anderes Niveau erreichen. Hier finden wir im Wesentlichen durch kleine Statistiken und Schaubilder unterbrochenen Fließtext ohne weitere Strukturierung. Dabei haben empirische Studien doch längst belegt, wie der Lernerfolg von Studierenden etwa durch Merksätze, Wiederholungsfragen, Musterlösungen und dergleichen deutlich gesteigert werden kann?! --Henrik Flor
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5 Kundenrezensionen:

kein Standardwerk
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Diekmann bringt in dieser Einführung in die empirische Sozialforschung anschauliche Beispiele und erklärt komplizierte Sachverhälte meist einfach und verständlich.
Der große Kritikpunkt ist jedoch, dass man sich in dem Buch, wenn man später etwas nachschlagen will, sehr schwer tut. Die Gliederung ist leider etwas verwirrend und auch im Sachregister finden sich, wenn man etwas nachschlagen will, nur sehr allgemeine Begriffe.

Zum Lesen ist dieses Buch sicher nicht schlecht, aber als Nachschlagewerk (wozu man es ja später bei Untersuchungen benutzen möchten) ist es nur sehr bedingt geeignet - das Standardwerk von Schnell, Hill und Esser ist hier wohl die bessere Wahl.
Alles was man als Grundlage braucht!
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Auf den ersten Blick ein dicker Wälzer, durch den man sich nur ungern arbeiten möchte.
Auf einen weiteren Blick aber sollte man sich einlassen.
Diekmann schreibt verständlich und anschaulich. Selbst für Einsteiger gut zu verstehen und leicht zu verfolgen.
Eine gute Einführung in den Stoff. Die Grundlagen, Beispiele, Definitionen, Erläuterungen sind auf den Punkt getroffen.

Insgesamt 4 Sterne für ein gutes und (trotz Inhalt und Dicke) verdauliches Werk. Für den Einstieg in die Materie zu empfehlen!
Studium
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich muss sagen, es ist ein sehr gutes Buch!

Ich belege das Modulfach "Sozialforschung", und dieses Buch ist hervorragend für diese Vorlesung. Es ist einfach zu lesen. Die Erklärungen sind verständlich.
Unübersichtlich
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Das Buch mag für Leute geeignet sein, die sich mit dem Thema empirische Sozialforschung bereits auskennen und ihre Kenntnisse auffrischen wollen.
Für den Anfänger ist es teilweise eine Zumutung.
Andauernd wird hin-und hergesprungen. Begriffe werden teils gar nicht, teils mehrere hundert Seiten später erklärt (manchmal bekommt man das Gefühl, man sollte die Kapitel rückwärts lesen).
Desweiteren ist es sehr schwer die wichtigen von den unwichtigen Punkten zu differenzieren.
Einziger Pluspunkt: es gibt viele Beispiele, die recht nett zu lesen sind.
Alles in allem kein Buch das man empfehlen kann.
Knackige Einführung - alles drin!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Kurzer und knapper Abriss der kompletten Empirischen Sozialforschung.
Angenehm & interessant zu lesen!
Habe mir das Buch für mein Studium zugelegt und konnte es sehr gut gebrauchen. Ist zwar "nur" ein Taschenbuch, aber der Preis ist wirklich in Ordnung.
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Produkt-Bild: Systemische Interventionen. UTB Profile

Systemische Interventionen. UTB Profile von Arist von Schlippe, Jochen Schweitzer

Taschenbuch von UTB, Stuttgart
Preis bei Amazon: EUR 9,90

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3825233138, Erscheinungsdatum: Sept. 2009, Auflage: 1., Aufl.
Zoom ± Produkt-Bild: Systemische Interventionen. UTB Profile

2 Kundenrezensionen:

sehr informativ
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
hervorragende Untergliederung, gute Struktur, guter Überblick über Interventionen, wie der Titel sagt. Für Anfänger als Überblick, für Fortgeschrittene um nochmal nachzublättern...
kurz und knapp das Wichtigste
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Das Buch bietet einen kurzen präzisen Überblick - super für Menschen in der Praxis und wenig Zeit dicke Wälzer zu lesen. Gute Beispiele für praktisch umsetzbare Ideen
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Produkt-Bild: Einführung in die qualitative Sozialforschung: Eine Anleitung zu qualitativem Denken

Einführung in die qualitative Sozialforschung: Eine Anleitung zu qualitativem Denken von Philipp Mayring

Taschenbuch von Beltz
Preis bei Amazon: EUR 15,90, Angebote ab EUR 11,90

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3407252528, Erscheinungsdatum: Februar 2002, Auflage: 5. Aufl.
Zoom ± Produkt-Bild: Einführung in die qualitative Sozialforschung: Eine Anleitung zu qualitativem Denken

3 Kundenrezensionen:

grandioser Überblick
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
großartig für Leute die sich schnell und in kompakter Form einen ersten und guten Überblick in diese materie verschaffen wollen
Eine gute Einführung für Einsteiger
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Eine vierte Auflage innerhalb von zehn Jahren spricht für eine große Nachfrage nach diesem Buch. Es verspricht eine übersichtliche und leicht verständliche Einführung in die qualitative Sozialforschung und diesem Anspruch wird das Buch auch gerecht. Überzeugen können außerdem die systematische Gliederung (Erhebungs- Aufbereitungs- und Auswertungsverfahren), die grafischen Darstellungen und die am Ende eines jeden Kapitels stehenden Zusammenfassungen. Mehr als eine Einführung ist es allerdings nicht, und wer bereits ein wenig informiert ist, dem ist das Angebotene doch zu wenig. Trotz der Überarbeitung 1996 sind Literaturverzeichnis, Literaturangaben im Text und das Kapitel "Computereinsatz" inzwischen überholt. Etwas nervig ist auch der permanent vorgetragene Anspruch der "qualitativen Wende", der reichlich überholt erscheint. Wer sich von Anbeginn an gründlicher einarbeiten möchte, dem sei Uwe Flicks qualitative Forschung, 1999 ebenfalls in der 4. Auflage erschienen, empfohlen, auch wenn es an einigen Stellen nicht so leicht verständlich ist.
Die optimale Einführung in die qualitative Sozialforschung
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Das Buch habe ich mir vor einigen Jahren gekauft und ich habe es immer wieder zur Hand genommen. Laut Selbstbeschreibung ist es eine übersichtliche und leicht verständliche Einführung in die Denkhaltung und die Methoden der qualitativen Sozialforschung, die für Studierende aller sozial- und humanwissenschaftlichen Disziplinen geeignet ist." Ich denke, dass diese Beschreibung sehr treffend ist!

Der Aufbau des Buches ist sehr übersichtlich und logisch nachvollziehbar. Genauso übersichtlich und verständlich ist auch der Inhalt des Buches. Mayring versteht es, ein an sich trockenes und schwieriges Thema sehr verständlich und leicht leserlich zu beschreiben. Dafür gebührt im speziell Lob und Anerkennung. Weiters hat er in seinem Buch großartige und sehr nützliche Abbildungen, die Inhalte zusammenfassen und Zusammenhänge klar darstellen. Das ist ein weiterer Vorzug dieses Buches.

Christian Pirker
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Produkt-Bild: Theorie der Unbildung: Die Irrtümer der Wissensgesellschaft

Theorie der Unbildung: Die Irrtümer der Wissensgesellschaft von Konrad Paul Liessmann

Broschiert von Piper
Preis bei Amazon: EUR 7,95, Angebote ab EUR 5,00

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3492252206, Erscheinungsdatum: Sept. 2009, Auflage: 3., Aufl.
Zoom ± Produkt-Bild: Theorie der Unbildung: Die Irrtümer der Wissensgesellschaft

5 Kundenrezensionen:

Polemik
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Liessmanns Buch ist laut Klappentext eine "furiose, hochintelligente Polemik..." - dem kann ich zustimmen, und in meiner Reaktion darauf auch etwas polemisieren.
Liessmann ist unter anderem für: die Kultur der alten Griechen, Humboldt, Aufklärung, Humanismus und die "geistige Durchdringung der Welt" nach Hegel (was immer das sein mag). Zitat: "Humanistische Bildung - und eine andere gibt es nicht..."! (S. 57)
Er ist unter anderem gegen: Rankings/PISA, Eliteinstitutionen, Drittmittel, Projektorientierung, Englisch als Wissenschaftssprache, Ziel- und Leistungsvereinbarungen, Vernetzungen, Computer an Schulen und an Universitäten (besonders Powerpointpräsentationen), den Bologna-Prozess, besondere Förderung von Frauen in den Wissenschaften, die neue deutsche Rechtschreibung - eigentlich gegen alle Reformen, und die Ökonomisierung der Wissenschaftsbetriebs.
Meine Meinung: Ich stimme mancher Kritik Liessmanns zu, allem voran der Kritik an der Übermächtigkeit der Wirtschaft - abgekürzt: Zahlen sind die höchsten Werte, vor allem prozentuelle Steigerungen und Profite. Hier sehe ich mit Liessmann und hoffentlich mittlerweile mit Millionen anderen einen echten Werteverlust.
Ich war von seinem Buch aber insofern enttäuscht als dass es bei der Polemik bleibt und keine wirklichen Lösungen angeboten werden. Nur die alten Griechen und kreatives "zweckfreies" Denken bzw. "die beste Reform ist keine Reform" sollen uns helfen, unsere Probleme zu bewältigen?
Ich finde auch, dass Liessmann - bei allem Respekt für den österreichischen Wissenschaftler des Jahres 2006 - zu oft widersprüchlich ist: Eines der wichtigsten Beispiele: Die Wissensgesellschaft missachte ihr "vermeintlich höchstes Gut" (S. 144) durch Beseitigung von veraltetem Wissen und Abwerfen von unnötigem Wissensballast. Wissen ist also für Liessmann sehr wertvoll. Ein paar Zeilen weiter stellt er aber in Frage, "ob Wissen überhaupt ein Kandidat für ethische Reflexionen sein kann" (also einen Wert darstellt). Abgesehen davon muss es wohl erlaubt sein, über die Auswahl von Wissen, besonders in der Lehre, zu diskutieren. Hier widerspricht er sich auch wieder, da er ganz heftig einen Kanon von - offenbar besonders wertvollem - Wissen fordert.
Oder: In der Wissensgesellschaft würde die Beziehung von Wissen zur Wahrheit gekappt (S. 149), statt um Erkenntnis gehe es nur um die Lösung von Problemen. Mein Gegenargument: Wenn Beschreibungen von Zusammenhängen (Wissen) zur Lösung von Problemen beitragen, dann haben sie Wahrheitsgehalt. Die absolute Wahrheit bleibt ohnehin nur ein Ideal.
Oder, worüber ich schmunzeln musste: Die Wissenschaftler sprechen in ihrem Fachenglisch nur mehr einander, also Eliten und nicht das gemeine Volk an, und seien daher antiaufklärerisch (S. 138 f.) - aber Hegel war ein Wissenschaftler für das gemeine Volk!? - Sehr witzig.
Auch bei der alten deutschen Rechtschreibung" übertreibt er es ein bisschen - Mißverhältniß" (sic!). Na ja, in einer Polemik sei diese Anmerkung erlaubt, Fehler machen doch nur menschlich.
Das Buch war durchaus unterhaltsam zu lesen, aber ich hätte mir gerade in Anbetracht von Liessmanns Anspruch auf Rationalität als Philosoph mehr Folgerichtigkeit, Klarheit und Struktur erwartet. Ich halte durchaus etwas von Rückbesinnung und von Nachdenken in Muße, aber Bildung nach dem Muster humanistischer Gymnasien als einziges Mittel der Autonomie der Menschen, ja der Rettung des Abendlandes darzustellen - da kann ich nicht folgen. Liessmanns Position ist eine klare Ablehnung des Pluralismus (das könnte gefährlich werden!), aber gleichzeitig will er kreative Freidenker, die unsere Probleme lösen können - vielleicht der größte Widerspruch in der Theorie der Unbildung".
Hilfloser Zorn als Abgesang auf ein durch Unbildung erodiertes einst vorbildliches System.
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Der Inhalt in aller Kürze: tiefgründige Forschung und "Bildung" - im ursprünglichen Wortsinne - drohen verloren zu gehen, weil die moderne Bildungspolitik ein altes Bildungskonzept zu verbessern strebt, dessen Grundlagen sie nicht mehr kennt, da sie selbst die grundlegenden Texte des Humanismus und des deutschen Idealismus nicht mehr gelesen hat und deshalb, bar jeder echten Bildung und in Unkenntnis des zu Verbessernden, das Gute am Alten nicht bewahren kann, und - aus mangelnder eigener philosophischer Tiefe und Sorgfalt auch kein gleichwertiges oder besseres Bildungkonzept zu entwerfen vermag.
Eine solche Verschlimmbesserei und Pfusch an den Grundlagen unserer Gesellschaft muss gerade einen Denker wie Liessmann zur Verzweiflung treiben, der eben, anders als die Mehrheit unserer Gesellschaft, die unserem alten Bildungskonzept zugrundeliegende Philosophie noch kennt und gründlich studiert hat. Sein in der Verzweiflung oft ohnmächtig wirkender Zorn entlädt sich auf 175 Seiten dieser Streitschrift, die weniger die "Irrtümer der Wissensgesellschaft" aufzeigt als in bisweilen wie gelähmtem Entsetzen bloß noch zu konstatieren, dass die Fundamente unseres Bildungsideals bereits so erodiert sind, dass selbst unsere in den universitären Verwaltungen tätigen Hochschullehrer sich von den bunt schillernden Sprechblasen der "Globalen Wissensgesellschaft" ohne jede kritische Gegenwehr mesmerisieren lassen.
Liessmanns Streitschrift kommt leider zwei oder drei (oder vier?) Jahrzehnte zu spät, wird ohnehin nicht viel zur "öffentlichen" "Debatte" (wo gibt es noch "öffentliche Debatten" - in der Leserbriefsparte des "Spiegel" oder in einem von eintausenddickmilch Blogs?) beitragen, eignet sich aber hervorragend, um sich von ihr ausgehend in das einzulesen, was mal das humanistische Bildungsideal war - die Fussnoten geben da die eine oder andere Anregung.
Nicht so spannend
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Also ich hab mir das Buch schon vor einer ganzen Weile zugelegt und bestimmt schon 3x angefangen zu lesen.
Richtig gefesselt oder auch nur zum Weiterlesen animiert, hat es mich bis heute nicht.
Verzweifelt, treffend, brillant.
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Liessmann klärt vor allem die Phrasen, die einer echten Revison der Bildungspolitik den Weg verstellen, weiß dabei jedoch, dass eine Rückbesinnung auf Qualität, Inhalte und Substanz nahezu unmöglich erscheint, da sie der angestrebten Vermarktlichung, Nivellierung und Enteuropäisierung von Bildung, Schule, Universität und Wissenschaft entgegenarbeiten müsste. Wer auf die humanistischen und Humboldtschen Ideale rekurriert, der gilt mittlerweile fatalerweise schon als reaktionär. Insofern stehen seine absolut richtigen Positionen leider auf geschichtspessimistisch verlorenem Posten. Um so dankbarer ist man für die Polemik, mit der analytisch genau und im Wortsinne aufgeklärt gezeigt wird, dass der Kaiser eben nackt ist, den Wirtschaft und Politik als Fortschrittsgröße verkaufen wollen. Nirgendwo fand ich das Desaster so treffend beschrieben.
Kein Platz mehr für die Muße
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Liessmann versteht es wie kein anderer mir bekannter Autor, Kritik in sehr scharfem, klaren Ton zu äußern. Theorie der Unbildung beschäftigt sich mit aktuellen Themen und Problemen der Bildungsanstalten. Der große Bildungsreformer Wilhelm von Humboldt (1767-1835) wird oft zitiert wenn es Liessmann darum geht, Bildung als Erweiterung der geistigen Fähigkeiten zu sehen. Bis vor kurzem galt Bildung als Durchdringung der Welt mit dem Geiste. Dass heutzutage die Lehrer in den Grundschulen aber auch in den Gymnasien eher als Psychologen und Mediatoren für die Schüler da sind, ich hörte sogar die Bezeichnung Edutainer, eine Mischung von Entertainer und Educator, zeigt schon den mangelnden Geist unserer Zeit. Damit man seinen Geist erweitern und bilden kann, braucht man Muße. Diese Muße gibt es heute aber nicht mehr. Es ist sogar verpönt, sich für eine Sache Zeit zu nehmen. Alles muss schnell gehen und man muss das richtige Gespür für die "Marktlücke" bekommen. Heute spricht man von Wissensmanagement. Die Universitäten haben keine selbstdefinierten Ziele mehr sondern richten sich nur mehr nach wirtschaftlichem Gewinn, sie verkaufen sich billig an den Markt und erniedrigen sich dabei selbst. Die Studiendauer wird immer kürzer, man kann ja Master werden (Magister ohne gi). Denken ist sowieso nicht mehr gefragt, jeder Student soll in den Seminaren die gleiche Meinung haben und ein Individualist wie Kant es war, würde heute nicht einmal das erste Semester überstehen. Denn heute muss gereist werden, man muss flexibel sein und möglichst viel publizieren um Professor zu werden. Dass beim Erasmussemester die Partys dann das wichtigste sind oder dass sich Flexibilität so äußert, dass man wegen einer Stunde Arbeit 10 Stunden Auto fahren muss, oder dass man das publiziert, was der Markt einem diktiert, sei dahingestellt. Humanistische Bildung wie Humboldt sie verstand, als Erweiterung des Geistes, als Erziehung zum selbständigen Denken, als Durchdringung der Welt mit eigenen Gedanken ist heute nicht mehr gefragt, ja sogar verpönt. Heute ist kein fundiertes Wissen notwendig um viel zu verdienen oder sich in Gesellschaft zu etablieren. Inhalte sind nicht mehr gefragt, geschweige denn die Beschäftigung mit alten Sprachen wie Altgriechisch. Man wird höchsten ausgelacht oder als altmodisch degradiert. Je mehr Statistiken und Tabellen auf einer Power-Point Präsentation vorhanden sind, desto weniger geht es um die Sache, aber desto mehr Erfolg hat man. Mit diesen und weiteren Themen wie Rankinglisten und die Entwertung von Denken beschäftigt sich dieses Buch. Wie bei der Millionenshow geht es darum zufällig etwas zu wissen. Wissen ist zu einer leeren Hülle geworden. Bezeichnend ist auch der Versuch, Bildung zu standardisieren, damit man überall in Europa in Kurse einsteigen kann, weil ohnehin der gleiche Inhalt besprochen wird. Spätestens beim Sprachen lernen merkt man, wie diese Standardisierung zum Scheitern verurteilt ist. Denn wenn ich an die europäische Stufenskala denke, die zumindest in der Erwachsenenbildung verwendet wird, dann muss ich aus eigener Erfahrung sagen, dass das ganze eine Augenauswischerei ist. Jene die die Stufe A1 z.B. erreicht haben, unterscheiden sich untereinander wie Tag und Nacht. Es gibt beträchtliche individuelle Lernunterschiede. Wenn 20 Leute den gleichen Kurs belegen ist es nicht gesagt, dass alle 20 Personen am Ende den gleichen Stoff beherrschen. Aber heute geht es wirklich nur mehr darum leere, inhaltslose Zertifikate und Zeugnisse zu erstellen. Ob jemand den Inhalt wirklich beherrscht oder nicht, das ist einem jeden egal, hauptsächlich man verkauft sich gut und man fügt sich in diesem übergeordneten System, bestehend aus leeren Phrasen und schönen Frisuren. Ich bin mit Liessmann vollkommen einer Meinung und finde es wirklich schade, dass sich die wenigsten heute Zeit nehmen, ihren Geist, so wie einst die alten Griechen, zu formen, zu vertiefen und zu schulen.
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Produkt-Bild: Qualitative Forschung. Ein Handbuch

Qualitative Forschung. Ein Handbuch von Uwe Flick (Hrsg.), Ernst von Kardorff, Ines Steinke

Taschenbuch von Rowohlt Tb.
Preis bei Amazon: EUR 20,00, Angebote ab EUR 13,96

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3499556286, Erscheinungsdatum: Sept. 2005, Auflage: 7. Auflage.
Zoom ± Produkt-Bild: Qualitative Forschung. Ein Handbuch

5 Kundenrezensionen:

Ein umfassendes Handbuch qualitativer Forschung
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ein ausgezeichnetes und umfassendes Werk zum Thema qualitativer Forschung. Beginnend mit einer kurzen Einleitung zur Theorie qualitativer Forschung werden unterschiedliche Forschungsstile vorgestellt. In einem weiteren Abschnitt wird näher auf die Theorie der vorgestellten Forschungsstile eingegangen. Ein weiteres Kapitel befasst sich mit der Methodologie qualitativer Forschung. Insbesondere werden qualitative Methoden und Forschungspraxis vorgestellt. Im Kapitel Qualitative Forschung im Kontext wird auf Forschungsethik und auf die Lehre eingegangen. Ein Serviceteil verweist auf weitere Bücher zu dem Thema (inklusive kurzer Rezensionen) sowie auf Internetseiten zum Thema. Es werden auch verschiedene am Markt befindliche Softwarewerkzeuge erläutert. Fazit ein wirklich sehr brauchbares Handbuch mit einem umfangreichen, praxisnahen Überblick zu allen gängigen qualitativen Forschungsmethoden.
Fantastisch umfangreich und einfach zu lesen
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Was dieses Buch ausmacht, ist dass es eine Sammlung diverser Berichte zur qualitativen Forschung ist. Fast jedes Thema schließt mit einigen Empfehlungen und Literaturhinweisen ab. Und nicht solche Listen die einen Menschen ins Verzweifeln bringen, sondern immer nur die wichtigsten!

Die einzelnen Themen (siehe unten) sind nicht deckend, sondern eine solide Einführung zum jeweiligen Thema. Man ist gut beraten dieses Handbuch zu kaufen, um so schnell eine gründliche Einleitung zu einem Thema zu bekommen und wenn es interessiert, dann findet man immer die richtigen Quellen gleich zum jeweiligen Thema.

Hier die einzelnen Themen ohne den jeweiligen Autor zu benennen, diese stehen ja im Buch selbst. Ganz großes Lob an der einfachen und übersichtlichen Quellenliste von Heike Ohlbrecht in Punkt 7.

1. Kapitel
Was ist Qualitative Forschung? Einleitung und Überblick

2. Kapitel
Wie Qualitative Forschung gemacht wird - paradigmatische Forschungsstile
2.0 Einleitung
2.1 Anselm Strauss
2.2 Erving Goffmans Forschungsstil
2.3 Harold Garfinkel und Hervey Sacks
2.4 Paul Willis und das Centre for Contemporary Cutural Studies
2.5 Paul Parin, Fritz Morgenthaler und Goldy Parin-Matthey
2.6 Clifford Geertz
2.7 Norman K. Denzin - ein Leben in Bewegung

3. Theorie qualitativer Forschung
3.0 Einleitung
3.1 Phänomenologische Lebensweltanalyse
3.2 Ethnomethodologie
3.3 Symbolischer Interaktionismus
3.4 Konstruktivismus
3.5 Qualitative Biographieforschung
3.6 Lebensweltanalyse in der Ethnographie
3.7 Qualitative Generationsforschung
3.8 Lebensweltanalyse in der Ethnographie
3.9 Cultural Studies
3.10 Geschlechterforschung
3.11 Organisationsanalyse
3.12 Qualitative Evaluationsforschung

4. Methodologie qualitativer Forschung
4.0 Einleitung
4.1 Design und Prozess qualitativer Forschung
4.2 Hypothesen und Vorwissen in der qualitativen Sozialforschung
4.3 Abduktion, Deduktion und Induktion in der qualitativen Sozialforschung
4.4 Auswahlverfahren, Sampling, Fallkonstruktion
4.5 Qualitative und quantitative Methoden: kein Gegensatz
4.6 Triangulation in der qualitativen Forschung
4.7 Gütekriterien qualitativer Forschung

5. Qualitative Methoden und Forschungspraxis
5.0 Einleitung
5.1 Wege ins Feld und ihre Varianten
5.2 Qualitative Interviews - ein Überblick
5.3 Interviewen als Tätigkeit
5.4 Gruppendiskussion
5.5 Beobachten im Feld und Ethnographie
5.6 Fotografien als sozialwissenschaftliche Daten
5.7 Reading Film - Filme und Videos als sozialwissenschaftliches Erfahrungsmaterial
5.8 Elektronische Prozessdaten und ihre Analyse
5.9 Zur Transkription von Gesprächen
5.10 Analyse von leitfadeninterviews
5.11 Analyse narrativ-biographischer Interviews
5.12 Qualitative Inhaltsanalyse
5.13 Theoretisches Codieren - Textanalyse in der Grounded Theory
5.14 Computergestützte Analyse qualitativer Daten
5.14 Dokumenten- und Aktenanalyse
5.16 Objektive Hermeneutik und hermeneutische Wissenssoziologie
5.17 Konversationsanalyse
5.18 Gattungsanalyse
5.19 Die diskursanalytische Methode
5.20 Tiefenhermeneutik
5.21 Die Kunst der Interpretation
5.22 Darstellung qualitativer Forschung

6. Qualitative Forschung im Kontext
6.0 Einleitung
6.1 Forschungsethik und qualitative Forschung
6.2 Qualitative Forschung lernen
6.3 Zur Verwendung qualitativer Forschung
6.4 Zukunft und Perspektiven qualitativer Forschung
6.5 Herausforderung qualitativer Forschung
6.6 Verfahrenskunst, Methodeninnovation und Theoriebildung in der qualitativen Sozialforschung

7. Serviceteil
1- Lehrbücher- und Handbücher-Empfehlungen
2- Zeitschriften und Buchreihen
3- Klassische Studien und Aufsätze qualitativer Forschung
4- Internetquellen
5- Software-Programme zur computergestützten Bearbeitung qualitativer Daten
6- Lehre und Fortbildung

Literatur / Autoren / Personenregister / Sachregister
Umfangreich und lohnend: von globalen Paradigmen bis zu methodischen Schritten
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Das Herausgeberwerk in Taschenbuchformat bietet einen umfangreichen und gut verständlichen Überblick über qualitative Forschungsmethoden. Zunächst werden die verschiedenen Paradigmen (also Modelle, Theorien) qualitativer Forschung aus der Historie heraus beschrieben (Grounded Theory, Interaktionsanalyse, Ethnomethodologie, Ethnographie, Ethnopsychoanalyse, Ethnologie, symbolischerInteraktionismus). Das lässt das Verständnis wachsen, warum scheinbar ähnliche Methoden eben doch nicht so ähnlich sind wie sie aussehen, wenn man sie auf rein methodischer Ebene lernt. Es hilft die Essenz der jeweiligen Methode zu verstehen.

Auf reiner Methodenebene liefert das Buch zwar keine allgemeingültigen und immer funktionierenden Antworten auf Fragen, die man schon immer wissen wollte (wie zum Beispiel "Wie findet man den Weg ins Feld, ohne das Feld zu verändern?" "Wie wertet man seinen Datenwust am besten aus?"). Aber vielleicht ist es gerade die Erkenntnis, dass es diese allgemeingültigen Antworten auch gar nicht gibt, die mir trotzdem weitergeholfen haben in meiner praktischen Forschungstätigkeit. Es gibt einerseits Mut, selsbt kreativer zu sein, andererseits aber auch die Basis, die eigenen Schritte im Lichte der Paradigmen und bekannten Methoden zu reflektieren und argumentieren.

Und immer wieder schlage ich nach in diesem Buch, egal ob es um Begrifflichkeiten geht wie "was war noch mal 'Ethnomethodologie'?" oder um das Suchen nach praktischen Hinweisen "Wie lassen sich die Daten einer Interviewstudie möglicherweise codieren und auswerten?"

Umfangreich und lohnend!
Übersichtsbuch
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Ein ganz nettes Übersichtsbuch über die verbreitesten Stile Qualitativer Forschung. Gut für Einsteiger oder Fachleute, die sich einen Überblick über die Konkurrenz verschaffen will. Aber wer denkt, er könnte daraus die Praxis der Qualitativen Forschung lernen, der hat sich geschnitten. Ohne eigene Erfahrung und/oder vertiefender Lektüre geht es nicht. Denn wo es ins Detail gehen müßte, da reicht der Platz nic ht mehr. Wer vieles bringt, wird vielen etwas bringen, aber keinem genug.
Super Buch
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ein sehr umfangreiches und vielfältiges Buch, das meines Erachtens für Leute mit etwas Vorwissen als Start in jedes sozialwissenschaftliche Forschungsprojekt bestens geeignet ist. Die hochwertigen Artikel bieten zwar logischerweise keine Komplett-Anleitungen für die zahlreichen vorgestellten Methoden und Denkansätze, aber dafür einen qualifizierten Überblick und fundierte Literaturhinweise, die besser als jede Bibliotheksrecherche sind. Und um einige treffsichere Zitate für die Formulierung der eigenen wissenschaftlichen Arbeit zu finden, sind die Beiträge auch geeignet.
Fazit: Wirklich eine gelungene Sache.
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