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Irre - Wir behandeln die Falschen: Unser Problem sind die Normalen - Eine heitere Seelenkunde von Manfred Lütz

Gebundene Ausgabe von Gütersloher Verlagshaus
Preis bei Amazon: EUR 17,95, Angebote ab EUR 12,00

3,5 Punkte.
3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3579068792, Erscheinungsdatum: Sept. 2009, Auflage: 16
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Aus der Amazon.de-Redaktion


Hitlers Taten waren abscheulich. Doch der Diktator war nicht psychisch krank, sondern normal. Statistisch gesehen verüben psychisch Kranke sogar weniger Straftaten als Normale, weiß Psychiater Manfred Lütz aus dem Klinikalltag zu berichten. In seinem Streifzug durch die Spielarten der menschlichen Psyche versucht der Autor, das Wesentliche von Psychiatrie und Psychotherapie darzustellen. Prima, wenn endlich jemand anschaulich erklärt, worüber viele sprechen, aber nur wenige wirklich eine Ahnung haben.
Hauptsächlich dreht es sich um psychische Krankheiten und gängige Therapien. Zunächst führt uns Lütz jedoch vor Augen, wie sehr das Verhalten psychisch Gesunder seltsame Blüten treibt. ?Normalos?, die in stumpfer und spießiger Atmosphäre vor sich hindümpeln, bekommen genau so ihr Fett ab wie diejenigen, die Blödsinn professionell erzeugen. Dazu zählt Lütz die Ergüsse von Dieter Bohlen, Paris Hilton oder wilde esoterische Pendeleien.
Zugegeben, das Inhaltsverzeichnis sieht arg nach Seminararbeit aus. Die Stärke des Buches macht aus, dass Lütz viele plastische Beispiele anbietet, um nackte Theorie mit Leben zu füllen. So verstehen Laien besser, was zum Beispiel Depressive von Manikern unterscheidet. Und wenn wir erfahren, wie eine Patientin einmal die Bundeswehr aufmischte, öffnet sich die Pforte zum Reich der netten Anekdote.
Bei der neuen ?Volkskrankheit? Alzheimer konstatiert Lütz: ?Wie eine Gesellschaft mit ihren Demenzkranken umgeht, das ist die Nagelprobe für ihre Menschlichkeit.? Ergo ist die von Lütz angekündigte ?heitere Seelekunde? so lustig nun auch wieder nicht. Tatsächlich fehlt es Lütz nicht am nötigen Ernst, wenn etwa dargelegt wird, wie wenig Wahlfreiheit Süchtige haben, was im Wahnsystem schizophrener Patienten passiert oder wann Psychopharmaka eine befreiende Wirkung entfalten.
Dass wir die Falschen behandeln, wie der Untertitel des Buches reißerisch ankündigt, erweist sich als zu viel des Guten. Auf alle Fälle gilt: ?Das mutwillige oder zynische Suchen nach Defiziten bei gesunden Menschen ist menschenunwürdig?, wie der Psychiater und Arzt vor Risiken und Nebenwirkungen der Lektüre warnt. Und während die einen die bisweilen betont locker-flockige Art des Autors weniger mögen, sehen andere darin eine souveräne Haltung voll heiterer Demut. Unter dem Strich lautet deshalb die Diagnose des Kritikers: Prädikat wahnsinnig lesenswert!
? Herwig Slezak
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5 Kundenrezensionen:

Die Relativierung des "Normalen"
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Die individuelle Wahrnehmung des Buches führt natürlich zu unterschiedlichen Reaktionen - bei mir zu folgenden:
Meine ursprüngliche Angst vor einer unwissenschaftlichen oder gar oberflächlichen Problembetrachtung war unbegründet. Wenigstens meinem Anspruch wurde es gerecht.
Die mir durchaus wichtige Bestätigung der eigenen Meinung habe ich im Zusammenhang mit der Relativierung des "Normalen" erfahren. "Normalität" im individuellen Verhalten als Handlungsmaxime wird so in Frage gestellt, dass ich es mit Vergnügen gelesen habe.
Sehr interessant
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Dieses Buch liest sich nicht einfach wenn man nicht vom Fach kommt. Es ist aber trotzdem auch für jemanden der sich nicht mit Psychischen Krankheiten auskennt empfehlenswert. Ich kann es sehr empfehlen.
buch
4 Punkte 4 von 5 Punkten
hab es selber noch nicht gelesen, war ein geschenk für meinen freund der sehr begeistert davon ist
Keine Bettlektüre
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Von dem Buch "Irre - wir behandeln die Falschen" habe ich ein kurzweiliges Werk erwartet, im Stile von Eckart von Hirschhausen, also quasi comedy-tauglich.
Es ist zwar heiter geschrieben, erfordert aber weit mehr Konzentration, als ich gedacht habe.

Gut zu lesen ist es dennoch auch sehr interressant und mit Passagen zum Schmunzeln, aber aus meiner Sicht als Bettlektüre und/oder Schenkelklopfer nicht geeignet.
Na ja, hatte mir mehr erwartet
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Ich habe dieses Buch geschenkt bekommen, selbst hätte ich es mir wahrscheinlich nicht gekauft. Aber da ich es nun einmal hatte, hab ichs natürlich auch gelesen und bin insgesamt nicht besonders begeistert. Ich hatte irgendwie eine kritische Auseinandersetzung mit unserer Gesellschaft und deren Umgang mit psychisch Kranken erwartet, aber darum ging es eigentlich gar nicht bzw. nur am Rande. Stattdessen präsentiert der Autor im 1. Teil eine Plattitüde nach der anderen, nach dem Motto "Hitler und Dieter Bohlen waren/sind auch nicht psychisch krank, obwohl sie sich auffällig verhalten (haben)". Mal abgesehen davon, dass ich das eine sehr gewagte These finde, verfehlt der Autor meiner Meinung nach damit völlig das Ziel seines Buches und verabschiedet sich damit auch von jeder Seriösität und jedem fachlichem Anspruch. Den 2. Teil fand ich etwas gelungener, hier beschriebt er verschiedene psychische Erkrankungen mit einfachen Worten und schafft es zumindest, dem psychologisch und psychiatrisch Interessierten einen ersten Überblick zu geben. Mehr aber auch nicht.
Insgesamt war das Buch für mich eine Enttäuschung. Ich würde es nicht weiterempfehlen.
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Die Unfehlbaren: Wie Banker und Politiker nach der Lehman-Pleite darum kämpften, das Finanzsystem zu retten - und sich selbst. - Ein SPIEGEL-Buch von Andrew Ross Sorkin

Gebundene Ausgabe von Deutsche Verlags-Anstalt
Preis bei Amazon: EUR 24,99, Angebote ab EUR 19,70

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3421044880, Erscheinungsdatum: August 2010, Auflage: 2
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4 Kundenrezensionen:

Sitzungsprotokolle und Personenbeschreibungen
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Das Buch mag eine Fundgrube für Historiker sein, aber selbst für interessierte Hobby-Börsianer liest es sich wie eine Aneinanderreihung von Personenbeschreibungen und Sitzungsprotokollen. Ich habe das Buch beschafft, nachdem mich ein Interview mit dem Autor im Magazin "Spiegel" neugierig gemacht hatte. Freilich wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass das Buch auch im "Spiegel"-Verlag (via DVA) erscheint.
Wer über die Finanzkrise eine Hausarbeit schreiben muss, ist mit diesem Buch gut bedient. Die meisten anderen Menschen aber werden bei der Lektüre einschlafen.
Der nächste Crash wird kommen und der Steuerzahler wieder die Zeche zahlen
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Schon etliche Autoren, nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland, haben in den vergangenen Monaten in Sachbüchern versucht, die nach der Pleite der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers ausgelöste schwerste Wirtschaftskrise, die die Welt seit 1929 gesehen hat, in ihrer Entstehung, ihrem Verlauf und ihren Auswirkungen zu beschrieben.

Einer der ersten in Deutschland war der FAZ- Redakteur Rainer Hank mit seinem Buch "Der amerikanische Virus" in Februar 2009.
Gegen den übereinstimmenden Konsens aller am Diskurs Beteiligten, dass es die Gier der Investmentbanker und der Hedgefonds war, die die Weltwirtschaft in den Abgrund getrieben hat, formulierte Rainer Hank damals schon eine überfällige Gegenstimme zu jener auf allen Kanälen formulierten Empörungsrhetorik, die immer außer acht lässt, dass es eben auch die sogenannten kleinen Leute waren, die sich mit billigen Krediten gerne verführen ließen, und mit dem Run auf die große Rendite für ihre Spareinlagen zu der Gesamtgier nicht unwesentlich beigetragen haben.

Hank nutzte damals die Krise, um sich und seinen Lesern einmal Klarheit zu vermitteln über die grundlegenden Mechanismen unseres Wirtschaftssystems. Aus der neuen Wissenschaft der Behavioral Finance" bezog er Erkenntnisse ein und reflektierte die ganze Geschichte auch philosophisch. Puritanismus u n d Gier, Arbeitsethos
u n d Spekulationslust, so Hank, waren von Anfang in der US-amerikanischen Version des Kapitalismus vereint. Und auch heute gebe es eine Vielzahl unterschiedlicher Kapitalismussysteme, bis hin zu dem neuen Protektionismus des Barack Obama.

Hank nannte die Tatsache, dass der Markt ohne spekulative Zyklen nicht zu haben sei, die große Kränkung unserer Tage. Dieses Auf und Ab von "lustvoller Gier und paniktreibender Angst", an dem sich auch die kleinen Leute beim nächsten Mal wieder beteiligen werden, sei vielen unerträglich.
Diese Angst fordere moderierendes, regulierendes und kontrollierendes staatliches Handeln heraus, wie wir es seit Anfang 2009 staunend erleben. Doch so Hank, all das könne bestenfalls die Wiederholung alter Krisen verhindern, denn die möglichen von morgen sind uns noch unbekannt.

Zu ähnlichen Schlüssen kommt auch der amerikanische Journalist Andrew Roos Sorkin im vorliegenden Buch über "die Unfehlbaren". Geschrieben wie ein Thriller, zeichnet er aus bisher unbekannten Quellen nach "wie Banker und Politiker nach der Lehman-Pleite darum kämpften, das Finanzsystem zu retten - und sich selbst".

Das Buch liest sich spannend, ist auch für Laien gut verständlich und stellt die ganze Geschichte dar wie ein Roman. In einem für die deutsche Aufgabe im Juni 2010 geschriebenen Nachwort, zeigt er sich mit den in der Zwischenzeit getroffenen Entscheidungen vor allem der amerikanischen Politik nur zur Hälfte zufrieden. Noch mehr staatliches Eingreifen könne aber nicht verhindern, dass "immer jemand bereit (ist), ein noch etwas höheres Risiko einzugehen als der andere."

Das bedeutet nichts anderes, als das der nächste Crash kommen wird und die Steuerzahler wieder die Zeche zahlen werden.
Sherlock Holmes für die Finanzwirtschaft
5 Punkte 5 von 5 Punkten
wer bisher den nebulösen Analysen der Finanzkrise vertrauen musste, erfährt hier anhand der Chronologie der Katastrophentage, was die wahren Ursachen der Finanzkrise sind und das noch spannend personalisiert. Das Buch sollte zur Pflichtlektüre aller Finanzpolitiker(!), Anleger und Berater werden. Hervorragend auch die Übersetzung des komplexen Stoffes.
hinter die Kulissen schauen
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Über die Finanzkrise, die ganz offiziell im September 2008 über uns hereinbrach, wurde bereits so viel geschrieben, dass ich es beinah Leid war noch ein Buch zu diesem Thema in die Hand zu nehmen. Aber dieses Buch machte mich neugierig.

Sorkin erschlägt seinen Leser nicht mit grauer Theorie, die letztlich doch nur die wenigsten verstehen und Zahlen deren Höhe sowieso unvorstellbar sind. Der Autor packt das Thema von einer ganz neuen Seite an.

In seinem 600 - Seiten - Wälzer eröffnet er dem interessierten Leser Einblicke in die Welt der Mächtigen. Genau dort wo Weltwirtschaftskrisen und Notfallpläne gemacht werden, schaut er hin und beschreibt was er sieht. Dies geschieht erstaunlich unterhaltsam und dennoch glasklar in der Analyse.

Der Journalist Sorkin beobachtet seit einem Jahrzehnt die Wall Street und ist sich heute sicher: "(...) nie zuvor habe ich so tief greifende und dramatische Veränderungen unternehmerischer Paradigmen und eine so spektakuläre Selbstzerstörung geschichtsträchtiger Investitutionen erlebt." Seine journalistische Neugier versucht zu erfassen, welch ein Finanzgewitter da im September 2008 hereinbrach. Er selber sagt: "Dieses Buch ist ein Versuch, die Teile nach und nach zusammenzusetzen." Bei Sorkin lerne ich, vor einer neuen Krise dieses Ausmaßes bin ich erst dann sicher, wenn alle aus dem Versagen der weltweiten Finanzwelt ihre Lehren gezogen haben.

Einem Roman gleich beginnt das erste Kapitel im Schneematsch des Frühlings 2008 in Conneticut. Ich treffe auf bekannte und unbekannte Namen der internationalen Finanzwelt, die besorgt und verantwortungebewußt täglich ihren harten Job machen. Ich lerne auch die kennen, die auf das schnelle Geld aus sind. Manchmal komme ich mir beim Lesen wie in der Sandkiste zwischen kleinen Kindern sitzend vor und bin erschrocken darüber, dass Leute die von Neid und Geldsucht regiert werden, soweit aufsteigen konnten.

Nach dem Lesen durchschaue ich keinesfalls die internationale Finanzwelt, aber spätestens jetzt weiß ich, dass wir noch immer mitten in der Krise stecken. Überwunden scheint da noch lange nichts zu sein. Längst haben die Banker und Finanzmanager ihre Spielchen wieder begonnen. Vielleicht fühlen sie sich in ihrer Freiheit ein klein wenig beschnitten, aber dies hindert sie nicht daran nichts dazulernen zu müssen. Das schnelle Geld wird bereits wieder verdient.

Ein wenig ohnmächtig, weil machtlos bleibe ich in meinem Lesesessel zurück. Ganz sicher höre ich beim nächsten Mal besser zu, wenn es in den Nachrichten wieder einmal um die Neuregulierung der Finanzwelt geht. Denn dies eine habe ich begriffen, solange die Finanzmächtigen uneingeschränkte Macht haben, sind wir vor einer nächsten Krise nicht sicher.
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Produkt-Bild: Auf der Spur des Bösen: Ein Profiler berichtet

Auf der Spur des Bösen: Ein Profiler berichtet von Axel Petermann, Lothar Strüh

Broschiert von Ullstein Tb
Preis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 5,50

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3548373259, Erscheinungsdatum: Mai 2010
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5 Kundenrezensionen:

Leider eher langweilig
2 Punkte 2 von 5 Punkten
Ich habe das Druckwerk unter der Generallinie "ein Beamter schreibt ein Buch" empfunden. Langweilige Auflistung von vorgefundenen Spuren und Fakten verschiedener Mord-/Selbstmordfälle mit Schilderung, was der Autor dabei wann wie gedacht hat immer im Bemühen, seine selbst definierte Scharfsinnigkeit zu priorisieren. Um etwas Dramaturgie hineinzubringen erwähnt der Verfasser in einem Fall, dass er sich auch mal geirrt habe, was, wäre es nicht von der modernen DNA-Analyse aufgedeckt worden, für den Tatverdächtigen sicher nicht gut ausgegangen wäre.
Ich fand es übrigens eher ernüchternd, wie banal die Arbeit eines Profilers ist bzw. hier beschrieben wird, also von Spannung kann keine Rede sein.
Fünf Mord-/Selbstmordfälle auf 300 Seiten bedeutet rechnerisch für jeden Fall 60 Seiten. Da bleibt es ja kaum aus, überall Nebensächlichkeiten und Ausschmückungen reinzupacken, sonst wird das Buch ja nicht dick...
spannend und detailliert
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Spannend und detailliert werden hier Fälle vorgestellt. Nur mit dem letzten Kapitel BEZIEHUNGSTOD konnte ich nichts anfangen - belangloses Sammelsurium von verschiedensten Fällen. Das sind aber nur paar Seiten und schadet der Gesamtqualität des Werkes nicht. Etwas irritiert hat mich der Untertitel "Ein Profiler berichtet" in Kombination mit der Tatsache, dass der Autor bei vielen der genannten Verbrechen gar nicht als Profiler, sondern als Mitarbeiter einer Mordkommission tätig war.
Leider nicht genug Fallanalytik...
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Auf der Spur des Bösen - ein Profiler berichtet...

In vielen Fernsehserien oder Büchern sind heutzutage die Helden Profiler, zu deutsch Fallanalytiker. Personen, die mit unkonventionellen Methoden und Logik den Verbrechern auf der Spur sind.

In der Hoffnung, etwas mehr über deren Denkart zu erfahren, habe ich mir dieses Buch gekauft.

Leider ist, wie schon von anderen Lesern bemängelt, ein Teil der geschilderten Fälle einfach aus der Sicht eines Polizeibeamten geschrieben, der sich erst hinterher kurz mit den Analytik-Methoden der Profilersteller nochmal damit auseinandersetzt. Das Buch wirkt daher stellenweise wie ein beliebiger Krimi.

Wer also gehofft hat, sich hier vielleicht ein bisschen Menschenkenntnis aneignen zu können oder etwas mehr über Spuren und deren Interpretation zu erfahren, ist fehl am Platz.

In diesem Zusammenhang hätte ich mir gewünscht, dass es mehr wie "Sherlock Holmes" ist: dass man Spuren beschrieben bekommt und dann, was der Fallanalytiker daraus lesen kann.
Aber vielleicht ist das auch einfach nur der Stoff für Romane und nicht für die grausame Realität...

Alles in allem dennoch ein nettes Buch, das sich schnell und einfach liest (ich habe nur einen Tag dafür gebraucht), aber leider nicht ganz das hält, was der Einband verspricht.
Gegengift zum Krimiwahn
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Achtzig Prozent aller Mörder in Kriminalromanen sind hochintelligente Serienmörder, die immer weiter ihre monströse und mysteriöse Blutspur ziehen, während die Polizei sie um den Erdball jagt, am Ende sogar dem Kommissar selbst auflauern. Achtzig Prozent (eigene Schätzung) aller REALEN Mörder sind Männer, die im Suff ihre eigenen Frauen umbringen. Mordwaffe Nummer eins ist übrigens das gute, alte Küchenmesser.

Auch wenn Petermann natürlich zweifellos die interessanteren Fällen aus seiner langjährigen Tätigkeit als Mordermittler und Profiler bzw. Fallanalytiker für sein Sachbuch herausgesucht hat (also nicht die Konstellation Mann-Schnaps-Küchenmessser), beleuchtet er eben die Realität der polizeilichen Arbeit und darin liegt für mich der Charme solcher Bücher: Einem vor Augen zu führen, dass Krimis die modernen Geschichten aus Tausend und Einer Nacht sind und Medienkampagnen über Verbrechen oft ein verzerrtes Bild der Wirklichkeit liefern. Eine Zahl aus Petermanns Buch: In Deutschland werden ca. 10 Sexualmorde pro Jahr begangen. Wer hätte das gedacht? Wo doch die Zeitungen mit den grossen Buchstaben anscheinend von einer Flut von grausigen Fällen berichten?

Ich habe auch noch die Bücher von Thiess und Wilfing gelesen und ich finde Petermanns Buch mit Abstand am besten. Es ist uneitel, unaufgeregt, sachlich und zugleich so spannend geschrieben, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Es ist zugleich reflektierter und stilistisch ansprechender als die beiden anderen und enthält eine Menge Informationen zur Tatortanalyse und Spurenauswertung, die zumindest ich als Nicht-CSI-Dauerseher nicht kannte. Dabei ist es für Laien absolut verständlich.

Warum Menschen Böses tun, kann wohl auch Petermann nicht restlos erklären. Dafür aber, wie man ihnen danach auf die Schliche kommt mit einer wissenschaftlichen Apparatur, Zähigkeit und Kombinationsgabe, die selbst Sherlock Holmes hätte alt aussehen lassen.
Mäßig unterhaltsam...
3 Punkte 3 von 5 Punkten
ist diese Mischung aus Polizeialltag und etwas Profiling und daher kann ich leider keine bessere Empfehlung abgeben.
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Produkt-Bild: Der Konflikt: Die Frau und die Mutter

Der Konflikt: Die Frau und die Mutter von Elisabeth Badinter

Gebundene Ausgabe von Beck
Preis bei Amazon: EUR 17,95, Angebote ab EUR 12,95

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3406608019, Erscheinungsdatum: August 2010, Auflage: 1
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2 Kundenrezensionen:

Frauen zwischen Mutterrolle und Beruf.
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Elisabeth Badinter, Philosophin und Feministin, hat sich Zeit ihrer wissenschaftlichen Karriere mit Themen befasst, die sich der Rolle der Frau in der Gesellschaft widmen.
Frau und Mutterrolle sind genau genommen nicht zu trennen. Stellt sich doch Frauen im geschlechtsreifen Alter früher oder später die Frage,ob sie auch ihre biologische Rolle als Gebärende und mithin als Mutter annehmen wollen.

In ihrem Buch "Die Mutterliebe" zeigt sie die Rolle der Frau im Wandel der Geschichte. In ihrem Buch "Der Konflikt" zeigt sie den gegenwärtigen Stand der Rolle der Frau in der Gesellschaft.

Der unmittelbare Zusammenhang ökonomischer Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt und der Berufstätigkeit von Frauen beeinflusst heute in eklatanter Weise die Frage, ob sie berufstätig werden oder ihre Arbeitsplätze Männern überlassen sollen. Mithin ist die Arbeitsmarktlage ein beliebtes Mittel zur Steuerung der Mutterrolle oder der Förderung von Frauenarbeit.
Je nach Bedarf wird die heimische Erziehung als zentrale Aufgabe für die Aufzucht von Kindern angesehen. Berufstätige Frauen geraten da leicht in den Verdacht, als Rabenmütter zu gelten. Das betrifft in der Regel allerdings eher die besser verdienenden Familien, da im Mittelstand und in der Unterschicht ein Gehalt häufig nicht für die anstehende Haushaltsführung ausreicht.
Mit ihren Ausführungen hinterfragt E. Badinter jegliche Art von einseitigen Ideologien und kommt zu dem Schluss, dass es vielfältige Formen und Auslegungen gelebter Mutterschaft gibt.
Sie verteidigt die Eroberungen der feministischen Bewegung und wendet sich scharf dagegen, Frauen auf ihre Mutterrolle festzulegen und ihnen damit die Errungenschaften der freien Wahl für ein Leben nach ihren Vorstellungen zu nehmen.

E. Badinter schreibt wunderbar eingängig. Wenn sie auch eine ausgewiesene Wissenschaftlerin ist, so kann sie doch sehr erbaulich und handfest mit Leidenschaft für die Errungenschaften der weiblichen Freiheit plädieren.
Zahlreiche Anmerkungen komplettieren das Werk, das gründlich und fachlich kompetent recherchiert und mit Zahlenmaterial versehen ist.
Elisabeth Badinter war Professorin an der Ecole Polytechnique und ist Mutter dreier Kinder.
Ein Buch, das dafür plädiert, Frauen nicht auf ihre Mutterrolle festzulegen und ihnen die freie Wahl für ihr Leben zu überlassen
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Dieses Buch ist der verzweifelte Versuch einer in Frankreich berühmten Wissenschaftlerin und Feministin gegen eine Entwicklung anzuschreiben, die sie mit Sorge erfüllt. War Frankreich, auch durch den Einfluss von Frauen wie Elisabeth Badinter und einen anderen kulturellen Hintergrund über lange Zeit geradezu das Paradebeispiel für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen mit einer entsprechend hohen Geburtenrate, scheint sich eine Entwicklung anzubahnen, die das Rad zurückdreht. Es ist das Bild der "guten Mutter", das Badinter beschreibt und kritisiert und das sie in einem Interview so definiert:
"Die 'gute Mutter' kehrt zu den Ursprünge zurück, sie lehnt Wegwerfwindeln und Babynahrung in Gläschen ab, sie stillt lange, sie arbeitet nicht, sie kümmert sich ausschließlich um ihr Kind."

Der Druck, den dieser Trend auf viele Frauen in Frankreich ausübt, ist enorm, die meisten können sich dem kaum entziehen. Zwei Faktoren benennt Badinter als Auslöser und Motor dieser für sie beklagenswerten Entwicklung, die die Frauen wieder auf die reine Mutterrolle zurückwirft, so als ob man nicht schon viel weiter gewesen wäre: Die Wirtschaftskrise und die Ökobewegung. Durch die Krise sind viele Arbeitsverhältnisse prekär und schlecht bezahlt geworden, und die Ökobewegung mit ihrem Trend zurück zur Natur erfordert viel häusliche Arbeit statt fertig produzierter Produkte vor allem für die Ernährung der kleinen Kinder.

Doch auch unabhängig davon beklagt sie die Tatsache, dass die materielle Unabhängigkeit von Frauen, die ihrer Generation so wichtig war und für die sie gekämpft haben, immer mehr jungen Frauen nicht mehr wichtig ist. Ohne Not reklamieren sie ihre Rolle als Mutter, und drängen damit diejenigen, die nach wie vor von Anfang an Beruf und Familie miteinander verbinden wollen, zunehmend in die Rolle von Rabenmüttern.

Badinter setzt sich ausführlich mit den verschiedenen Modellen und Mustern von "Mutterschaft" auseinander und fordert, vollkommen zu Recht, eine stärkere Einbeziehung der Väter.
Im Hinblick auf die demographische Entwicklung in Deutschland sagt sie in dem schon erwähnten Interview:
"Langfristig kann kein Land eine rückläufige Demographie hinnehmen. Deutschland kann nicht akzeptieren, dass es auf lange Sicht verschwindet, auch wenn uns das jetzt sehr weit entfernt scheint. Ich bin mir sicher, dass sich der Blick auf das Mutterbild wandeln wird, dass die politisch Verantwortlichen daran arbeiten werden. Kurioserweise scheint Frankreich den entgegen gesetzten Pfad zu beschreiten."

Entwicklungen, auch soziale, laufen nie linear, sondern in Wellenbewegungen. Deshalb bin ich mir nicht sicher, welche Entwicklung die Debatte und vor allen Dingen die tatsächlichen Entscheidungen der Menschen in der nächsten Zeit bei uns nehmen werden.

Ein Buch, das vehement dafür plädiert, Frauen nicht auf ihre Mutterrolle festzulegen und ihnen die freie Wahl für ihr Leben zu überlassen.
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Deutsche Opfer, fremde Täter. Ausländergewalt in Deutschland. Hintergrund - Chronik - Prognose

Deutsche Opfer, fremde Täter. Ausländergewalt in Deutschland. Hintergrund - Chronik - Prognose von Michael Paulwitz, Götz Kubitschek

Gebundene Ausgabe von Edition Antaios
Preis bei Amazon: EUR 19,00

ISBN: 3935063652, Erscheinungsdatum: Oktober 2010, Auflage: 1
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Produkt-Bild: Auf eine Zigarette mit Helmut Schmidt

Auf eine Zigarette mit Helmut Schmidt von Helmut Schmidt, Giovanni DiLorenzo

Broschiert von Kiepenheuer & Witsch
Preis bei Amazon: EUR 8,95

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3462042157, Erscheinungsdatum: August 2010, Auflage: 1., Auflage
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5 Kundenrezensionen:

Helmut Schmidt spielt Klavier oder: Die Fragen der Zeit
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Helmut Schmidt ist ein kluger Mann. Einer, der uns Deutschen, die Umfragen belegen dies, viel bedeutet und sich in einem derart gesegneten Alter befindet, dass wir froh sind, ihn überhaupt noch bei uns zu haben.
Dass er sich darüber hinaus weiterhin intensiv mit den Fragen der Zeit (man beachte den doppelten Wortsinn) beschäftigt, uns regelmäßig und für alle Seiten gewinnbringend an seinen Antworten teilhaben lässt, macht ihn zur Institition, für manche gar zur letzten Instanz.

Giovanni di Lorenzos beliebte Kurzinterviews "Auf eine Zigarette mit Helmut Schmidt", die wöchentlich im Magazin der Wochenzeitung "Die ZEIT" erschienen sind, gibt es jetzt hübsch zusammengetragen auch in Buchform.

Das ist exzellent gemachter, menschelnder Häppchenjournalismus mit beunruhigend-beruhigendem Tiefgang - oft als Attitüde, aber gelegentlich auch wahrhaftig, direkt und unmittelbar.

Denn Helmut Schmidt ist nicht nur leidenschaftlicher Piano- und Schachspieler - er beherrscht mindestens genauso gut die Klaviatur der meinungsbildenden Rhetorik und lebt begeistert und eben auch begeisternd seine Rolle als elder statesman, der immer einer von uns geblieben ist:

Die Gespräche kreisen, wie man es auch aus seinen Auftritten bei Frau Maischberger kennt, um Krieg und Frieden, Loki und Breschnew, Langenhorn und Brahmsee, um Labskaus und Erbsensuppe. Man darf schmunzeln über gelegentliche Deftigkeit mit S-C-H und ist mehr als einmal auch sehr angerührt, wenn es um Liebe, Familie und Tod geht.
Insgesamt ist viel Altbekanntes dabei aber man liest es gern und freut sich über die knappen, (vermeintlich-) klaren und pointierten Antworten, die häufig genug Raum lassen für eigene Interpretationen und -clever gemacht- eine Fläche bilden für unterschiedliche Projektionen.

Dies ist sicher ein Grund dafür, warum wir uns so gern hinter Helmut Schmidt versammeln.

Dennoch: Es fehlen bei den Kurzinterviews naturgemäß die sachliche Breite und inhaltiche Tiefe und ebenso eine echte, kritische-nachhakende Schärfe auf Seiten des Fragestellers. Man muss aber di Lorenzo zu Gute halten, dass diesbezüfgliche Ansätze vorhanden sind (Segeln mit Warburg, Flug im Privatjet eines chinesischen Super-Reichen).

Und es bleibt unbestritten: Der Schmidt hat Ahnung, Bildung und Erfahrung sowie hervorragende Kontakte und es ist ein Genuss, sich ihm und seinen Büchern und Vorträgen zuzuwenden -auch wenn man inhaltlich nicht alles gleich beurteilt wie er. Das vorliegende Buch kann hierbei nur eine willkommene Ergänzung sein, oder, für Neueinsteiger, ein guter Appetitanreger für eins seiener zahlreich veröffentlichen, mehr in die Tiefe gehenden Bücher.

Insgesamt gibt es also vier Sterne sowie eine Kauf- und Leseempfehlung von mir. Das Buch eignet sich übrigens auch sehr gut als Geschenk.
Egal ob jung oder alt...
5 Punkte 5 von 5 Punkten
...Helmut Schmidt hat etwas geschafft, dass nur wenigen gelang; er spricht nicht nur aus was unzählige Menschen denken, sondern er tut das generationenübergreifend. Ein Politiker wie man ihn heute vergebens sucht gibt Einblicke in unterschiedlichste Bereiche seines Lebens. Das faszinierende bei diesem angenehm vertraut geführten Interview sind vor allem die Dinge die dem Leser zwischen den Zeilen mitgegeben werden. Ein Buch von dem man sich wünscht, dass es eine Fortsetzung gäbe, auch wenn dies kaum zu erwarten ist. Schon aus diesem Grund: zugreifen!
Ein Genuß zu lesen
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich habe die Interviews mit grossem Genuß gelesen.

In leicht leserischer Art erfährt man Einiges von und über den Alt-Kanzler - zwar nichts grundsätzlich Neues, hat mein seine Bücher der letzten Jahre gelesen -, aber häufig heiter vorgetragene, interessante Spontan-Statements.

Bei vielen Dialogen meint man im Hintergrund die Stimme Schmidts zu hören so realistisch kommen sie durch das Buch rüber.

Teilweise sind die Antworten reduziert auf ein knappes, fast motziges "Ja" oder "Nein" - typisch für Helmut Schmidt. Man kann sich das Gesicht von Giovanni DiLorenzo dabei genau vorstellen.
Zum Schmökern
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Das Buch ist ideal zum Schmökern zum Beispiel kurz vor dem Einschlafen oder beim Fernsehen, wenn man keine Zeit und Energie hat, etwas längerwieriges oder Anspruchvolles zu lesen. Die kurzen Kapitel sind amüsant und abwechslungsreich. Bei Helmut Schmidt kommt mit zunehmenden Alter das kauzig-knorrige, aber auch das humorvolle hervor.
Helmut Schmidt - eine große deutsche Persönlichkeit
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Helmut Schmidt hatte mich schon immer fasziniert. Wenn er Interviews im Fernsehen gab, konnte ich nie umschalten. Er zog einen mit seiner Art einfach in den Bann. Dementsprechend musste ich mir auch dieses Buch kaufen.

"Auf eine Zigarette mit Helmut Schmidt" ist eine Sammlung von Interviews , die hauptsächlich Giovanni di Lorenzo für die "Zeit" machte. Abgehandelt werden dabei so gut wie alle Themenbereiche. Ob nun Privatleben oder Politik. Die Fragen beantwortet Herr Schmidt wie immer in seiner ruhigen hanseatischen Art, meist kurz und prägnant.

Allerdings hätte man sich manchmal einiges ausführlicher gewünscht. Aber manche Bereiche sind halt einfach zu komplex.
Vielleicht sollte man sich dann noch andere Bücher von Helmut Schmidt kaufen um mehr zu erfahren. Gibt ja auch einige.

Wer etwas über einen der größten deutschen Politiker unserer Zeit erfahren möchte, sollte hier auf jedenfall zugreifen. Den Typen kann man eigentlich auch nur sympathisch finden.
Sein Allgemeinwissen ist fast schon furchterregend hoch und gerade deshalb ist es auch so interessant ihm zu zuhören.

ein tolles Buch!
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Produkt-Bild: Die Essensfälscher: Was uns die Lebensmittelkonzerne auf die Teller lügen

Die Essensfälscher: Was uns die Lebensmittelkonzerne auf die Teller lügen von Thilo Bode

Gebundene Ausgabe von Fischer (S.), Frankfurt
Preis bei Amazon: EUR 14,95

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3100043081, Erscheinungsdatum: Sept. 2010, Auflage: 1
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Eine Kundenrezension:

Was uns die Lebensmittelkonzerne auf den Teller lügen
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Machen wir uns doch nichts vor, gelogen wird heutzutage viel, nicht nur in der Wirtschaft oder bei den Banken, Nein was auf dem Teller landet ist durch eine ausgeklügelte Marketingmaschine gegangen. Das Buch DIE ESSENSFÄLSCHER von Thilo Bode zeit die Tricks auf mit denen wir manipuliert werden, es informiert zur gängigen Praxis der Lebensmittelindustrie und nimmt deren neueste Projekte aufs Korn. Das die Täuschung und die Mogelpackungen System haben, wird wohl bald jeder wissen, was uns bevor steht ist aber unvergleichlich zu dem was wir hinter uns haben - Vorsicht ist angebracht und der Hinweis nicht ganz unberechtigt mit offenen Augen und mit wachem Verstand durch die Regalreihen der Supermärkte zu gehen.

Ich habe mich selbst schon vor langer Zeit bei Thilo Bode im Internet auf seinen Seiten von FOODWATCH eingeschrieben, daher bin ich einigermaßen auf dem Laufenden und benötige das Buch DIE ESSENSFÄLSCHER von Thilo Bode eigentlich nicht mehr.

Das Buch ist ambivalent und wird sowohl Zuspruch ernten wie es Neider aus den Plan ruft und auch Kritiker, welche auch zu Recht dem Autoren vorwerfen werden, manchmal mit dem Gewehr auf Spatzen zu schießen und ein wenig zu unüberlegt die eigene Pläne zu verwirklichen.

Was meine ich, nun ja, Recht hat der Autor wenn er vor den Manipulationen der Lebensmittelindustrie warnt, den E-Nummern, den Geschmacksverstärkern, den Mogelpackungen und all dem Sand den die Marketingstrategen uns als Konsumenten in die Augen streuen...

Nicht ganz der Meinung von Thilo Bode bin ich wenn es um die Ampel geht, diese Kennzeichnungen würde auch guten Lebensmitteln ein rotes Licht verpassen, was ist mit Nüssen, sind diese nur fettig? Was mit Schwarzbrot - zu viel Salz? Wo hört das rote Licht auf und wo beginnt grün?

Was mich tief beeindruckt hat war aber das Zitat zu Michael Pollan:

- Man sollte nichts essen, was die eigene Großmutter nicht als Essen anerkannt hätte.

- Früchte isst man am besten so, wie man sie in der Natur vorfindet.

- Man sollte nichts kaufen was mehr als fünf Inhaltsstoffe hat.

- Man sollte nichts kaufen, was Inhaltsstoffe enthält, welche ein noraler Mensch nicht im Küchenschrank hat.

Allein über diese vier Punkte kann man abendfüllend nachdenken und mit seinen Freunden diskutieren.

Alles in allem ein gutes Buch, ich bitte in diesem Zusammenhang um mehr Kritikbewusstsein beim einkaufen, um den mündigen Bürger am Herd, ob Mann oder Frau und um ein bisschen mehr Erfurcht wenn es um Nahrungsmittel geht.

Empfehlenswert!
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Anne Frank Tagebuch von Anne Frank

Taschenbuch von Fischer (Tb.), Frankfurt
Preis bei Amazon: EUR 7,95, Angebote ab EUR 2,95

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3596152771, Erscheinungsdatum: Juli 2006, Auflage: 15
Zoom ± Produkt-Bild: Anne Frank Tagebuch

Aus der Amazon.de-Redaktion


Dieses lebendige, Einblick gewährende Tagebuch ist seit seiner ersten Veröffentlichung 1947 ein geliebter Klassiker und ein passendes Denkmal für den begabten jüdischen Teenager, der 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen ums Leben kam. 1929 geboren, bekam Anne Frank zu ihrem 13. Geburtstag ein neues, unbeschriebenes Tagebuch geschenkt, nur wenige Wochen bevor sie und ihre Familie im von den Nazis besetzten Amsterdam untertauchen mußten. Ihre wunderbar detaillierten persönlichen Eintragungen zeichnen 25 anstrengende Monate klaustrophobischer, streitgeladener Intimität mit ihren Eltern, ihrer Schwester, einer zweiten Familie und einem älteren Zahnarzt nach, der wenig Toleranz für Annes Lebhaftigkeit zeigt. Der universelle Reiz des Tagebuchs beruht auf seiner fesselnden Mischung aus den schmuddeligen Besonderheiten des Lebens im Krieg (karge, schlechte Mahlzeiten; schäbige Kleider, aus denen man längst herausgewachsen ist, die aber nicht ersetzt werden können; die ständige Angst, entdeckt zu werden) und der offenherzigen Auseinandersetzung über Gefühle, die jedem Heranwachsenden bekannt sind: "Jeder kritisiert mich, niemand erkennt meine wahre Natur, wann werde ich endlich geliebt?" Aber Anne Frank war kein gewöhnlicher Teenager: Die späteren Eintragungen verraten einen für eine kaum 15jährige bemerkenswerten Sinn für Mitgefühl und spirituelle Tiefe. Ihr Tod verkörpert den Wahnsinn des Holocaust, aber für die Millionen, die Anne durch ihr Tagebuch kennengelernt haben, ist er auch ein sehr persönlicher Verlust. --Wendy Smith
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5 Kundenrezensionen:

Eins der schlechtesten Bücher überhaupt!
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Ich musste dieses Buch in der Schule lesen. Es war grauenvoll! Den Inhalt kann man so zusammenfassen: Ich will mal wieder raus; unten waren Schritte zu hören; wir mussten leise sein; meine Eltern haben gestritten. Wer dieses Buch als Pflichtlektüre in der Schule fordert, scheint ein Kinderhasser zu sein. Wenn man ein gutes Buch lesen will, dann z. B. "Das Parfum". Oder noch besser ein Tafelwerk der Naturwissenschaften. Da steht Wissen drin und kein Müll.
Das Tagebuch der Anne Frank
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Wir haben im Deutschunterricht das Tagebuch der Anne Frank gelesen und ich war sehr überrascht davon. Ich hatte es mir vollkommen anders vorgestellt, dennnoch habe ich es gut gefunden. Es geht um ein 13- jähriges Mädchen, das zum Geburtstag ein Tagebuch geschenkt bekommt, das sie auf den Namen " Kitty " tauft. Sie fängt sofort an, all ihre Geheimnisse und persönlichsten Dinge hineinzuschreiben. Über Liebe, Familie und natürlich über sich selbst. Dann, nach wenigen Tagen war es dann soweit: Sie mussten in das schon vorbereitete Versteck fliehen. Es waren sehr strenge Regeln, die man dort zu befolgen hatte, denn tagsüber waren Arbeiter unten in der Fabrik. Sie durften keinen einzigen Laut zu Ohren bekommen, denn sonst wären sie wahrscheinlich aufgeflogen und ins Konzentrationslager gebracht worden. Außerdem war im Versteck auch noch ein Junge namens Peter. Am Anfang verstehen sich Anne und Peter nicht so besonders, doch mit der Zeit wird es immer besser. . . .

Meine persönliche Meinung zu dem Buch ist, dass es sehr bewegend und ergreifend ist, zugleich lernt man aber auch sehr viel daraus. Ich würde es weiterempfehlen, jedoch nicht für Kinder unter 13 Jahren.
Lieferung
5 Punkte 5 von 5 Punkten
So schnell ohne Overnight-Lieferung habe ich noch nie erlebt. Gekauft und anderen Tag wurde es schon geliefert.
Tagebuch Anne Frank
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Tagebuch ist sehr informativ und geht einem in der Sprache einer Jugendlichen unter die Haut. Buch wurde schnell und pünktlich geliefert.
Ein Stück Zeitgeschichte
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Anne Frank wird wohl immer und überall aktuell bleiben und bekannt für eine ganze Epoche der Geschichte bleiben. Wer den Namen Anne Frank hört, weiß, in welche Zeit man diesen Namen einordnet.

Durch Anne Frank`s Tagebuch bekommt man einen direkten Einblick in das Leben eines jungen Mädchens jener schrecklichen Zeit. Trotz ihres zarten Alters konnte sie in ihrem Tagebuch so viel mitteilen, dass man als Leser das Gefühl hat, man erlebe jene Zeit mit ihr mit. Nur, dass sie damals wohl kaum wußte, dass ihr Leben mal so enden würde und eines Tages alle Welt IHR Buch mal lesen wird.

Auch ich denke, das Tagebuch der Anne Frank sollte unbedingt auf den Lehrplänen stehen.
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Produkt-Bild: Das Kapitalismus-Komplott: Die geheimen Zirkel der Macht und ihre Methoden

Das Kapitalismus-Komplott: Die geheimen Zirkel der Macht und ihre Methoden von Oliver Janich

Gebundene Ausgabe von FinanzBuch Verlag
Preis bei Amazon: EUR 19,95

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3898795772, Erscheinungsdatum: Juli 2010
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4 Kundenrezensionen:

besser gehts (n)immer!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Herr Jannich legt der Öffentlichkeit ein Werk vor, das zur Pflichtlektüre an Schulen (dort besonders für Lehrer!) und für Journalisten und Bundestagsabgeordnete werden sollte - dass genau das nicht geschehen wird, beweist nur einmal mehr die Richtigkeit der im Buch getroffenen Feststellungen. Geholfen wäre aber zumindest, wenn diejenigen, die es gelesen und verstanden haben, was angesichts der verständlichen Sprache und strengen Logik der Darstellung sowie der kapitelgerechten Eingrenzung des jeweiligen Untersuchungsgegenstandes leicht fallen dürfte, das Buch in weitestmöglichem Umfange ihrerseits weiter empfehlen, verschenken, ausleihen, usw., damit die Mainstreamdesinformationsdominanz zumindest mittelfristig aufgebrochen und möglichst vielen Menschen die Augen geöffnet werden können. Noch eine inhaltliche Anmerkung: Zurecht verweist der Autor darauf, dass trotz des Volumens seiner Informationen im Buch nur die Spitze des Eisberges in Augenschein genommen und portraitiert werden konnte. Wer trotz der Wissenschaftlichkeit der Herangehensweise und der unendlich, jedenfalls beliebig groß scheinenden Fülle wissenschaftlich zwingender Beweise Zweifel haben sollte - eher unwahrscheinlich -oder in nachfolgenden Diskussionen mit Freunden oder Familienangehörigen (mangels eigener Sachkenntnis) auf Einwände stößt - eher wahrscheinlich - , sollte unter den zahllosen filmischen Internetdarstellungen die Werke Zeitgeist Addendum und Terrorstorm (beide auf deutsch und problemlos heute - noch - abrufbar) anschauen bzw. Zweiflern empfehlen. Vielen Dank, Herr Jannich, für Ihren Fleiß und Mut!
Muss man gelesen haben
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Fuer jedem der kein Schaf sein will. Das Buch zeigt die Probleme in unserer Gesellschaft auf und zeigt vorallem auch Loesungsvorschlaege.
Hoffe das ein Hoerbuch kommt!
Kaufen und weitergeben!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ein wirklicher Augenöffner. Habe vielleicht 20 Bücher die in diese Richtung gehen gelesen und muss sagen, dass man hier wirklich alles komprimiert zusammengefasst vorfindet. Durch die Literaturangaben kann dann jeder für sich alles nachprüfen. Für jemanden, der sich mit der Materie noch nicht so auseinandergesetzt hat ist es natürlich ein Schock und wirkt wahrscheinlich unglaubwürdig, nur leider findet man dann später heraus, dass es der Wahrheit entspricht.
Hält nicht was es verspricht
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Ich bin durch die Rezension von Alexander Benesch (Infokrieg.tv) auf dieses Buch aufmerksam geworden.
In der Rezension wurde insbesondere die Kompetenz des Autors und die seiner logischen Gedankenführung gepriesen.
Schon auf den ersten 60 Seiten des Buches fühle ich mich abgestossen durch die demonstrative Überheblichkeit des Autors (jeder der nicht seiner Meinung ist, ist nicht schlau genug die Logik zu verstehen).

Zum Beispiel der Zinseszinsmythos, den laut Autor insbesondere Bernd Senf vertritt und völlig falsch sei. Wer die Bücher von Bernd Senf kennt, weiss, das Bernd Senf diesen Effekt sehr klar und ausführlich erläutert. Der Kapitalzins dient dazu, gehortetes Kapital wieder in den Geldkreislauf zu locken. Ohne den Kapitalzins würde unser Geldsystem sehr schnell austrocknen. Eine Nebenwirkung des Kapitalzinses ist allerdings ein exponentielles Geldmengenwachstum. Wenn dieses dann das Produktivitätswachstum überschreitet, muss es zur Krise, d.h. Währungsreform, Inflation oder Revolution kommen. Das ist die negative Seite des Kapitalzinses. Soweit Bernd Senf.
Wie antwortet Oliver Janich?
1. Polemik: er macht sich über die Art, wie dies Bernd Senf in einem Video erklärt, lustig (Oliver Janich gibt lautsprachliche Zitate: zischhhh, wusch... usw.)
2. Ablenkungsbehauptung: In einem auf Vertragsfreiheit beruhenden System kann es zum Horten von Kapital (z.B. Gold) nicht kommen, da die Marktteilnehmer laut Oliver Janich einfach ihre Geschäfte dann in einer anderen Währung (z.B. Silber) weiterführen. Gold wird dann entwertet. Horten macht dann keinen Sinn.
Ich stelle mir den Übergang von Gold auf Silber so vor: Der Bäcker bezahlt den Brennstoff für den Backofen in Gold. Dann stehen vor der Bäckerei Leute und wollen Brötchen für Silbertaler. Der Bäcker schickt die hungrigen Leute wieder weg, da er Gold für den Brennstoff benötigt. Kurze Zeit später stehen dieselben noch hungrigeren Leute wieder vor seiner Tür. In der linken Hand haben sie Silbertaler und in der rechten Hand eine Pistole. In einer freien zum Vorteil aller geführten Vertragsverhandlung einigen sie sich: Der Bäcker nimmt Silbertaler, die Kunden bekommen Brötchen.
Wo bleiben hier die Ausführungen vom Autor? Wie werden durch das Postulat der Vertragsfreiheit solche Krisen ohne Tumult geregelt?

Bei solchen kruden Argumentationen macht mir das Lesen dieses Buches kein spass.

Mein Fazit: Die Argumentationslinie vom Autor ist sehr schwach. Logisch nachvollziehbare Argumente sollten bei anderen Autoren gesucht werden. Das Buch sollte mit kritischer Distanz gelesen werden.
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Produkt-Bild: Crashkurs: Weltwirtschaftskrise oder Jahrhundertchance? - Wie Sie das Beste aus Ihrem Geld machen

Crashkurs: Weltwirtschaftskrise oder Jahrhundertchance? - Wie Sie das Beste aus Ihrem Geld machen von Dirk Müller

Broschiert von Droemer/Knaur
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 7,00

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3426782952, Erscheinungsdatum: Mai 2010
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5 Kundenrezensionen:

Dirk Müller erklärt die Welt ...
5 Punkte 5 von 5 Punkten
... und das auf eine sehr gute, verständliche, einfache, humorvolle, teils theoretische, nachvollziehbare, zukunftsorientierte (...) Weise! Ein "must-have" für jeden der sich immer schon einmal ein wenig vera****t vorkam vom ganzen "ach so tollen" System. Für diejenigen, die nicht verstehen warum es eine Deutsche Bank (mit genau den gleichen Geschäften wie vor der Krise) in Rekordzeit wieder an die Spitze schafft und Niemand etwas dazu sagt. Für Leute, die öfter Mal den Gedanken "es geht im Irak doch nur um's Öl" im Kopf hatte/haben.

Diese Buch kann man auch als Denkanstoß sehen. Einen Denkanstoß endlich mal "nein" zu sagen und nicht immer alles "hinzunehmen" und sich nicht immer und immer wieder von einer Hand voll Menschen (der Finanz- und Machthydra) einschüchtern und in die Irre führen zu lassen.

Danke, Herr Müller - großartig.
Absolut empfehlenswert
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Die große Finanzwelt absolut verständlich und äußerst unterhaltsam für jedermann (auch Einsteiger) erklärt. Informationen und Hintergründe über das liebe Geld, Geldanlage und alles was dazugehört, die Sie so von keinem Finanzberater jemals hören werden.
einfach gut geschrieben
4 Punkte 4 von 5 Punkten
die langjährige Erfahrung und die Sichtweise - vor allem was die Entwicklung des US-Dollar betrifft - sind einfach genial geschrieben...der kleine Seitenhieb auf die Bank(berater)verkäufer sind auch einen Schmunzler wert
Ist einfach klasse geschrieben!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Eines der besten Bücher, das ich gelesen hab. Es ist sehr witzig geschrieben und öffnet auch dem Finanzleihen die Augen über statistische Tricks ... wie z.B. der Warenkorb manipuliert werden kann. Auch Historisches ... wie die Entstehung von Papiergeld kommt nicht zu kurz ...
Merci Herr Müller! Einfach klasse!
Insiderinfos des Mario Basler der Finanzwirtschaft- witzig & kritisch zugleich
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Bevor ich das Buch kaufte, hatte ich zufällig im Radio bei "Mensch, Otto!" in B3 ein Interview von Thorsten Otto mit dem Buchautoren, Herrn Dirk Müller mitgehört. Endlich sprach mal ein (aus-)gebildeter Banker und Kenner von Börsen, Kapitalmärkten, Kunden- und Bankenverhaltensweisen Tacheles: Weder Weltuntergangs- noch Beschwichtigungsszenarien, keine einseitigen Schuldzuweisungen für das multikausale Finanzkrisensyndrom. Stattdessen ein klarer Appell an den Geldanleger, sich in Zeiten von E-Mail, Facebook und Internet im Allgemeinen doch bitte auch selbst umfassend zu informieren und selbstverantwortlich zu handeln. Keine einseitige Verteilung eines schwarzen Peters an DEN EINEN JUDAS des Finanzmarktes. Stattdessen werden weltpolitische Hintergründe als Ursachen finanzmarktpolitischer Bewegungen angeführt, eigene Schlussfolgerungen derselben angeraten.
Womit sich dieses Buch jedoch von sehr vielen ähnlichen klingenden "wie lege ich mein liebes Geld in achso bösen Krisenzeiten sicher an???" Buchtiteln äußerst abhebt, ist die Tatsache, dass kein allgemeingültiges Patentrezept missionarisch plakativ verkündet wird.
Die Welt hat sich die letzten Jahre stark und vor allem rasend schnell verändert. Die zum Teil fehlinformierten und äußerst sensibel bis hysterisch reagierenden Finanzmärkte trugen und tragen dem Rechnung.
Wer "am Ball bleiben will", kommt nicht mehr umhin, sich selbst zu informieren und bitte auch selbst Verantwortung zu übernehmen für die Art und Weise, wie man wem Geld anvertraut. Informieren und entscheiden statt blind vertrauen und hinterher jammern. Ein intelligenter, liebevoller und äußerst kurzweiliger und witziger Appell an die Eigenverantwortlichkeit in Zeiten galoppierender Umwälzungen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
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