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August 410 - Ein Kampf um Rom von Mischa Meier, Steffen PatzoldGebundene Ausgabe von Klett-CottaPreis bei Amazon: EUR 19,90, Angebote ab EUR 15,00 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3608946462, Erscheinungsdatum: Februar 2010, Auflage: 1., Aufl. |
5 Kundenrezensionen:Kompetent und spannend 5 von 5 PunktenAuf den Monat genau 1600 Jahre ist der Kampf um Rom her: Am 24. August des Jahres 410 eroberte ein Heer unter der Führung eines Generals namens Alarich die Stadt Rom. Drei Tage lang plünderten Alarichs Soldaten die alte Hauptstadt des Römischen Imperiums. Am 27. August zogen sie wieder ab. Das ist gesichert. Aber was genau ist damals eigentlich geschehen? Über die Jahrhunderte hindurch gab es viele unterschiedliche Versionen der Ereignisse. Geschichte wird eben von Historikern aufgeschrieben, und diese sind geprägt von der eigenen Zeit und den eigenen Interessen. Über geschichtliche Ereignisse können wir uns also nie sicher sein. So weisen auch die Autoren dieses Buches gleich am Anfang darauf hin, dass ihre Auswahl der Geschichten um den August 410 subjektiv ist. Meier und Patzold beginnen mit den zeitgenössischen Darstellungen. Gleich beim ersten Beispiel, Claudius Claudianus, wird deutlich, wie sehr die eigenen Interessen die Interpretation der Ereignisse prägen, denn Claudianus sichert mit seiner Version seine Stellung. Hieronymus nutzt die Darstellung des Kampfes um Rom, um seine Forderung nach Entsagung zu unterstreichen. In dieser Form geht es weiter mit den wechselnden Sichtweisen und den Umdeutungen der Ereignisse. Meier und Patzold schildern die Historiographien, die sich mit dem August 410 beschäftigen und im Folgenden die Interpretationen der Historiker, die sich auf die Schilderungen der zeitgenössischen Autoren sowie auf die Historiographien stützen. Zum Beispiel wurden die Germanen schließlich als heroische Vorfahren der Deutschen umgedeutet, um einen deutschen Nationalismus zu begründen. Meier und Patzold schreiben kompetent und gründlich, dabei aber nie langweilig. Das Buch liest sich flüssig und spannend und weckt das Interesse am Thema. Vor allem aber macht dieses Buch deutlich, was auch wir Politikwissenschaftler postulieren: Es gibt keine Objektivität! Wunderbar leicht - wunderbar tiefsinnig 5 von 5 PunktenIch neige dazu, meine Bücherauswahl im Urlaub der erlebten Geschichte des Urlaubslandes zu schulden; die direkte Beschäftigung mit dem Thema an den historischen Stätten führt zu einem besonders emotionalen und bleibenden Eindruck. Hierbei besteht aber die Gefahr, sich von den Emotionen zu einer "persönlichen Geschichtsklitterung im eigenen Erleben" verführen zu lassen. Die Beleuchtung des Themas aus vielen unterschiedlichen Blickwinkeln erhält somit eine starke Bedeutung. Genau dies ist mit dem vorliegenden Werk par excellence gelungen; ja vielmehr ist dieser Aspekt sogar die eigentliche raison d'être. Das Werk ist ein Paradebeispiel dafür, wie Geschichte "entsteht"; somit hat es neben der eigentlichen Behandlung des Themas den großen Mehrwert, vor allem dem geschichtlich Interessierten auch ohne akademischen Hintergrund den Einfluß gesellschaftspolitischer und ideologischer Strömungen der jeweiligen Zeit auf den Betrachter des Ereignisses aufzuzeigen. Auch wenn dies den meistens Lesern solcher Werke sowieso bewußt ist, geschieht dieser Vorgang hier doch auf sehr eindringliche und nachdenklich stimmende Art und Weise. Vielen Dank auch für die Rezension des Mitglieds C. Kadel. Gespickt mit Hinweisen in Form von Hyperlinks zur Vertiefung bestimmter weiterführender Aspekte ist diese Rezension vorbildlich, vielen Dank! Geschichte sehr gut erzählt . . . 5 von 5 PunktenWas geschah im August 410 in Rom ? Die Ewige Stadt Rom wurde von Alarichs Soldaten drei Tage und Nächte lang geplündert. Wie die Goten, Hunnen, Alanen und viele andere Völkerschaften bei der Eroberung Roms genau vorgingen ist heute nicht mehr genau bekannt. Über Ursachen und Wirkungen gibt dieses Buch umfassend Auskunft. Beide Autoren stützen sich in ihrem Buch auf das wenige vorhandene Wissen und entwerfen ein farbiges und zugleich lebendiges Bild vor dem inneren Auge des Lesers. Weder der Althistoriker Mischa Meier noch der Mediävist Steffen Patzold kommen als Hochschullehrer daher. Beinah wie gut ausgebildete Reiseleiter führen sie den Leser durch Zeit und Raum und vermitteln einen sehr guten Einblick in einen unbekannten Winkel der Geschichte. Spätrömische Dekadenz? 5 von 5 PunktenWenn der Vorsitzende einer bekannten deutschen liberalen Partei mit dem Verweis auf eine "spätrömische Dekadenz" Gefahren für unsere Gesellschaft erkannt haben will, dann reiht er sich in eine Jahrhunderte alte abendländische Tradition ein, hinter der zu verschiedenen Zeiten verschiedene gesellschaftliche Ideen und Absichten standen - nur keine liberalen. Dies ist eine der Erkenntnisse, die sich aus dem sehr lesenswerten Buch "August 410" gewinnen lassen. Über das, was wirklich bei der Eroberung Roms durch die Goten unter Alarich im Jahr 410 geschah, gibt es fast keine verläßlichen Dokumente. Eines ist jedoch gewiß: Dieses Ereignis hat die spätantike Welt erschüttert und verlangte nach Erklärungen. Die beiden Autoren zeigen, wie die Eroberung Roms von Zeitzeugen, wie z. B. Augustinus, aber auch späteren Autoren und Historikern bis in das 21. Jahrhundert hinein immer wieder neu dargestellt, ausgeschmückt und erklärt wurde, wie sehr diese Darstellungen von den verschiedenen Lebensumständen und Interessen des jeweiligen Autors beeinflußt wurden und wie diese den Untergang Roms für immer wieder neue Ziele vereinnahmten. "August 410" ist daher kein Buch über die Eroberung Roms durch die Goten, sondern ein Buch über die Rezeption dieses Ereignisses zu unterschiedlichen Zeiten - ein Lehrstück über Geschichte und die Arbeit des Historikers. Sehr interessant sind dabei die Überlegungen, die Meier und Patzold über die Auswirkung des Anschlages vom 11.9.2001 auf die aktuelle nordamerikanische Sicht zum Untergang Roms anstellen, sowie auf die gegenwärtigen Diskussionen, ob der Untergang des römischen Imperiums als Katastrophe oder eher friedliche Transformation in das frühe Mittelalter zu verstehen ist (siehe hierzu Der Untergang des Römischen Reiches: Und das Ende der Zivilisation). Wer Meier als Autor der Biographie Anastasios I: Die Entstehung des Byzantinischen Reiches bereits kennt und dieses ebenfalls sehr lesenswerte Werk bisweilen etwas anstrengend empfand, sollte sich von "August 410" nicht abschrecken lassen - dieses Buch ist weniger umfangreich und mit leichterer Feder geschrieben. Und wer wissen möchte, ob Rom wirklich an seiner "spätrömischen Dekadenz" zugrunde gegangen ist, ob es durch breite Steuersenkungen möglicherweise zu retten gewesen wäre, dem sei Peter Heathers Der Untergang des Römischen Weltreichs wärmstens empfohlen! Die Verbindung von Luxus, Dekadenz und Niedergang selbst ist im Übrigen keine Weltsicht, welche erst als Reaktion auf die Eroberung Roms aufkam, sondern war bereits in der klassischen Antike ein ebenso fester Bestandteil der politischen Diskussion wie z. B. der Begriff Freiheit. Dies zeigt Robin Lane Fox in seiner ebenfalls sehr lesenswerten Geschichte der Antike Die klassische Welt: Eine Weltgeschichte von Homer bis Hadrian. Unbedingt empfehlenswert! 5 von 5 PunktenGerade habe ich es aus der Hand gelegt. Selten habe ich etwas derart intelligentes, aber nie gelehrt Daherkommendes gelesen. Mir fehlen die Worte... |
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Götter und Helden: Die Mythologie der Griechen, Römer und Germanen von Eckart Peterich, Pierre GrimalGebundene Ausgabe von PatmosPreis bei Amazon: EUR 9,95 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3491962323, Erscheinungsdatum: Juni 2008, Auflage: 1., Aufl. |
3 Kundenrezensionen:Nachschlagewerk 4 von 5 PunktenIch hatte mir dieses Buch gekauft um einen Überblick über die Mythologie in unseren Breitengraden zu erhalten. Dazu ist das Buch allerdings nur bedingt geeignet. Die einzelnen Gestalten werden sehr kurz abgehandelt. Viele der Gestalten mit denen die Hauptpersonen Interagieren werden kaum erklärt. Allerdings kann man bei einem Buch mit diesem Umfang auch kaum mehr erwarten. Wenn Zeus oder Theseus auf 1 1/2 Seiten abgehandelt werden, bleibt halt notgedrungen einiges auf der Strecke. Dafür ist das Werk halt sehr kompakt. Alle Welten in einem Buch 5 von 5 PunktenWer den Klassiker unter den Italien-Führern, Peterichs bei Prestel erscheinende Italien-Trilogie, kennt, weiß, dass dieser mit der Antike vertaut war, als wäre er dabei gewesen. Seine Führungen durch die Kunst der Alten beinhalten immer auch die Geschichte dahinter - häufig die Welten der Götter und Helden des Altertums. Nun hat der Deutsche Taschenbuchverlag dankenswerterweise ein Taschenbuch herausgebracht, das alle Götter- und Heldengeschichten der Griechen, Römer und Germanen in gut lesbarer Form in einem Band vereint. Wer nicht lexikalische Inhalte sucht sondern hervorragend geschriebene Nacherzählungen der großen Epen in kürzestmöglicher Weise, der findet hier, was einmal Allgemeinwissen war, zusammengefasst, zum Staunen, Träumen und Weiterforschen. Kompaktes Wissen über die alten Götter! 5 von 5 PunktenÜber anderthalb Jahrtausende sind vergangen, seit das Christentum die Mythologien der Griechen, Römer und Germanen verdrängt hat. Und dennoch begegnen uns die alten Helden und Götter überall. Wir sehen sie auf Felszeichnungen, Gemälden Tempeln, Vasen und lesen Anspielungen auf sie in so manchem literarischen Werk. Doch die meisten wissen nicht mehr wer diese Helden aus grauer Vorzeit waren. Welch oftmals tragisches Schicksal sie doch hatten. Peterich und Grimal fassen in "Götter und Helden" so ziemlich alles zusammen was man über die einzelnen Figuren der Antike wissen sollte. Anschaulich, knapp und prägnant schildern die beiden die Sagen der Griechen und Ihre Weiterführung in der römischen Mythologie. Ein ausführliches Sach- und Namensregister machen dieses Lesebuch zugleich zum Nachschlagwerk. |
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Legionär in der römischen Armee: Der ultimative Karriereführer von Philip MatyszakGebundene Ausgabe von Primus VerlagPreis bei Amazon: EUR 19,90, Angebote ab EUR 19,88 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3896788221, Erscheinungsdatum: März 2010, Auflage: 1 |
5 Kundenrezensionen:Wunderbar 5 von 5 PunktenWunderbar zu lesen, auch mein Sohn hat es mit Begeisterung gelesen. Unterhaltsam und informativ mit viel Humor. So sollten Geschichtsbücher für Jugendliche sein: viele Fakten spannend erzählt. interessante Einblicke 5 von 5 PunktenDieser "Ultimative Karriereführer" schildert humorvoll und kenntnisreich das Leben im alten Rom, immer in Bezug auf die römische Armee gesehen. Auf dieses Buch hätten sich damals sicher viele Jungen gestürzt, vielleicht wären dann nicht so viele zur Armee gegangen. Es ist ein Buch der Praxis. Genau beschrieben ist im Buch wer, wann in die Armee eintreten darf. Es sind auch Tips für das Bewerbungsgespräch dabei, so dass wir uns als Leser in die Zeit damals richtig hineinversetzen können. Wie dachten die Leute damals? Was bewog sie in die Armee zu gehen? Nach welchen Kritierien wurde entschieden wer genommen wird? Viel erfährt der Leser vom Innenleben der römischen Armee. Angefangen von Einheiten bis zu allen Teilen der Rüstung. Breiten Raum nimmt die Ausbildung des Legionärs im zum Teil bebilderten Buch ein. Das Marschieren, der Kampf am Pfahl, das Exerzieren und natürlich die immer vorhandene Disziplin werden genauestens beschrieben. Sollte die einmal gefehlt haben, sind auch gleich die möglichen Strafen mit aufgeschrieben. Was mit einem Legionär geschieht, wenn er nicht mehr zur Schlacht taugt, findet ebenfalls Erwähnung. Ich jedenfalls verspüre nach dem lesen keinen Drang mich freiwillig als Legionär zu melden. Als interessantes Geschichtsbuch ist dieses vorliegende Buch jedoch sehr zu empfehlen. Aus einer ungewohnten Sichtweise heraus wird die damalige Zeit lebendig. Wer dieses Buch gelesen hat, vergisst den Inhalt nicht so schnell. Die Hersteller von Schulbüchern sollten sich hier einmal umsehen ! Geschichte mal anders! 5 von 5 PunktenAbsolut realistisch und authentisch schildert Philip Matyszak das Leben eines Legionärs in der römischen Armee und gibt dem Leser das Gefühl, hautnah dabei zu sein. Interessanter lässt sich Geschichte wohl kaum gestalten und somit ist das Buch optimal, um auch jüngere Leser zu unterhalten. Empfehlenswert! Unterhaltsam und lehrreich 5 von 5 PunktenMit "Legionär in der römischen Armee" hat Philip Matyszak einen würdigen Nachfolger zu Rom für 5 Denar am Tag: Ein Reiseführer in die Antike geschaffen, der seinen Vorgänger meines Erachtens sogar noch an Witz übertrifft. Das Werk ist tatsächlich im Stil eines Karriereführers geschrieben und stellt auf diese Weise aus der Perspektive eines römischen Soldaten des Jahres 100 n. Chr. die organisatorischen Grundlagen der römischen Armee, deren "Arbeitsweise" und Ausrüstung, die Eigenheiten der ihr gegenüberstehenden Völker, Alltag und (mögliche) Laufbahn eines Soldaten usw dar. Die Ausführungen zu den einzelnen Themen sind populärwissenschaftlich im besten Sinn des Wortes, leicht zu lesen, gut verständlich und trotzdem lehrreich und Interesse erweckend - man bekommt Lust, sich näher in dieses Gebiet einzulesen. Dabei fehlt es (wie schon bei "Rom für 5 Denar...") nicht an Ironie und trockenem Humor (die Formulierkunst Matyszaks ließ mich immer wieder schmunzeln bis auflachen). Wem "Rom für 5 Denar..." gefallen hat, dem kann ich auch "Legionär" empfehlen. Jedenfalls eignet es sich aufgrund seiner schönen Verarbeitung, des gelungenen Layouts und des originellen Inhalts als Geschenk für jeden (militär-) historisch am antiken Rom Interessierten. Ein mehr als gelungenes Werk - informativ und dennoch "spritzig" 5 von 5 PunktenHabe mir das Buch aufgrund einer Amazonempfehlung gekauft und gestern fast in einem Zug verschlungen. Sachliche Informationen gepaart mit witziger bildhafter Darstellung - ein wirklich gelunges Werk über die römische Armee in all ihren Facetten. Sowohl für Kinder und Jugendliche, aber genauso für den geschichtlich interessierten Erwachsenen bestens geeignet. Meine 5 Sterne für diese Buch vergebe ich gerne und empfehle es wämstens zur Lektüre |
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WAS IST WAS, Band 70: Das alte Ägypten von Dieter KurthGebundene Ausgabe von Tessloff Verlag Ragnar Tessloff GmbH & Co. KGPreis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 1,95 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3788604107, Erscheinungsdatum: 2010, Auflage: Aktual. |
4 Kundenrezensionen:Alles gute geklappt 4 von 5 PunktenSchön illustriertes Kinderbuch mit viel Wissen. Versand etc hat auch gut geklappt (selbsts ins Ausland). Besser geht's nicht! 5 von 5 PunktenEin absolut gelungenes Buch! Hier wird ausführlich aber leicht verständlich über das alte Ägypten berichtet. Man taucht förmlich in diese Welt ein. Ich bin damals selbst durch dieses Buch zum Ägyptenfan geworden und kann es immer noch allen interessierten Kindern/Jugendlichen empfehlen. Eine gute Ergänzung zum Schulunterricht mit allen Informationen rund um das alte Ägypten. Oder eben einfach so zum Lesen! Ausgesprochen informativ, verständlich und anschaulich 5 von 5 PunktenDieses Buch verschafft einen überaus guten Überblick über das Thema Ägypten. Es ist gut strukturiert und die Zusamenhänge werden logisch erschlossen! Manches ist für Kinder meines Erachtens etwas zu schwierig, aber das kann man ja "auslassen"!!! Sehr zu empfehlen. Das Alte Ägypten - interessant dargestellt! 5 von 5 PunktenDer "Was ist was?" -Band "Das alte Ägypten" beschreibt auf informative und interessante Art die ägyptische Hochkultur. Dabei geht der Autor Hans Reichardt auf alle wissenswerten Begebenheiten des alten Ägyptens ein, wie beispielsweise auf den Nutzen des Nils, der schon am Anfang dieses Sachbuches beschrieben wird. Im weiteren verlauf des Buches wird die Entstehung des alten Ägyptens ebenso behandelt wie "Das Alte Reich", und der Leser erhält hier beispielsweise Antworten auf die Fragen, wo die ersten Nildörfer entstanden, was Hieroglyphen sind oder welches das erste Steinbauwerk der Welt war. Anschließend erfährt man etwas über das täglche Leben in alten Ägypten, was die Kinder spielten, wie die Häuser aussahen und vieles mehr. Es werden schließlich noch das "Mittlere Reich", die ägyptischen Götter und religiösen Riten, und das Neue Reich und der Untergang des Pharaonenreiches abgehandelt. Das gesamte Buch ist verständlich und jugendgerecht geschrieben und vermittelt aufgrund der zahlreichen Fotos und Illustrationen ein guten Eindruck der alten ägyptischen Kultur. Besonders gut geeignet ist dieses Sachbuch meiner Meinung nach als Ergänzug zum Schulunterricht, aber es es auch jedem anderen zu empfehlen, der sich für dieses spannende Kapitel der Menschheitsgeschichte interessiert! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.) |
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Die spannendsten griechischen Sagen: Große Vorlesebücher von Dimiter InkiowGebundene Ausgabe von EllermannPreis bei Amazon: EUR 12,90 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3770728238, Erscheinungsdatum: Februar 2007, Auflage: 1., Aufl. |
5 Kundenrezensionen:Die klassischen Sagen verständlich erklärt - für kleinere allerdings recht gruselig 4 von 5 PunktenSeit mein Mann unseren 5-jährigen Zwillingen die Sage von Perseus und Andromeda erzählt hatte, war vor allem bei einer unserer Töchter das Interesse fürs klassische Altertum geweckt. So sind wir zu dem Buch von Dimitir Inkiow, der uns schon von den Klara-Geschichten gut bekannt war, gekommen. Das Buch ist allein haptisch schon ein tolles Erlebnis, die Illustrationen sind liebevoll, wenn auch eher an die Sehgewohnheiten der Kinder angepasst, als künstlerisch. Das Buch gibt einen guten Einstieg in die Sagenwelt des Altertums und frischt auch bei den vorlesenden Erwachsenen vergessene Erinnerungen wieder auf. Das Verhältnis von Text zu Bild ist für unsere Töchter genau richtig, die Sprache so gewählt, dass sie den Geschichten gut folgen können. Unseren Mädchen hat es viel Spaß gemacht, auf dem Globus nach den Orten aus den Sagen zu suchen, sich Bilder von den beschriebenen Helden, sowie von Ausgrabungsstätten der beschriebenen Orte anzuschauen. Allerdings geht es wirklich ziemlich heiß her in den Geschichten und sie sind (zum Glück) nicht angeblich kindgerecht bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt. Das hat aber auch zur Folge, dass sie für unsere Kinder teilweise noch zu gruselig und grausam waren, da des Öfteren auch die positive Auflösung, die man z.B. von den Grimmschen Volksmärchen kennt, fehlt. So stirbt Ikarus tatsächlich unwiederruflich, die von Medusa verwandelten Menschen bleiben Stein, Sysyphos muss ewig für seinen Hochmut bezahlen und Minotauros ist ein gruseliges Wesen. Daher würde ich das Buch, das mir ansonsten wirklich gut gefällt, erst für eine ältere Zielgruppe (ab 7 Jahren) empfehlen. Lehrreich, spannend, kindgerecht 5 von 5 PunktenEndlich mal ein Buch, das die griechischen Sagen kindgerecht und spannend erzählt. Dass es hart her ging bei den griechischen Göttern, weiß man ja. Dennoch, oder vielleicht genau deshalb lieben meine Jungs (8 und 6) diese Geschichten. Und ich lerne auch dazu. Klasse Buch, nur zu empfehlen! Hier lernen Kinder und Eltern und werden unterhalten 5 von 5 PunktenEigentlich sind wir per Zufall zu den Bücher von Dimiter Inkiow gekommen. Aber sie sind ein voller Erfolg. Meine Kinder sind zwar erst 8 und 5 Jahre alt, aber sie lieben es die Geschichten vorgelesen zu bekommen. Das große Kind liest natürlich auch selbst. Die Zeichnungen sind sehr gut geraten und haben meine Kinder immer gefesselt. Ich habe durch diese Reihe auch meine kläglichen Kenntnisse in der griech. Mythologie aufbessern können. Hier immer wieder zum Vorlesen herausgeholt und endlich auch ein Buch, welches beide Kinder fasziniert. Spannend und lehrreich für Jung und Alt 4 von 5 PunktenEin Superbuch für Kinder und Eltern- man lernt viel, es gibt witzige Illustrationen und für Erwachsene gibt es den Aha-Effekt. Allerdings nicht für kleine oder sehr zartbeseitete Kinder geeignet, denn es rollen auch schon mal Köpfe. Mein Sohn ist 10 und schläft trotzdem noch gut, da er Sagen und Realität gut auseinander halten kann. ein wunderschönes Buch 5 von 5 PunktenEs ist einfach das wunderschönste Buch für Kinder über diese Welt, wunderbar erzählt mit wunderschönen, pfiffigen Bildern. Stellt bei meinen Söhnen Yu-gi-oh und wie sie alle heißen voll in den Schatten. Und das Beste, man lernt auch noch was dabei (ich auch). Input ohne Ende mit mega viel Phantasie - und erzählt den Kampf Gut/Böse ohne erhobenen Zeigefinger - zeigt Moral mit der unsere Welt ein bisschen schöner würde, einfach nur spannend und tolle Geschichten in einer fesselnden Sprache von Inkiow und absolut im hier und jetzt. Wir können nicht genug davon bekommen, zu Weihnachten gibt es weitere Hörbücher - die der Hammer sind - und Bücher davon. Ich kann es auch nur für kleinere Kinder empfehlten, wir haben letztes Jahr mit "Als Zeus der Kragen platzte" angefangen, der kleine Sohn war 5, der große 7. Unsere Welt ist auch nicht immer nur schön, und im Kindergarten und in der Schule werden die Kinder auch mit ihr "belästigt". Wir können sie nicht von der Welt fernhalten und in diesen Geschichten siegt immer das Gute und jeder ist zu jeder Zeit für das verantwortlich was er tut, und auch für das was er nicht tut - auch die Götter sind manchmal Böse und machen Fehler (wir Eltern auch), bedauern sie und versuchen sie wieder gut zu machen. Diese Geschichten sind so voller Moral und menschlicher Wärme, zeigen menschliche Fehler mit einem Augenzwinkern und die ganz Bösen werden früher oder später ganz doll bestraft. So will ich meinen Kindern die Welt erklären. Damit können wir gut leben. Uneingeschränkt zu empfehlen. |
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Sumerer und Akkader: Geschichte - Gesellschaft - Kultur von Gebhard J. SelzTaschenbuch von BeckPreis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 7,55 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 340650874X, Erscheinungsdatum: August 2010, Auflage: 2., durchgesehene Auflage |
2 Kundenrezensionen:"Niemand entrinnt der Geschichte" 4 von 5 PunktenSo wie der Titel selbst sich aus drei Begriffen zusammensetzt, nämlich erst Geschichte, dann Gesellschaft und erst im Nachhinein die Kultur - nach derselben Reihenfolge präsentiert der Autor auch den Inhalt seines (bescheidenen) Büchleins. Ich zitiere: "Der Geschichte kann niemand entkommen", scheint das Credo des Verfassers zu sein, denn der Begrifflichkeit der Geschichte (generell!), Gechichtsbewusstsein und Geschichtsschreibung im Alten Vorderen Orient hat er viel Bedeutung beigemessen und führt in das große Thema Sumers und Aggades mit den Problemen einer absoluten und relativen Chronologie ein. Ausführlicher kommt er auf die Organisatinsformen und Wirtschaftsweisen des Alten Orients zu sprechen, über welche durch archäologische Befunde weit mehr in Erfahrung gebracht werden konnte, als in der Tat über die Kultur der Sumerer und Akkader, ihre Riten, Bräuche, Weltvorstellungen und Denkweisen. Nichts desto trotz wird dem "mesopotamischen Denken" ein Kapitel am Ende des Büchleins gewidmet. Gerade durch die Lebendigkeit geistiger Welt können die Daseinsprinzipien alter Völker nachvollzogen werden, es sei denn, es sind schriftliche Quellen erhalten, die darüber Aufschluss geben könnten. Tatsächlich sind in sumerischer Sprache nicht wenige Götterhynmen, Loblieder und Königsannalen überliefert, aber im Hinblick auf die Gesamtmasse an Texten, ist der religiös-literarische Teil gegenüber Wirtschaftsdokumenten, Quittungen, Kaufverträgen und Rechtsstreitprotokollen eher gering. Es ist also nachvollziehbar, warum man kein ausgewogenes Verhältnis der Themen innerhalb des Buches finden können wird, weil dies unmittelbar an der Situation der sumerischen Quellenforschung festzumachen ist; nun, auch wenn es am Ende ein bisschen schade ist,dass man zu den Weltvorstellungen, dem Götter-Mensch Verhältnis oder dem kultischen Verhalten nicht so viel erfährt, wie man erhofft hätte. Aber so ist dieses Fach nun mal - die Sumerologie tappt über viele Fragestellungen noch im Dunkeln - und da der Verfasser eingefleischter Sumerologe ist, sollte man ihm das nicht allzusehr nachtragen. Schließlich ist eine Ausgabe des "Beck" dieses Kleinformates als Einführungsliteratur und Orientierungshilfe gedacht, und diesen Zweck erfüllt sie gut, da der Autor an den namhaften Herrschern, wie Urnansche von Ur, Gudea von Lagash und Sargon - aber auch an weniger bekannten - das Gesamtbild Sumers und Aggades entwirft. Jeder dürfte die große Vase von Ur, das gedrungene Sitzbild des Gudea aus schwarzem Diorit oder den edlen Bronzekopf des Sargon im reichsakkadischen Stil im Geschichtsbuch oder Museum schon mal gesehen haben. Es werden die Bautätigkeiten, Kriegsunternehmungen und politische Tendenzen dieser Herrscher geschildert, an denen den Verlauf Sumerisch-Akkadischer Geschichte gut dokumentiert ist. Wenn man also vorher eine eher zerrissene, lückenhaft-neblige Vorstellung von dieser lange zurückligenden Epoche der Menschheitsgeschichte besaß, so kann man sie durch diese Lektüre auf jeden Fall ausbessern. "Ki-En-Gir" , so die Eigenbezeichnung der Sumerer für das von ihnen bewohnte Land Südmesopotamien, scheint ein Stück näher zu rücken. Das "Eme-Gir", ihre Schriftsprache, abgefasst in der Keilschrift, ist immerhin die älteste systematisierte Schrift der Menschheit. "Kurzaufenthalt" im frühgeschichtlichen Mesopotamien 5 von 5 PunktenIm Mittelpunkt dieser Broschüre steht die Geschichte im Zeitraum 3.500 bis 2000 v. Chr. in Mesopotamien, geprägt durch die Reiche der Sumerer und Akkader. Der Autor, Dozent für Altorientalistik, beleuchtet eine der wichtigsten Phasen unserer Frühgeschichte. Die Ausprägung von Gesellschaft, Religion, Kultur, Wirtschaft wie auch die Organisation von Staat und Siedlungen kommen zur Sprache, und zwar bis zum Zeitpunkt des Untergangs beider Reiche. Punktuell übt der fachkundige Autor Zurückhaltung bei seinen Interpretationen, um dem Leser nicht ein falsches historisches Bild zu vermitteln. Deshalb eignet sich diese Arbeit vorzüglich als Grundlage für weiterführende Lektüren auf diesem Themengebiet. Ein etwas zu knapp geratenes Literaturverzeichnis sowie die für diese Reihe "Wissen" typisch zurückhaltende Illustration runden dieses Werk ab. Keine Frage, eine empfehlenswerte, preisgünstige Lektüre hält der Leser bzw. die Leserin in Händen. |
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Rom: Aufstieg und Untergang einer Weltmacht von Simon BakerBroschiert von Reclam, DitzingenPreis bei Amazon: EUR 14,95, Angebote ab EUR 12,14 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3150201608, Erscheinungsdatum: Februar 2008 |
4 Kundenrezensionen:Informativ 5 von 5 PunktenIch wollte endlich mal mehr über die römische Geschichte des Altertums lesen und bin auf dieses Buch gestoßen. Erst im Nachhinein habe ich gemerkt, dass es sich um das Buch zu einer englischen Fernsehdokumentationsserie handelt, was aber nicht von Nachteil ist. Sehr ausführlich und unterhaltsam wird man über die wesentlichen Stationen der römischen Geschichte von der Frühzeit bis, wie der Titel sagt, zum Untergang informiert. Genau so hatte ich es mir vorgestellt und bin zufrieden. Weltgeschichte spannend verpackt 5 von 5 PunktenVor vielen Jahren habe ich Latein in der Schule gehabt und interessiere mich immer noch für die Geschichte Roms. Dabei ist dieses Buch außerordentlich interessant. Ein knapper, spannend zu lesender Überblick der in journalistischer Manier Weltgeschichte aufbereitet. Zentrale Figuren werden knapp, aber wohl fundiert und treffend beschrieben. Geschichte wird lebendig und spannend! Ein sehr empfehlenswertes Buch für alle Geschichts-Interessierten, für jede (Schul-)Bibliothek und alle Rom-Touristen. Sicher nichst für Experten und Wissenschaftler, aber supergut zu lesen für den interessierten Laien. Roma 3 von 5 PunktenMeiner persönlichen Meinung nach ist dieses Buch lediglich ein Einstieg in die Materie. Wirkliche Details fehlen, aber ein guter Einstieg ist dieses Buch alle mal Die ewige Stadt 5 von 5 PunktenIn diesem Buch zeigt sich wie gut man Geschichte aufbereiten kann. Es werden die wichtigsten Ereignisse der römischen Geschichte dargestellt u. a. Cäsar, Nero, Vespasian, Konstantin und der Untergang Roms. Das Buch liest sich weniger wie ein Geschichtsbuch sondern vielmehr wie ein sehr spannendes Geschichten-Buch, die Fakten werden faszinierend geschildert, quasi so als würde der römische Staat noch einmal lebendig werden. Jeder, der sich mit dem Thema Rom befassen möchte, wird um dieses gut geschriebene Buch nicht herum kommen. |
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Who's who in der antiken Mythologie von Gerhard FinkTaschenbuch von Deutscher Taschenbuch VerlagPreis bei Amazon: EUR 8,90, Angebote ab EUR 3,79 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3423325348, Erscheinungsdatum: Mai 1998, Auflage: 12 |
Aus der Amazon.de-RedaktionGerhard Fink hat mit seinem Who's Who in der antiken Mythologie ein ausführliches und gut verständliches und übersichtliches Lexikon zusammengestellt. Fink beschränkt sich nicht etwa auf die bekannteren Vertreter der antiken, sprich griechisch-römischen Mythologie, wie Zeus/Jupiter oder dessen Heldensohn Herakles -- nein, der Autor hat auch die unbekannteren, fast vergessenen Gestalten aufgenommen. Wer weiß heute schon noch, wer beispielsweise Hersilia oder Klio waren? Doch nicht nur die überraschende Menge der aufgeführten Namen, auch die Ausführlichkeit der vom Autor sicher oft mühsam recherchierten Details überrascht. Zu beinahe jedem der erwähnten Helden oder Götter gibt er eine Kurzfassung der zugehörigen antiken Sagen und Werke, meist sogar unter Angabe der Seiten- oder Verszahl. In vielen Fällen erwähnt er auch die bekannteren Kunstwerke, die den jeweiligen Helden darstellen. Fink erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, wenn es um die Aufzählung der Quellen und Kunstwerke geht. Ganz im Gegenteil -- in seinem Vorwort betont er, daß er sich nur auf die jeweils noch geläufigen Darstellungen bezieht. Das macht das Werk für den interessierten Laien ausführlich genug, ohne an Übersichtlichkeit zu verlieren; für den Spezialisten ist es jedoch sicherlich nicht genügend differenziert. Eine große Hilfe -- vor allem bei mehrseitigen Beiträgen -- ist auch, daß der Autor das jeweils behandelte Stichwort am oberen Seitenrand, wie in einem Wörterbuch, bis zu dessen Ende beibehält. Auch der Anhang des Buches, mit Abstammungstafeln der wichtigsten Götter- und Königsgeschlechter -- allein die Aufzählung von Zeus' Kindern beansprucht eine halbe Seite -- sowie Karten des antiken Griechenland und Kleinasiens, verhilft dem Leser zu einem besseren Durchblick in der antiken Mythologie. Dieses Lexikon sollte sich eigentlich jeder, der sich für die antike Mythologie interessiert, zulegen. Besonders empfohlen sei es aber Schülern, vor allem natürlich den Lateinern, denn es erleichtert das Verständnis lateinischer Texte ungemein, wenn man etwas über den jeweiligen Hintergrund der Hauptfigur weiß. --Jörn Polhammer 5 Kundenrezensionen:Lexikon zu Figuren und Taten aus Sagen und Erzählungen. 5 von 5 PunktenLange Zeit ist vergangen, seit die Griechen und Römer ihr Netz aus Sagen und Mythen gesponnen haben. Unzählige Geschichten erzählen von Göttern, Halbgöttern, Monstern und Menschen, von Verrat und Freundschaft, Mut und Feigheit, ehrenvollen Taten und hinterhältigen Morden. Das ganze Spektrum menschlicher Fehler und Fähigkeiten stellten diese Geschichten dar und verknüpften sie mit der bestehenden religiösen Vorstellung. Noch heute sind viele Begriffe aus dieser Zeit präsent: Die "Sisyphusarbeit", die "Odyssee" oder "becircen". Autor Gerhard Fink stellt in seinem Lexikon "Who's who in der antiken Mythologie" rund 800 Figuren, alle wichtigen Personen, Götter und Kreaturen, vor, macht Zusammenhänge klar und erschafft ein komplettes Bild von der Erzählkunst der antiken Dichter. Dabei erhebt er keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern hebt die wichtigsten Aspekte hervor und zeigt die bedeutendsten Kunstwerke auf. Seine Begriffe sind alphabetisch geordnet und in ihrer Komplexität dem jeweiligen Thema angemessen. So umfasst der Eintrag zu "Zeus" zwei Seiten und die Geschichte von berühmten griechischen Helden wie "Achilleus" oder "Odysseus" sind ähnlich umfangreich erläutert. Das ist aber auch nötig, um allen Aspekten der einzelnen Personen gerecht zu werden und auch Zusammenhänge zwischen verschiedenen Ereignissen und Persönlichkeiten aufzuzeigen. Doch nicht nur als Lexikon lässt sich das Buch "Who's who in der antiken Mythologie" nutzen. Dank der Ausführlichkeit der Texte ist es auch eine spannende Lektüre. Wichtige Informationen, die unter anderen Stichwörtern abgedruckt sind, sind gut gekennzeichnet. Der Leser wird um das eine oder andere Nachschlagen nicht herum kommen, wenn er das ganze Gefüge erkennen und verstehen möchte. An einigen Stellen zitiert der Verfasser aus den Übersetzungen der antiken Vorlagen und möchte so "dem Leser den raschen Zugriff zu einer guten Übersetzung oder gar zum Originaltext ermöglichen." Illustriert ist "Who's who in der antiken Mythologie" mit mehr als 80 Bildern, die die Werke von Künstlern aus allen Epochen zeigen, die sich mit diesen Themen befassten. Die Abbildungen der ältesten Stücke zeigen Reliefs, Vasen und Skulpturen, die meistens Helden, Götter oder wichtige Kämpfe darstellen. Durch alle kunsthistorischen Epochen ziehen sich die Darstellungen, die Künstler auf Leinwand bannten und die in diesem Lexikon zu sehen sind. Auch hier stehen die mythologischen Gestalten und Taten im Mittelpunkt, wie zum Beispiel bei Sandro Botticellis Gemälde "Pallas Athene und der Kentaur". Diese Art der Bebilderung veranschaulicht sehr schön die dauerhafte Beeinflussung der Kunst durch diese Themen und gibt dem Betrachter eine Vorstellung, wie die Personen ausgesehen haben könnten. Im Anhang findet der Leser Stammtafeln der Götter und wichtiger Herrscherfamilien, die dazu beitragen, dass die oftmals verworrenen Verwandtschaftsverhältnisse besser durchschaut werden. Zwei Karten von Griechenland und Kleinasien bieten auch den geographischen Zusammenhang und das Kapitel "Lesehinweise" verweist auf Quellen, aus denen zitiert wurde. "Who's who in der antiken Mythologie" ist ein sehr umfangreiches und schön gestaltetes Lexikon, das dem Leser äußerst übersichtlich und schnell alle relevanten Informationen zu einem Thema vermittelt. Wer sich für die griechische Mythologie interessiert, wird an diesem Nachschlagewerk nicht vorbei kommen! Lesenswertes Nachschlagewerk 5 von 5 PunktenVon all den Büchern, die - in schöner Aufmachung - als Überblick über die griechische Mythologie zu erhalten sind, ist dies m.E. eines der besten. Alphabetisch versteht es sich zuallererst als Lexikon, die Artikel zu den einzelnen Figuren sind aber so ansprechend geschrieben, dass man ohne weiteres auch einfach "Schmökern" kann. Besonders gut gefällt (gerade auch im Vergleich mit anderen Nachschlagewerken),dass neben einer Zusammenfassung der Sagen (gegebenenfalls auch der unterschiedlichen Überlieferungen) detailliert auf die Quellen und auf die Rezeptionsgeschichte der jeweiligen Mythen eingegangen wird. So befinden sich genaue Quellenangaben bei jedem Artikel, die das Weiterlesen in den antiken und modernen Texten ans Herz legen und auch die Kunstgeschichte nicht aussparen. Ein wirklich sehr schönes Nachschlagewerk - wenn man sich nur eines zu antiken Mythologie kaufen möchte, dann sollte es dieses sein. gutes Übersichtswerk 5 von 5 Punkten"Who`s who in der antiken Mythologie" ist ein wirklich gutes Buch um sich einen Überblick über die zahlreichen antiken Götter und Mythengestalten zu verschaffen. Wenn man sich nicht so gut auskennt, findet man sich schnell stundenlang Begriffe aus der Personenbeschreibung nachschlagen, mit der man sich ursprünglich "nur kurz" befassen wollte, dabei stößt man dann auf noch mehr interessante und spannende Dinge zum Nachschlagen... und so sollte es ja auch sein :-) Gutes Nachschlagewerk aber sonst... 3 von 5 PunktenSicher ist das Buch ein gut gegliedertes Lexikon the antiken Mythologie in dem man in kurzer Zeit Informationen über bestimmte Götter/Helden etc. erfahren kann. Aber wer Spannung und ein wenig Unterhaltung erwartet, ist hier fehl am Platze.So wie die Mythen hier geboten werden, wirken sie langweilig, trocken und dröge, was sie jedoch keineswegs sind und sie sollten auch nicht so dargestellt werden. Gerade Mythen bieten so unendlich viel Stoff, dass sie es wert sind, als Erzählung gelesen zu werden. Wem die Homer-Epen diesbezüglich zu kompliziert sind, kann immer noch auf das reichhaltige Angbot neuerer Werke zurückgreifen. Reißfester Ariadnefaden (nicht nur) für die Antike 5 von 5 PunktenGerhard Finks ca. 800 Stichwörter umfassendes, alphabetisch angeordnetes "Who's Who der antiken Mythologie" ist immer dann gut und brauchbar, wenn man den Überblick über Verwandtschaftsverhältnisse, Scharmützel und andere Interna auf dem und unter dem Olymp verloren hat -- und den verliert man bekanntlich schnell. Herakles, Odysseus oder Apoll kann man ja wenigstens grob "zuordnen", wenn einem die Namen unterkommen -- aber was oder wer waren die Kureten? Wer war Orthos, wer Tanaquil, wer Berenike? -- Diese Namen habe ich durch das Aufschlagen beliebiger Seiten in diesem "Who's Who" gefunden. Und man glaube ja nicht, man werde diesen Namen sonst nirgendwo und niemals mehr begegnen! Ob man Ovids "Metamorphosen" liest, Goethes "Iphigenie", Giraudoux' "Kein Krieg in Troja" oder auch Ransmayrs "Letzte Welt" (oder-oder-oder), ob man vor einem beliebigen antiken Tempelgiebel oder -fries steht, ob man im Trubel von "Illias" und "Odyssee" ein wenig die Übersicht verloren hat, oder ob einem in einer beliebigen Gemäldegalerie die antike Mythologie in vielerlei Gestalt vor Augen steht -- oft weiß Fink Rat, und für solche Fälle wie die gerade genannten ist seine Information gut und ausreichend -- oft will man's ja gar nicht bis ins letzte Detail wissen, und muss es auch nicht. Die einzelnen Artikel sind gut geschrieben, mitunter sogar amüsant (und damit ihrem Objekt durchaus angemessen), und die Lektüre erfordert keine speziellen Vorkenntnisse; damit empfiehlt sich das Buch auch für Schüler. Das soll aber nicht heißen, dass sein Inhalt für weitergehende Ansprüche zu trivial sei. Hilfreich sind auch Stammtafeln und Lektüreempfehlungen im Anhang; noch hilfreicher wäre allerdings ein Register... Wer detailiertere Informationen braucht, etwa für wissenschaftliche Arbeiten, Referate u.ä., sollte natürlich zu den umfangreicheren und auch exakteren Werken z.B. von Karl Kerényi oder, noch besser und noch empfehlenswerter, Robert v. Ranke-Graves greifen. Aber das ist eine andere Gewichtsklasse. Was Finks Buch positiv von vergleichbaren Darstellungen seiner eigenen Preisklasse abhebt: Es geht bei den einzelnen Stichwörtern auch auf die Bedeutung einer antiken Gestalt oder eines Motivs für Malerei, Bildhauerei, Literatur, Bühne oder Oper ein -- und hier belässt es Fink nicht nur mit solchen Standards wie Joyces "Ulysses" oder Botticellis "Venus". Seine Zusammenstellungen sind wahre Fundgruben; allein die Aufzählung (jeweils mit kurzer Beschreibung!) derjenigen Werke, die sich mit der Gestalt des Odysseus befassen, nimmt fast zwei Seiten ein! Vergleichbares gilt natürlich für Orpheus, Sisyphos, Atlas, Ganymedes und viele andere, weniger oder kaum Bekanntes eingeschlossen. Und damit empfiehlt sich dieses "Who's Who" nicht nur fürs Auffüllen historischer oder philosophischer Bildungslücken, sondern auch und vor allem für literarisch, musikalisch und/oder kunstgeschichtlich Interessierte. |
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Die Verschwörung des Catilina. - De coniuratione Catilinae. Lateinisch - Deutsch von SallustTaschenbuch von Reclam, DitzingenPreis bei Amazon: EUR 3,40, Angebote ab EUR 0,01 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3150094283, Erscheinungsdatum: 1986 |
4 Kundenrezensionen:Cicero gegen Catilina. Aus "neutraler" Perspektive 5 von 5 PunktenDie berühmte Verschwörungsgeschichte des Catilina gegen Cicero - diesmal nicht aus Sicht des Cicero. Dabei nimmt man dem Autor seine Neutralität ab: zwar schildert er gnadenlos die Verwerflichkeit der Bande um Catilina (v.a. als Kinder einer korrumpierten Zeit) und prangert die Mißstände der damaligen Zeit an; jedoch ist der Autor nicht frei von Sympathie mit den Verschwörern (Catilina wird als Mensch mit einigen guten Charakterzügen nur mit falschen Zielen und Idealen dargestellt) und Kritik am Verhalten Ciceros (Durchsetzen der Todesstrafe gegen römische Bürger). Fazit: Detailgenau und -treue Darstellung und somit Exempel par excellence einer Verschwörung von den Wurzel angefangen, mit dem Ende des Catilinas endend - ein Fallbeispiel über das Aufbegehren eines moralisch tief gefallenen (Catilina), über die Intrigen im Senat und schließlich über einen Konsul (Cicero) mit Durchsetzungskraft (und Willem zur Macht?), dessen Hang zu leichter Überheblichkeit den Anfang vom Ende markiert - quasi eine Parabel über Macht, und über jene die sie erlangen, behalten und erschleichen möchen, immer aktuell. Wichtig 4 von 5 PunktenWer von denen, die noch in den Genuß kamen, an der Schule das Latinum erwerben zu dürfen hat sich wohl nicht auch einmal mit dem Sallust'schen Bericht über die Verschwörung des Catilina herumplagen müssen? Immerhin war diese Geschichte spannender als so manches Gedicht von Ovid oder ein philosophischer Traktat von Cicero. Das Reclamheft war da immer stiller, aber treuer Begleiter und konnte bei immer wieder auftretenden Anfällen von Faulheit schnell mal nachhelfen, wenn es darauf ankam. Das ist der große Verdienst dieses Büchleins. Man sollte aber wohl auch erwähnen, daß der Bericht des Sallust eine der wichtigen Geschichtsquellen zu dem versuchten Putsch oder wie immer man die gescheiterte Rebellion bezeichnen will, darstellt. In der Übersetzung im Reclamverlag wird dieses Werk auch dem Nicht-Lateiner bzw. dem Nicht-mehr-Lateiner zugänglich gemacht. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.) Zeitloser Klassiker 4 von 5 PunktenDie Gegebenheit selbst, die im Werk beschrieben wird, nämlich die Verschwörung des Senators Catilina zum Sturz der römischen Republik im Jahre 63 v.Chr., ist heute längst nicht mehr ein wichtiges (politisches) Thema. Sallust selbst, der sich zum Geschichtsschreiber berufen sah, beschreibt die Geschehnisse auch mit einigen Jahren Abstand. Sein literarisches Werk allerdings ist auch heute noch lesenswert. Es ist eine Mischung aus historischem Sachtext, "antikem Krimi" und philosophischer Abhandlung. Sallusts gesellschaftliche Analysen haben zeitlose Gültigkeit, da seine Ausführungen über Mensch, Leben und Staat auch noch heute gültige psychologische und philosophische Aspekte vermitteln. Dem heutigen Leser weniger faßbar ist freilich der römisch-patriotisch-pathetische Stil seines Werkes. Jedoch erweckte er durchaus bei mir Interesse an seiner "Story". Sie ist auch weder lang noch langweilig, so daß sie gut geeignet ist als Einstieg in die römische Literatur. In einem Punkt will ich aber Sallust nicht ungestraft davonkommen lassen: In Abschnitt 4 beschreibt er, daß er aus eigenem Entschluß die Politik verließ. Fakt ist aber, daß er wegen ungebührlichen Verhaltens aus dem Senat geschmissen wurde. Aber das ist ja inzwischen verjährt... Fazit: Das Werk ist dem "geneigten" Leser auf jeden Fall zu empfehlen. Gelungen, aber knapp 4 von 5 PunktenAuch mit der berühmten Catilinarischen Verschwörung des großen lateinischen Historikers Sallust legt Reclam wieder ein Bändchen vor, daß den verschiedensten Ansprüchen seiner Leser in hohem Maße gerecht wird. Wer einfach nur seine Erfahrung im Bereich der Weltliteratur erweitern, sich gewissermaßen also wieder einmal "etwas anlesen" möchte, sieht sich vom flüssigen deutschen Text und vor allem vom niedrigen Preis zufriedengestellt. Leute, die der lateinischen Sprache fähig sind oder sich gar in professionellerem Sinne damit auseinandersetzen (etwa auch Studenten der Klassischen Philologie), freuen sich über die qualitativ hochwertige Übersetzung, die mehr als nur einmal auf gelungene Weise dem Aufbau des Textes in seiner Urfassung gerecht wird, da viele Konstruktionen, die für das Deutsche zunächst unpäßlich erscheinen, sehr gut wiedergegeben werden. Was der Ausgabe jedoch die Höchstnote von fünf Sternen verwehrt, ist die spärliche zusätzliche Ausstattung - ein paar mehr historische und biographische Hintergrundinformationen, die ja ansonsten durchaus zum Interieur bei Reclam-Ausgaben gehören, hätten den Eindruck perfekt abgerundet. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.) |
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Augustus: Eine Biographie von Jochen BleickenTaschenbuch von rororoPreis bei Amazon: EUR 15,00, Angebote ab EUR 13,45 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3499626500, Erscheinungsdatum: August 2010 |
5 Kundenrezensionen:Ein großes Werk 5 von 5 Punktenhat Herr Bleicken abgeliefert. Sachlich, verständlich, umfassend und differenziert zeigt er den Mann, der die Römischen Eroberungen zum uns bekannten Römischen Reich ordnete. Erschöpfend wird die Ausgangssituation vor der Diktatur Cäsars bis zu seiner Ermordung dargestellt, die politische Situation und die machtpolitischen Wechselbeziehungen aufgezeigt um dann die "andere" Politik des Augustus kenntlich zu machen. Die jeweiligen Zeitabschnitte sind erstaunlich gut mit Zeitkollorit ausgeschmückt. Immer um die Umstände von Entscheidungen zu erklären, ohne dabei in Entschuldigungen zu verfallen. Sachlich ist die Darstellung der Person und die Einordnung seiner Leistungen. Sicherlich versprühen andere Princeps bzw. Kaiser mehr Glanz. Aber ohne die Leistung des "Technokraten" Augustus wäre das Römische Reich nicht annähernd das geworden, was es war. Nicht erschöpfend war die finanzielle Seite. Es werden zwar seine Finanziers genannt. Aber sicherlich wäre es interessant gewesen, zu erfahren aus welchen Gründen sie Geld gaben und wie sich die "Transaktion Octavian" für sie gerechnet hat. Insgesamt eine hervorragende Leistung. Gelungene Biographie 5 von 5 PunktenBleicken erzählt auf lebendige Weise das Leben des Augustus/Octavian. Der erste Kaiser versteht es jeweils die richtigen Entscheidungen zu treffen und somit seine Macht zu konsolidieren. Er führt das Erbe Caesars fort und richtet eine solide Machtbasis auf worauf sich seine späteren Nachfolger stützen können. Das Buch gibt des weiteren einen generellen Überblick über jene Epoche. Eine Sternstunde der deutschen Historiographie! 5 von 5 PunktenBleicken erweckt die Person des Augustus ohne jegliche spekulativen Elemente in beeindruckender Weise zum Leben. Kritische Recherche und eine gekonnte, wirklich spannende Darstellungsform gehen hier Hand in Hand. Für mich als privat interessierter Leser stellt es eine geradezu ideale Ergänzung zum Standardwerk von Symes über die römische Revolution dar, wo biographische Elemente ja bewusst in den Hintergrund treten. Und um es gerade heraus zu sagen: Das Werk bewegt sich auch wissenschaftlich auf dem Niveau von Symes. Ich scheibe dies vor allem nach der Lektüre der etwas anachronistischen Rezension über die Missetaten des Octavian, denen hier angeblich nicht ausreichend Rechnung getragen werde. Sie ist einerseits zu stark geprägt von unserem heutigen Werteverständnis und wird auch dem vorliegenden Werk in keiner Weise gerecht: Bleicken stellt die unbarmherzige Härte des Augustus gegen seine Feinde (etwa Cicero) völlig ungeschminkt dar, zeigt aber auch, dass die Person des Princeps keineswegs völlig verroht war. Nachzulesen ist dies in der beeindruckenden Episode über Velodius Pollo, einen Emporkömmling, der sich in einem Meerwasserbecken ausgehungerte Muränen hielt und diesen Sklaven zur Belustigung zum Fraß vorwarf: Es war Augustus, der mit einer Geste diese und ähnliche Praktiken abstellte. Unvergesslich sind auch die Szenen, in denen Augustus mit hochrotem Kopf den Senat fluchtartig verlässt, um sich auf eine Provokation hin nicht hinreißen zu lassen. In diesen Szenen wird die Person des Princeps als eine Jahrtausendgestalt erkennbar, die für das römische Reich einen Kompromiss zwischen Tradition und Fortschritt fand, der eine Weiterexistenz des Staatsgebildes erst möglich machte. Die spätere Schmähkritik von Tacitus ist bekanntlich interessengeleitet, schmälert nichts am Verdienst dieses Historikers, erhebt ihn aber auch nicht in den Olymp der Unfehlbarkeit. Anspruchsvoll und fundiert. 5 von 5 PunktenAugustus, der erste Princeps des römischen Reiches, eine große, jedoch auch schemenhaft der Posterität überlieferte Gestalt der Geschichte. Die Sueton'schen Kaiserviten, Augustus "res gestae" liefern ein äußerst einseitiges, auf die Person fokussierte Bild Octavians, wie er mit bürgerlichem Namen hieß. Das Phänomen Augutsus lässt sich nur im Kontext der Umbruchszeit, der umgeworfenen alten Ordnung durch Caesar verstehen. Bleicken ist mit diesem seinen Werk das Meisterstück gelungen, ein lehrreiches Konglomerat aus persönlicher Initiative und äußeren Umständen die zum Kaiserreich führen, zu schaffen. Alles über Augustus 5 von 5 Punkten?Augustus- Eine Biographie" ist zweifellos eine der ausführlichsten Biographien über den römischen Princeps, die sich im deutschsprachigen Raum finden läßt. Der Autor J. Bleicken setzt sich kritisch und sehr detailliert mit der Lebensgeschichte des Augustus auseinander und hat mit ?Augustus- Eine Biographie" ein Werk auf den Mark gebracht, dass für jeden, der sich intensiv mit Augustus beschäftigen möchte oder einfach nach hilfreichem Material für ein Referat sucht, schon fast als eine Pflichtlektüre zu bezeichnen ist. Mir selbst war diese Biographie bei meiner schriftlichen Hausarbeit über Augustus eine große Hilfe, so das ich sie guten Gewissens weiter empfehlen kann. Auch die stattlichen 799 Seiten sollten nicht abschrecken, da ?Augustus- Eine Biographie" recht flüssig geschrieben und angenehm zu lesen ist. |
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