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Produkt-Bild: Die vergessene Generation: Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen

Die vergessene Generation: Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen von Sabine Bode

Taschenbuch von Piper
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 8,20

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3492244033, Erscheinungsdatum: März 2010, Auflage: 14
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5 Kundenrezensionen:

Nicht für jeden, aber für Betroffene Eltern wie Kinder vielleicht eines der wichtigsten Bücher
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Dieses Buch erreicht eine objektive, detaillierte Analyse der psychologischen Folgen von Kriegserlebnissen im Kindheitsalter und deren Auswirkungen auf den Erwachsenen. Primär ist Die vergessene Generation" geschrieben für Menschen, die zwischen 1930 und 1945 in Deutschland geboren wurden. Aber, und das erscheint mir noch wichtiger, auch für deren Kinder. Ich bin Kind von Kriegskindern, und habe mich lange Jahre gefragt, warum meine Eltern so sind wie sie sind. Erst mit diesem Buch, erst mit dieser psychologischen Deutung von habe ich verstanden, woher ich komme und wie sich die Kriegserlebnisse meiner Eltern in mir manifestieren. Aus der Perspektive des Kindes von Kriegskindern kann dieses Buch dem gewillten Leser der erste Anstoß sein, den wichtigsten aller Schritte zu vollziehen: mit seinen Eltern endlich ins Reine zu kommen und endlich zu verstehen, warum sie sind, wie sie sind. Und obwohl es eben nur der erste Anstoß sein kann, so ist es für mich eines der wichtigsten Bücher, die ich je gelesen habe - auch wenn das für andere Menschen anders sein mag. Eben ein Buch, das nur für eine bestimmte Zielgruppe geschrieben wurde.
Eltern verstehen lernen
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Hallo, mir hat das Buch ganz einfach geholfen, zu verstehen warum meine Eltern manchmal so reagieren, wie sie reagieren. Trotzdem das ich schon erwachsen bin. Und gerade weil meine Eltern gelegentlich eigenartig sind.
Lesen
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Nachdem ich als Betroffener Bodes Buch "Kriegsenkel" gelesen hatte und dieses mir viele Fragen meiner Biografie klarer macht, habe ich dann sofort im Anschluss das Buch "Die vergessene Generation" lesen müssen.

Von Konzept ähnlich aufgebaut wie Kriegsenkel, beschäftigt es sich primär mir den - bis heute oft unverarbeiteten - Schicksalen der Kriegskinder, also der Menschen, die zwischen 1930 bis kurz nach dem Krieg zu Welt kamen und zeigt exemplarische Schicksale auf inkl. der Konsequenzen, die dies für die Betroffenen und auch deren Kinder hatten.

Mir ist noch mehr klar geworden, wie der Schrecken des Krieges und der Zerstörung in uns Deutschen gegenwärtig ist und wie er bei Eltern und Kindern das Leben und seine Perspektiven bestimmt.

Bode hat sich ihren schriftstellerischen Schwerpunkt einem sehr wichtigen Thema, dem Einfluss von (oft verdrängten) Kriegstraumata auf das Leben der Betroffenen und der nachfolgenden Generationen ausgerichtet.

Es handelt sich um wichtige und auch klärende Bücher, deren Lektüre ich unbedingt empfehle. Das gilt ebenso für das dritte Buch zum Thema "Die deutsche Krankheit - German Angst".

Leseempfehlung!
Neuer Blick auf alte Generation
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Dieses Buch war für mich sehr hilfreich. Ich habe meine Kindheit nach dem Lesen in einem allgemeinen Kontext sehen können. Nun endlich weiß ich, wo die unseligen Erziehungsmethoden herkommen, mit denen ich aufwuchs. Da ich auch schon einen Teil meiner Autobiographie geschrieben hatte, muss ich diese nun überarbeiten. Habe das Buch an viele Bekannte und Verwandte weiter empfohlen.
Endlich die Antworten auf ewig lange Fragen!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Wirklich gut recherchiertes Buch mit vielen Antworten auf Fragen, die uns -- den Nachkommen der Kriegsgeneration -- sicherlich schon viele Jahre geplagt haben. Sabine Bode schlüsselt das bis jetzt ignorierte Thema der Kriegskinder auf und hat bei ihren Interviews mit ehemaligen Kriegskindern die oft nicht wahrgenommene Traumatisierung dieser Zeit entdeckt. Die teilweise daraus resultierenden Verhaltensstörungen gaben mir jedenfalls eine Erklärung für vieles, das in unserer Familie schief lief. Lange überfälliges Buch!
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Produkt-Bild: LTI: Notizbuch eines Philologen

LTI: Notizbuch eines Philologen von Victor Klemperer

Broschiert von Reclam, Ditzingen
Preis bei Amazon: EUR 9,90, Angebote ab EUR 8,27

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3150201497, Erscheinungsdatum: Dezember 2007, Auflage: Nachdruck der 22. Auflage 2007.
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5 Kundenrezensionen:

was für ein Buch!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ein Buch über die Sprache des Nationalsozialismus, das zum Nachdenken anregt und nie ohne Wirkung bleibt!

Das Buch ist eine angenehme Mischung aus persönlicher Beobachtung und wissenschaftlicher Analyse, spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Eines jener Bücher, die Spuren hinterlassen.
Das Buch kann einem die Augen öffnen...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich kann mich meinen Vorrezensenten nur anschließen. Victor Klemperers LTI (Lingua Tertii Imperii - Sprache des dritten Reichs) ist ein Buch, das eigentlich jeder gelesen haben sollte, der sich mit der deutschen Sprache beschäftigt. Man entdeckt in diesem Buch viele Beispiele für die Manipulation durch Sprache, die im Nationalsozialismus üblich gewesen ist und die sich tatsächlich in allen Bereichen durchsetzen konnte. Hier ist das sehr schön dargestellt u.a. anhand eines Aufrufs an Apotheker sich der Anwendung einheimischer Tees zu bemühen. Eben hier wird auch erklärt wie der nationalsozialistische Sprachstil in die wissenschaftliche Sprache Einzug hielt. Das Buch ist nicht im eigentlichen Sinne wissenschaftlich aber sehr scharfsinnig und objektiv mit Kapiteln, die in Form von Essays grade auf eigene Erlebnisse Bezug nehmen. Das Buch erhellt, wie die Sprache des Nationalsozialsmus enstand, besonderes Augenmerk ist hier auch bei Vergleichen zum italiensichen Faschismus. Ein wichtiger Punkt ist auch der vielleicht aus heutiger Sicht völlig unverständliche Führerkult, der hier seinen grotesken Ausformungen, die Klemperer im Alltag begegneten, beschrieben wird. Das Buch ist absolut empfehlenswert und lässt einen auch über den heutigen und nicht zuletzt den eigenen Sprachgebrauch weiterdenken, schließlich hat sich erstaunlich vieles aus dieser Zeit bis heute erhalten...
LTI Ein Anstoß zum Denken
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich, als "Ossi", habe LTI durch einen Zufall in die Hände bekommen. Schon nach ein paar Seiten war mir nicht klar, wie diese Buch durch die DDR-Zensur gekommen ist. Die Gleichheit des Sprachgebrauchs im "dritten Reich" und in der DDR war frappierend. Gab es da sonst noch Gleichheiten? Für einen 18 jähriger SED-Genosse war dieses Buch ein Schock. Ich habe es mehrmals hintereinander gelesen. Und im nachhinein bin ich mir sehr sicher, dass dieses Buch für mich der erste Anstoß war, mich der bürgerlichen Demokratie zuzuwenden.
Vielen Dank und Respekt Prof. Dr. Klemperer
herausragend gut
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
wer das 3. Reich verstehen will, der sollte LTI lesen. Aus einer anderen als der üblichen Sichtweise wird untersucht, warum es so kommen konnte.
Lesen!!
Nazisprache und Gegenwart
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Was man aus Viktor Klemperers hervorragendem Buch vor allem lernen kann, ist, dass sehr viele Begriffe der Nazibarbaren bis in unsere gegenwärtige Gesellschaft erhalten geblieben sind und sich viele Menschen nicht darüber im Klaren sind, woher das eigentlich stammt. Die zweite Lektion, die man lernen kann, ist, dass die gleichen Mechanismen heute immmer noch gebraucht werden, um gegen Menschen zu hetzen; die gegenwärtige Diskussion um "Arbeitsunwillige" und dergleichen mehr, lässt ahnen, wie tief verwurzelt die faschistoide Denkweise und der demagogische Sprachgebrauch in Deutschland sind.
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Produkt-Bild: Böse Orte. Stätten nationalsozialistischer Selbstdarstellung - heute

Böse Orte. Stätten nationalsozialistischer Selbstdarstellung - heute von Stephan Porombka, Hilmar Schmundt

Gebundene Ausgabe von Claassen Verlag
Preis bei Amazon: EUR 4,99, Angebote ab EUR 3,00

2,5 von 5 Punkten
2,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3546003802, Erscheinungsdatum: 2005, Auflage: 1
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Aus der Amazon.de-Redaktion


Überall in Deutschland findet man architektonische Spuren des NS-Staats und seiner baulichen Selbstdarstellung. "Deutschland ist ein Freilichtmuseum", heißt es im Vorwort, "vollgestellt mit Ausstellungsstücken aus der Zeit des Terrors". Die Geschichte viele dieser Stätten kennen freilich längst nur noch Kundige, weil anders als bei manchem ehemaligen Nazi-Prunkbau, kaum mehr etwas zu sehen ist, das von der Vergangenheit des Ortes, seiner damaligen Nutzung und Bedeutung kündet. Bei manchen hat man an historischer Stätte Orte der Aufklärung über die Diktatur und des Gedenkens an ihre Opfer geschaffen.
Böse Orte haben Stephan Porombka und Hilmar Schmidt die von ihnen herausgegebene Sammlung von Besichtigungsberichten überschrieben, die uns an Orte führen wie die Stelle über dem Führerbunker, in dem Hitler seinen Untergang erlebte (Henrik M. Broder hat hierzu einen glänzenden Aufsatz beigetragen), oder auf den Obersalzberg, zum ehemaligen Nürnberger Reichsparteitagsgelände, in das Kraft-durch-Freude-Bad in Prora an der Ostsee oder in die Schorfheide nach Carinhall, wo der Waldhof Hermann Görings stand. ?"Kein anderes Land verfügt über eine derartige Fülle von zweifelhaften Denkmälern" und das Interesse an ihnen nimmt zu, was mittlerweile auch die Touristikbranche für sich zu nutzen weiß?
"Unproblematisch ist das nicht", wissen die Herausgeber, und geben mit diesem Band zugleich zehn lesenswerte Antworten auf die sich aufdrängende Frage, welche Form des Gedenkens an Orten wie den oben genannten, denn angemessen sein könnte. -- Hasso Greb
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5 Kundenrezensionen:

Gesinnungsbuch
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Schon der Titel ist doch bellawuppdich; was ist denn, bitteschön, am Flughafen Tempelhof oder am Olympiastadion 'böse'?
Genausogut könnte man auch St. Petersburg als böse Stadt bezeichnen, denn der Zar ließ an einem absolut ungeeigneten Ort eine Barockstadt aus den Sümpfen stampfen, das hat zehntausende von Arbeitern das Leben gekostet.
Unter einem bösen Ort könnte ich mir Auschwitz oder Lamsdorf vorstellen.
Oder das Bundeskanzleramt, na, Scherz beiseite, über das Elefantenklo kann man ja nicht mal lächeln...
Böse Orte
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Ein Buch das man NICHT KAUFEN sollte, schade für das Geld, es ist eine reine Volksveraschung, und im Zeitgeist unserer heutigen BRD geschrieben.

Wenn schon Geister auf dem Obersalzberg beschrieben werden...sagt das alles über die Autoren....

Laßt die Finger davon, Ihr Ärgert euch nucr über den kauf.

KuGra
Fehlkauf
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Nach dem Titel erhoffte ich in diesem Buch etwas über die Gr0ßbauten des Nationalsozialismus zu erhoffen. Ich gehöre nicht zu jenen, welche an solchen Orten dem Tode Adolf Hitlers hinterhertrauern, vielmehr sind auch diese Bauten Bestandteil deutscher und europäischer Geschichte. Nur durch realistische Relikte wird Geschichte begreifbar. In der NS-Zeit wurden ebenfalls Krankenhäuser, Schwimmbäder und Schulen errichtet (teilweise durch Zwangsarbeiter). Zum Glück ist das auch so (trotz der Zwangsarbeiter), sonst hätten manche Orte heute noch nicht derartige Gebäude.
Dem Autor geht es jedoch nicht um seriöse Aufarbeitung und um Wissensvermittlung.
Subjektiv wird ausschließlich negativ von den Bauten berichtet (wenn der Betrachter dies überhaupt als notwendig erachtet. So finden die Spaziergänge natürlich immer im düsteren Herbst oder an einem kalten Wintertag statt. Die Kapitel "Prora", "Laboe" und "Autobahn" stellen wenigstens die Bauwerke in gewisser Form auch vor. Das Anfangskapitel bezieht sich auf den "Führerbunker", der nahezu keine Erwähnung findet, dafür aber das Holocaustdenkmal.
Ich schätze Bücher sehr und musste mich stark bremsen, dieses Buch nicht einfach wegzuwerfen. Die drastische Preisreduzierung des Buches war sicher angemessen.
Vom bösen Örtchen ...
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Böse Orte klingt reißerisch und niedlich zugleich. Ich habe mich hinreißen lassen und die Lektüre an einem "bösen" Örtchen gelesen.
Verbotenes, böses hat die Menschen schon immer magisch angezogen. Speziell der Artikel von Hilmar Schmundt
(Enkel des Buders von Rudolf Schmudt, R.Schmundt.war Chefadjutant der Wehrmacht)
über den Obersalzberg hat mich interessiert.Zitat: "Auch Hitler phantasierte noch 1945 in der Wolfsschanze von einem Bollwerk
in den Alpen ..." Dies ist schlicht und einfach falsch, weil die die Rote Armee bereits am 24. Januar 1945 anrückte und A.H. nicht
in der Wolfsschanze weilte! Ansonsten flott und frech geschrieben, mit viel Phantasie und ein paar Seitenhieben gegen in
Berchtesgaden lebende Personen. Keine Fakten, Daten, Informationen - einfach nix. Ich verlasse den bösen Ort ...,
weil ich ausgelesen habe und das Sch(m)und(t) Heft entsorge ...
Hart aber fair!
Teils gut
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Es sind in diesem Buch nicht sonderlich viele Fakten über die Orte beschrieben, allerdings kann meist durch die gute Beschreibung der Autoren die Orte gut vor dem Inneren Auge sehen. Besonders gut gelungen ist der Beitrag über das Reichsparteitagsgelände meiner Meinung nach. Da der Autor dort eine persönliche Bindung zum Ort darstellt. Und auch der Beitrag über das Olympia Station ist gut gelungen. Da es sehr interessant geschrieben ist. Allerdings finde ich den Teil über Ladoe wenige gut gelungen. Es wirkt meiner Meinung nach so als sei der Autor vom Ort "gelangweilt" oder zumindest nicht sonderlich interessiert oder naja Begeistert kann man nicht sagen, aber als würde es in nicht sonderlich interessieren.

Insgemat kann man sagen für interessiert zu empfehlen .
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Produkt-Bild: Fünf Deutschland und ein Leben: Erinnerungen

Fünf Deutschland und ein Leben: Erinnerungen von Fritz Stern

Taschenbuch von Deutscher Taschenbuch Verlag
Preis bei Amazon: EUR 12,90, Angebote ab EUR 5,42

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3423345616, Erscheinungsdatum: Sept. 2009
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Aus der Amazon.de-Redaktion


Fritz Stern, 1926 in Breslau als Sohn zum Protestantismus konvertierter deutscher Juden geboren und 1938 mit seinen Eltern vor den Nazis in die USA emigriert, ist einer der bedeutendsten Historiker des 20. Jahrhunderts. Dass er zugleich ein großer Schriftsteller ist, der fesselnd zu erzählen weiß, belegt seine überaus lesenswerte Autobiografie Fünf Deutschland und ein Leben. Darin rekapituliert Stern neben seiner eigenen Lebensgeschichte und der Geschichte seiner Familie zugleich die Geschichte der nicht weniger als fünf deutschen Staaten, die er während seines Lebens aus der Nähe und der Ferne studieren konnte. Jahrzehntelang, bekennt der Autor, habe er davor zurückgeschreckt, über seine privaten Erfahrungen zu schreiben -- er ?wollte das Fachliche und das Persönliche säuberlich getrennt halten?. Doch nachdem er zum ersten Mal wieder in seiner seinerzeit deutschen Geburtsstadt gewesen sei, die nun zu Polen gehörte, schrieb er darüber einen persönlichen Bericht für seine Kinder. Überschrieben war dieser Bericht ?Heimkehr 1979?: ein Titel, der, wie ihm später bewusst wurde, zumindest voller Ironie war, vielleicht sogar Ausdruck einer Selbsttäuschung. Dass er nach all den Jahren seine Geburtsstadt besuchte, erklärt sich der Autor damit, dass er sich wohl ?aus irgendeinem Grund davon überzeugen musste, dass mein Elternhaus zerstört war und das Land meiner Geburt nicht mehr existierte?.
Sein Verlustgefühl, so der Autor weiter, sei überlagert gewesen von einer alles beherrschenden Dankbarkeit dafür, dass er in den Vereinigten Staaten eine zweite, bessere Heimat gefunden hatte. Immerhin: Mit diesem Bericht, den Stern im Einführungskapitel dieses Bandes abdruckt, hatte er erstmals sein Prinzip einer strikten Trennung von Fachlichem und Persönlichem gebrochen. Und zum Glück für uns Leser tut er dies auch in diesem Buch, dessen Lektüre sich durch die kluge und erzählerisch gekonnte Verknüpfung von fachlichem Wissen und persönlicher Erfahrungen zu einem beeindruckenden Bildungserlebnis weitet. -- Hasso Greb
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5 Kundenrezensionen:

Spannend, lehrreich, sehr gut zu lesen
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich habe dieses Buch bei einem Freund gesehen und, nachdem ich darin geschmökert habe, es selbst gekauft. Es ist sehr spannend zu lesen und vermittelt viele neue Erkenntnisse über die unmittelbare Vergangenheit und Gegenwart Deutschlands. Auch die beschriebenen Persönlichkeiten aus dem persönlichen Umfeld der Familie Stern machen das Buch interessant.
Hier schrieb kein "trockener" Wissenschaft ein noch "trockeneres" Buch, sondern fast eine Unterhaltungslektüre, allerdings mit realem und - besonders was die Nazizeit anbelangt - auch erschütterndem Bezug.
Meine Empfehlung: Unbedingt lesen!
unreflektiert
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Ich will hier nur auf die Jugend von Fritz Stern eingehen.
Er hat in Breslau Schlimmes erlitten, nennt es daher nur noch mit polnischem Namen.
Nun erwähnt er aber hier insbesondere seine Schulzeit auf dem Gymnasium, dessen Direktor mein Großvater Konrad Linder war.
Dieser war Mitglied der bekenneden Kirche, wusste genau um die schwierige Situation der Familie Stern und hat sich alle Mühe unter Gefahr gegeben,
die Schulzeit einigermaßen beschützt für ihn zu gestalten. Unvorsichtigerweise hat mein Großvater Herrn Stern dieses bei seiner Verabschiedung sogar mitgeteilt. Seine damalige Antwort gibt er selbst 70 Jahre später unreflektiert wieder. "Davon habe ich nichts
gemerkt".
Wir haben Herrn Stern in einem persönlichen Schreiben auf diese Tatsache hingewiesen, daraufhin hat er er die Tatsache zugegeben , auch dass seine Eltern um diemoralische Integrität meines Großvaters genau wussten,und ihn dort einigermaßen sicher aufgehoben wähnten.
In seinem Buch entsteht ein ganz anderer Eindruck. Ich halte das für unfair und einem Historiker für absolut unagemessen, der damit sein eigenes Werk entwertet.
Muss man nicht unbedingt lesen, ...
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
... ich finde aber, man sollte es lesen.
Man muss es nicht lesen, wenn man auf Spannung aus ist oder auf ganz neue Enthüllungen.
Man sollte es aber lesen - in der englischen Originalausgabe oder in der deutschen Übersetzung - wenn man sich für Deutschland und seine jüngere Geschichte interessiert. Dabei ist es kein Geschichtsbuch: Im Untertitel wird es zutreffend als 'personal history' angekündigt - und genau diesen Anspruch löst Stern ein.
Es ist die Geschichte eines Menschen, , die Autobiographie eines Historikers, die auf vielfältige Weise mit 'Five Germanys' innerhalb des zwanzigsten Jahrhunderts verbunden ist, die er erlebt und / oder erforscht hat.
Stern hat als Kind die Weimarer Republik erlebt, als Jugendlicher das Aufkommen des Faschismus, als junger Emigrant in den USA den Zweiten Weltkrieg, als Erwachsener und Wissenschaftler, die kurze Periode zwischen 1945 und 1949, "when there was no Germany", und dann die beiden deutschen Staaten während der vierzigjährigen Teilung. Und schließlich mit viel kritischer Sympathie die Wiedervereinigung und das neue vereinigte Deutschland.
Doch: Wenn man die nötige Zeit für diese gut 500 Seiten hat, dann ist das ein sehr lesenswertes Buch.
Ein Kaleidoskop der Freude
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
"Diese herrliche Freiheit als wir anfingen 1939 in Amerika", so oder ähnlich ließt man es in einer Buchbesprechung über Fritz Stern und dessen neues Buch "Fünf Deutschland und ein Leben".
Da holt man erst einmal tief Luft und fragt sich, "hä, fünfe deutscheland oder wie?"

Aber, wer diesen Menschen und Autor nur irgendwie einmal gesehen hat (im Fernsehen) bei irgendeiner Preisverleihung- nicht der unbedeutendsten hier im Lande - oder etwas gelesen hat, wie dem auch sei, dieser Mensch hat etwas zu sagen. Und er sagt es treffend gut!

Da haben wir den historisch interessierten, was sage ich, den historisch verwegen denkenden, sich einmischenden Menschen, der einer Kultur zugeneigt ist, der wir nur zustimmen können, einer immer wachen Aufmerksamkeit für das, was menschliches Leben sinnlich macht und damit lebenswert.
So ist es z.B. aber erstaunlich, daß er sich in seinen Betrachtungen in diesem Buch in Bezug auf Religiöses mehr vom protestantischen Gedankengut tragen läßt als vom beispielsweise katholischen (wo doch diese Religion allein schon durch Gesang und Weihrauch Sinnhaftes verströmt).
Dies jedoch nur am Rande erwähnt.

Sein der deutschen Geschichte entgegenkommendes Interesse in Richtung Literatur (und damit dem Wesen unserer deutschen Kultur schlechthin)scheint mir indessen nicht ungefährdet zu sein.
So haben z.B. der Autor des "Simplicissimus" oder Novalis in "Die Christenheit oder Europa", ja selbst Marx und Engels im "Manifest der Kommunistischen Partei" Deutschland als besonders wichtig und für die Zukunft bedeutsam gesehen. Wie voraussehend diese Autoren! Und Heinrich Heine dagegen in "Deutschland, ein Wintermärchen" ?
So ist es also, Deutschland endweder als Hervorbringer von "Dichtung und Wahrheit" oder von "Leid und Tragödie" ?
Da sei Gott davor! Denn diese Tragödie wurde auch (und wird hoffentlich nicht wieder!) von kulturell angetanen Personen bewußt oder unbewußt vorbereitet. Die Namen sind bekannt, und Ezra Pound oder auch Stefan George werden bei genauem Hinsehen wohl als Deuter in eine eigenartige Zukunft gesehen werden müssen.

Ich trage dies bei zu allgemeinen Beachtung bei allem. Man kann halt selbst für gute Schriftsteller niemals die Hand ins Feuer legen, ob sie nicht doch Schaden anrichten.
Und trotzdem liest man natürlich gerne und vor allem solche Bücher wie dieses (oder Heinricht Heines), denn Spaß muß sein.

Deutschland bei Napoleon beginnen zu lassen, dieser Hinweis gefällt mir und die Beschäftigung mit dem Judentum ebenfalls, wie auch die Betrachtungen über Bismarck in Buchform mir demnächst ein Vergnügen sein werden.

Die Hinwendung zur Heimat, zumal in Richtung Breslau, d.h. rechts der Oder ist für mich persönlich wichtig. Allerdings liegt meine Heimat bei Stettin und Alfred Döblin ist deshalb z.B. literarisch und auch sonst wichtig für mich. Es ist immer wieder erstaunlich beim Lesen, wieviel der Autor auf eine Seite bringt. Da ist jeder Satz langsam zu lesen und immer wieder blitzt die Freude an der schriftlichen Arbeit durch, einer Arbeit, die eine Gedankenschnelle und Präzision in sich weiß und die auf dem Sprung ist, dies witzig zu bekunden. Alle Begegnungen, alle Betrachtungen tragen den Stempel einer wunderbaren Begabung in schriftstellerischer Hinsicht. Das ist nicht immer der Fall bei Historikern und deshalb hier besonders hervorzuheben. Wer an europäischer Geschichte, besonders der deutschen und wer an globaler Entwicklung der neueren Zeit interessiert ist, der hat in diesem Werk eine Fundquelle gefunden, die immerwährend zu sprudeln scheint.

Fritz Stern liebt seine Heimat und er liebt die USA in ihrer Freiheitssucht, und die Wurzeln der USA sind auch europäischer Natur.
Was daraus werden kann, sollte zusammen gesehen und zusammen unternehmend angegangen werden, ohne allzugroße Vorbehalte. Die Deutschen können die Verdienste und Sünden der Welt einschätzen, sie werden sich politisch äußern (Schröder und der Irak-Krieg) oder gegenüber einer undiskutablen Israel-Palästina-Politik wie zur Zeit, aber sie werden niemals mehr die Stellung einnehmen, die eine "zu breite Brust" bedeutet. Dazu haben sie zuviel gelitten und das haben sie gelernt (das Leiden!). Die einstmals viel beschworene militärische Stärke Deutschlands beim Angriff auf Polen seinerzeit mit Hilfe der Sowjetarmee spricht ja die eigentliche Wahrheit über unseren unwiderstehlichen Mut aus. Deswegen ist jegliches Hochgefühl militärischer Macht für alle Staaten dieser Erde illusorisch, was dankenswerter Weise auch zwischen den Zeilen dieses Buches zu lesen ist.

Fritz Stern hat den Bogen geschlagen, den jeder fühlende und denkende Mensch schlagen sollte, bevor er sich (hoffentlich nicht zu bald!) verabschiedet, er ist angekommen.
Ein Historiker der keine Ahnung von Geschichte hat....
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Das Buch mag sehr interessant geschrieben sein aber wenn ein Historiker (!) behauptet die DDR sei aktiv mit Truppen beim Prager Frühling dabeigewesen muss ich mich leider fragen oder Fritz Stern überhaupt eine Ahnung von Geschichte hat!!! Bei solch fachlichen Mängeln gibt es ganz klar nur 1 von 5 Sternen.
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Produkt-Bild: Eine Frau in Berlin: Tagebuch-Aufzeichnungen vom 20. April bis 22. Juni 1945

Eine Frau in Berlin: Tagebuch-Aufzeichnungen vom 20. April bis 22. Juni 1945 von Anonyma

Taschenbuch von btb Verlag
Preis bei Amazon: EUR 9,00, Angebote ab EUR 2,95

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3442732166, Erscheinungsdatum: April 2005
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Aus der Amazon.de-Redaktion


Als kurz nach Kriegsende ihr lang vermisster Freund Gerd glücklich und unerwartet von der Ostfront zurückkehrt, findet er eine ihm fremde Welt vor. Die Entfremdung wird noch größer nach einem Blick in die Tagebuchaufzeichnungen seiner Freundin. Auf seine Frage nach dem darin häufig verwendeten Kürzel "Schdg." kann sie nur bitter lachen. "Na, doch natürlich Schändung." Kurz darauf verschwindet Gerd. Ob für immer aus dem Leben der Frau aus Berlin -- wie so vieles wissen wir es nicht. Ihre Trauer darüber hielt sich in Grenzen. Nach all dem Durchlittenen war in ihr für Liebe und Zärtlichkeit kein Platz mehr frei.
Man sollte sich wappnen vor der Lektüre dieser Tagebücher, die als eines der ungeheuerlichsten und authentischsten Dokumente der letzten Kriegstage in die Literaturgeschichte eingehen dürften. Anonyma, deren wahre Identität -- verständlich genug -- auf eigenen Wunsch auch über ihren Tod hinaus unbekannt bleiben soll, schildert den Fall Berlins vom 20. April bis zum 22. Juni 1945. Ihre eigene Vita bleibt weit gehend im Dunkeln. Anfang 30, Fotojournalistin, weit gereist, mehrsprachig. Ihre Russischkenntnisse sollten sich in dem kommenden menschlichen Inferno als lebensrettend erweisen. Inmitten des Bombenhagels und in banger Erwartung vor den Russen, denen ein fürchterlicher Ruf vorauseilt, haben sich Hausgemeinschaften in Kellerlöchern verschanzt; junge Mädchen werden auf Dachböden versteckt. Es sollte in den meisten Fällen nichts nützen.
Anonymas unterkühlter, fast lakonischer Berichtston lässt die sich anschließenden Plünderungs- und Vergewaltigungsorgien in all ihren scheußlichen Details umso drastischer erscheinen. Trotz mehrfacher Schändung zeichnet sie ein wohltuend differenziertes Russenbild, frei von allem Untermenschendenken. Sehr bald jedoch erkennt sie pragmatisch: "Ein Wolf musste her, der mir die Wölfe vom Leibe hielt!" Anatol wird ihr "ständiger Begleiter". Fragen nach moralischer Integrität tauchen in ihr auf, werden weggewischt. In diesem Zusammenhang liefert sie auch eine schonungslose Bestandsaufnahme deutscher Mannsbilder, die sich nicht scheuten, Kellerfrauen dem Feinde zuzuführen, um selbst ungeschoren davonzukommen.
Dem Schriftsteller Kurt W. Marek (bekannter unter seinem Pseudonym C.W. Ceram, unter dem er den Bestseller Götter, Gräber und Gelehrte veröffentlichte), verdanken wir den Erhalt dieses "selbstentblößenden" Kriegsgemäldes. Marek, der in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft wohnte, lernte 1946 die Schreiberin kennen und erfuhr von den Tagebuchkladden. Fünf Jahre Überzeugungsarbeit waren nötig, sie von der Notwendigkeit einer Veröffentlichung zu überzeugen. 1959 erschienen, geriet sie leider bald in Vergessenheit. Die Frau aus Berlin ist mittlerweile verstorben -- ihre Erinnerungen werden ewig leben. --Ravi Unger
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5 Kundenrezensionen:

Anonyma
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Habe zuerst den Film gesehen- eine bewegende Geschichte, das Thema lange verschwiegen. Der Film ist wunderbar, das Buch noch besser
Ueberleben um jeden Preis
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Anonyma beschreibt in ihrem Aufzeichnungen die Tage nach dem Krieg im Berlin, dass von den Rotarmisten heimgesucht wird. Um zu ueberleben, bietet sie ihren Koerper an. Sie schaetzt die Maenner nach ihrer Position ein, danach, ob sie ihr weiterhelfen koennen, gibt sich denjenigen hin, die bereit sind, dafuer in Naturalien zu bezahlen, ihr Schutz vor den anderen zu bieten, die sich mit Gewalt nehmen wuerden, wonach ihnen der Sinn steht. So wie es ihr ergeht, ergeht es tausenden anderer Frauen, die nur ein Ziel kennen, die Nachkriegswirren zu ueberleben, nachdem man dem Wahnsinn des Faschismus entkommen ist. Geradezu unbeteiligt wirken ihre Schilderungen, so, als sei sie aus ihrem Koerper entflohen und betrachte das Geschehene von aussen. Unbeteiligt (unbedarft?), wie sie anscheinend auch dem 3. Reich gegenuebergestanden hat. Hoechstwahrscheinlich war die Situation nur so zu ertragen, wenn sie ueberhaupt zu ertragen war. Hin und wieder klingt Kritik an den Jahren des Nationalsozialismus an, die jedoch nicht ausreicht, um dahinter eine kritische Auseinandersetzung mit dem Terrorregime zu erkennen. Was ihr widerfaehrt ist die individuelle Busse/Strafe fuer das, was Gesamtdeutschland der Welt angetan hat. Sieger werden zu Bestien, die sich keineswegs von den Besiegten und nationalsozialistischen Verbrechern unterscheiden. Sie sehen es als ihr Recht an, Unrecht mit Unrecht zu vergelten.
Die eigentliche Bedeutung des Dokumentes besteht darin, mit einem Tabuthema gebrochen zu haben. Die wirklichen Auswuechse der Einnahme Berlins durch die Rote Armee und das Leiden insbesondere der Frauen lassen sich durch die Aufzeichnungen erahnen.
Unbeschreiblich--- Ein absolutes MUSS
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Zum Inhalt dieses Buches:

In diesem Buch geht es um die erschütternden Aufzeichnungen einer jungen Frau über die letzten Tage des Zweiten Weltkriegs im Frühjahr 1945 und dem Einmarsch der Roten Armee in Berlin. Schonungslos offen und mit einem feinsinnigen Gespür für diese beispiellose Zeit berichtet die vielleicht 30-jährige Frau, die aus verständlichen Gründen anonym bleiben möchte, vom ständigen Hunger, den zahllosen Bombardements der Stadt, den Nächten im Keller, dem Einmarsch der roten Armee, den Vergewaltigungen durch die russischen Soldaten, dem immer wiederkehrenden Ekel, der unbeschreiblichen Gewalt und der ständigen Angst. In drei Schulhefte hat sie alles notiert, was ihr während dieser Tage und den Nächten widerfahren ist, aber statt sich in Selbstmitleid oder Hass zu flüchten, wächst in dieser jungen Frau ein unerschütterlicher Überlebenswille heran.

Mein Fazit:

Um es kurz zu machen, dies ist eines der besten Bücher, die ich zu diesem Thema und aus dieser beispiellosen Zeit bisher gelesen habe. Durch die autobiografische Erzählweise in Form ihrer Tagebuchaufzeichnung und der offenen, fast schon ironischen Schreibweise ist ein Dokument von unbeschreiblicher Klarheit entstanden. Deshalb vergebe ich auch fünf von möglichen fünf Sternen.
Es geht um das Leben der Frauen kurz nach Ende des 2. Weltkrieges. Ausgeliefert, vergewaltigt, hilflos.
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
dieses buch war sehr interessant, da die Nachkriegszeit für uns Frauen in Berlin, besetzt von den Russen und anderen Ländern sehr schwer war. Ausgeliefert zur Vergewaltigung, erniedigt und doch aus Überlebensgründen erduldet, so befanden sich die Frauen in dieser Zeit.
sprachlich hervorragend
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ein sehr lesenswertes Buch. Die Geschichte bringt dem Leser Einblicke in eine Realität, welche hoffentlich nicht wieder erlebt werden muss. Jedoch istes interessant wie selbst im völlig rechtsfreien willkürlichen Raum sich plötzlich Gesetzmäßigkeiten und Rituale entwickeln.
Gutes Buch! Gehört in diesem Jahr in meine TOP 5
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Produkt-Bild: Abitur-Wissen Geschichte: Abitur-Wissen  Nationalsozialismus u. 2. Weltkrieg

Abitur-Wissen Geschichte: Abitur-Wissen Nationalsozialismus u. 2. Weltkrieg von Dr. Martin Liepach

Taschenbuch von Stark Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 3,50

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3894494794, Erscheinungsdatum: März 2010, Auflage: Auflage 2010
Zoom ± Produkt-Bild: Abitur-Wissen Geschichte: Abitur-Wissen  Nationalsozialismus u. 2. Weltkrieg

2 Kundenrezensionen:

Guter Überblick
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Generell finde ich dieses Werk ganz gut gelungen. Von der NS- Wirtschaftspolitik über die Außenpolitik bis hin zum Holocaust ist alles überblicksmäßig enthalten.

Als störend empfand ich jedoch ganz besonders, dass keine Merkkästchen im Buch enthalten sind; auch auftretende Rechtschreibefehler und Sätze, die man erst nach mehrmaligen Durchlesen versteht, erhöhen nicht gerade den Lesespaß.
Unter der Annahme, dass das Heft als Abitur-Vorbereitungsheft konzipiert wurde finde ich jedoch, dass es für den LK nicht ausführlich genug ist und auch Themenbereiche anschneidet, die sicherlich nicht besonders prüfungsrelevant sind. Da man sich auch dieses Werk stichpunktartig zusammenfassen muss, will man etwas daraus lernen, würde ich lieber gleich zum Schulbuch greifen!
Fazit: Ganz guter Überblick, man sollte jedoch eine Alternative erwägen.
Alles Wissenswerte über das Dritte Reich!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Martin Liepach liefert mit diesem Buch eine tolle Zusammenfassung aller wissenswerten Fakten über den Nationalsozialismus und den Zweiten Weltkrieg - verständlich und interessant geschrieben und gut gegliedert!
Durch Bilder und Darstellungen wird das Material vertieft und man setzt sich automatisch näher mit den Texten auseinander - das Lesen der Geschichtsbücher des STARK Verlags bringt einem fast sogar schon Spaß! ;)
Für LK-Klausuren und auch das Abitur hat mir dieses Buch viele Denkanstöße gegeben und mir beim Einprägen der Fakten und Verstehen der Zusammenhänge sehr geholfen!!! Besonders gut hat mir gefallen, dass auch die Kriegsschuldfrage aufgegriffen wird - das Buch trägt dabei zur eigenen Meinungsbildung bei.
Insgesamt ein tolles Buch und sehr empfehlenswert!!!
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Wehrmachtskinder. Auf der Suche nach dem nie gekannten Vater von Ebba D. Drolshagen

Gebundene Ausgabe von Droemer/Knaur
Preis bei Amazon: EUR 5,99, Angebote ab EUR 1,79

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3426273578, Erscheinungsdatum: Januar 2005, Auflage: 1
Zoom ± Produkt-Bild: Wehrmachtskinder. Auf der Suche nach dem nie gekannten Vater

Aus der Amazon.de-Redaktion


Sie sind weit herumgekommen in Europa, und im Allgemeinen waren sie verständlicherweise nicht gern gesehen: Soldaten der Deutschen Wehrmacht, der SS oder der in den besetzten Gebieten eingesetzten Polizeikräfte. Doch während der jahrelangen Zeit der Besatzung kam es doch zu mancher echten Liebesbeziehung zwischen einheimischen Frauen und den fremden Soldaten. Und nicht selten gingen aus diesen Verbindungen Kinder hervor -- Wehrmachtskinder, wie Ebba Drolshagen sie nennt. Auf ein bis zwei Millionen wird ihre Zahl geschätzt. Nach dem Krieg wurden Frauen, von denen bekannt war, dass sie sich mit dem Feind eingelassen hatten, mindestens gesellschaftlich geächtet, wenn nicht sogar Opfer von Gewalt. Und geächtet, gehänselt und gequält wurden auch die Kinder, deren wahre Herkunft deshalb vertuscht und auch vor ihnen selbst verheimlicht wurde. Viele von ihnen wurden zur Adoption frei gegeben und erfuhren, wenn überhaupt, von ihrer wahren Herkunft erst als sie längst erwachsen waren.
Ebba Drolshagen hat etliche Lebensgeschichten von Wehrmachtskindern recherchiert. "Die Lebensgeschichte jedes Wehrmachtskindes ist einzigartig", schreibt sie, "in jedem europäischen Land gingen die Landsleute etwas anders mit den Wehrmachtskindern um als in anderen Ländern. Dennoch ? unabhängig von der konkreten Besatzungsgeschichte ihres Landes schienen Wehrmachtskinder vom Nordcap bis zum Mittelmeer, von den Kanalinseln bis weit nach Russland hinein vergleichbare Erfahrungen gemacht zu haben". Die wichtigste dieser Gemeinsamkeiten war zweifellos, dass sie über die für jeden Menschen existenzielle Frage nach seiner Herkunft so häufig und so gründlich belogen wurden. Wie Menschen mit der späten Erkenntnis dieser Lüge umgehen, wie das ist, wenn sie nach langer Suche tatsächlich ihren wahren Vater oder ihre wahre Mutter finden, oder einen Bruder, eine Schwester -- auch und vor allem davon handelt dieses bewegende Buch. -- Hasso Greb
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5 Kundenrezensionen:

Etwas Schwierig!!!!!
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Das Buch ist etwas schwer zu lesen.Aber wenn man sich für die Schicksale der Wehrmachtskinder interessiert,sollte man sich viel Zeit dafür nehmen.
Da wie ich schon am Anfang schrieb es ist Schwer zu lesen.Also man muß Lust drauf haben.
Ein Dokumentarbuch
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Wehrmachtskinder ist auf jeden Fall ein Thema was nicht totgeschwiegen werden sollte. Das Buch ist meines Erachtens so eine Art "Dokumentarbuch", es werden viele viele Einzelschicksale aufgeführt. Alles wird unter verschiedene Themen geschildert, z. B. Das Schweigen; Jung und verliebt: Die Eltern; Eine öffentliche Schande: die Schwangerschaft; Anderer Eltern Kind: Adoption und Heim; Dieser weiße Fleck: die Suche nach dem Vater und viele andere. Dem jeweiligen Thema sind immer viele Einzelfälle zugeordnet. Nebenher gibt es eine Geschichte, Elnas Geschichte, die von der Suche ihrer Eltern und deren Verwandte von Anfang bis Ende geschrieben wird.

Meines Erachtens ein schwierig zu lesendes Buch, zumindest habe ich ewig gebraucht um es durchzulesen. Aber es ist auch ein schwieriges Thema, daher ist der Schreibstil gerechtfertigt.
Trauriges Schicksal
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Das Buch von Ebba D. Drolshagen beschäftigt sich mit einem großen weißen Flecken auf der "Landkarte des 2. Weltkriegs". Das Thema Wehrmachtskinder ist in vielen Ländern der Welt auch heut noch ein absolutes Tabu Thema da man es sich einfach nicht vorstellen kann, das aus Liebe einer einheimischen Frau und eines Besatzungssoldaten ein Kind gezeugt wurde.
Das Buch schildert die Schlimmen und oft sehr Traurigen Schicksale der Wehrmachtskinder nach dem Krieg.
Wie sich die Wehrmachtskinder die meist erst Jahrzehnte nach ihrer Geburt erfahren haben das sie das Kind eines deutschen Soldaten waren. Da sie oft Adoptiert wurden oder ihre Mütter es ihnen verschwiegen.
Das Buch schildert wie sich diese Kinder bzw. deren Enkel auf die suche nach dem Deutschen Vater machen. Das dieser allerdings in einigen Fällen nichts mehr von ihnen wissen will da er nach dem Krieg sich in Deutschland eine neue Existenz aufgebaut hat.
Ein sehr interessantes Buch über ein Tabuthema von dem viele nichts wissen. Ich kann das Buch nur empfehlen.
60 Jahre danach
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ein Buch das gerade jetzt erstaunlich aktuell ist!
Obwohl der 2. Weltkrieg seit 60 Jahren zu Ende ist, finden sich heute noch Kinder und ihre leiblichen Väter und Mütter - wagen erst jetzt den Schritt an die Öffentlichkeit.
Spannend zu lesen und erschreckend zu erkennen welche Schiksale aus Angst vor den Folgen einer Liebe gegen die "Norm" entstehen konnten.
Ebba D. Drolshagen zeigt wieder mal, dass es hier kein Tabu geben darf, das Buch ist die logische Fortsetzung von "Nicht ungeschoren davonkommen"!
Ein Leben zwischen Anpassung und Schande - die Besatzungskinder und ihre Mütter.
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Edda Drolshagen erzählt in sehr eindringlichen Worten, Geschichten und Zeugnissen die Geschichte jener Kinder, die im Zweiten Weltkrieg in den von Deutschland okkupierten Ländern von deutschen Besatzungssoldaten gezeugt worden sind. Die Autorin schätzt, dass in dieser Zeit etwa zwei Millionen Kinder auf die Welt gekommen sind, die heute noch leben und Teil unseres heutigen Europas sind: die damals wie heute ihre wirklichen Väter nicht kennen gelernt haben, sondern bei Adoptiveltern aufwachsen mussten; über die Mütter, die in Schande oder Ächtung lebten, weil es einfach unmöglich war, von einem Besatzungssoldaten ein Kind zu haben; gerade auch dann, wenn man katholisch war oder in anderer Weise den gesellschaftlichen, politischen oder anderen Konventionen zuwider ging.

Dieser andere dunkle Teil der europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts wird hier in vielen eindringlichen Zeugnissen beleuchtet und dargestellt. Das Buch schildert einzelne, aber typische Schicksale in packender, erschütternder Weise. Mich hat das Buch sehr gefesselt - und schockiert.

Meine Bewertung generell lautet: 5 Sterne = absolut herausragend (Weltliteratur oder Tendenz zu Weltliteratur); 4 Sterne = sehr gut, sehr zu empfehlen; 3 Sterne = wirklich gut, zu empfehlen; 2 Sterne = lesenswert, aber nicht ganz überzeugend; 1 Stern = abzuraten.
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Produkt-Bild: "Das Geschlechtsleben bestimmen wir": Sexualität im Dritten Reich

"Das Geschlechtsleben bestimmen wir": Sexualität im Dritten Reich von Anna Maria Sigmund

Taschenbuch von Heyne Verlag
Preis bei Amazon: EUR 9,95

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3453620356, Erscheinungsdatum: November 2009
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2 Kundenrezensionen:

Eine Erfolgsautorin schöpft aus dem Vollen
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Die Verfasserin, die durch ihr Erfolgsbuch Die Frauen der Nazis: Die drei Bestseller vollständig aktualisiert in einem Band - oder genauer gesagt, durch die sorgfältigen Recherchen, denen ihre Erfolgsbücher zugrunde liegen, sich Kenntnisse und einen Überblick angeeignet hat, wie sie derzeit keine zweite Person besitzt - beleuchtet in diesem Buch das Thema "Sexualität in der Nazizeit" von allen Seiten.

Während für Hitler selbst Sex kein lebensbestimmendes Thema war, amüsierte er sich doch über die Ausschweifungen, wenn sie ihm berichtet wurden, und den zügellosen Lebenswandel von einigen aus einer Umgebung. Hitler zog aber nur in seltenen Fällen daraus Konsequenzen. Goebbels verbot er die Ehescheidung, Streicher enthob er letztlich von seinen Ämtern.

Der anfangs im Umgang mit Frauen und Nacktheit sehr verklemmte Himmler stand in seiner ersten Ehe völlig unter dem Pantoffel. Die um acht Jahre ältere Krankenschwester Margarete unterdrückte und schikanierte ihren ,lieben Heini' bei jeder Gelegenheit und stellte ihn vor Gästen bloß. Erst in seiner Sekretärin Hedwig Potthast fand er eine passende Partnerin. Er bastelte im Haus, bearbeitete den kleinen Garten und spielte mit den Kindern. Die Gattin Margarete hatte seine Nebenfrau und seine Zweitfamilie zu dulden. Das war unter den Nazigrößen kein Einzelfall. Auch Martin Bormann, der mit seiner Ehefrau zehn Kinder hatte, hatte darüber hinaus mit ihrem vollen Einverständnis hinaus noch eine Geliebte. Frau Bormann bereitete sogar einen Gesetzentwurf für eine "Volksnotehe" vor, die nach Kriegsende den Weg zu einer begrenzten Polygamie ebnen sollte. Hitler, obwohl er selbst dafür keinen Bedarf hatte, stand solchen Vorschlägen nicht abgeneigt gegenüber.

Ein echtes Problem war in einem Männerorden wie die SS die Homosexualität. Himmler war strikt dagegen und ging deshalb mehrfach bis in hohe Dienstränge dagegen vor, in seinen Reden sowieso. In Fällen von Bisexualität versuchte er durch persönliche Gespräche die Männer zu bekehren. Nebenehen hingegen förderte er, gründete zur Entbindung unehelicher Kinder die Stiftung Lebensborn, siehe Deutsche Mutter, bist du bereit...: Alltag im Lebensborn und Kind L 364. Eine Lebensborn-Familiengeschichte, und erwarb sich einen Ruf als Helfer in sexueller Not. Selbst der Ehefrauentausch unter SS-Führern schien ihm ein Weg zur Ankurbelung der Geburtenrate.

Wußten Sie schon, daß Görings einzige Tocher Edda durch künstliche Befruchtung gezeugt worden ist? Wer noch viel mehr erfahren will, der sollte das Buch lesen.
Schein und Wirklichkeit
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ein neues Buch von Anna Sigmund- und gleich wie alle ihre Bücher: Hervorragend recherchiert und glänzend geschrieben.

"Die Dinge gelten nicht für das, was sie sind, sondern für das, was sie scheinen."

Das gilt aber nicht für Anna Sigmund. Virtuos deckt sie die Diskrepanz zwischen Schein und Wirklichkeit auf und zeigt verblüffende neue Einsichten und Zusammenhänge. Bei der (angeblich) wichtigsten (schönsten) Sache der Welt wird das besonders deutlich. Sowohl im Einzelfall bei den Proponenten des Regimes, wie auch beim Regime im ganzen.

Ein Lesevergnügen der besonderen Art. Mit einem sehr "reizenden" Thema.
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Produkt-Bild: Die Bruderschaft der Glocke: Ultrageheime Technologie des Dritten Reichs jenseits der Vorstellungskraft

Die Bruderschaft der Glocke: Ultrageheime Technologie des Dritten Reichs jenseits der Vorstellungskraft von Joseph P. Farrell

Broschiert von Mosquito
Preis bei Amazon: EUR 24,00, Angebote ab EUR 19,20

3,5 von 5 Punkten
3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3928963279, Erscheinungsdatum: März 2009, Auflage: 1., Aufl.
Zoom ± Produkt-Bild: Die Bruderschaft der Glocke: Ultrageheime Technologie des Dritten Reichs jenseits der Vorstellungskraft

5 Kundenrezensionen:

Die Bruderschaft der Glocke
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Wer geübt ist zwischen den Zeilen zu lesen und die amerikanisch-nazionalistische
Megalomanie überlesen kann, findet hier sicherlich wertvolle und interessante Ver-
knüpfungen und Hinweise über die frühen Leistungen der deutschen Wissenschaft.
Im letzten Drittel des Buches geht mit dem Autor die Phantasie durch, hier versucht
er zu beweisen, wie die bösen Nazis JFK ermorden ließen.
Wir können uns schon auf sein nächstes Buch freuen, darin wird er über jeden
Zweifel erhaben beweisen, daß die Nazis auch 9/11 verursachten.
Die amerikanische Schwarz/Weiß Westernunterscheidung zwischen den bösen
Nazis und den braven Alliierten inkl. Soviets ist diesem sonst interessanten
Buch sehr stark abträglich.
Interessantes Thema durch unseriöse Methodik diskreditiert
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Kontroverse Themen sind per se interessant, aber wenn ein Buch zudem verspricht, "bahnbrechende physikalische Geheimnisse" der Nazi-Waffentechnologie zu lüften, muss ein SF-Schriftsteller geradezu zwanghaft zugreifen.
Meine Erwartungen wurden komplett enttäuscht.
Eine wortreiche Verknüpfung von unbewiesenen Behauptungen, Vermutungen und wilden Spekulationen wird mit einem allerdings nicht zu leugnenden rhetorischen Geschick als Tatsachenschilderung ausgegeben. Mit einem simplen, aber wirkungsvollen Trick suggeriert der Autor, es handele sich um überprüfte/überprüfbare Fakten und Wahrheiten: Zu Beginn eines "Quellenzitats" äußert er bisweilen eher beiläufig, dass die Glaubwürdigkeit der Quelle umstritten sei - um das Zitat dann desweiteren so zu kommentieren/analysieren, als gäbe es keinerlei Zweifel und Bedenken an dessen Authentizität.
Die nachfolgend wiedergegebenen Zeilen auf Seite 325 nahmen mir schließlich den letzten Rest Lesevergnügen:
(Zitat)
Letztlich werden im Rahmen dieses Kapitels Fragen der Authentizität nicht diskutiert (...). Stattdessen wird hier davon ausgangen, dass sich diese Dokumente in der Grauzone zwischen "ganz und gar glaubwürdig" und "geschickt fabrizierte Desinformation" befinden. Ich glaube nicht von vornherein, dass es sich hierbei um Fälschungen handelt.
(Zitat Ende)
Nach dieser halbherzigen Rückversicherung "analysiert" der Autor aufwändig Dokumente aus dubiosesten Quellen mit einem geradezu religiösen Eifer. Meines Erachtens ist es relativ leicht, viele der Dokumente als Fälschungen zu entlarven: Wenn z.B. in einem Schreiben von 1947 von Lasern die Rede ist oder in einem anderen von einem Brief des KGB an Präsident Jelzin - hier haben die Fälscher schlampig gearbeitet (das KGB wurde im Herbst 1991 wegen des Putsches gegen den Präsidenten Gorbatschow von eben diesem aufgelöst...).
Der Autor übernimmt unkritisch Veröffentlichungen anderer in Print- und Online-Quellen und meidet konsequent die Mühen eigener Recherche. Deshalb kann er natürlich keine Faksimilés der Original-Dokumente anbieten (wobei auch diese gefälscht sein könnten). Aus diesen "gewilderten" Texten bastelt er ein Konstrukt, das an Zweifelhaftigkeit kaum zu überbieten ist.
Dieses Buch bietet nicht einen einzigen hieb- und stichfesten Beweis für die aufgestellten Theorien, sondern in ermüdender und zunehmend ärgerlicher Weise lediglich Zitate von Zitaten von Zitaten aus z.T. abstrusesten und sogar anonymen Quellen. Das ist Scharlatanerie und hat nicht das Geringste mit seriöser investigativer Arbeit zu tun. Wenn man jedoch weiß, dass der studierte Theologe Farrell Professor für Dogmatik war, wundert man sich nicht länger.
Zeitweise fragte ich mich, ob hinter dieser Veröffentlichung möglicherweise die Intention stehen könnte, das kontroverse und brisante Thema derart nachhaltig zu diskreditieren, dass fürderhin kein Hahn mehr danach krähen würde (wie es dutzend- oder gar hundertfach im Zusammhang mit dem Thema 9/11 geschah).
Diese Rezension kritisiert lediglich den Autor und seine Arbeitsweise.
Sie bedeutet nicht, dass der Rezensent das ganze Thema selbst für absurd hält - denn das wäre für einen SF-Schriftsteller zweifellos ein Grund, zum Arzt zu gehen ;-)...
Ein gutes Buch für Deutschenhasser in aller Welt!
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Dieses Buch ist gespickt mit dem Begriff "Nazi". Selbst 64 Jahre nach Ende der Kampfhandlungen auf dem Gebiet des Deutschen Reichs ist wohl kein Amerikaner auf der Welt in der Lage, die korrekten Bezeichnungen zu verwenden und gegeneinander abzugrenzen. Herr Farrell will mit diesem Buch offenbar eine ganz besondere Form des Geschichtsunterrichts betreiben, die man im umgekehrten Falle als Antiamerikanismus bzw. Volksverhetzung bezeichnen würde.
Die technische Seite des Buches ist absolute Nebensache und ob die Glocke nun das war, was die Herren Farrell und Wittkowski dieser zuschreiben, bleibt weiterhin fraglich. Der Tenor ist folgender:" Alle Maßnahmen der Alliierten gegen das Deutsche Volk waren reine Akte der Notwehr!"
Und schon fabuliert der Autor, dessen theologische Ausbildung wirklich stark zum Tragen kommt, über eine 1000jährige Weltverschwörung des bösen Preußentums.
Nanu? Hatte der Mann eine rosarote Brille gegenüber den echten "Verschwörungen" auf der Nase, als er dies herausfand?
Wer schon einmal ein "technisch-spekulatives" Buch von J.P. Farrell gelesen hat, der weiß, dass er gerne Nikola Tesla hervorhebt und da kommen dann auch schon einmal recht interessante Dinge zum Vorschein, hier z.B. Teslas Idee einer dynamischen Schwerkraft unter Annahme eines stofflichen Äthers.
Solche Passagen sind direkt angenehm zu lesen, daher gibt es von mir 2 Sterne und bei aller Hetze, die Auflistungen der verschiedenen reichsdeutschen Waffensysteme verdient auch eine gewisse Beachtung.
Interessante Thesen
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Das Buch versucht Licht in einige "Ungereimtheiten" zu bringen, die es trotz des absoluten Technologiediebstahls seitens der ehem. Siegermächte immer noch gibt.
Teilweise werden allerdings Verweise auf Bücher zitiert, die der Verfasser früher selbst geschrieben hat oder auf andere Bücher von Verfassern mit den gleichen Intensionen.
Dadurch verlieren einige Argumente ein wenig ihrer Glaubwürdigkeit, obwohl ich das nicht anzweifeln will. Es entsteht für mich nur dieser Eindruck.
Ob die Deutschen wirklich solche genialen Erfinder waren, die der damaligen Welt um mehrere Jahrzehnte voraus waren, wage ich zu bezweifeln, denn solche von ihnen entwickelten Waffen wären von den damaligen (verzweifelten) Schärgen und Fanatikern sofort und ohne Skrupel eingesetzt worden.
Gott sei Dank ist es nie dazu gekommen, wie die Geschichte weiß...
Es ist jedoch ein gelungenes Werk, für alle diejenigen, die etwas über die Ideen und Denkansätze der damaligen Wissenschaftler wissen wollen.
Man sollte allerdings nicht alles für bare Münze nehmen oder sich besser noch andere Informationsquellen aus dem Internet zu Rate ziehen.
Aber an jeder Geschichte ist ja bekanntlich immer ein Körnchen Wahrheit ;-) - Es zu finden ist die Kunst!
Eine wissenschftliche Ausbildung in Physik und Chemie ist in manchen Passagen angebracht, um zu verstehen, was der Autor meint.

gruß wk
Wirre Zusammenstellung von Material
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Das Buch von Farrell muss in mehreren Teile getrennt betrachtet werden. Im ersten Teil geht es ihm um Peenemünde. Da haben wir merkwürdigerweise vieles schon vorher- bis hin zu manchen Abbildungen - bei Autoren wie Georg und Meyer/Mehner gelesen ( z.B. Consolidated Werbung ,Kammler ). Auch mit der Nachkriegsgeschichte hat der Autor eingefügt ,was bei anderen Autoren schon stand (z.B. Kennedy/NASA). Das ganze Buch ist nicht rund und scheint auf die Schnelle zusammengestückelt.
Was Farrell dennoch interessant macht ist sein Kapitel über das Projekt "Glocke". Deshalb kann ich noch zwei Sterne verteilen.
Ein Buch über die deutsche Technologie "jenseits der Vorstellungskraft" müsste sicher anders aussehen.
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Produkt-Bild: Die Hölle von Tscherkassy: Ein Kriegstagebuch 1943 - 1944

Die Hölle von Tscherkassy: Ein Kriegstagebuch 1943 - 1944 von Anton Meiser

Taschenbuch von Bublies
Preis bei Amazon: EUR 19,50, Angebote ab EUR 15,95

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3926584564, Erscheinungsdatum: 1998, Auflage: 1
Zoom ± Produkt-Bild: Die Hölle von Tscherkassy: Ein Kriegstagebuch 1943 - 1944

5 Kundenrezensionen:

Spannend, mit leichten Schwächen
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Das Buch kann grob in 3 Teile gegliedert werden: Zu Beginn wird die Verlegung an die Front, der Drill sowie der Alltag im Hinterland beschrieben. Der größte Abschnitt befasst sich mit den Einkesselungsversuchen der Russen, den Abwehrkämpfen und dem Ausbruch aus dem Kessel. Auf den letzten 60 Seiten beschreibt der Autor seine Erlebnisse im Westen sowie seine Gefangennahme durch die Amerikaner. Anfangs will sich der Lesefluss nur mühselig einstellen, da der Autor viele Abkürzungen benutzt und auch viele Namen nicht vollständig ausgeschrieben sind. Ob dies an den Rechten liegt kann ich nicht beurteilen, allerdings wird das Schema nicht stringent eingehalten, teilweise wechselt er zwischen vollem Namen und Abkürzungen hin und her. Zumindest hier hätte man auf ein einheitliches Bild achten können, so hätte man vielleicht auch den ein oder anderen Rechtschreibfehler vermieden. Nach einer gewissen Einlesezeit werden einem die Abkürzungen der Dienstgrade immer geläufiger und auch die anderen Personen die einen größeren Raum einnehmen kann man gut auseinanderhalten. Mit zunehmendem Lesefluss steigt auch die Spannung an, die Erlebnisse der Fronttruppen werden anschaulich und spannend dargestellt, darüber hinaus gibt der Autor einen guten Einblick in die Gemütslage vieler Landser. Das Absinken der Moral und des Zusammenhalts innerhalb der Truppe fand ich erfrischend realistisch und nüchtern beschrieben, im Gegensatz zu manch üblicher Landserromantik die man in anderen Büchern vorfindet.

Wer schon andere Bücher in diesem Stil gelesen hat, bspw. die von Koschorrek oder Rehfeldt die ich auch nur empfehlen kann, wird sich fragen ob ein weiteres Buch überhaupt noch neue Facetten hinzufügen kann. Hier ein ganz klares JA. Der ständige Ärger mit Vorgesetzten, Kriegsverbrechen auf deutscher und allierter Seite(!), die Anerkennung der russischen Leistungen sowie Einblicke in das gesellschaftliche Leben während der letzten Kriegstage sind nur einige der Punkte die das Buch aus der Masse an ähnlichen Berichten herausheben. Im Gegensatz zu anderen Rezensenten finde ich insbesondere seine Erlebnisse im Westen interessant, daher kann ich die Kritik dass auch andere Inhalte abseits der Kesselschlacht ihren Raum bekommen, nicht nachvollziehen. Ohne diese Erlebnisse hätte dem Buch etwas wesentliches gefehlt.

Mein einziges Problem mit diesem Buch war die Glaubwürdigkeit gewisser Erlebnisse, ein typisches Problem mündlicher Geschichte. Auf der einen Seite nimmt der Autor kein Blatt vor den Mund und schreibt über Verbrechen einiger Soldaten wie z.B. Vergewaltigungen von russischen Frauen und Erschießung von Gefangenen, auf der anderen Seite beschimpft er einen General der sich weigerte seine Bomben auf Partisanen abzulassen als Verräter. Dass er selbst gegen jegliches Unrecht vorgeht und sich in ein gutes Licht stellt habe ich übrigens nicht als störend empfunden, ob das auch tatsächlich stimmt, darüber kann sich jeder selbst Gedanken machen. Wenn Meiser für die Russen noch so etwas wie Bewunderung empfindet, dann verkehrt sich das bei den Amerikanern ins absolute Gegenteil. Hier lässt er keine Gelegenheit aus über die Boshaftigkeit der Amerikaner herzuziehen. Natürlich haben auch die Allierten Kriegsverbechen begangen, aber diese Unausgewogenheit der Berichterstattung - nach fast 2 Jahren Ostfront! - hinterlässt schon einen schalen Nachgeschmack, insbesondere wenn im Anhang detailliert auf die Opfer allierter Besatzung eingegangen wird und dabei auch revisionistische, teilweise schon widerlegte Quellen dem Herrn gerade Recht kommen. Hier kam bei mir des öfteren das Gefühl auf, dass Meiser aus persönlicher Verbitterung heraus (warum auch immer) einiges übertreibt oder zumindest besonderen Wert darauf legt die Besatzer aus dem Westen schlechter aussehen zu lassen als die aus dem Osten. Dies geht meiner Meinung nach an der Realität vorbei.

Trotz dieser kleinen Schwächen empfand ich das Buch als lesenswert und kann es nur weiterempfehlen.
Wesentlich mehr erwartet...
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Leider kann ich die vielen guten Rezessionen des Buches nicht ganz nachvollziehen.
Dem Autor, von Zivilberuf Lehrer, gelingt es meines Erachten nicht, einen flüssigen Stil zu entwickeln, welcher zum verschlingen" des Buches anregt.
Darüber hinaus nervt auch die übertriebene, teilweise narzisstische Darstellung der eigenen Person. Ständig kehrt der Autor seine brillanten Kenntnisse der Heeresdienstvorschrift heraus, welche ihm im Konflikt mit zur Weißglut getriebenen Vorgesetzten immer wieder als Sieger hervorgehen lassen. So ist es nach seinem Dafürhalten auch nicht verwunderlich, dass er immer wieder von Auszeichnungen und Beförderungen ausgenommen wird.
Diese permanenten Wiederholungen und Selbstbeweihräucherungen beginnen ab dem 2. Kapitel zu nerven. Basierend darauf treten die Ereignisse um den Kessel von Tscherkassy in den Hintergrund. Hier ist auch der reißerische Titel etwas irreführend, da das gesamte Buch mehr oder weniger das Tagebuch des Autors wiedergibt und die Ereignisse an der Ostfront nur ein Teil dessen sind.
Ebenso stellt sich Hr. Meiser immer wieder als den tugendhaften und moralisch gefestigten Vorzeigesoldaten dar, welcher wieder und wieder den Verfehlungen anderer entgegentritt und dem gemeinen Landser wohl in jeder Beziehung überlegen ist.
Im Anhang des Buches stellen sich dann auch noch einige sachliche Fehler bei der Gegenüberstellung der Dienstgrade der Waffen SS zu denen der Wehrmacht ein, dies sei aber nur am Rande bemerkt.
Ich selbst würde das Buch nicht wieder erwerben.
Leser welche sich für die Ereignisse an der Ostfront des 2. Weltkrieges aus der Sicht des kleinen" Soldaten interessieren sind mit Vergiss die Zeit der Dornen nicht" oder auch Saat in den Sturm" besser aufgehoben.
Was mein Opa erlebt haben muss ...
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Habe das Buch deshalb gekauft, weil mein Opa damal in der Div. 389 war und genau wie der Autor beschreibt vom Westen an die Ostfront gebracht wurde. Die Angaben des Autors decken sich mit den Angaben in alten Briefen und Niederschriften meines Opas. Alleine zu Wissen, dass wahr ist was Anton Meiser hier schreibt, ist faszinierend. Mein Opa kam 2 Tage bevor der Kessel von Tscherkassy von den Russen geschlossen wurde wegen einer Herzkrankheit nach Deutschland und entkam somit dem Kessel. Meiser schreibt, wie es aus seiner Sicht war und mit welchen Hilfen und kniffen man sich hin und wieder selbst helfen musste. Wenn wahr ist was er schreibt, hat er den ganzen Krieg "anständig" hinter sich gebracht und war keiner der Verbrecher. Ich beurteile hier mein erstes Buch und weis deshalb nicht wieviele Sterne hier unbedingt angebracht sind. Ich finde es auf jeden Fall lesenswert für jeden der sich für die Thematik und für das wirklich erlebte dieser Generation interessiert.
Zu sehr nach dem Prinzip des "guten Soldaten" gestrickt
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Die von Anton Meiser geschilderten Erlebnisse und Umstände sind unzweifelhaft das Lesen dieses Buches wert. Nah am Geschehen und mittemang dabei fühlt sich der Leser in die harten Schlachten der Ostfront versetzt. Packend und ungeschönt.
Leider wird der Lesegenuss geschmälert, da der Autor in spätestens jedem zweiten Kapitel des Buches seine Rechtsschaffenheit, Gerechtigkeit und Uneinigkeit mit den damals vorherrschenden Bedingungen zum Besten gibt. Dabei entsteht leider sehr schnell der Eindruck des einzig fähigen und menschenfreundlichen Soldaten der Ostfront. Diese selbstgerechte Darstellung der eigenen Person mindert den Lesegenuss erheblich.
Der Berfuslehrer als Landser im Kriege ...
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
...das kann ja nix geben, dachte ich laut vor mich hin, und fing mir strafende Blicke ein, als ich das Buch während der Vorlesung anfing und vom Tutor bemerkt wurde.

Die "Hölle von Tscherkassy" fängt, wie viele andere Bücher dieser Zeit, mit dieser Seitenanzahl (~300), ein wenig schleppend an.
Struktiert wie ein Tagebuch kann man der Chronologie recht gut folgen.
Die selbst erstellten Skizzen geben einen guten Überblick über Feuerstellungen oder Abwehrpositionen, zum generellen Überblick über die geographische Lage, wäre eine alte Heereskarte jedoch aufschlussreicher gewesen, da man sich schwer tut,dem Absetzen der Division genau zu folgen, es bleibt lediglich bei einem groben Überblick.

Wie auch ein anderer Leser bemerkt hat, so empfinde ich die laufend aufblitzenden guten Tugenden des Autors ein wenig übertrieben, evt schon nazistisch, streckenweise zumindest nervend.

Dennoch gibt das Buch einen sehr guten Einblick in die Tiefe des Dreckhaufens, in dem die Landser in den Abwehkämpfen ab 44 steckten.
Der Aufau der Stellungen und der Alltag der Landser wird auch in diesem Buch deutlich beschrieben.

Im ersten Drittel des Werkes sucht man ein wenig vergebens nach Spannungsbögen, wobei aber nicht unbedingt langeweile aufkommen muss,soweit man Intresse am Kriegsalltag hinter der HKL aufweist.

Nachdem sich der Kessel dann langsam schliesst, bzw die Division in den Kessel "flieht", steigt auch die Spannnung doch erheblich, es kommt regelmäßig zu einzelnen Scharmützeln und Rückzugsgefechten, die sehr bildlich beschrieben werden.

Der Titel liess eigentlich erwarten, dass es lediglich um die Gefechte im und um den Kessel von Tscherkassy handelt.Anton Meisner (Autor) beschreibt aber ebenfalls seinen Abwehkampf am Rhein, im Kommando über eine eigene Artillerie Batterie, über den Rückzug Richtung Alpen, unter fortwährendem Beschuss angloamerikanischer Jagdbomber, sowie seiner Gefangennahme, dem Aufenthalt im Lager und zu allem Übel noch der Inhaftierung wegen Kriegsverbrechen in einem amerkianisch-sadistischen Gefängnis (es war noch nicht Guantanamo),auch hier wieder aufgrund seiner selbstlosen Intervenierung in einen Zwischenfall zwischen einem Kameraden und einem hochnäsigen Oerst....

Schade, unpersönlich und mich störend ist der Punkt, dass jeder Kamerad nur mit Kürzel angesprochen wird,was evt Datenschutzrechtliche Gründe hatte.Einen Bezug konnte ich so nicht zu den einzelnen "Nebendarstellern" aufbauen.

Der Schreibstil entspricht leider nicht dem eines Schullehrers, da mit vielen Hauptsätzen gearbeitet wird, somit wird der Lesefluss recht häufig unterbrochen, woran man sich aber fix gewöhnen kann.
Eine Leseprobe aus der Mitte des Buches würde dem Leser sicher eine ojektivere Möglichkeit über dem Schreibstil geben.

Ich habe bisher 5 Bücher aus dieser Zeit gelesen, "Hölle von Tscherkassy", Anton Meisner, war das Dritte und befindet sich in meiner persönlichen Wertung auf Rang 2 hinter "Im Auge des Jägers", S.Allerberger, gefolgt von Rehfeldts beiden Büchern "Mit dem Eliteverband Großdeutschland....." und "die Hölle von Kursk",K.Pfötsch.

Eigentlich 3.5 Punkte...im Zweifel für den Angeklagten, also 4 Punkte.
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