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Deutschland schafft sich ab: Wie wir unser Land aufs Spiel setzen von Thilo SarrazinGebundene Ausgabe von Deutsche Verlags-AnstaltPreis bei Amazon: EUR 22,99 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3421044309, Erscheinungsdatum: August 2010 |
5 Kundenrezensionen:Einige schlechte Formulierungen und Wortwahlen - dennoch aber ein notwendiges Buch 4 von 5 PunktenEinwanderer stellen schon ein Fünftel der Bevölkerung... Der Anteil der Einwanderer an der Bevölkerung in Deutschland steigt weiter an. Dies wird aus dem Bericht über die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland" ersichtlich, den die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), vorstellte. Der Bericht erscheint nun zum achten Mal. Demzufolge waren im Jahr 2008 von den 82,1 Millionen Einwohnern ungefähr 15,6 Millionen Einwanderer oder stammten aus Einwandererfamilien. Deutlich zeigt sich der Umschwung in den verschiedenen Altersstufen: Beträgt der Einwandereranteil bei den über 65jährigen nur 8,5 Prozent, so liegt er bei den unter 35jährigen schon bei 27,3 Prozent. Ein Drittel der Kleinkinder stammen von Einwanderern. Dies ist ein Trend, der sich in Zukunft deutlich verstärken wird. Denn bei den unter Zehnjährigen beträgt der Ausländeranteil inzwischen 32,7 Prozent und bei den unter Fünfjährigen sogar 34,4 Prozent. Mehr als die Hälfte der Einwanderer besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft. Die größte Einwanderergruppe stellen Türken dar. Neuere Zahlen als dieser Bericht der Integrationsbeauftragten lieferte jedoch der aktuelle Mikrozensus" des Statistischen Bundesamts. Laut diesem hat die Bevölkerung mit Zuwanderungshintergrund in Deutschland bereits den Wert von 16 Millionen überschritten. Die Bevölkerung mit Zuwanderungshintergrund in Deutschland hat im Jahr 2009 erstmals den Wert von 16 Millionen überschritten. Dies geht aus den am Mittwoch veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamts hervor. Im Jahr 2005 hatte dieser Wert noch bei 15,3 Millionen gelegen. Durch Zuzug und Geburten ist die Zahl um 715.000 Personen angewachsen, während im selben Zeitraum die Bevölkerung ohne Zuwanderungshintergrund sterblichkeitsbedingt" um 1,3 Millionen zurückgegangen ist. Laut diesem sogenannten Mikrozensus" des Statistischen Bundesamts hat in Deutschland der Anteil der Personen mit Zuwanderungshintergrund entsprechend von 18,6 Prozent auf 19,6 Prozent zugenommen. Fehlender allgemeiner Schulabschluß... Einwanderer oder aus Einwandererfamilien stammende Personen seien doppelt so häufig erwerbslos wie autochthone Deutsche (12,7 Prozent gegenüber 6,2 Prozent aller Erwerbspersonen), teilte das Bundesamt mit. Weiter heißt es in dem Bericht der Behörde: So sind Personen mit Migrationshintergrund deutlich jünger als jene ohne Migrationshintergrund (34,7 gegenüber 45,6 Jahre), weitaus häufiger ledig (45,8 Prozent gegenüber 38,3 Prozent), und der Anteil der Männer unter ihnen ist höher (50,3 Prozent gegenüber 48,7 Prozent)." Außerdem sei bei ihnen ein fehlender allgemeiner Schulabschluß ebenso häufiger anzutreffen (14,0 Prozent gegenüber 1,8 Prozent) wie ein fehlender beruflicher Abschluß (42,8 Prozent gegenüber 19,2 Prozent). Gegenüber 2005 ist im vergangenen Jahr die Zahl der Ausländer in Deutschland um 96.000 auf 7,2 Millionen zurückgegangen, die der Deutschen mit Migrationshintergrund" um 811.000 auf 8,5 Millionen gestiegen. 5 Millionen Deutsche gehören zur sogenannten Bevölkerung mit eigener Migrationserfahrung". Der größte Teil von ihnen (3,3 Millionen) gab an, als (Spät-)Aussiedler oder als dessen Ehegatte oder Kind nach Deutschland eingereist zu sein. Gut 3 Millionen in Deutschland lebende Zuwanderer haben ihre Wurzeln in der Türkei, 2,9 Millionen in den Nachfolgstaaten der ehemaligen Sowjetunion, 1,5 Millionen im früheren Jugoslawien. Man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit täuschen, und das ganze Volk einen Teil der Zeit. Aber man kann nicht ... 5 von 5 Punkten... das gesamte Volk die ganze Zeit täuschen. (Abraham Lincoln) Diejenigen, denen unser Land egal ist oder die es - schlimmer - absichtlich zerstören wollen, werden das Buch nicht lesen sondern (weiterhin) versuchen, den Autor zu diskreditieren und mundtot zu machen. Diese mit Argumenten zu überzeugen, wird leider nicht möglich sein. Allen anderen kann ich die Lektüre des Buches nur wärmstens empfehlen. Insbesondere denjenigen (aber nicht nur denen), die so wie ich bislang eher unpolitisch waren und aus einem völlig 'normalen' Umfeld stammen: in der alten Bundesrepublik aufgewachsen, in einer Gesamtschule sozialisiert und im festen Glauben an das Gute im Menschen. Dazu gehörte auch, die Publikationen in der 'seriösen' Presse (das hamburger 'Nachrichtenmagazin' gehörte dazu, die B**D nicht) nicht in Frage zu stellen sondern als Fakten anzunehmen. Seit März letzten Jahres hat sich in mir jedoch der Eindruck verfestigt, dass auch die sich besonders aufgeklärt gebenden 'Nachrichtenmagazine' sich nicht zu schade sind, Politik mitzugestalten wenn nicht sogar vorgeben zu wollen und dabei auch vor medialen Hetzjagden nicht zurückschrecken. Ich habe nicht schlecht gestaunt, wie man es schaffen kann, durch gezieltes Weglassen von Information und Darstellung von Teilwahrheiten weit außerhalb ihres zum Verständnis nötigen Kontextes neue Realitäten und vor allen Dingen Stimmungen zu erzeugen. Was außerhalb der politisch korrekten Ideologie liegt, darf zum Abschuss freigegeben werden. Im Falle der Hetzjagd auf Sarrazin frage ich mich jedoch, was sich diejenigen, die sich besonders eifrig an der Demontage beteiligen, davon versprechen? Die einzige rationale Erklärung, die mir einfällt, kann nur darin bestehen, sich für ein paar weitere Jahre 'Ruhe' zu erkaufen, bevor das Pulverfass dann endgültig explodiert. Unsere Kinder dürfen die Zeche dann später zahlen. Jeder, der Sarrazin in die rechte Ecke zu stellen versucht, sollte einen (gerne auch mit Hilfe meiner Steuern finanzierten) Realitäts-Crashkurs absolvieren, indem er sich die von Sarrazin beschriebenen 'Problemzonen' einmal aus der Nähe anschaut, anstatt sie unbesehen zu leugnen. Die Zustimmung, die Sarrazin außerhalb der politischen 'Eliten' erfährt, liegt irgendwo zwischen 80% und 90%. Diese Mehrheit als 'rechts' oder 'dumm' hinstellen zu wollen, halte ich schlicht für unverschämt. Vor allen Dingen schwindet meine Bereitschaft, die von Sarazzin angesprochenen Missstände weiterhin mitzufinanzieren! 5 Sterne für das Buch des mutigen Mannes! Wahrheit braucht einen Mutigen der Sie ausspricht !!! Danke Herr Sarrazin 5 von 5 PunktenHerr Sarazzin hat Recht, jeder weiß es und keiner will diese Dinge in unserem historisch so belasteten Land aussprechen. Die Politik hat versagt, es geht um Lösungen und Alternativen!! Nicht um derartige Kritik an einer Person. Sind wir wieder in der DDR?? Das Menschen wegen Ihrer persönlichen Meinung mit extremen Konsequenzen rechnen müssen..ICH KÖNNTE MICH ÜBERGEBEN...wenn ich die Aussage unserer Kanzlerin höre..Sie begrüßt die EIGENSTÄNDIGE BEURTEILUNG, (Amtsenthebung Sarrazins), des Vorstandes der Bundesbank....Ich glaube das alles nicht mehr Kinderschänder und Mörder werden in diesem Land nicht annähernd so schlecht behandelt wie dieser Mann ???? Zivilcourage 5 von 5 PunktenEndlich wagt ein Mensch in Deutschland etwas auszusprechen, was Jeder fühlt aber keiner aussprechen darf! LIEBER Wahrheiten etwas derb auszusprechen, als aalglatte Lügen im hochgestochenem deutsch von sich zu geben, wie dass die so gut wie ALLE Politiker inklusive der Kanzlerin tut! Sicher gibt es eine handvoll hochbegabte Zuwanderer. Aber warum wird es konsequent verschwiegen, wie unverhältnissmässig hoch die Kriminalität unter den türkischen,polnischen,afrikanischen und Einwanderer von dem Balkan ist! Bravo Herr Sarrazin! 5 von 5 PunktenDa es in Deutschland "nicht angesagt ist" in Bezug auf Integration oder das Problem der Überfremdung öffentlich Kritik auszusprechen ist es ungeheuer mutig vom Autor hier dieses Buch zu veröffentlichen das dem Volk aus der Seele spricht. Ich hoffe, dass die Hetzkampanien der sogenannten "Gutmenschen" ihn nicht veranlassen in Zukunft ganz still zu sein. Ein großes Lob, Herr Sarrazin. Solchen Menschen würden alle gerne als Kanzler sehen! |
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Das Ende der Geduld: Konsequent gegen jugendliche Gewalttäter von Kirsten HeisigTaschenbuch von Verlag HerderPreis bei Amazon: EUR 14,95, Angebote ab EUR 13,95 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3451302047, Erscheinungsdatum: Juli 2010, Auflage: 1 |
5 Kundenrezensionen:Schade um diese Frau 5 von 5 PunktenDer Einblick in die Arbeit von Jugendrichtern ist sehr aufschlußreich. Es ist festzustellen, daß junge Menschen immer weiter verrohen, was auf mangelnde Führung und Erziehung zurückzuführen ist. Hier sind in jedem Fall die Elternhäuser gefragt. Nicht immer alles auf Schulen und Lehrer schieben. Disziplin und Strenge hat noch Niemanden geschadet. Junge Menschen müssen lernen, wie weit man gehen darf. Trotz vieler Statistik ist das Buch sehr interessant zu lesen. Endpunkt: Ihr Tod? 5 von 5 PunktenDas Buch ist hervorragend und hätte eine genauso intensive und lange Diskussion verdient wie die Publikation von Sarrazin. Leider nicht mehr möglich nach ihrem rätselhaften Tod am Montag, dem 28. Juni 2010. Hoffentlich endet nicht auch Sarrazin da wo Frau Heisig nun leider ist: im Sarg. Geduld? 5 von 5 PunktenDer Titel ist genau richtig,die Geduld ist wirklich zu Ende.Nur schade das die Autorin "gestorben"ist! Kompetent, klar und realistisch 4 von 5 PunktenKerstin Heisig war Jugendrichterin, oft umstritten, sehr engagiert und hat aus ihren Erfahrungen ein Buch geschrieben. Beispielhaft schildert sie typische kriminelle Lebensläufe, die in aller Regel mit kleinen Delikten im frühen Alter beginnen, bevor sie in Taten wie der S-Bahn-Überfall enden. Das ist nicht neu, neu ist aber wie detailliert und kenntnisreich sie die Dinge schildert und dass sie auch mit Vorschlägen aufwartet, wie die Situation zu ändern wäre. Logischerweise tritt sie dafür ein, möglichst früh einzugreifen und möglichst schnell. Je schneller der Prozess nach der Tat stattfindet, desto wirkungsvoller kann er sein. Ein halbes Jahr ist für einen Vierzehnjährigen viel Zeit, wird der Prozess erst ein Jahr nach der Tat geführt, ist er vom Täter schon viel zu lange Vergangenheit. Die Autorin hat deshalb in Neukölln ein Modell entwickelt, das es bei bestimmten Taten erlaubt, möglichst schnell den Prozess durchzuführen. Das verlangt einiges, denn sowohl die Polizei, wie die Staatsanwaltschaft und das Gericht müssen schnell und unbürokratisch arbeiten. Eine Anklage, die wochenlang beim Schreibdienst liegen bleibt, wäre da mehr als hinderlich. Für dieses Modell sind eine ganze Reihe von Maßnahmen nötig, damit es nicht nur beim frommen Wunsch bleibt, sondern die Prozesse auch wirklich beschleunigt werden. Heisig zählt sie auf und zeigt, wie nötig es für solche Maßnahmen ist, dass alle an einem Strang ziehen - und vor allem, dass die Initiatoren sich auskennen. Mittlerweile wurde das Modell für ganz Berlin übernommen. Heisig wurde schon als "Richterin Gnadenlos" bezeichnet, aber was sie schreibt, zeigt, dass sie keine Ideologin war, die einfach auf Härte setzt, sondern eine Realistin, die die Verhältnisse kennt und weiß, dass es keine Maßnahme gibt, die automatisch alle Probleme löst. Das beschleunigte Jugendgerichtsverfahren ist nur in bestimmten Fällen möglich und sinnvoll, meist sind es weniger drastische Fälle, bei denen der Tathergang klar ist und keine langwierigen Ermittlungen geführt werden müssen. Allerdings trifft genau das für die Taten zu, die am Anfang krimineller Karrieren stehen - und es bleibt zu hoffen, dass diese Maßnahme den einen oder anderen Jugendlichen doch zu ein wenig Einsicht verhilft. Was gerne gefordert wird, wenn mal wieder eine besonders brutale Tat durch die Medien geht, ist die Abschaffung der Strafmündigkeit erst mit Vierzehn und dass alle Täter ab 18 generell nach dem Erwachsenenstrafrecht verurteilt werden sollen. Von solchen Maßnahmen hält die erfahrene Jugendrichterin gar nichts. "Ich glaube, dass die bisherige Regelung sich bewährt hat, ist sie doch flexibel, durchlässig und eröffnet die Möglichkeit, jedem Einzelfall gerecht zu werden", betont sie. Nicht nur hier gewinne ich den Eindruck, dass die Autorin weiß, wovon sie spricht, keine Scheuklappen anlegt und die Realitäten im Blick hat. Vor allem letzteres ist leider nicht selbstverständlich. Selbstverständlich ist auch nicht, dass eine Jugendrichterin nicht nur ihre Arbeit tut, sondern auch nachkontrolliert, ob die Auflagen des Gerichts auch tatsächlich erfüllt werden. Gerade damit hapert es oft und welcher Jugendliche gewinnt nicht den Eindruck, dass der Staat erstens lächerlich ist und sich zweitens um ihn sowieso nicht kümmert, wenn gar keine Nachkontrolle stattfindet? Da wirkt sich auch verheerend aus, dass ein Bewährungshelfer 1989 nur 36,6 Straffällige betreuen musste, heute aber sind es aber 58,3. Dass Schulschwänzen oft der Beginn einer kriminellen Karriere ist, dürfte mittlerweile hinreichend bekannt sein. Eltern, die ihre Kinder nicht zur Schule schicken, können zwar in Berlin mittlerweile mit einem Bußgeld belegt werden - doch was nützt das, wenn das Bußgeld erst nach ein oder zwei Jahren verhängt wird, wenn die Kinder möglicherweise schon gar nicht mehr schulpflichtig sind. Auch hier zeigt sich, dass der Teufel oft im Detail steckt und wie wichtig Leute wie Heisig sind, die sich auskennen. Heisig versuchte aber auch, die Eltern im "Kiez" zu erreichen, um Kriminalität gar nicht erst entstehen zu lassen. Rasch begriff sie, dass sie hierfür Verbündete aus den entsprechenden Ethnien benötigte, sonst würde sie nie an die Eltern herankommen. Sie fand ihn in Mustafa Akcay vom Türkisch-Deutschen Zentrum. Dass die Veranstaltung schließlich in einem überfüllten Saal stattfand, zeigt, dass es durchaus Mittel und Wege gibt, die Eltern im Kiez anzusprechen. Auch viele türkische Eltern sind besorgt, dass ihre Kinder auf die schiefe Bahn geraten könnten. Derartige Zusammenarbeit wird leider immer noch viel zu wenig gesucht. Dabei nimmt nicht nur die Zahl der jugendlichen Täter "mit Migrationshintergrund" zu, sondern auch diejenigen, die es "geschafft" haben und sich in der deutschen Gesellschaft etabliert haben, wie die zahlreichen deutschtürkischen Autorinnen zeigen. "Das Ende der Geduld" ist eine fundierte Auseinandersetzung mit Jugendgewalt und was man dagegen tun kann. Geschrieben von einer Autorin, die sich auskannte, die wusste, dass es den Königsweg dagegen nicht gibt, wohl aber einige erfolgversprechende Maßnahmen, die aber gezielt und gekonnt eingesetzt werden müssen, um Erfolg zu haben. Nicht allen Vorschlägen der Autorin muss man folgen. Sind geschlossene Heime wirklich eine Möglichkeit, Kinder und Jugendliche aus dem kriminellen Milieu zu lösen? Die Erfahrungen der Fünfziger und Sechziger Jahre sprechen dagegen, die Zöglinge dieser Heime damals landeten fast alle im Knast. Mathias Gibert war einer der ganz wenigen, der dem Milieu entkommen konnte und er schrieb einen Krimi über die Zustände dieser Heime: Schmuddelkinder: Lenz' sechster Fall. Das Ziel, Kriminalität zu verhindern oder zumindest zu senken, haben sie nicht erreicht. Aber diese Heime wurden auch mit sehr fragwürdiger Pädagogik geleitet. Und man muss Kinder, die von den Eltern oder kriminellen Banden zum Dealen auf die Strasse geschickt werden, aus dem Milieu herausziehen. Das verlangt schon die Verantwortung den Kindern gegenüber. Ohne geschlossene Heime wird das schwer gehen. Was zeigt, dass man die Maßnahmen realistisch diskutieren muss. Und vor allem muss anschließend kontrolliert werden, ob sie tatsächlich helfen oder wirkungslos bleiben. Heisig kritisiert zu recht, dass es mittlerweile eine Vielzahl von Maßnahmen gibt, die auf dem Papier Hilfe versprechen, aber niemand sie "evaluiert", sprich: Nachprüft, ob und wieweit sie wirklich helfen. Jedenfalls ein wichtiges Buch, das zeigt, wie schwierig die Situation ist, aber auch, dass man durchaus etwas tun kann. Abschließend bliebe noch zu sagen, dass die augenblickliche Diskussion oft die Situation noch verschlimmert, statt verbessert. Zu gerne wird mit Schuldzuweisungen gearbeitet, zu gerne wird statisch diskutiert, den Türken und Arabern pauschal jede Integrationsfähigkeit abgesprochen. Obwohl es mittlerweile genügend Gegenbeispiele gibt und obwohl es eminent wichtig ist, gerade Gegenbeispiele zu den kriminellen Karrieren zu benennen, Vorbilder zu zeigen. Denn wenn sich in Neukölln, Kreuzberg und anderen Problemvierteln der Eindruck verfestigt, "Wir haben doch keine Chance, wir kriegen nie eine legale Arbeit", dann werden alle Maßnahmen gegen Schulschwänzen, Gewalt und Bandenbildung ins Leere laufen. Die Autorin konnte leider nicht miterleben, wie ihr Buch erschien. Sie beging Selbstmord, die Umstände sind mehr als rätselhaft und es ist nicht mal völlig sicher, ob es wirklich Selbstmord war. Für Deutschland ist das ein trauriger Verlust, Jugendrichter, die sich so engagieren, sind leider nicht selbstverständlich. (C) Hans Peter Roentgen da bin ich ganz konsequenzlos............ 4 von 5 Punktendie Autorin beschreibt die Situation so wie sie ist. Unverblümt, differenziert und ehrlich. Man mag nicht glauben und ich glaube es auch nicht, daß diese Frau sich selbst das Leben genommen hat. Fazit des Buches: Es gibt NOCH Wege, wie Deutschland die beschriebenen Probleme lösen kann. 1. Keine Angst vor der Vergangenheit, denn es ist nicht rassistisch, Probleme bei Migranten - lieber mag ich den Begriff Ausländer - beim Namen zu benennen. Weichspülen hilft hier nur den falschen Gruppen, rechts am Rand. Vergessen sollte man dabei jedoch auch nicht die sozialen Randgruppen der deutschen Bevölkerung, denn auch da sieht es schlecht aus. 2. Sofortiges konsequentes Umsetzen des Wissens. Von Kriminologen, Sozialarbeitern, Lehrern, Streetworkern, Arbeitsmarktexperten unter Einbeziehung der integrationswilligen Eliten der relevanten Länder. 3. Extreme Verkürzung von Verfahren und Umsetzung von Strafe, Auflagen. Absolute Härte mit der Chance zur Rückkehr bei gutem Verhalten. Kein Herumgeeiere mehr. Herabsetzung der Altersgrenzen im Jugendstrafrecht unter Einbeziehung der Eltern in die Strafverantwortung. 4. Für weitere Einwanderungsinteressenten Auflagen bezüglich Sprachbeherrschung, Kulturverträglichkeit und Arbeitswilligkeit/fähigkeit also Integrationsfähigkeit. 5. Abschiebung ohne romantisches Gedusel bei Verstößen gegen Vereinbarungen und Gesetze. 6. Migranten müssen SICH integrieren. Ihr Wille muss erkennbar sein. Es kann nicht der Wirt den Gast erziehen müssen. Das muss vom Gast selbst kommen. Aus eigener Erfahrung sind integrierte Migranten viel härter, was den Umgang mit ihren unangepassten Landsleuten angeht. 7. Kinder von ausländischen Eltern müssen konsequent in Verhaltensregeln geschult werden. Von klein an. Vom Kindergarten über Vorschule bis in die Schule hinein. Immer wieder ohne aufzugeben. 8. Die Gleichsetzung des konsequenten und offenen Umganges mit Problemen in Ausländergruppen mit Rassismus oder Nationalsozialismus ist abwegig und führt eben zu diesem, da Frust über Untätigkeit und Hilflosigkeit die Stimmung beherrscht und Angst die diffenzierte ehrliche Betrachtung verhindert. |
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Tiere Essen von Jonathan Safran FoerGebundene Ausgabe von Kiepenheuer & WitschPreis bei Amazon: EUR 19,95, Angebote ab EUR 14,90 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3462040448, Erscheinungsdatum: August 2010, Auflage: 1., Auflage |
5 Kundenrezensionen:Wertvoll,weil nicht missionierend und nicht urteilend über " Nichtvegetarier" 5 von 5 PunktenWir haben das Glück,seit einigen Jahren hier in der Traumwelt des hohen Nordens,in der letzten fast noch unberührten Wildnis Europas leben zu dürfen. Hier,getragen und inspiriert von der Energie einer noch gesunden Tier-und Pflanzenwelt,kann ich meiner ganzheitlich orientierten therapeutischen Arbeit nachgehen und meine Bücher schreiben. Ja,auch wir sind heute Vegetarier,d.h.,wir essen kein Fleisch,auch nicht Fisch,obwohl die Tiere hier noch gesund sind und,im Gegensatz zu ihren Artgenossen anderswo,unter wahrhaft paradisischen Bedingungen leben. Aber auch für uns war das ein langer Weg,denn noch vor 10 Jahren haben auch wir "Tiere gegessen". Es war eine zutiefst persönliche Entscheidung,die ganz tief drinnen in jedem von uns reifte und wirklich garnichts mit dem (sicher gut gemeinten)missionarischen Eifer mancher Autoren zu tun hatte. Eben auch deshalb gefällt uns dieses Buch,denn der Autor missioniert nicht,arbeitet nicht mit Schuldzuweisungen und verurteilt nicht diejenigen,die sich nach gängigen Maßstäben eben "normal" ernähren. Er berührt den Leser ganz tief auf der emotionalen und mentalen Ebene,indem er Tatsachen,Bilder und Erlebnisse sprechen läßt,die jeder für sich aufnehmen und nachempfinden kann. Dabei läßt der Autor alles offen - die Verarbeitung der Eindrücke und die bei manchem wachsende Motivation,sein Ernährungsverhalten zu überdenken,bleibt dem Leser überlassen. Es wird auch kein religiöser Hintergrund impliziert. Dadurch spricht er einen viel größeren Leserkreis an und gibt auch denjenigen die Möglichkeit,sich dem Thema zu öffnen,die sich vor den einschlägigen "Missionaren" des Genres verschließen So ist es durchaus in Ordnung,wenn mancher aus rein ernährungsphysiologischen Erwägungen zum Vegetarier wird,wozu auf eine sehr beeindruckende Weise die Bücher der russischen Ärztin Dr.Schatalowa anregen. Letztlich sind alle Wege gleichwertig,wenngleich die weltanschauliche Überzeugung für uns selbst das stärkste Motiv war und ist,wobei wir keiner Religionsgemeinschaft angehören und an keinen vorgegebenen Verhaltenskodex gebunden sind,außer an unsere eigene freie Entscheidung. Ja,dieses Buch ist wichtig,leistet es doch einen wertvollen Beitrag zu dem so dringenden Prozeß des Umdenkens,wie wir mit unserer Umwelt und allen Geschöpfen,die diesen schönen Planeten mit uns bewohnen,respektvoll umgehen. Schließlich geht es nicht nur um das Essen der Tiere,sondern um die meist qualvollen Bedingungen der Tierhaltung ,der Aufzucht und der Mast,die Mißhandlung beim Transport und die grausame Tötung in den Schlachthöfen,wobei letzteres im Buch nur angedeutet wird. In jedem,der sich auf dieses Buch einläßt,löst es etwas aus - man kann es nicht "mit Abstand" lesen - wenn es tatsächlich ein Bestseller ist,dann stimmt uns das für die Zukunft optimistisch,denn es zeigt,daß sich immer mehr Menschen diesem Thema öffnen. Hier,in der reinen Natur des hohen Nordens,erlebt man besonders intensiv die Verbundenheit aller Geschöpfe,geborgen in der höheren Ordnung,in dem Bewußtsein,daß wir alle aus der gleichen Quelle stammen. Winfried und Ricarda Jaekel,ganzheitliche Lebensberaterin und Autorin im Land der Sonne und des Windes... Es gibt viele Bücher, die die Welt nicht braucht. Dieses ist garantiert keins davon! 5 von 5 PunktenWer - meiner Meinung nach - mit dem Vorstellungsvermögen eines normalen mitfühlenden Menschen die vielen dargestellten Grausamkeiten an unseren Mitgeschöpfen liest, dem kommen wie mir die Tränen und er schämt sich, zur Gattung Mensch" zu gehören. Wem es nicht berührt, der hat kein Herz in der Brust, was ich mir nicht vorstellen will. Es war für mich, die ich seit ca. 15 Jahren keine Tiere mehr esse, eine erneute Bestätigung dafür, die einzig richtige Entscheidung getroffen zu haben. Leider werden wir Vegetarier von den meisten unserer Mitmenschen noch immer bemitleidend belächelt ob des freiwilligen Verzichtes" von Fleischgenuss auf unserer Zunge. Deshalb ist es sehr wahrscheinlich, dass ebendiese Leute dieses Buch nicht lesen werden (die Gefahr ist viel zu hoch - dann müsste man vielleicht umdenken und sein Leben ändern!) Bleibt nur zu hoffen, dass es vielen Menschen in die Hände fällt, die sich noch Gedanken machen und auf der Suche sind ... Hier einige Auszüge aus der Rezension des Verlages und verschiedener Medien, die ich nicht besser beschreiben und denen ich ausnahmslos zustimmen kann: Foer stürzt sich mit Leib und Seele in sein Thema. Er recherchiert auf eigene Faust, bricht nachts in Tierfarmen ein, konsultiert einschlägige Studien und spricht mit zahlreichen Akteuren und Experten. Vor allem aber geht er der Frage auf den Grund, was Essen für Menschen bedeutet. Auch Foer kennt die trostspendende Kraft einer fleischhaltigen Lieblingsmahlzeit, die seit Generationen in einer Familie gekocht wird. In einer brillanten Synthese aus Philosophie, Literatur, Wissenschaft und eigenen Undercover-Reportagen bricht Foer in ,Tiere essen' eine Lanze für eine bewusste Wahl. Er hinterfragt die Geschichten, die wir uns selbst erzählen, um unser Essverhalten zu rechtfertigen, und die dazu beitragen, dass wir der Wirklichkeit der Massentierhaltung und deren Konsequenzen nicht ins Auge sehen. ,Tiere essen' besticht durch eine elegante Sprache, überraschende Denkfiguren und viel Humor. Foer zeigt ein großes Herz für menschliche Schwächen, lässt sich aber in seinem leidenschaftlichen Plädoyer für die Möglichkeiten ethischen Handelns nicht bremsen. Eine unverzichtbare Lektüre für jeden Menschen, der über sich und die Welt - und seinen Platz in ihr - nachdenkt." Der amerikanische Autor Jonathan Safran Foer holt mit seinem Bestseller ,Eating Animals' den Vegetarismus ins Zentrum der Gesellschaft. Nichts ist so unwiderstehlich wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.' Burkhard Müller, Süddeutsche Zeitung Tiere essen ist nicht nur ein Buch gegen das Essen von Tieren, sondern eins gegen das Verdrängen. Eine Aufforderung, Zivilisation neu zu denken: nicht als Herrschaft der Starken über die Schwachen. Sondern als intellektuelle Fähigkeit, die Barbarei zugunsten von Empathie zu überwinden." Kathrin Hartmann, Frankfurter Rundschau Foers Buch ist der ehrliche Versuch eines aufgeklärten, gebildeten und sprachmächtigen Menschen, die einfache Frage zu beantworten: Welche Haltung von Tieren lässt sich mit menschlichem Verstand vereinbaren? (...) Foers Konsequenz ist die Entscheidung für den Vegetarismus. Das Kluge an dem Buch ist, es verlangt dem Leser diese Entscheidung nicht ab. Es missioniert nicht. Sein bescheidener und realistischer Appell lautet: Nicht mehr wegschauen." Welt Online Dieses Buch kann Ihre Essgewohnheiten ändern. Es ist ein leidenschaftliches Plädoyer." Tages-Anzeiger Eine brillante Mischung aus Recherchejournalismus und Autobiografie." taz Wenn ein Buch die Kraft hat, die Welt zum Fleischverzicht zu bekehren, dann ist es Tiere essen. Gerade weil es keine Bekehrungsschrift ist, kein rigoristisches Pamphlet, sondern ein skrupulöser Bericht, der seine Argumente nur tastend und zögernd entfaltet. Foer ist ein Günter Wallraff der Mastbetriebe und ein Philosoph, der den Ton trifft." Frankfurter Allgemeine Zeitung Es ist ein verstörendes und ein berührendes Dokument der Suche nach einem besseren Leben." Der Spiegel In Amerika sorgt das Neue Testament der Vegetarier-Bewegung seit Ende vergangenen Jahres für erhitzte Diskussionen. (...) Die Fakten in Foers Buch mögen nicht neu sein, doch in der geballten Zusammenstellung entfalten sie eine neue Wucht. Dabei verzichtet er auf jeden Furor und beschränkt sich auf genaue Beobachtungen." Spiegel online Sein Buch überzeugt nicht durch Statistiken, sondern durch erzählerische Suggestion." Welt am Sonntag Mit seinem spektakulären Buch über Massentierhaltung hat Jonathan Safran Foer in Amerika eine neue Vegetarier-Welle ausgelöst." Brigitte Mehrere Jahre lang recherchierte Foer in Mastställen und landwirtschaftlichen Betrieben. Vor allem aufgrund der Qualen, denen die Tiere bei Aufzucht und Schlachtung ausgesetzt sind, plädiert Foer eindringlich für: weniger Tiere essen." Die Zeit ... ein aufrüttelndes Werk, in dem Foer beschreibt, unter welchen grausamen Bedingungen fast alle Tiere gehalten werden und welche Konsequenzen dies für unseren Planeten hat." Freundin Es ist das leidenschaftliche, an Gefühle wie an den Verstand appellierende Plädoyer für mehr Verantwortungsbewusstsein in dieser Welt." Stern Schonungslose Aufklärung - für den amerikanischen Markt! 4 von 5 Punkten"Tiere essen" ist ein wichtiger Beitrag zum bewussten Konsum von Fleisch. Der Author beschreibt anhand zahlreicher Beispiele wie "unser täglich Brot" produziert wird. Mich hat dieses Buch sehr stark bewegt und ich möchte es jedem weiterempfehlen. Ein Manko bleibt jedoch: Jonathan Safran Foer beschreibt (selbstverständlich) ausschließlich die Zustände in der amerikanischen Massentierhaltung. Im Anhang werden vor allem zu den Statistiken die deutschen und europäischen Entsprechungen nachgeliefert. Die zahlreichen Geschichten von Freunden und Verwandten, aus Betrieben, von Farmen und Schlachthäusern spielen jedoch alle in der Vereinigten Staaten. So sehr wir hoffen, dass es in Europa anders sein möge, gibt dieses Buch nur wenige Hinweise auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Ich kann nur hoffen, dass ein Author die europäische Massentierhaltung genauer unter die Lupe nimmt und veröffentlicht. Vielleicht gibt ja Jonathan Safran Foer der Anstoß zu diesem Bericht. Intelligente, differenzierte und unterhaltsame Abhandlung über den Fleischkonsum unserer westlichen Gesellschaft 5 von 5 PunktenDieses Buch ist mit das beste, was ich zum Thema Fleisch essen / Fleischproduktion gelesen habe. Es gibt nur wenige Werke in diesem Bereich, die so konsequent ohne Polimik, belehrende Zeigefingermoral und platte Handlungsempfehlungen auskommen. Das ist wahrscheinlich auch dem Umstand zu verdanken, dass es nicht aus Sicht eines Vegetariers geschrieben ist - Foer zeigt sich zwar zu Beginn des Buches dem Vegetarismus in Phasen zugeneigt, aber in der Praxis als bekennender Allesesser, der auch einfach nicht die Zeit hat, sich eingehend mit dem Thema zu beschäftigen - wie wohl die meisten Menschen (3 Jahre Recherche stehen für sich). Viele in der Presse erschienene Artikel versuchen, "Tiere Essen" auf platte Slogans wie "Foer sagt: Wir sollten alle Vegetarier werden" zu reduzieren, das wird dem Buch aber nicht gerecht. Wenn man einen Slogan wählen müsste könnte er sein "Ich esse gerne Fleisch, aber wo kommt es her und was bedeutet das?" Das Buch beginnt dementsprechend auch mit ein paar Anekdoten Foers dazu, welche Rolle der Fleischverzehr in unserer Kultur spielt, dass er mehr ist (oder sein sollte) als reine Nahrungsaufnahme. Dass er in der Vergangenheit einherging mit einem gewissen Respekt gegenüber der Kreatur, die für ein leckeres Mahl ihr Leben geben musste und er damit gut leben konnte. Ab dann beginnt er, die heute vorherrschenden Verhältnisse zu beschreiben, und die sind erschreckend: In der modernen Massentierhaltung zählt ein Tier nichts! Und diese bringt 99% der geschlachteten Tiere hervor. Jede noch so perverse Maßnahme wird von Herstellern (und Regierung und Lobby-Gruppen) geduldet, solange Sie nur den Profit erhöht. Ein Beispiel: Viele Tiere werden bewusst so gezüchtet, dass Ihre Körper die ohnehin schon kurze Lebensdauer gar nicht nennenswert überschreiten könnten, weil Ihre degenerierten Körper nur auf ein schmerzhaftes Maximum an Fleisch-Ertrag ausgelegt und damit meist ernsthaft krank sind. Ohne künstliche Befruchtung würden sie aussterben - und das ist nicht die Ausnahme, das ist die Regel. Das Ergebnis ist ein äußerst zweifelhaftes Produkt, das im besten Fall nicht schmeckt und im schlechtesten Fall krank macht, viel Energie kostet und in jedem erdenklichen Sinne der Umwelt schadet. Wenn man einen Funken Empathie im Leib hat, dann macht einen dieser Abschnitt zumindest sauer. Das ist aber im Großen und Ganzen nicht neu, solche Informationen kann man sich problemlos zusammen-googeln. Das erfrischende ist vielmehr, dass dieser Abschnitt die Sicht vieler mit der Fleischproduktion verbundenen Menschen wiedergibt: Tierzüchter, Tierrechtsaktivisten, Schlachthofbetreiber und Hilfsarbeiter kommen zu Wort. Und hier erkennt man das eigentliche Dilemma: Die jetzige Situation will eigentlich so ziemlich niemand (außer den Fabrikbesitzern und korrupten Politikern vielleicht). Die Tierzüchter selbst beklagen ihre ausweglose Lage, in der sie eigentlich nur die Wahl haben, Tiere zu quälen oder pleite zu gehen - weil der Verbraucher eben die Massentierhaltung belohnt. Das war für mich auch der beste Teil im Buch, da ich aufgrund meiner Vorkenntnisse den Viehhaltern eigentlich pauschal jede Fähigkeit zu moralischem Handeln absprach. Hier kommen aber auf einmal Leute zu Wort, die zwar pro Jahr mehrere tausend Truthähne schlachten lassen, die aber trotzdem an ihren Tieren hängen und mir in Bezug auf die Gesamtsituation aus dem Herzen sprechen. Ich musste meine Einstellung korrigieren - also müsste man doch eigentlich das System ändern können, oder? Hier setzt Foer dann auch an, in seinem Fazit-ähnlichen Kapitel "Tun", in dem er aktuelle Bestrebungen von Bio-Bauern beschreibt und einen Ausblick gibt, ob es nicht möglich ist, dass Tierschutzorganisationen und -anhänger wie PETA und Viehzüchter mit ethischen Ansprüchen am gleichen Strang ziehen, um zumindest der Massentierhaltung Grenzen zu setzen. Ein intelligentes Plädoyer, um die unsinnigen Fronten abzubauen, die zwischen Vegetarieren und "moralischen Fleischessern" herrschen. Das Thema ist emotional nun mal so belastet, dass sich normalwerweise Parteien bekriegen, die im Grunde eigentlich das selbe wollen: Das Leid der Tiere verringern. Und so hoffe ich, dass dieses Buch die Leute aufrüttelt, sich mehr mit der Herkunft ihres Essens zu beschäftigen. Wie gesagt, der Tenor ist nicht "Fleischesser sind dumme Barbaren" - Foer selbst sagt in einem Interview, er halte es für unrealistisch, dass die Vegetarierquote auf über 20% klettert. Vielmehr erhoffe er sich, dass 90% der Menschen sich bewusster für Ihre Nahrung entscheiden, denn damit wären eigentlich schon die schlimmsten Probleme gelöst, eine wie ich finde intelligente Einstellung, Missionierung Fehlanzeige. In diesem Sinne auch meine Lieblingsstelle des ganzen Buches, der ich mich anschließe und deren Geist in jeder Zeile steckt (geschrieben vom Truthahnzüchter Frank Reese): "Ich bin kein besserer Mensch als andere, und ich will niemanden überreden, nach meinen Überzeugungen zu leben. Ich will Sie dazu bringen, nach ihren eigenen Überzeugungen zu leben." --> kaufen, lesen, weiterempfehlen. P.s.: Foer konzentriert sich natürlich insbesondere auf den US-amerikanischen Markt - die im Buch beschriebenen Fakten sind mit über 60 Seiten Quellenverweisen belegt. Leser der Deutschen Ausgabe dürfen sich aber auch über 15 Seiten Erläuterungen freuen, welche die Unterschiede zu Verhältnissen in Deutschland beschreiben. Ein Aufruf zur Vernunft 5 von 5 PunktenIch bin seit vielen Jahren Vegetarier. Ich wurde zum Vegetarier als ich mich, im jugendlichen Alter, mit der Frage beschäftigte woher unser Fleisch kommt. Der Weg führte mich in einen Buchladen und auch ins Internet. Je mehr ich über das Thema Fleisch gelesen habe, umso nachhaltiger ist mir der Appetit vergangen. Hoffentlich für immer. Wer nun versucht möglichst nach den Geboten des jüdischen Glaubens zu leben für den ist ein vegetarisches Leben ohnehin einfacher. Um Fleisch zu bekommen das, nach religiösen Gesichtspunkten, einwandfrei geschlachtet worden ist muss der Mensch schon weit fahren. In meinem Falle nach Antwerpen. Dann doch lieber gar kein Fleisch. Jonathan Safran Foer hat in seinem Buch Tiere essen ein grossartiges Plädoyer für den (auch religiös motivierten) Vegetarismus gehalten. Foer hat früher gerne mal Fleisch gegessen. Mit der Geburt seines Sohnes aber hat ihn das Thema ethisches Essen nicht mehr losgelassen. Das Buch Tiere essen ist ein Ergebnis der Beschäftigung mit dem Thema ethisches Essen. Wie schon die Romane von Jonathan Safran Foer konnte ich auch sein erstes Sachbuch kaum aus der Hand legen. Diese Dichte in der Sprache. Diese Diskussion ganz verschiedener Aspekte. Diese ganz persönliche Weise zu schreiben macht Foer so glaubwürdig. Wer Fleisch weiterhin geniessen will sollte Tiere essen vielleicht besser nicht lesen. Wer es unbequem findet sich mit der Herkunft unserer Nahrung zu beschäftigen sollte sich lieber andere Lektüre suchen. Wer aber ein ethisches Verhalten, auch beim Thema Essen erlernen will dem ist das neueste Buch von Jonathan Safran Foer sehr zu empfehlen. Aber Vorsicht: Tiere essen verändert den Menschen. Es macht ihn nachdenklicher. Ein Stück Unbeschwertheit und Selbstbetrug ist nach der Lektüre nicht mehr möglich. |
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Politische Korrektheit: Das Schlachtfeld der Tugendwächter von Jörg SchönbohmGebundene Ausgabe von Manuscriptum Verlagsbuchhandlung Thomas Hoof KGPreis bei Amazon: EUR 7,80 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3937801561, Erscheinungsdatum: April 2009, Auflage: 1., Aufl. |
5 Kundenrezensionen:Zu spät 5 von 5 PunktenDas Buch ist grundsätzlich zu empfehlen. Es geht in die richtige Richtung. Leider geht es nicht weit genug. Für den Verfasser, der "konservativ light" ist, war und ist die "Rechte" immer ein Feindbild gewesen. Gegenüber ihr hat er sich als extrem intolerant gezeigt. Als er noch in Amt und Würden als Minister war, hat er seine Möglichkeiten im Kampf gegen die PC nicht genutzt und dafür beim Kampf gegen "rechts" mit den selbsternannten "Antifas" gemeinsame Sache gemacht. Schade, denn in dem Buch zeigt er gute Ansätze. Der Verfasser analysiert das Problem in allen seinen wesentlichen Facetten. Er hat es klar erkannt und kritisiert es überzeugend. Ein wenig mehr Substanz wäre sinnvoll gewesen. Das Buch ist als Einstieg in die Problematik dennoch gut geeignet. Es gibt nichts Schlimmeres als die Einengung der Meinungsfreiheit. Politische Korrektheit 4 von 5 PunktenSchade, dass Jörg Schönbohms Denkschrift nur 63 Seiten umfasst deshalb ein Stern Abzug. Inhaltlich hat der Autor dagegen 6 Punkte verdient! Der ehemalige General leitet schlüssig her, wohin PC zwangsläufig führt: zur Entmündigung des Einzelnen und zur Verödung des Geistes, da man nur noch streng nachbeten darf, was eine selbsternannte und selbstgerechte Pseudo-Avantgarde zuvor festgelegt hat. Sollte ich mit dieser Rezension die Gefühle eines Lesers verletzt haben, so entschuldige ich mich dafür natürlich im Voraus. in richtigem Deutsch 5 von 5 PunktenInhaltlich schließe ich mich meinem Vorredner uneingeschränkt an; wenn ich auch für den geringen Umfang des Buches nicht einen Stern abziehen würde. Unbedingt positiv ist aber außerdem noch anzumerken, daß es in richtiger Rechtschreibung, das heißt, nicht reformiert und damit deformiert verfaßt ist. Das hat man heute leider nur noch selten. Wenn man gegen PC ist findet man viele Argumente 2 von 5 PunktenJörg Schönbohm veröffentlicht eine Liste aller Argumente gegen die Politische Korrektheit die er finden. Dabei ist es ihm egal dass sie sich gegenseitig widersprechen. Er beschreibt auf ca. 50 von 63 Seiten die tatsächlich grotesken Auswüchse der extremen Politischen Korrektheit. Trotzdem sind seine Argumente populistisch und zum Teil auch sehr schwammig. Einmal schreibt er "Letztendlich bewirken die zahlreichen Sprachtabuisierungen. jedoch keineswegs eine gesellschaftliche Besserstellung der diskriminierten Gruppen,[...]." 20 Seiten später ist dann das genaue Gegenteil zu lesen: "Wer nämlich über die Sprache bestimmt, der bestimmt auch über das Denken" Einmal will uns Herr Schönbohm also klar machen, dass Politische Korrektheit nur eine sinnlose Sprachspielerei ist, ein anderes mal versucht er PC als ein gefährliches Machwerk der Linken zu enttarnen. Trotz der vielen Widersprüche und unsachlichen Argumente und Kommentare, ist das Buch angenehm zu lesen und überzeugt durch Sprachliche Klarheit und eine gute Gliederung. Dieses Buch ist keinesfalls nüchter, sachlich oder gar objektiv!!! Kleines Buch...auch inhaltlich 1 von 5 PunktenSicher es mag Menschen geben die keinen Sinn in der sprachlichen Korrektheit sehen, und der Begriff "Politische Korrektheit" ist stigmatisiert genug, um sich auf ein paar Seiten darüber auszulassen. Die frage der "moralischen Korrektheit" wird allerdings erst gar nicht gestellt. Es wäre vielleicht eher an der Zeit zu hinterfragen, was in Menschen vorgeht, die gesunden Respekt für Menschen anderer ethnischer,religiöser und kultureller Herkunft, für eine unsinnige Tugend halten. Kurzum, wer NICHT verstehen mag, warum man NICH alles und jeden mit dem erstbesten Schimpfwort das einem einfällt betiteln sollte, greift hier am besten sofort zu! Die Zielgruppe dürfte ja ziemlich eindeutig sein: Zyniker,xenophobe und alles und jeder der einen guten Menschen,(ja,das wäre wohl die wörtliche Bedeutung von Gutmensch),für etwas ganz schlimmes hält! Als praktizierender Gutmensch, rate ich ähnlich denkenden vom Kauf ab. |
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Die Unfehlbaren: Wie Banker und Politiker nach der Lehman-Pleite darum kämpften, das Finanzsystem zu retten - und sich selbst. - Ein SPIEGEL-Buch von Andrew Ross SorkinGebundene Ausgabe von Deutsche Verlags-AnstaltPreis bei Amazon: EUR 24,99, Angebote ab EUR 19,80 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3421044880, Erscheinungsdatum: August 2010, Auflage: 2 |
4 Kundenrezensionen:Sitzungsprotokolle und Personenbeschreibungen 3 von 5 PunktenDas Buch mag eine Fundgrube für Historiker sein, aber selbst für interessierte Hobby-Börsianer liest es sich wie eine Aneinanderreihung von Personenbeschreibungen und Sitzungsprotokollen. Ich habe das Buch beschafft, nachdem mich ein Interview mit dem Autor im Magazin "Spiegel" neugierig gemacht hatte. Freilich wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass das Buch auch im "Spiegel"-Verlag (via DVA) erscheint. Wer über die Finanzkrise eine Hausarbeit schreiben muss, ist mit diesem Buch gut bedient. Die meisten anderen Menschen aber werden bei der Lektüre einschlafen. Der nächste Crash wird kommen und der Steuerzahler wieder die Zeche zahlen 5 von 5 PunktenSchon etliche Autoren, nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland, haben in den vergangenen Monaten in Sachbüchern versucht, die nach der Pleite der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers ausgelöste schwerste Wirtschaftskrise, die die Welt seit 1929 gesehen hat, in ihrer Entstehung, ihrem Verlauf und ihren Auswirkungen zu beschrieben. Einer der ersten in Deutschland war der FAZ- Redakteur Rainer Hank mit seinem Buch "Der amerikanische Virus" in Februar 2009. Gegen den übereinstimmenden Konsens aller am Diskurs Beteiligten, dass es die Gier der Investmentbanker und der Hedgefonds war, die die Weltwirtschaft in den Abgrund getrieben hat, formulierte Rainer Hank damals schon eine überfällige Gegenstimme zu jener auf allen Kanälen formulierten Empörungsrhetorik, die immer außer acht lässt, dass es eben auch die sogenannten kleinen Leute waren, die sich mit billigen Krediten gerne verführen ließen, und mit dem Run auf die große Rendite für ihre Spareinlagen zu der Gesamtgier nicht unwesentlich beigetragen haben. Hank nutzte damals die Krise, um sich und seinen Lesern einmal Klarheit zu vermitteln über die grundlegenden Mechanismen unseres Wirtschaftssystems. Aus der neuen Wissenschaft der Behavioral Finance" bezog er Erkenntnisse ein und reflektierte die ganze Geschichte auch philosophisch. Puritanismus u n d Gier, Arbeitsethos u n d Spekulationslust, so Hank, waren von Anfang in der US-amerikanischen Version des Kapitalismus vereint. Und auch heute gebe es eine Vielzahl unterschiedlicher Kapitalismussysteme, bis hin zu dem neuen Protektionismus des Barack Obama. Hank nannte die Tatsache, dass der Markt ohne spekulative Zyklen nicht zu haben sei, die große Kränkung unserer Tage. Dieses Auf und Ab von "lustvoller Gier und paniktreibender Angst", an dem sich auch die kleinen Leute beim nächsten Mal wieder beteiligen werden, sei vielen unerträglich. Diese Angst fordere moderierendes, regulierendes und kontrollierendes staatliches Handeln heraus, wie wir es seit Anfang 2009 staunend erleben. Doch so Hank, all das könne bestenfalls die Wiederholung alter Krisen verhindern, denn die möglichen von morgen sind uns noch unbekannt. Zu ähnlichen Schlüssen kommt auch der amerikanische Journalist Andrew Roos Sorkin im vorliegenden Buch über "die Unfehlbaren". Geschrieben wie ein Thriller, zeichnet er aus bisher unbekannten Quellen nach "wie Banker und Politiker nach der Lehman-Pleite darum kämpften, das Finanzsystem zu retten - und sich selbst". Das Buch liest sich spannend, ist auch für Laien gut verständlich und stellt die ganze Geschichte dar wie ein Roman. In einem für die deutsche Aufgabe im Juni 2010 geschriebenen Nachwort, zeigt er sich mit den in der Zwischenzeit getroffenen Entscheidungen vor allem der amerikanischen Politik nur zur Hälfte zufrieden. Noch mehr staatliches Eingreifen könne aber nicht verhindern, dass "immer jemand bereit (ist), ein noch etwas höheres Risiko einzugehen als der andere." Das bedeutet nichts anderes, als das der nächste Crash kommen wird und die Steuerzahler wieder die Zeche zahlen werden. Sherlock Holmes für die Finanzwirtschaft 5 von 5 Punktenwer bisher den nebulösen Analysen der Finanzkrise vertrauen musste, erfährt hier anhand der Chronologie der Katastrophentage, was die wahren Ursachen der Finanzkrise sind und das noch spannend personalisiert. Das Buch sollte zur Pflichtlektüre aller Finanzpolitiker(!), Anleger und Berater werden. Hervorragend auch die Übersetzung des komplexen Stoffes. hinter die Kulissen schauen 5 von 5 PunktenÜber die Finanzkrise, die ganz offiziell im September 2008 über uns hereinbrach, wurde bereits so viel geschrieben, dass ich es beinah Leid war noch ein Buch zu diesem Thema in die Hand zu nehmen. Aber dieses Buch machte mich neugierig. Sorkin erschlägt seinen Leser nicht mit grauer Theorie, die letztlich doch nur die wenigsten verstehen und Zahlen deren Höhe sowieso unvorstellbar sind. Der Autor packt das Thema von einer ganz neuen Seite an. In seinem 600 - Seiten - Wälzer eröffnet er dem interessierten Leser Einblicke in die Welt der Mächtigen. Genau dort wo Weltwirtschaftskrisen und Notfallpläne gemacht werden, schaut er hin und beschreibt was er sieht. Dies geschieht erstaunlich unterhaltsam und dennoch glasklar in der Analyse. Der Journalist Sorkin beobachtet seit einem Jahrzehnt die Wall Street und ist sich heute sicher: "(...) nie zuvor habe ich so tief greifende und dramatische Veränderungen unternehmerischer Paradigmen und eine so spektakuläre Selbstzerstörung geschichtsträchtiger Investitutionen erlebt." Seine journalistische Neugier versucht zu erfassen, welch ein Finanzgewitter da im September 2008 hereinbrach. Er selber sagt: "Dieses Buch ist ein Versuch, die Teile nach und nach zusammenzusetzen." Bei Sorkin lerne ich, vor einer neuen Krise dieses Ausmaßes bin ich erst dann sicher, wenn alle aus dem Versagen der weltweiten Finanzwelt ihre Lehren gezogen haben. Einem Roman gleich beginnt das erste Kapitel im Schneematsch des Frühlings 2008 in Conneticut. Ich treffe auf bekannte und unbekannte Namen der internationalen Finanzwelt, die besorgt und verantwortungebewußt täglich ihren harten Job machen. Ich lerne auch die kennen, die auf das schnelle Geld aus sind. Manchmal komme ich mir beim Lesen wie in der Sandkiste zwischen kleinen Kindern sitzend vor und bin erschrocken darüber, dass Leute die von Neid und Geldsucht regiert werden, soweit aufsteigen konnten. Nach dem Lesen durchschaue ich keinesfalls die internationale Finanzwelt, aber spätestens jetzt weiß ich, dass wir noch immer mitten in der Krise stecken. Überwunden scheint da noch lange nichts zu sein. Längst haben die Banker und Finanzmanager ihre Spielchen wieder begonnen. Vielleicht fühlen sie sich in ihrer Freiheit ein klein wenig beschnitten, aber dies hindert sie nicht daran nichts dazulernen zu müssen. Das schnelle Geld wird bereits wieder verdient. Ein wenig ohnmächtig, weil machtlos bleibe ich in meinem Lesesessel zurück. Ganz sicher höre ich beim nächsten Mal besser zu, wenn es in den Nachrichten wieder einmal um die Neuregulierung der Finanzwelt geht. Denn dies eine habe ich begriffen, solange die Finanzmächtigen uneingeschränkte Macht haben, sind wir vor einer nächsten Krise nicht sicher. |
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Der entspannte Weg zum Reichtum von Susan LevermannGebundene Ausgabe von Hanser WirtschaftPreis bei Amazon: EUR 24,90, Angebote ab EUR 20,89 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3446422528, Erscheinungsdatum: März 2010, Auflage: 1. |
5 Kundenrezensionen:Intelligent, charmant, klar, verständlich, nachvollziehbar 5 von 5 PunktenGerne beschreibe ich meinen ersten Eindruck über das Buch: Intelligent, charmant, klar, verständlich, nachvollziehbar Nur der Titel ist leider etwas missverständlich, denn wenn man den Ratschlägen folgt, wirds wohl eher arbeitsintensiv als entspannt. Aber mit etwas protestantischen Arbeitsethos kann man sich mglw. nach getaner Arbeit entspannt zurücklegen und die Früchte ernten. Auf jeden Fall hat man eine gute Anleitung an der Hand, auf deren Fundament man sich sicher aufs Parkett wagen kann. Dass man damit reich wird, ist eine gewagte Prognose, manchmal ist es ja auch schon ein Erfolg, wenn man wenigstens nicht ärmer wird. ein Anstoß, genauer hinzugucken 5 von 5 PunktenIch möchte das Buch allen empfehlen, die sich selbst als Player an der Börse und das Marktgeschehen besser verstehen wollen. Frau Levermann stellt Fragen, die ans Eingemachte gehen: warum bin ich an der Börse; was will ich hier eigentlich erreichen; wie halte ich`s mit meinen ethischen Ansprüchen; wer oder was bestimmt den Markt; wie kann ich mich als Mensch mit wenig Kapital hier erfolgreich einhaken. Schön ist, dass das Buch nur 250 Seiten hat, didaktisch gut aufbereitet und verständlich ist. Der 1.Teil "Wege durch den Vokabelwald" hat mir sehr geholfen, da ich kaum Wirtschaftskenntnisse habe. Es ist Schwarzbrot;intensiv und machmal lustlos habe ich`s durchkauen müssen, bis die Vokabeln Tiefenschärfe gewannen. Aber nun kann ich mir auch auf einen Blick die wesentlichen Kennziffern einer Aktie erschließen. Drei Dinge sind es, die über Erfolg und Misserfolg an der Börse entscheiden: meine Überzeugungen; mein System , meine Disziplin. Zu allen drei Komplexen argumentiert Frau Levermann plausibel - das macht ihr Buch so wertvoll; sie spricht auch Alternativen an und lässt sie gelten. Wer will kann ja ihr System ausprobieren. Es enthält Indikatoren aus drei Bereichen:Betriebswirtschaft, Trendfolge, Marktmeinung(Analysten). Diese Kombi finde ich plausibel und tragfähig. Ich probiere sie derzeit aus. Mir persönlich wäre eine Reflexion über Exitstrategien noch lieb gewesen. No one is perfect. Besonders spannend finde ich die These von Frau Levermann: gar nicht mehr die einstiegskurse anzugucken und nur alle zwei wochen den aktienmarkt zu betrachten; denn das system macht`s ja. Da merke ich dann doch, dass ich rot sehe. So wirkt das Buch wie ein Spiegel für meine Kontrollzwänge und meine mangelnde Disziplin. Vielen Dank Frau Levermann! was ihnen kein Börsen-Guru erzählen wird 5 von 5 Punktenfindet sich in diesem Buch. Nachvollziehbar werden hier die fundamentalen Daten für die Unternehmensrecherche dargestellt. Für alle, die Ihre Entscheidung zum Aktienkauf selber im die Hand nehmen wollen und dabei die Arbeit der Recherche nicht scheuen. Das beste, das ich bis heute zu diesem Thema zu lesen bekommen habe. Keine obskuren Geheimtips sondern eine ehrliche Arbeitsanleitung. Ich danke der Autorin für dieses Buch. Weder Reich noch entspannt. 3 von 5 PunktenIch befürchte ich werde mich hier mal wieder recht unbeliebt machen. Aber seis drum. Zuerst möchte ich versichern, daß mir die Tatsachen wohl bekannt sind. Frau Levermann war mehrfach unter den Top drei der deutschen Fund Managern, und 2008 erreichte sie sogar (für das Jahr 07 denke ich) den ersten Platz. Mit dem DWS Europe Inovation, DWS Zürich Invest Aktien Deutschland und DWS Provesta ca 2Mrd EUR in Assets unter management. Das ist toll. Wirklich. Ich behaupte, jemand mit Affinität zur Welt der Finanzmärkte weiß sowas einzuschätzen, die Medien offensichtlich aber nicht (TAZ, Spiegel...)!! Die Tatsache das Frau Levermann nicht mal 5 Jahre Überrenditen erwirtschaftet hat macht sie jetzt nicht automatisch zu einer unangefochtenen Autorität in Sachen Geldanlage (jedenfalls nicht für mich). Um da mal ein bisschen die Luft rauszulassen, empfehle ich die Namen ihrer Funds in eine Suchmaschine einzugeben. Dann tauchen in der Regel ein Haufen Anbieter auf, die auch "einen Chart" der Wertentwicklung des Funds zeigen. Meistens gibt es auch die Möglichkeit dann einen Vergleichsindex anzuzeigen (z.B. einfach mal den DWS EUROPE Inovation mit dem EUROSTOXX Tec vergleichen). Das ist dann doch bestimmt für viele recht ernüchternd. Auch unter Frau Levermann haben die meisten ihrer Funds Ende 2007 einen ordentlichen Schlag abbekommen.....und sind inzwischen quasi auf dem Level der Indizes. Mache ich ihr daraus einen Vorwurf. Nein! Das wäre lächerlich und unangebracht. Dazu später mehr. Die im Buch vorgestellte selbstentwickelte Modell ist IMHO weder "Modell" noch "selbstentwickelt". Was in diesem Buch anschaulich, kompetent und rech humorvoll präsentiert wird ist echtes Fundamentales/Value Investing (Frau Levermann nennt ihre Strategie "quantitativ"....IMHO ist eiene "Score Card" Modell für Aktien keine quantitative Strategie. Is aber eigentlich Wurst wie man es nennt.). Ich denke, das ergibt Sinn, was die gute Frau da erzählt. Aber "reich" wird man dadurch nur wenn man es eh schon ist. Und so richtig entspannt muss das dann auch nicht ablaufen. Aus dem simplen Grund: Frau Levermann empfiehlt für den Privatanleger den selben Ansatz den sie als "Long Only" Monstrosität gewählt hat. Das führt zu einer absolut abseitigen Fixierung auf eine einzelne Anlageklasse: "equity" !! Das Anlageuniversum wird auf die Anlage in Aktien beschränkt, Kasse und Festverzinsliche Anlagen massiv unterbewertet (relativ zu ihrem Risiko). Absicherung mittels Derivaten existieren hier nicht. Investments in Rohstoffe nur indirekt (über Aktien). Das halte ich für absolut abwegig. Für Frau Levermann war eine "long only" Strategie quasi institutionelle Vorschrift. Für den Privatanleger ist es das nicht. Eine solche Fixierung auf Aktien führt zu einem Portfolio, das i.d.R. eine höhere Volatilität hat, als der Aktienmarkt selbst und jedem "bear market" schutzlos ausgesetzt ist. Ich verstehe ja, daß die Idee: - suche Beteiligungen an "gesunden Unternehmen" - packe dein Geld da rein - warte bis sie an Wert gewinnen irgendwie anziehend sind und nach gesundem Menschenverstand klingen. Dazu noch ein bisschen Bänker Bashing (die wollen uns ja nur ihre Produkte verkaufen...jepp, but so what?) und schon sonnt man sich als "common sense" Investor, der "dem Wahnsinn" und "der Gier" da draußen widersteht und, let's face it, etwas belächelt. Schlau, nich? Weiß ich nicht! Und mir ist jeder suspekt der sowas behauptet oder sugeriert. Ich halte es für verantwortungslos die Anlagenöglichkeiten so einzuschränken. Ich denke das man mit einer simplen Mischung aus: -ETFs auf Aktien Indizes(MSCI World, S&P500 Retail,), ind Europa, USA und emergin markets -ETFs auf Rohstoffindizes -Far out of the money puts (Optionen ...nicht Optionsscheine!!)auf die Indizes. -den Rest cash und festverzinsliche Wertpapiere eine bessere (risikoadjustierte)Performance zu erzielen ist, als bei den oben genannten funds. Jedenfalls war es bei mir so (was in 2008 an den "Bösen Derivaten" lag). Fazit: Fokus zu sehr auf Aktien und Absicherungsstrategien kommen zu kurz. Hier ist Frau Levermann doch ein Quant....sie vertraut zu sehr auf ihr Modell;) Edit: Ansonsten möchte ich noch erwähnen, das ich Frau Levermanns Engagement bzgl. Ethik im Investment sehr löblich finde. Das ist wirklich einen Gedanken wert und hat IMHO auch nix mit weltfremden "tree hugging" zu tun. Gutes Buch für Börsenneulinge 5 von 5 PunktenHab mir das Buch als Börsenneuling gekauft. Die Kapitel zum Verständnis der Unternehmensdaten und des Aktienmarktes an sich sind meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Den meisten Nutzen aus dem Buch habe ich aber daraus gezogen, dass ich nun Marktschwankungen mit einer viel höheren Gelassenheit betrachte - unglaublich Nerven- und letztlich auch geldschonend! Hätte ich dieses Buch nicht gelesen, wäre wäre mein Depot allein in den letzten 2 Tagen sicherlich - durch Panikverkäufe verursacht - um einige Euros weniger wert gewesen! |
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Glück kann man lernen: Was Kinder stark fürs Leben macht von Ernst Fritz-SchubertGebundene Ausgabe von Ullstein HcPreis bei Amazon: EUR 19,95 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3550087942, Erscheinungsdatum: August 2010 |
3 Kundenrezensionen:Lernen durch Vorbilder statt Ratgeber 5 von 5 PunktenAn sich ist es ja positiv, wenn die Medien auch mal über Schülerinnen und Schüler berichten, die sich auf die Suche nach dem Glück machen. Doch die Gefahr ist groß, dass sich die Aufmerksamkeit so sehr auf den Direktor der Willy-Hellpach-Schule in Heidelberg richtet, dass Wesentliches seiner Erfolgsgeschichte untergeht oder kaum beachtet wird. Zumal Heldenverehrung von einem großen Teil der Zielgruppe nicht besonders geschätzt wird. Hoffen wir, es komme anders. Denn lohnend ist es allemal, sich mit den Ansätzen von Ernst Fritz-Schubert vertieft zu beschäftigen. Der Autor wird damit rechnen müssen, dass einige Leser bemängeln werden, dass er ihre Erwartungen nach übertragbaren Rezepten nicht erfüllt. Denn daran gewohnt, dass sich jede Wissensdisziplin auf einen Lehrplan herunterbrechen lässt, werden sie einen solchen vermissen. Auch weil es ja nicht Fritz-Schuberts erstes Buch über das Schulfach "Glück" ist. Ich konnte bei der Lektüre seines neusten Werks bestens damit leben, dass er sich dem Wunsch nach detaillierten Anweisungen und direkt umsetzbaren Tipps nach wie vor verweigert. Denn das Konzept beruht ja zentral auf dem Glauben, dass es bei diesem "Fach" um eine Denk- und Arbeitshaltung geht, die individuell im konkreten Alltag umgesetzt werden muss. Ganz ohne Mustervorlagen lässt Ernst Fritz-Schubert seine Leser aber nicht zurück. Nur verpackt er sie eben Geschichten, aus denen sie extrahiert werden können. Wenn wir zum Beispiel erfahren, wie die Schule das Problem löste, dass ein Junge nach dem Ausscheiden bei "Deutschland sucht den Superstar" am Boden zerstört war, können wir ziemlich einfach unsere eigenen Schlüsse ziehen. Es ist ja nicht so, dass der Schulleiter und sein Lehrerkollegium den Menschen und seine Verhaltensmuster neu erfinden wollen. Daher finden sich die besprochenen Themen allesamt auch in anderen pädagogischen Büchern. Mit den aufgeworfenen Fragen beschäftigen sich wohl alle, die mit der Institution Schule, dem Bildungswesen und Kindern oder Jugendlichen zu tun haben. Was macht Angst? Wie lernt man aus Krisen? Wie lassen sich innere Stärken entdecken und fördern? Was kann ein gesunder Körper zu einem regen Geist beitragen? Was sind die Unterschiede zwischen Vorbildern und Helden? Wie kommt man von einem Vorsatz zur Tat? Welche Rituale können Verbindlichkeit schaffen und die Gemeinschaft fördern? Und was heißt es letztlich, glücklich zu sein? Im Buch wird also nicht das Unterrichtsfach "Glück" vorgestellt, wie neugierige Leser aufgrund der Berichte in den Medien vermuten könnten. Und die meisten Vorschläge von Ernst Fritz-Schubert sind auch nicht revolutionär. Aber indem die geglückten Umsetzungen an der Willy-Hellpach-Schule in Heidelberg für so viel Aufmerksamkeit sorgten, wird es für Skeptiker einer anderen Denk- und Arbeitshaltung schwieriger, an bisherigen Leistungskonzepten festzuhalten. Mein Fazit: Statt geistige Vorreiter einer anderen Schule nur zu zitieren und wie bisher weiterzumachen, hat sich Ernst Fritz-Schubert ernsthaft überlegt, was geschehen muss, um Kinder für das Leben zu stärken. Und wie sie ihre Erkenntnisse im konkreten Schulalltag umsetzen, steht in diesem Buch. Nicht in der Form eines Lehrplans, sondern in spannende, berührende und übertragbare Geschichten verpackt. Will Eltern und Kindern zeigen, wie sie aus Krisen lernen, wie sie ihre inneren Stärken erkennen und fördern können 5 von 5 PunktenWussten Sie, dass es in Deutschland das Unterrichtsfach "Glück" gibt? Doch, es ist kein Witz, der Autor des vorliegenden Buches für Eltern und andere an der Erziehung und dem Aufwachsen von Kindern beteiligten Erwachsenen, Ernst Fritz- Schubert hat es als Direktor seiner Willy-Hellpach-Schule in Heidelberg eingeführt und hat darüber auch ein Buch veröffentlicht (Schulfach Glück, Herder 2008). Fritz-Schubert ist ein vielbeschäftigter und engagierter Mann. Neben seiner Schulleitungstätigkeit arbeitet er noch als sportpsychologischer Berater der Jugendabteilung des Bundesligavereins TSG 1899 Hoffenheim, die über die Grenzen Deutschland für ihre Jugendarbeit bekannt ist. Beeinflusst von der Lehre Viktor Frankls und der Arbeit von Stephen Shazer hat Fritz-Schubert ein Konzept entwickelt, dessen Ziel es ist, das zu fördern, "was Kinder stark fürs Leben macht". Dazu ist es zunächst wichtig, zu erkennen, wie stark in den letzten Jahrzehnten sowohl die Eltern als auch in der Folge ihre Kinder unter einen massiven Druck geraten sind, ob sie in der heutigen Leistungsgesellschaft überhaupt bestehen können. Eine der schwerwiegenden Folgen dieser Entwicklung ist eine immer stärker werdende Angst vor der Schule und entsprechend schlechte Leistungen, die mit immer mehr Aufwand und Druck ausgeglichen werden sollen. Auf der Strecke bleibt das Selbstbewusstsein der Kinder, ihre Freude am Lernen, ihr Glück. Deshalb setzt Fritz-Schubert genau dort an. Er will - auch mit diesem Buch - Eltern und Kindern zeigen, wie sie aus Krisen lernen können, wie sie ihre inneren Stärken erkennen und fördern können. Er wirbt für eine "Erziehung zum Glücklichsein" und zeigt verständlich und plausibel auf, was Eltern dazu tun bzw. lassen können: * Eine optimistische Grundhaltung fördern * Zu Geduld und Gelassenheit erziehen * Die Freude am Alltag wecken * Krisen konstruktiv bewältigen * Verantwortung übertragen * Vertrauen schenken, Selbstvertrauen stärken * Die kindlichen Ressourcen aktivieren * Verbindlichkeit schaffen * Durch Rituale Gemeinschaft fördern" Wenn man nur bei einigen dieser Haltungen anfängt, sie auch in seinem eigenen Leben zu integrieren versucht, wird sich in der Familie, in der Kindergruppe oder der Schulklasse schon bald Wesentliches verändern. Und von dem Glück der Kinder wird etwas abstrahlen auf die Erwachsenen und ihre Lebenswelt und dann wieder zurück. Das Glück ist sozusagen ein systemischer Kreislauf, der an den unterschiedlichsten Stellen in Gang gesetzt, aber auch gestört werden kann. Dieses Buch ist ein Ratgeber, durchaus, aber er ist viel mehr noch als andere einer, der den Erwachsenen nicht weniger abverlangt als die Vorzeichen in ihrem Leben zu verändern. Kinder fit machen für eine glückliche Zukunft 5 von 5 PunktenDer Autor sagt: "Das Glücksgefühl ist . . . die natürliche Belohnung für unsere Anstrengungen und zugleich Motor für immer neues Tätigsein." Kann man wirklich Glück erlernen? Der Pädagoge Ernst Fritz - Schubert meint: Ja. In Bezug auf unsere Kinder - und wer wünscht sich nicht glückliche Kinder - meint der Autor nicht das Glück, dass so einfach zu haben ist. Glückliche Kinder, die vor dem Computer geparkt groß werden, sind auf längere Sicht nicht die Glücklichen. Glück will erlernt und hart erarbeitet sein, selbst von Kindern. Das Kind, das die Möglichkeit geboten bekommt, dies zu erlernen stellt wichtige Weichen für ein späteres glückliches Leben: "Solche Kinder sind glücklicher und gesünder als diejenigen, die fremde Erwartungen erfüllen oder sich das Gesetz des Stärkeren zu eigen machen." Kinder und Eltern unter Druck Aus Krisen lernen Die inneren Stärken entdecken Erziehung zum Glücklichsein sind Themen dieses Buches. Vom Autor nimmt der Leser gern Ratschläge an, weil man beim Lesen spürt, der Autor ist ein Mann der Praxis. Bei Kindern eine optimistische Grundhaltung fördern, sie zu Geduld und Gelassenheit erziehen, sie an Krisen teilhaben lassen, ihnen früh Verantwortung übertragen, ihnen Vertrauen schenken und somit ihr Selbstvertrauen stärken, sind Kerngedanken die Ernst Fritz - Schubert in seinem sehr guten, sich am Leben orientierenden Buch nennt und beschreibt. Das im Alltag nicht alles an Erziehungsvorhaben so einfach zu vermitteln ist, kann ich als Vater nur bestätigen, dieses Buch formuliert jedoch in selten guter Qualität worauf es ankommt, will man glückliche Kinder für die Zukunft fit zu machen. |
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Scheißkerle: Warum es immer die Falschen sind von Roman Maria KoidlBroschiert von Hoffmann und CampePreis bei Amazon: EUR 17,00, Angebote ab EUR 14,95 ![]() 3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3455501540, Erscheinungsdatum: März 2010 |
Aus der Amazon.de-RedaktionMan soll sich ja eigentlich nicht über Namen lustig machen. Doch bei Roman Maria Koidl wirken sie fast wie ein PR-Gag. Zumindest seit er den Frauenversteher gibt, indem er aus Anekdoten der Gegenseite aus der Warte des Insiders schöpft. Scheißkerle lautet der betont reißerische Titel seines ebenso desillusionierenden wie unterhaltsamen Buches. Die erklärte Absicht: Frauen um die 30, die schon aus biologischen Gründen ziemlich unter Druck stehen, einen Partner zu finden ? und zwar möglichst fürs Leben, wenn sie sich Kinder wünschen ?, die Augen für die Realitäten zu öffnen. Sofern es sich hier angesichts der verdächtigen Klischeehaftigkeit bei der Männerklassifizierung nicht nur um ein zusammenspintisiertes ?Fake? handelt ? wovon wir einmal großzügig ausgehen wollen ?, haben sich die beziehungsgeschädigten Frauen, die Koidl angeblich ihr Leid geklagt haben, erstaunlich weit geöffnet und ihn tief in ihre Seele blicken lassen. Doch Koidl nimmt nicht nur den Machismo aufs Korn, wenn er beispielsweise auffällige Verhaltensweisen wie ungewohnte Fürsorge, plötzliches Blumenschenken oder nie gekannte Hochform im Bett als sichere Indizien für Fremdgehen entlarvt, er führt auch den lustlos gewordenen Couchpotato vor, der es sich bei seiner Ersatzmutti gemütlich eingerichtet hat. Doch nicht nur die Männer kriegen ihr Fett weg. Koidl geht durchaus auch mit den typischen Machtspielchen der Frauen zu Gericht, indem er beispielsweise die auf sich selbst fixierten ?Gefall-Töchter? geißelt, denen es weniger um Sexualität geht als darum, den triebgesteuerten Männern schöne Augen zu machen und sie mit ihren körperlichen Reizen zu locken. Auch wenn der Autor im zweiten Teil dann auch noch auf Analytiker macht, der sich mit den tiefenpsychologischen Ursachen der weiblichen Sehnsüchte und ihren vorprogrammierten Enttäuschungen auseinandersetzt, eher leichte Kost als starker Tobak. ? Franz Klotz 5 Kundenrezensionen:Das Buch ist ein "MUST HAVE"!!! 5 von 5 PunktenDas Buch ist ein MUST HAVE" für jede Frau! Und nicht nur für die, die auf der Suche sind! Auch die, die schon einen haben, der zuhause sitzt und immer nur kuscheln will und im Internet surft, sollen dieses Buch schleunigst lesen. Ich habe das Buch Scheißkerle" von Roman Maria Koidl von einer Freundin geschenkt bekommen, nachdem ich in dem vergangenen Jahr viele Männer kennengelernt habe, aber nie etwas daraus geworden ist. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Ich bin absolut begeistert! Und fassungslos. Diese Scheißkerle... Wie macht Herr Koidl das nur? Er scheint tatsächlich alle meine Flirts, Bekanntschaften und Ex-Freunde zu kennen. Teilweise habe ich mich richtig erschrocken, wie genau die Aussagen des Buches mit denen meiner Verflossenen übereinstimmen. Mit erschreckender Ehrlichkeit und einer gehörigen Portion Humor analysiert Koidl die unterschiedlichsten Männertypen, ihr Verhalten, ihre Intentionen, ihre Beweggründe. Und das spannendste, Koidl nimmt sich nicht nur der Männerseite an, sondern auch der der Frau, indem er die Bindung einer jeden Frau zum eigenen Vater mit der Suche nach dem Richtigen in Beziehung setzt. Das Buch sollte zur Pflichtlektüre einer jeden Frau werden! Man weiß definitiv nach diesem Buch, wann man seine Zeit nicht mehr mit dem Falschen verschwenden und sich aus dem Staub machen sollte, um endlich den Richtigen zu finden! Scheißkerle...wirklich alle?? 2 von 5 PunktenIch hatte mir definitiv mehr unter dem Titel "Scheißkerle" vorgestellt. Jedoch war ich nach der Hälfte relativ ernüchtert. Nachdem ich bereits "Liebe dich selbst und es ist egal wen du heiratest" als Ratgeber von einer Psychologin gelesen hatte, war ich bereits begeistert von der Thematik. Jedoch merkt man, dass es sich bei diesem Auto leider um einen blutigen Anfänger handelt. Das Buch ist sehr einfach und zusammenfassend geschrieben. Daher hat es auch nur knapp 220 Seiten. Der erste Teil behandelt die unterschiedlichen Arten der "Fremdgänger" und "Betrüger". Doch schon hier wird ein Schema für alle Männer erstellt. ACHTUNG junge Damen. Bitte genau differenzieren. Die Gefahr für junge Frauen liegt meiner Meinung darin, dass sie ängstlich in die nächste Begegnung mit einem Mann gehen könnten bzw. diese Worte immer im Hinterkopf haben könnten. Bitte macht euch ein eigenes Bild und haltet euch nicht an alles was Herr Koidl schreibt. Folgt eurem Herzen und dann werdet ihr das Richtige tun. Hingegen die, die wirklich an einen Sadisten geraten sind, finden hier wohl fundiertes Wissen. Herr Koidl ist ein Genie 3 von 5 PunktenEin Buch, dass der Papst unbedingt lesen sollte... Herr Koidl hat ja recherchiert, dass in einer Woche 10 Millionen Männer ins Bordell gehen - oder eben zu ihren Geliebten oder zu Kirchen-Internatsschülern... In einem Monat sind das also 40 Millionen Männer oder 1,2 Millionen am Tag... - Mit dieser ganz erstaunlich neuen und wunderbaren Erkenntnis liefert Koidl einen wichtigen und geradezu sensationellen Beitrag für das lebenswichtige Plädoyer für Geburtenkontrolle und Aidsbekämpfung in Afrika. Denn mit diesem millionenfachen Bekenntnis deutscher Biedermänner lässt sich nun ganz locker eine Volksbefragung zur Grundgesetzänderung im Sinne des Satzes von Immanuel Kant durchführen und gewinnen, der da lautet: "Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde". Da nach Aussage von Koidl alle Männer so handeln, müsste es also auch deren Wille sein, dass ihr Handeln in Bordellen als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelte, weil Herr Koidl ja für mehr Ehrlichkeit in Beziehungen plädiert - Wenn dann das Grundrecht auf Bordellbesuche im Grundgesetz verankert ist, muss sich auch der Papst, der ja beKanntlich Philosoph ist, daran halten, sonst verstößt er gegen die allgemeingültige, gesetzlich vorgeschriebene Ordnung. Und da die Männer in Afrika sicher die gleichen Bedürfnisse haben wie in Deutschland und innerhalb der Kirche, wird der Papst die Kondomindustrie beauftragen müssen, den Bedürfnissen der Männer hier wie in Afrika wenigstens durch Lieferung von genügend Kondomen Einhalt zu gebieten... ;-) Nur die FALSCHEN sind Scheißkerle! 5 von 5 PunktenJa, auch ich habe mir das Buch gekauft und gelesen und dann gleich an meine Tochter weitergereicht, die die 30 bereits überschritten hat. Auch sie, genau wie ich, hat sich von ihrem Mann getrennt und das nur, weil er ein Scheißkerl ist. Alkohol und Drogen bestimmen sein Leben, was vor der Hochzeit nicht so aufgefallen ist. Meiner dagegen war ja soweit in Ordnung. Dieses Buch hat uns nun die Augen geöffnet, wodurch wir unsere Männer verstehen lernen. Es ist einfach unterhaltsam und hilfreich bei der Suche eines geeigneten Partners. Es hilft, Fehler zu vermeiden, die später sehr weh tun können. Scheißkerle sind in meinen Augen nur Männer, die eine Frau hintergehen, betrügen, belügen oder gar gewalttätig werden. Alle anderen sind doch in Ordnung. Bei einer Passage kam es mir vor, als wurde hier gerade ein Promininter beschrieben, der viele Frauen gleichzeitig beglückte. Und was der sich alles einfallen lassen musste, damit keine seiner Geliebten etwas merkt - echt gut beschrieben. Das Buch ist und bleibt ein Renner - das bestelle ich gleich nochmal! Danke Daddy: Zeig mir 100 Männer und ich find den Scheißkerl 5 von 5 PunktenIch bin fast 30. Single. Obwohl ich nicht schlecht aussehe, studiert habe und weiß, was ich will - muss dazu gesagt werden. Ein Rätsel also. Ich gehöre somit zur absoluten Zielgruppe dieses Buches. Scheißkerle". Ja, da gab es schon so einige in meinem Leben. Wunderbar, endlich das Buch, das mich über meine anscheinend unqualifizierte und ineffiziente Wahl an Männern aufklärt. Und auch noch ein Sachbuch. Her mit der Wahrheit, denke ich, lehne mich zurück und fange an zu lesen. Nach den ersten Seiten weiß ich, dass das Buch jeden Euro wert ist. Ich springe wütend umher, schimpfe auf diverse Scheißkerle in meiner Beziehungsvergangenheit, auf Herrn Koidl, dass er mit dem Buch nicht eher rausgerückt ist und auf mich selber, wie blind ich eigentlich gewesen bin. Dann lese ich weiter. Jede der 240 Seiten lohnt sich. Das Buch ist wunderbar geschrieben, sachlich und unterhaltsam zugleich und die köstlichen narrativen Momente der verschiedenen Erzählungen aus dem Leben junger Frauen helfen einem über die unerbittliche Wahrheit des Buches hinweg. Unzensiert und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, klärt Roman Maria Koidl über verschiedene Männertypen (der Alle-zwei-Wochen-Mann, die Nicht-bereit-Experten, Die Bad Boys, Sexmuffel, der Serientäter, der Privatpatient, etc.) und ihr Verhalten auf und reflektiert im Gegenzug die Reaktionen der Frauen im Umgang mit diesen Kerlen. Herr Koidl hat nicht nur genau zugehört, sondern haarscharf reflektiert, die emotionalen und sozialen Systeme hinter dem Handeln von "Frau sucht Mann" analysiert und schonungslos die wichtigsten und aussagekräftigste Handlungsschemata der "Scheißkerle" abgebildet. Und das in einer Klarheit und Deutlichkeit, die jeder Frau den Kopf über die eigene Naivität schütteln lässt und gleichzeitig Mut macht, beim nächsten Mal die, Zitat Koidl, "Haifische" ein wenig eher zu entlarven. Doch Koidl ordnet nicht nur die falschen Männer in entsprechende Typen, er wagt es auch, eine Begründung für die falsche Wahl zu formulieren. In der zweiten Hälfte des Sachbuches erklärt der Autor den Zusammenhang zwischen der väterlichen Prägung der Frau in der Kindheit und der späteren Suche nach dem Richtigen. Ob der Vater nun durch eine omnipräsente Dominanz oder bloße Abwesenheit das Beziehungssystem zur Tochter prägte, diese Vater-Tochter-Beziehung ist entscheidend für die spätere Männerwahl im Leben einer Frau. Der Abschluss des Buches stellt mein persönliches Highlight dar. 18 1/2 knapp und präzise formulierte Ratschläge für jede Frau, wann man, bei welchen männlichen Verhaltensauffälligkeiten, sofort das Weite suchen sollte. Großartig! Kopieren und an alle Freundinnen verteilen! Liebe Mädels, Frauen, Single, Gleichgesinnte, das Buch lohnt sich. Lest es, ordnet die Scheißkerle, reflektiert euer Handeln und dann ab ins Haifischbecken! |
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Irre - Wir behandeln die Falschen: Unser Problem sind die Normalen - Eine heitere Seelenkunde von Manfred LützGebundene Ausgabe von Gütersloher VerlagshausPreis bei Amazon: EUR 17,95, Angebote ab EUR 13,00 ![]() 3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3579068792, Erscheinungsdatum: Sept. 2009, Auflage: 16 |
Aus der Amazon.de-RedaktionHitlers Taten waren abscheulich. Doch der Diktator war nicht psychisch krank, sondern normal. Statistisch gesehen verüben psychisch Kranke sogar weniger Straftaten als Normale, weiß Psychiater Manfred Lütz aus dem Klinikalltag zu berichten. In seinem Streifzug durch die Spielarten der menschlichen Psyche versucht der Autor, das Wesentliche von Psychiatrie und Psychotherapie darzustellen. Prima, wenn endlich jemand anschaulich erklärt, worüber viele sprechen, aber nur wenige wirklich eine Ahnung haben. Hauptsächlich dreht es sich um psychische Krankheiten und gängige Therapien. Zunächst führt uns Lütz jedoch vor Augen, wie sehr das Verhalten psychisch Gesunder seltsame Blüten treibt. ?Normalos?, die in stumpfer und spießiger Atmosphäre vor sich hindümpeln, bekommen genau so ihr Fett ab wie diejenigen, die Blödsinn professionell erzeugen. Dazu zählt Lütz die Ergüsse von Dieter Bohlen, Paris Hilton oder wilde esoterische Pendeleien. Zugegeben, das Inhaltsverzeichnis sieht arg nach Seminararbeit aus. Die Stärke des Buches macht aus, dass Lütz viele plastische Beispiele anbietet, um nackte Theorie mit Leben zu füllen. So verstehen Laien besser, was zum Beispiel Depressive von Manikern unterscheidet. Und wenn wir erfahren, wie eine Patientin einmal die Bundeswehr aufmischte, öffnet sich die Pforte zum Reich der netten Anekdote. Bei der neuen ?Volkskrankheit? Alzheimer konstatiert Lütz: ?Wie eine Gesellschaft mit ihren Demenzkranken umgeht, das ist die Nagelprobe für ihre Menschlichkeit.? Ergo ist die von Lütz angekündigte ?heitere Seelekunde? so lustig nun auch wieder nicht. Tatsächlich fehlt es Lütz nicht am nötigen Ernst, wenn etwa dargelegt wird, wie wenig Wahlfreiheit Süchtige haben, was im Wahnsystem schizophrener Patienten passiert oder wann Psychopharmaka eine befreiende Wirkung entfalten. Dass wir die Falschen behandeln, wie der Untertitel des Buches reißerisch ankündigt, erweist sich als zu viel des Guten. Auf alle Fälle gilt: ?Das mutwillige oder zynische Suchen nach Defiziten bei gesunden Menschen ist menschenunwürdig?, wie der Psychiater und Arzt vor Risiken und Nebenwirkungen der Lektüre warnt. Und während die einen die bisweilen betont locker-flockige Art des Autors weniger mögen, sehen andere darin eine souveräne Haltung voll heiterer Demut. Unter dem Strich lautet deshalb die Diagnose des Kritikers: Prädikat wahnsinnig lesenswert! ? Herwig Slezak 5 Kundenrezensionen:buch 4 von 5 Punktenhab es selber noch nicht gelesen, war ein geschenk für meinen freund der sehr begeistert davon ist Na ja, hatte mir mehr erwartet 3 von 5 PunktenIch habe dieses Buch geschenkt bekommen, selbst hätte ich es mir wahrscheinlich nicht gekauft. Aber da ich es nun einmal hatte, hab ichs natürlich auch gelesen und bin insgesamt nicht besonders begeistert. Ich hatte irgendwie eine kritische Auseinandersetzung mit unserer Gesellschaft und deren Umgang mit psychisch Kranken erwartet, aber darum ging es eigentlich gar nicht bzw. nur am Rande. Stattdessen präsentiert der Autor im 1. Teil eine Plattitüde nach der anderen, nach dem Motto "Hitler und Dieter Bohlen waren/sind auch nicht psychisch krank, obwohl sie sich auffällig verhalten (haben)". Mal abgesehen davon, dass ich das eine sehr gewagte These finde, verfehlt der Autor meiner Meinung nach damit völlig das Ziel seines Buches und verabschiedet sich damit auch von jeder Seriösität und jedem fachlichem Anspruch. Den 2. Teil fand ich etwas gelungener, hier beschriebt er verschiedene psychische Erkrankungen mit einfachen Worten und schafft es zumindest, dem psychologisch und psychiatrisch Interessierten einen ersten Überblick zu geben. Mehr aber auch nicht. Insgesamt war das Buch für mich eine Enttäuschung. Ich würde es nicht weiterempfehlen. Sehr interessant 5 von 5 PunktenDieses Buch liest sich nicht einfach wenn man nicht vom Fach kommt. Es ist aber trotzdem auch für jemanden der sich nicht mit Psychischen Krankheiten auskennt empfehlenswert. Ich kann es sehr empfehlen. "Dummschwätzer" 1 von 5 PunktenIn den verschiedenen Rezensionen ist schon ausführlich über die inhaltlichen Schwächen geschrieben worden. Schaut man sich nun das Schriftbild an, die fetten, grau gehaltenen Überschriften, die Absätze welche durch Leerzeilen hervorgehoben werden, das Durcheinander bei den Numerierungen, den Schriftarten und vieles mehr, so wird man doch stutzig, wenn man sich vorstellt, dass der Autor Psychiater ist und eigentlich wissen müsste was Menschen anspricht. Ich bin eine Leseratte, habe es aber nicht geschafft dieses Buch bis zum Ende zu lesen. Doch noch etwas zum Inhalt..... Heinz Becker würde alles mit einem Wort zusammenfassen: "Dummschwätzer". Keine Bettlektüre 4 von 5 PunktenVon dem Buch "Irre - wir behandeln die Falschen" habe ich ein kurzweiliges Werk erwartet, im Stile von Eckart von Hirschhausen, also quasi comedy-tauglich. Es ist zwar heiter geschrieben, erfordert aber weit mehr Konzentration, als ich gedacht habe. Gut zu lesen ist es dennoch auch sehr interressant und mit Passagen zum Schmunzeln, aber aus meiner Sicht als Bettlektüre und/oder Schenkelklopfer nicht geeignet. |
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Das Dschihadsystem - Wie der Islam funktioniert von Manfred Kleine-HartlageBroschiert von Resch, GräfelfingPreis bei Amazon: EUR 19,90, Angebote ab EUR 16,40 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3935197969, Erscheinungsdatum: Juli 2010, Auflage: 1. |
4 Kundenrezensionen:Fundierte und glasklare Analyse 5 von 5 PunktenDem Autor und Verlag gebührt höchster Respekt und Dank! Eine unverzichtbare Darstellung in der Auseinandersetzung mit dem Thema Islam in unserer Gesellschaft. Wer sich über die Zukunft Europas ernsthaft Gedanken macht und sachlich informieren will, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Die aktuellen Diskussionen drohen völlig aus dem Ruder zu laufen und bedürfen dringend der wissenschaftlichen Begleitung. Dazu leistet dieses Buch einen wertvollen Beitrag. Wer den Islam als gesellschaftliches System verstehen will, sollte dieses Buch lesen. Für Islam-verstehen-Woller 5 von 5 PunktenUnvoreingeigenommenheit kann man dem Autor nicht gerade vorwerfen. Seine islamkritische Haltung wird bereits auf der ersten Seite an Hand von blumigen Beispielen deutlich. Meiner Meinung nach überflüssig, bereits an dieser Stelle und noch vor der späteren ausführlichen Analyse und der Beantwortung des "warum ich das so sehe" hier (scheinbare) Klischees bedienen zu müssen. Das Buch hat einen Aufreißer in dieser Form schlicht nicht nötig, sondern setzt sich entgegen dem ersten Eindruck zwar kritisch, aber durchaus fundiert und analytisch mit dem Thema Islam auseinander. Na gut, auf der anderen Seite: Wer dem Islam nicht kritisch gegenüber steht, wird dieses Buch vermutlich kaum lesen. Was ich schade finde, denn es gelingt dem Autor durch seine jederzeit nachvollziehbaren Schlussfolgerungen und ausgehend von dem, was der Islam selbst als Pfeiler seines Weltbildes ansieht, eine stimmige Argumentation dafür aufzubauen, warum der Islam und eine freiheitlich-demokratische Denk- und Lebensweise so ihre gegenseitigen Probleme miteinander haben. Durch dieses Buch habe ich begriffen, dass die "unsrigen", aus der westlichen Welt geprägten Werte von Moral und Ethik eben nicht universell sind (und letztlich auch nicht sein können). Dabei half die Herangehensweise von Kleine-Hartlage ungemein, trotz seiner islamkritischen Haltung nicht pauschal in stupides "gut" oder "böse", gemessen an den westlichen Wertevorstellungen, zu urteilen, sondern vielmehr Ursache und Wirkung verschiedener Aspekte und Inhalte, die der Islam größtenteils selbst als Dogma definiert, in analytischen Zusammenhang zu stellen und erst im zweiten Schritt an Hand von typischen Verhaltensweisen, duch die Muslime auch bei uns zunehmend wahrgenommen werden, zu verdeutlichen. Die gezogenen Schlussfolgerungen aus Sicht eines Soziologen (und nicht eines Theologen, Politikers, Weltverbesserers,...), der naturgemäß das Zusammenleben(!) von Menschen betrachtet und das Handeln eines Kollektivs auf der Grundlage von nachvollziehbaren Fakten erklärt, sind dabei sehr einleuchtend. Mit hat das Buch jedenfalls sehr dabei geholfen, den Islam und seine Funktionsweise besser zu verstehen (wie es der Untertitel ja auch sagt). Auch Muslime haben natürlich - wie alle anderen Menschen auch - Gründe dafür, dass sie so sind, wie sie sind. Um diese zu verstehen, leistet dieses Buch einen wertvollen Beitrag. Es ist dringend geboten, über die Konsequenzen, die die aus dieser Erkenntnis ergeben, auch endlich öffentlich zu debattieren. Politische Pflichtlektüre 5 von 5 PunktenPflichtlektüre für alle, die die Ursachen und inneren Zusammenhänge verschiedener Phänomene, die von der Zunahme der Zahl der Muslime in Deutschland und anderen europäischen Ländern begleitet werden, wie Ghettobildung, Bildungsdefizite und überbordende Gewaltkriminalität moslemischer Jugendlicher und zunehmender Ausrichtung offizieller Politik auf die Interessen der Muslime verstehen möchte. Mit genauen Blick und treffenden Analysen beschreibt der Autor den Prozeß der schleichenden Islamisierung unserer liberalen Demokratien und ihrer Transformation in islamische Staatsgebilde, nennt Ursachen, Akteure und Folgen dieser Entwicklung. Mittel zur Abwehr nennt er leider kaum, es bleibt zu hoffen, dass möglichst viele dieses Buch lesen werden und Wege zur Umkehr finden werden. Die Tiefe und Schwere der Herausforderung, die uns hier gestellt wird, erkennen bisher nur wenige, es erfordert einen vollständigen Bewußtseinswandel und eine Abkehr von der bisherigen Politik. Es bleiben uns noch etwa 10 Jahre, in dem sich das weitere Schicksal Deutschlands und ganz Europas entscheiden wird, der Weg vor uns liegt im Dunklen. Eines der wichtigsten Bücher der kommenden Jahre für engagierte Menschen, die die kommende Diktatur verhindern und ihren Kindern noch eine lebenswerte Zukunft offen halten möchten. Ein wichtiges Buch 5 von 5 PunktenDieses Buch muß man allen empfehlen, die sich für das Thema "Der Islam in Europa" interessieren. Insbesondere all denjenigen, die sich von Berufs wegen damit befassen müssen, in erster Linie wären das unsere Politiker. Der Verfasser hat sich intensiv mit der Bedeutung des Islam, für seine Dominanz des gesamten politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Lebens der ihm zugehörigen Völker, auseinandergesetzt. Erhellend sind vor allem die von ihm vorgelegten Beweise, die auf ein umfangreiches Quellenstudium zurückzuführen sind, wie der Isalm "tickt",was seine unabdingbaren Ziele sind, was angestrebt wird. Der Islam verpflichtet die ihm zugehörigen Menschen, zu seiner Ausbreitung und letztlich zu seiner Herrschaft beizutragen. Ein entweder oder gibt es nicht. Man kann nur zu dem zwangsläufigen Schluß kommen, daß es einen gemäßigten Islam - den euphemistisch sogenannten "Euro-Islam" - niemals geben kann und wird. Und es zeigt auch schlüssig auf, weshalb eine Integration, so wie wir sie verstehen, nicht möglich ist. |
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