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Produkt-Bild: Eva Braun: Leben mit Hitler

Eva Braun: Leben mit Hitler von Heike B. Görtemaker

Gebundene Ausgabe von C.H. Beck
Preis bei Amazon: EUR 24,95, Angebote ab EUR 19,89

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3406585140, Erscheinungsdatum: Februar 2010, Auflage: 1
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5 Kundenrezensionen:

"Eva Braun. Ihr Pakt mit dem Bösen....."
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
.....so lautete die in großen roten Lettern geschriebene Titelstory der siebten Ausgabe des Hamburger Wochenmagazins "Stern", die am 11. Februar 2010 in den Vekauf gelangte. Der kleinformatige, in schwarz geschriebene Untertitel lautete: "Die neue Sicht auf Hitlers Geliebte". Das gesamte Cover wurde beherrscht durch ein Porträtfoto der Protagonistin. Ein weitaus kleineres Bild in der rechten unteren Ecke zeigte ihren uniformierten und mit dem EK II dekorierten Auserwählten. Die mehrseitige Titelstory startete auf Seite 73 und schloß mit einem Hinweis auf das zwei Tage zuvor erschienene "Eva Braun. Leben mit Hitler" von Heike B. Görtemakers.....

...in dem Eva Anna Paula Braun, die nur für einen Tag den Namen Hitler tragen sollte, nicht mehr die Rolle einer bloßen historischen Randfigur oder ein tragisches Frauenschicksal verkörpert. Die Autorin geht nicht nur der Frage nach, wer diese Frau eigentlich war, sondern auch der dadurch eröffneten Sicht, die sich durch Eva Braun auf den "Jahrhundertverbrecher" gewinnen lässt (Seite 11). Hierzu wird ihr soziales, kulturelles und politisches Umfeld näher betrachtet. So entsprach ihr Lebensstil ganz und garnicht dem von der NS-Ideologie propagierten "Leitbild für die deutsche Frau", die vor allem Mutter zu sein und ihrem Mann brav den Haushalt zu hüten hatte. Sie hingegen wollte (wie auch Hitler) keinesfalls eigene Kinder, liebte jedoch Mode, Film und Jazz (!) und las sogar nach 1933 in Deutschland verbotene Werke von Oscar Wilde. Jung, blond, sportlich und lebenslustig bot sie zudem ein Bild, das demjenigen Hitlers auch optisch diamentral entgegen stand.....

Heike B. Görtemaker zeichnet den Weg und nennt die Faktoren, die aus einem 17jährigen Mädchen aus kleinbürgerlichen Verhältnissen eine kompromißlose Verfechterin einer unbedingten Treue werden ließen. Die Autorin kommt u. a. zu dem Ergebnis, dass Eva Braun keinesfalls als gänzlich unpolitisches Blondchen betrachtet werden kann. Denn auch im engeren Kreis des NS-Diktators habe es keine "private Sphäre", in der nicht über Politik gesprochen wurde und in der die NS-Ideologie keine Rolle gespielt hätte, gegeben. Daher geht Görtemaker davon aus, dass auch Eva Braun - wie alle Frauen in Hitlers Umkreis - die antisemitischen und rassistischen Ansichten und die aggressive Kriegspolitik der NS-Ideologie teilte. Auch eine sexuelle Beziehung zwischen Braun und dem 23 Jahre älteren Hitler steht für die Autorin außer Frage.

"Fräulein" Braun wurde der Öffentlichkeit vorenthalten, da sie nicht in das von der Propaganda gezeichnete Bild des "Führers" passte, der schließlich nur "mit dem deutschen Volk verheiratet" gewesen sei. Für ein priviligiertes Leben in Luxus mit Reisen und teuren Kleidern und gelegentlicher Nähe als Fotauf dem "Berghof" nahm sie dies jedoch in Kauf. Die Eheschließung am 29. April 1945 markierte das Ziel ihrer Scheinwelt, die am Tag darauf mit dem doppelten Suizid ihr endgültiges Ende finden sollte.

Die wissenschaftliche Fleissarbeit Görtemakers offenbart sich in einem Anhang, zu dem neben einem Nachweis für zahlreiche (vornehmliche schwarz-weisse Fotos) und einem Personenregister auch ein 67seitiges (!) Anmerkungs-, Quellen- und Literaturverzeichnis gehört.

5 Amazonsterne für ein mit Spannung zu lesendes historisches Sachbuch, das auch jene, in der bisherigen "Erinnerungsliteratur" weniger oder überhaupt nicht betrachtete "private" Aspekte beleuchtet, in den historischen Gesamtkomplex einbettet und daher auch an keiner Stelle den Blick auf die NS-Verbrechen vergessen lässt.
"Ich möchte eine schöne Leiche sein, ich nehme Gift"
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
...soll Eva Braun bei einer der nächtlichen Teerunden im Führerbunker gesagt haben - kurz vor ihrem Selbstmord, gemeinsam mit Hitler.

Eva Braun, die Frau an Hitlers Seite, sorgt bis heute für zahlreiche Spekulationen. Ist sie das dümmliche Blondchen, das "Tschapperl", das Hitler so gerne mochte, weil sie hübsch, naiv und treu war? Weil sie ihn bedingungslos liebte und vergötterte? Und was genau lief da eigentlich zwischen Frau Braun und ihrem Liebhaber?
Eva Braun hat für eine rege Legendenbildung gesorgt. Kaum zu glauben, dass die Geliebte Hitlers zu Lebzeiten nur dem handverlesenen "inneren Kreis" um den "Führer" bekannt war. Als kurz nach Kriegsende die Nachricht in Umlauf gelangte, dass Hitler eine Geliebte gehabt (und zwar eine leibhaftige und nicht etwa das ständig zitierte "deutsche Volk"!) und diese sogar noch geheiratet hätte, gingen die meisten von einem "Latrinenwitz" aus, einer Verschwörung, die den Führer beschmutzen wollte o.ä.

Die Historikerin Heike B. Görtemaker hat sich nun auf Spurensuche begeben. Mit diesem Buch legt sie die erste quellenkritische Monographie über Eva Braun vor. Die in den späten 60er Jahren entstandene Biographie vom türkisch-amerikanischen Journalisten Dr. Nerin Emrullah Gün (in den USA später in Gun umbenannt) wird hier kritisch hinterfragt. Görtemaker analysiert die Vorgehensweise Guns und stellt bald fest, dass sie wissenschaftlichen Maßstäben nicht gerecht wird - so basieren seine Ausführungen weitgehend auf den Angaben von Verwandten und Bekannten, die freilich die eigene Rolle zur Zeit des Nationalsozialismus gehörig beschönigen wollen. Das Familienleben der Brauns gestaltete sich beispielsweise bei Weitem nicht so harmonisch, wie das bei Gun nachzulesen ist (auf den Aussagen der Mutter Eva Brauns basierend). Die Eltern waren sogar zwischenzeitlich geschieden, mussten sich aus finanziellen Gründen in Zeiten der Hyperinflation allerdings wieder zusammentun.

Görtemaker hat verschiedene Archivalien, Briefe u.v.m. ausgewertet und in ihre Darstellung mit aufgenommen. Bald wird klar - und die Autorin leugnet das auch nicht - dass genaue Aussagen zum Privatleben Hitlers kaum möglich sind. Kurz vor seinem Tod gab er nämlich noch die Vernichtung aller persönlichen Unterlagen in Auftrag.
Doch trotz dieser prekären Quellenlage ist der Historikerin ein spannendes und informatives Buch gelungen, das ich innerhalb von kürzester Zeit verschlungen habe. Die Autorin kann durch fundiertes historisches Wissen (nicht nur zu Eva Braun) überzeugen. Auch ihr Schreibstil ist sehr gut lesbar. Als Leser bekommt man einen hervorragenden Einblick in die damalige Zeit, in die Geschehnisse auf dem Berghof, in Berlin und in München, wo Hitler seine 23 Jahre jüngere Freundin kennen gelernt hatte. Man erfährt etwas über die Beziehung zwischen Hitler und Braun, darüber, dass die junge Frau an der Schwelle zum Erwachsenwerden schon so "verrückt" nach ihrem älteren Geliebten war, dass sie mehrfach einen Selbstmord inszenierte, um seine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.
Außerdem wird hier mit vielen Gerüchten aufgeräumt, so z.B., dass Hitler mit Frauen nie über Politik gesprochen hätte. Auf dem Berghof ging es bei Weitem nicht nur um "Hundezucht, Ernährungsfragen und Kunst" - diese nachträglichen Behauptungen von Zeitgenossen sind reine Schutzbehauptungen.
Eva Braun wusste sehr wohl über viele Dinge Bescheid - und akzeptierte sie. Bis zum Schluss, denn wie Hitler war sie bis zu ihrem Tod der Überzeugung, dass es nur eines gebe: Alles oder eben nichts.

Obwohl das Buch wissenschaftlich korrekt erarbeitet wurde, ist es kein bisschen trocken oder langweilig. Manchmal musste ich sogar laut lachen, z.B. wenn es um posthume Gerüchte um Hitler und seine Frau geht. So ging der US-Geheimdienst z.B. ernsthaft der Behauptung nach, dass Hitler gemeinsam mit Eva Braun und Martin Bormann ein Cafe in Amsterdam eröffnet hätte :)
Oder Görtemaker zitiert Robert Ley, der über den gelernten Landwirt Bormann gesagt haben soll, er wäre ein "ungeschlachteter (sic!) Bauer" gewesen. Da kann man sich ein Lächeln nicht verkneifen...

Die vielen Fotografien ergänzen den Text hervorragend. Sie spiegeln Stimmungen wider, die z.B. auf dem Berghof herrschten. Fotos sind hier allein schon deshalb unerlässlich, weil Eva Braun Fotolaborantin war und Hitler im Münchner Laden ihres Arbeitsgebers, Heinrich Hoffmann (Hitlers Leibfotograf) kennen gelernt hatte. Braun hat immer viel fotografiert und gefilmt, oft auch um sich von angespannten Situationen abzulenken.

Fazit: Das Buch ist eine spannende und informative Möglichkeit, sich über ein Thema zu informieren, das sicherlich viele Menschen interessiert: Hitlers Privatleben. Gut, dass Görtemaker hier wissenschaftlich gearbeitet hat. Auf diese Weise bleiben zwar einige Leerstellen, aber alles andere gehört nun mal ins Reich der Fantasie...
Sehr zu empfehlen!
Gut recherchiertes Buch
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
über Hitler und sein Umfeld. Gute Zusammenstellung der Nazizeit. Für mich jedoch gar nichts Neues und schon gar keine neuen Erkenntnisse über das Leben mit Eva Braun.
Lesenswert
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Heike Görtemaker legt hier eine äusserst lesenswerte und interessante Biographie von Eva Braun vor. Besonders gelungen sind die vielen Schwarzweiss- und Farb(!)fotos von Braun, Hitler und dem Berghof. Die Autorin ordnet die Person Eva Brauns in den Kontext des Hofstaats am Berghof ein und beleuchtet aus dieser Perspektive Hitlers Führungsstil.
Eine Annäherung an die Persönlichkeit Eva Brauns gelingt hingegen nicht so gut. Dafür ist die Quellenlage wohl dann doch zu dürftig und zu widersprüchlich.
Mitunter aufschlussreiche Bilder
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Dem Leben der Eva Braun ist die Erfüllung ihres Wunsches gerecht geworden.
Sie hat den zum Mann bekommen, den sie wollte
Was wird uns mit diesem Buch wiederum geboten?
Eine Abfolge von Ereignissen, die wir zum Teil schon kennen und immer wieder schütteln wir Leser den Kopf ob derartiger Naivitäten, die nebenbei erwähnt werden.
Natürlich ist die historische Forschung daran interessiert, wie Privates und Intimes gerade aus dieser angesprochenen Zeit zu interpretieren ist, aber die Öffentlichkeit wartet immer noch auf wirklich Pikantes.

Nehmen wir zum Beispiel die Bilder aus diesem Buch, so kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass sich deutsche Eigentümlichkeit in allen Belangen zeigt, Ausnahme vielleicht das Bild auf Seite 127, es zeigt ein relativ skeptisches Gesicht von Margarete Speer, aber was soll das schon bedeuten?
Mode der Zeit, etwas Militärisches immer dazwischen, Belanglosigkeit auf vielen Bildern und Seiten und doch das Verbrechen hinter allem, das grausame Kriegsgeschehen und die Brutalität der Ausrottung von anders denkenden Menschen, die man dazu noch rassisch in die Ecke stellte.
Dabei ging es doch nur um Macht und Ausübung derselben auf deutsche Art, also gewachsenermaßen gründlich.

Und unter welchen Umständen, das wäre vielleicht noch zu loben in diesem Buch,
denn auf Seite 218 sehen wir einen verzückten Machthaber vor dem Linzer Stadmodell mit geradzu häschenhaften vor Freude zitternden Händchen, wir wir ihn vielleicht noch nicht gesehen haben.
Hätte man ihn doch seinerzeit aufgenommen in die Akademie, meinetwegen als naiven
oder wie auch immer Maler, das hätte ihm und auch uns besser getan.
Wie gesagt, nichts Neues, soweit ich sehe, aber gute Bilder.
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Produkt-Bild: "Mein Kriegsende". Zeitzeugen aus Niedersachsen erinnern sich

"Mein Kriegsende". Zeitzeugen aus Niedersachsen erinnern sich von Angela Kröger, Kurt Behrendorf, Otto Bleeck

Gebundene Ausgabe von Schlütersche
Preis bei Amazon: EUR 4,99, Angebote ab EUR 3,00

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3899937112, Erscheinungsdatum: April 2005, Auflage: vergriffen, keine Neuauflage
Zoom ± Produkt-Bild: "Mein Kriegsende". Zeitzeugen aus Niedersachsen erinnern sich

2 Kundenrezensionen:

Interessante Sammlung verschiedenster Schilderungen
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Das Buch beinhaltet mehrere kurz gehaltene Erinnerungen von Niedersachsen, die das Kriegsende zumeist als Jugendliche oder gar als Kinder erlebten. Nachdem ich das Buch gelesen habe, war mir schon ersichtlich, warum diese Generation auch als "Hamster-Generation" bezeichnet wird. Viele Geschichten beinhalten neben den Kriegserinnerungen auch auf die Schwierigkeiten bei der Lebensmittelversorgung oder der allgemeinen Versorgung mit den täglich Notwendigen Dingen.
Insgesamt ist dies eine sehr interessante Auflistung von Zeitzeugen-Berichten auf dem Weg zum Kriegsende 1945.
Unglaublich packend
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Das Buch ist unglaublich packend, ich hätte es am liebsten in einem Stück gelesen! Diejenigen, die das Kriegsende erlebt haben, berichten hautnah von ihren Erlebnissen - von dramatisch bis heiter.
Leider ist die Anzahl der Geschichten auf rund 30 beschränkt, da hätten es gerne noch mehr sein können!
Zu den Geschichten gibt es zahlreiche Fotos aus der Kriegszeit, die die einzelnen Passagen noch deutlicher wirken lassen. Am Ende einer jeden Geschichte ist ein aktuelles Bild des- bzw. derjenigen, die diese Geschichte erlebt hat - eine schöne Idee!
Ich kann "Mein Kriegsende" nur weiterempfehlen!
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Produkt-Bild: LTI: Notizbuch eines Philologen

LTI: Notizbuch eines Philologen von Victor Klemperer

Broschiert von Reclam, Ditzingen
Preis bei Amazon: EUR 9,90, Angebote ab EUR 8,61

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3150201497, Erscheinungsdatum: Dezember 2007, Auflage: Nachdruck der 22. Auflage 2007.
Zoom ± Produkt-Bild: LTI: Notizbuch eines Philologen

5 Kundenrezensionen:

was für ein Buch!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ein Buch über die Sprache des Nationalsozialismus, das zum Nachdenken anregt und nie ohne Wirkung bleibt!

Das Buch ist eine angenehme Mischung aus persönlicher Beobachtung und wissenschaftlicher Analyse, spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Eines jener Bücher, die Spuren hinterlassen.
Das Buch kann einem die Augen öffnen...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich kann mich meinen Vorrezensenten nur anschließen. Victor Klemperers LTI (Lingua Tertii Imperii - Sprache des dritten Reichs) ist ein Buch, das eigentlich jeder gelesen haben sollte, der sich mit der deutschen Sprache beschäftigt. Man entdeckt in diesem Buch viele Beispiele für die Manipulation durch Sprache, die im Nationalsozialismus üblich gewesen ist und die sich tatsächlich in allen Bereichen durchsetzen konnte. Hier ist das sehr schön dargestellt u.a. anhand eines Aufrufs an Apotheker sich der Anwendung einheimischer Tees zu bemühen. Eben hier wird auch erklärt wie der nationalsozialistische Sprachstil in die wissenschaftliche Sprache Einzug hielt. Das Buch ist nicht im eigentlichen Sinne wissenschaftlich aber sehr scharfsinnig und objektiv mit Kapiteln, die in Form von Essays grade auf eigene Erlebnisse Bezug nehmen. Das Buch erhellt, wie die Sprache des Nationalsozialsmus enstand, besonderes Augenmerk ist hier auch bei Vergleichen zum italiensichen Faschismus. Ein wichtiger Punkt ist auch der vielleicht aus heutiger Sicht völlig unverständliche Führerkult, der hier seinen grotesken Ausformungen, die Klemperer im Alltag begegneten, beschrieben wird. Das Buch ist absolut empfehlenswert und lässt einen auch über den heutigen und nicht zuletzt den eigenen Sprachgebrauch weiterdenken, schließlich hat sich erstaunlich vieles aus dieser Zeit bis heute erhalten...
LTI Ein Anstoß zum Denken
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich, als "Ossi", habe LTI durch einen Zufall in die Hände bekommen. Schon nach ein paar Seiten war mir nicht klar, wie diese Buch durch die DDR-Zensur gekommen ist. Die Gleichheit des Sprachgebrauchs im "dritten Reich" und in der DDR war frappierend. Gab es da sonst noch Gleichheiten? Für einen 18 jähriger SED-Genosse war dieses Buch ein Schock. Ich habe es mehrmals hintereinander gelesen. Und im nachhinein bin ich mir sehr sicher, dass dieses Buch für mich der erste Anstoß war, mich der bürgerlichen Demokratie zuzuwenden.
Vielen Dank und Respekt Prof. Dr. Klemperer
herausragend gut
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
wer das 3. Reich verstehen will, der sollte LTI lesen. Aus einer anderen als der üblichen Sichtweise wird untersucht, warum es so kommen konnte.
Lesen!!
Nazisprache und Gegenwart
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Was man aus Viktor Klemperers hervorragendem Buch vor allem lernen kann, ist, dass sehr viele Begriffe der Nazibarbaren bis in unsere gegenwärtige Gesellschaft erhalten geblieben sind und sich viele Menschen nicht darüber im Klaren sind, woher das eigentlich stammt. Die zweite Lektion, die man lernen kann, ist, dass die gleichen Mechanismen heute immmer noch gebraucht werden, um gegen Menschen zu hetzen; die gegenwärtige Diskussion um "Arbeitsunwillige" und dergleichen mehr, lässt ahnen, wie tief verwurzelt die faschistoide Denkweise und der demagogische Sprachgebrauch in Deutschland sind.
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Produkt-Bild: Anus Mundi. Fünf Jahre Auschwitz

Anus Mundi. Fünf Jahre Auschwitz von Wieslaw Kielar

Taschenbuch von Fischer (Tb.), Frankfurt
Preis bei Amazon: EUR 11,95, Angebote ab EUR 4,85

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3596234697, Erscheinungsdatum: Februar 1982, Auflage: 12
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5 Kundenrezensionen:

Erschütternd. Bewegend. Mitreißend.
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Genau so und nicht anders schildert der Autor Wieslaw Kielar hier, ausgesprochen authentisch, "seine" Geschichte von Auschwitz, er war einer der Ersten, die 1940 nach Auschwitz deportiert wurden und einer der Wenigen, die Auschwitz 1944/45 lebend verlassen haben, Auschwitz "überlebt" haben.

Herr Kielar erzählt von seinen Freundschaften und seinen Feindschaften, charakterisiert einzelne Charaktere und Kommandanten, die täglichen Abläufe innerhalb des Lagers, erzählt von der heimlichen Unterstützung mit Lebensmitteln und sonstigen Kleinigkeiten einiger Polen, der Korruption von einigen Lagerkommandanten, dem Warentausch innerhalb des Lagers mit den Habseligkeiten der Ermordeten und Vergasten sowie den Arbeitskommandos (für eine kurze Zeit war auch er Teil derer, die die Vergasten und Ermordeten abtransportieren mussten) innerhalb des Lagers.

Kielars Erzählstil ist erschreckend, mit emotionsloser Normalität und unbefangenen Worten schildert er die Ankunft, die Folter und Schläge, die täglichen Erniedrigungen sowie die Vergasungen, Spritzen und Ermordungen, die zum alltäglichem Leben gehörten und der die Inhaftierten wehrlos ausgesetzt waren. Aber genau DAS war eben leider schrecklicherweise der Alltag und Kielar versucht dem Ausdruck zu verleihen, die seelische Verstummung und Abstumpfung, die unfreiwillige Akzeptanz der Situation sowie die Resignation zum Ausdruck zu bringen, um überhaupt überleben zu können ("Wir waren keine Menschen mehr" oder "so oder so Krematorium", wie ein Freund von ihm es ausgedrückt hatte).

Dabei geht er chronologisch vor, er widmet jedem Erlebnis sein eigenes Kapitel, deshalb ist es nicht möglich hier ein Inhaltsverzeichnis wiederzugeben. Im Buch enthalten sind übrigens noch zwei Lagerpläne von Auschwitz, einmal vom Stammlager und einmal von Auschwitz-Birkenau.

Zusammenfassend betrachtet ist dieses Buch eine große Bereicherung für die Weltliteratur (!), ein umfassendes Zeugnis dessen was in der Vergangenheit geschehen ist, ein Augenzeugenbericht und eine Lektion für die Zukunft, unwahrscheinlich gut geschrieben. Kurz, ein Einblick in die Brutalität und Unmenschlichkeit Auschwitzs. Sehr empfehlenswert.
unbedingt lesen
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich habe schon mehrere Bücher über Auschwitz gelesen, aber dieses hier ist ganz vorne dabei...wenn nicht überhaupt an erster Stelle.
Der Kauf lohnt sich auf jeden Fall!
Sehr gut geschrieben, aber ehrlich????
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Also das Buch ist echt gut geschrieben, aber es wird im Vorwort erwähnt, daß der Autor nach einigen Jahren Distanz alles aus seinen Erinnerungen verfasst hat. Nun frage ich mich, wie er dann, bei allem was er da durchgemacht hat, z.B. ab Seite 57 bestimmt 100 Namen mit den dazugehörigen Arbeitsstellen im Lager zu diesem Zeitpunkt nach Jahren noch auswendig weiß. Also ich z.B. war in der DDR wegen Republikflucht inhaftiert, habe echt furchtbare Dinge gesehen, aber ich war nach Schlägen mit Eisenstangen auf den Rücken, nach denen ich mich nicht mehr bewegen konnte, nicht darauf erpicht, wie der Typ hieß, der da die Suppe kocht.
Ansonsten gut geschrieben, obwohl es da wirklich besser geschriebene und auch authentischere Bücher gibt, die ich mir übrigens in der Gedenkstätte selbst gekauft habe.
Ergreifend und persönlich
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Wieslaw Kielar ist ein außergewöhnlicher Schriftsteller. Er schafft es in seinem Buch gleichzeitig einen objektiven Bericht über das eigentlich unbeschreibliche Grauen Auschwitz zu schreiben und zur selben Zeit den Leser an seinem persönlichen Schicksal teilhaben zu lassen. Das Buch ist in einem Ton geschrieben, als würde ein Freund erzählen und genau das macht es so eindringlich. Selten hat man bei einer Erzählung über das Leben in einem Konzentrationslager das Gefühl, man könne zum ersten Mal ein wenig verstehen, welche furchtbaren Qualen der Autor durchlitten hat( auch wenn man es doch niemals ganz begreifen wird), gleichzeitig kann man ein zumindest anfangen zu verstehen, wie es ein Mensch schaffen kann, trotz allem ein Mensch zu bleiben.
Wer zumindest versuchen will, Auschwitz zu begreifen, muss Kielars Buch lesen.
Das Entsetzen in seiner Normalität
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Anus Mundi ist nichts für zarte Gemüter. Das nicht deshalb, weil Ausschwitz als Symbol für das gesamte Grauen einer verwirrten Welt steht und man kein Buch darüber mal so eben beiläufig lesen kann. Sondern, weil Kielar einfach nur erzählt wie es war. Kein Schnickschnack, keine Emotionalität, keine Bewertung, einfach nur das Alltägliche in seinem gesamten Grauen. Da kommt man nicht so einfach durch, sondern man ertappt sich dabei, wie man sich gewöhnt so, wie sich auch der Autor in Ausschwitz daran gewöhnte. Und das ist die Frage, die mich lange gequält hat: wie kann man sich überhaupt an so etwas gewöhnen. Die Antwort darauf ist so leicht wie erschreckend: um zu überleben, tut man fast alles und soziale Gemeinschaften wie widerlich sie auch sein mögen, sind immer noch soziale Gemeinschaften.
Kielar ist kein Autor für Jugendliche. Die sind mit Die Kinder von Bergen-Belsen besser bedient. Er schreibt für diejenigen unter uns, die wirklich verstehen wollen. Um es mit Frank Herbert zu sagen: wer seine Vergangenheit nicht kennt ist gezwungen sie zu wiederholen. Kielars Ausschwitz kann man nie ganz kennen, aber man kann die Grundprinzipien begreifen, wieso sich kaum jemand wehrte und wie es kommt, dass diejenigen, die die Lager überlebten, danach für den Rest ihres Lebens im buchstäblichen Wort "kaputt" sind.
Ich habe Wochen gebraucht, um das Buch ganz zu lesen. Wochen, in denen ich mir Zeit genommen habe, das Beiläufige zu einem Nacherleben zu machen. Dass das niemandem wirklich gelingen kann ist klar, aber ohne Verstehen keine Besserung. Und irgend etwas müssen wir tun, um der Gleichgültigkeit entgegen zu wirken. Anus Mundi nimmt mit. Es greift tief ein in die Seele, es weckt die Dämonen von Abscheu, die Verstehen verhindern und hilft dann doch daraus wieder heraus.
Ausschwitz ist eine Welt voller Monster, in denen ein paar Lichtblicke der Menschlichkeit wie Diamanten funkeln, um doch gleich wieder mit allem Scheußlichen besudelt zu werden, zu dem Menschen fähig sind. DAS SIND WIR! Hier wird so recht deutlich, dass Täter wie Opfer Menschen wie du und ich sind und dass die Grenze zwischen beiden oft nicht so leicht zu ziehen ist wie es scheint.
Andere Bücher motivieren den Gutmenschen in uns. Anus Mundi tut dies nicht. Wer ehrlich mit sich selbst umgeht, der kann nicht anders als erkennen: verurteile andere, und du bist selbst verloren. Man muss den Blick nach innen lenken und das Monster in sich selbst erkennen, auch wenn der ultimative Selbsttest am Ende nur das Erleben ist, was man andererseits natürlich niemandem wünschen kann. Dennoch, ich denke nicht, dass der Weg des Verhinderns dass so etwas noch einmal geschieht, darin besteht, die Nazi"ideologie" zu analysieren. Nein, die Analyse muss sich auf uns selbst beziehen. Nur wenn wir uns selbst erkennen, sind wir gewappnet. Es ist der Opportunismus nackten Überlebens und der Opportunismus von Sicherheit, der uns Menschen so gefährlich macht. Wenn wir uns nicht wappnen, sind wir diesem Opportunismus ausgeliefert. Das Böse in uns ist uns umso näher, je weniger wir es sehen wollen, während das Gute in uns wachsen kann, je mehr wir uns klarmachen, wer wir sind.
Dass das wehtut liegt auf der Hand. Aber, wir müssen aus allem Menschlichen lernen. Nur so ist eine bessere Welt möglich.
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Produkt-Bild: Hitlers Klavierspieler: Ernst Hanfstaengl: Vertrauter Hitlers, Verbündeter Roosevelts

Hitlers Klavierspieler: Ernst Hanfstaengl: Vertrauter Hitlers, Verbündeter Roosevelts von Peter Conradi

Gebundene Ausgabe von Scherz Verlag, Frankfurt
Preis bei Amazon: EUR 6,99, Angebote ab EUR 4,10

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3502181373, Erscheinungsdatum: Sept. 2007, Auflage: 1., Aufl.
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Aus der Amazon.de-Redaktion


Zu den schillerndsten Figuren im Umkreis Adolf Hitlers gehörte in den Zwanziger- und frühen Dreißigerjahren der weltläufige Harvard-Absolvent, Kunsthändler und in seiner Geburtsstadt München promovierte Historiker Ernst Hanfstaengl. Ihm hat der amerikanische Journalist Peter Conradi eine lesenswerte, akribisch recherchierte Biographie gewidmet.
Das Klavierspiel des von Freunden ?Putzi? genannten Hanfstangl schätzte Hitler ebenso, wie es Jahre zuvor in New York schon der damalige Senator und spätere US-Präsident Franklin D. Roosevelt getan hatte. In manch schwerer Stunde, etwa nach dem Selbstmord seiner Nichte Geli Rauball 1931, richtete er sich an seinem Spiel wieder auf -- vor allem das Tristan-Finale hatte es ihm angetan. Ohne das Eingreifen von Putzis amerikanischer Frau wäre der Name Hitler vielleicht sogar nur eine Fußnote der Geschichte geblieben: 1923 nämlich entwaffnete sie ihn, als er sich nach dem Scheitern seines Putschversuchs im Landhaus der Hanfstaengls in Uffing am Staffelsee erschießen wollte, um der drohenden Verhaftung zu entgehen.
Die anfangs beiderseitige Bewunderung Hitlers und Hanfstaengls war nicht von Dauer: Nach dem Röhm-Putsch 1934 kamen Hitlers Klavierspieler Zweifel an dem ?Führer? und seiner Partei, der er wegen seiner guten internationalen Kontakte als Auslandspresschef diente. 1937 setzte er sich ab, zunächst in die Schweiz und dann nach Großbritannien, wo er 1939 interniert wurde. Doch seine Bekanntschaft zu Roosevelt, derer er sich jetzt besann, sollte sich auszahlen. ?Putzi? konnte in die USA ausreisen und stellte sich dort in den Dienst der US-Regierung, für die er Joseph Goebbels? Propaganda analysieren und ein Psychogramm Hitlers erstellen sollte. Nach dem Krieg kehrte Hanfstaengl nach Deutschland zurück, wo er sich bei seinem Entnazifizierungsprozess theatralisch als früher Gegner des NS-Regimes gerierte und das Gericht unter anderem mit einer eidesstattlichen Erklärung aus der Feder Eleonore Roosevelts von seiner Unschuld überzeugte.
Conradis flüssig geschriebenes Buch rückt manches von dem zurecht, was sich Hanfstaengl an seiner Lebensgeschichte in seinem Memoirenband Zwischen Weißem und Braunem Haus zurechtgebogen hatte, mit dem er 1970, fünf Jahre vor seinem Tod, noch einmal auf sich aufmerksam machte. Wie immer man zu ihm stehen mag -- ein außergewöhnliches Leben hat er gelebt. -- Andreas Vierecke, Literaturanzeiger.de
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Eine Kundenrezension:

Ein Diener zweier Herren.
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Peter Conradis packende Biographie von Ernst "Putzi" Hanfstaengl war jedenfalls für mich eine Entdeckung. Ich glaubte bisher alles über Hitlers engste Berater und Spießgesellen zu wissen und hatte von Hanfstaengl nie etwas gehört. Dieser vielseitig gebildete Mann aus einer der angesehensten Familien Bayerns, der in Harvard studiert hatte und an der Fifth Avenue in New York eine bekannte Kunsthandlung führte, wurde durch eine Rede Hitlers in einem Münchner Bierkeller derart beeindruckt, dass er fortan als Topnazi zum engsten Führungskreis des späteren Diktators gehörte. Was wäre geschehen, hätte nicht Hanfstaengls Frau Helene Hitler daran gehindert, nach dem Putschversuch 1923 Selbstmord zu begehen? Die Welt sähe heute anders aus. Wie Hanfstaengl später aus einem Bewunderer Hitlers zu dessen Gegner wurde, auf verschlungenen Wegen wieder in die USA gelangte und dort Berater von Präsident Roosevelt wurde - das alles ist unbedingt lesenswert, auch für jene, die allmählich genug von Nazi-Literatur haben.
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Produkt-Bild: Wir Kinder der Kriegskinder: Die Generation im Schatten des Zweiten Weltkriegs

Wir Kinder der Kriegskinder: Die Generation im Schatten des Zweiten Weltkriegs von Anne-Ev Ustorf

Gebundene Ausgabe von Herder, Freiburg
Preis bei Amazon: EUR 19,95, Angebote ab EUR 15,76

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3451298147, Erscheinungsdatum: Januar 2010, Auflage: 5., Aufl.
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5 Kundenrezensionen:

Wir Kinder der Kriegskinder
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Sehr interessante Darstellung der transgenerationalen Probleme. Das Buch analysiert die Probleme und verdeutlicht sie sehr gut anhand von sogenannten Falldarstellungen von Einzelschicksalen.
Endlich Antworten
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Dieses Buch war wie eine Offenbarung. Ich habe mich so sehr wiedererkannt, es war schon fast unheimlich. Und es hat ganz neue Gedankengänge in Gang gebracht, ganz neue Antworten bereit gestellt für Fragen, auf die ich mir lange Jahre keinen Reim machen konnte. Es ist so Vieles klarer geworden. Ich bin sehr froh, dass meine Generation als Kriegsenkel endlich einen Namen hat, dass unsere Probleme, die keine Ursache zu haben scheinen, endlich thematisiert, analysiert und erklärt werden. Die in dem Buch dargestellten Fälle sind keine Ausnahmen, sondern spiegeln ein Massenphänomen wider, dessen Ausmaß uns noch gar nicht klar ist. Ich habe sehr viel davon mitgenommen und kann die Lektüre nur wärmstens weiterempfehlen.
Wichtiges Thema
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Das Thema des Buches ist wichtig und das Vorhaben der Autorin ist sehr löblich.
Allerdings finde ich das Buch wenig tiefgründig. Es werden viele Fälle dargestellt und beschrieben. Aber alles scheint etwas locker aus der Feder geflossen zu sein - gerade an solchen Stellen an denen man gern nachhaken würde. Hier wäre eine wissenschaftlichere und substanziellere Arbeit notwendig.
Die Kapitel fügen sich nicht zu einer klaren Linie, alles ist irgendwie zusammengeschrieben. Dadurch entsteht leider das Gefühl, dass ein wichtiges Thema lediglich angerissen wurde. Für die Wahl des durchaus gesellschaftlich wichtigen Themas durch die Autorin gebe ich aber dennoch zwei Punkte.
Berührend und hochspannend
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich bin selbst ein Kind von Kriegskindern und habe mich in vielen dieser Geschichten wiedererkennen können. Das Gefühl von Heimatlosigkeit, das Gefühl, an den Ängsten und Mangelerfahrungen der Eltern selbst noch zu tragen zu haben ... das kenne ich gut. Die Autorin verliert sich aber nicht in den biographischen Geschichten sondern stellt auch noch die aktuellen psychologischen Forschungen zu diesem Thema dazu, das hat mir besonders gut gefallen. Für mich sehr aufschlussreich, ich werde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen. Danke.
Generationenprobleme
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Die Beschreibungen in diesem Buch sind so verständlich und so gut, wie ich mir das beim Kauf zwar gewünscht aber nicht geglaubt habe.
Es macht Vieles für mich persönlich viel verständlicher und ist mir eine große Hilfe.
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Produkt-Bild: Fünf Deutschland und ein Leben: Erinnerungen

Fünf Deutschland und ein Leben: Erinnerungen von Fritz Stern

Taschenbuch von Deutscher Taschenbuch Verlag
Preis bei Amazon: EUR 12,90, Angebote ab EUR 5,42

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3423345616, Erscheinungsdatum: Sept. 2009
Zoom ± Produkt-Bild: Fünf Deutschland und ein Leben: Erinnerungen

Aus der Amazon.de-Redaktion


Fritz Stern, 1926 in Breslau als Sohn zum Protestantismus konvertierter deutscher Juden geboren und 1938 mit seinen Eltern vor den Nazis in die USA emigriert, ist einer der bedeutendsten Historiker des 20. Jahrhunderts. Dass er zugleich ein großer Schriftsteller ist, der fesselnd zu erzählen weiß, belegt seine überaus lesenswerte Autobiografie Fünf Deutschland und ein Leben. Darin rekapituliert Stern neben seiner eigenen Lebensgeschichte und der Geschichte seiner Familie zugleich die Geschichte der nicht weniger als fünf deutschen Staaten, die er während seines Lebens aus der Nähe und der Ferne studieren konnte. Jahrzehntelang, bekennt der Autor, habe er davor zurückgeschreckt, über seine privaten Erfahrungen zu schreiben -- er ?wollte das Fachliche und das Persönliche säuberlich getrennt halten?. Doch nachdem er zum ersten Mal wieder in seiner seinerzeit deutschen Geburtsstadt gewesen sei, die nun zu Polen gehörte, schrieb er darüber einen persönlichen Bericht für seine Kinder. Überschrieben war dieser Bericht ?Heimkehr 1979?: ein Titel, der, wie ihm später bewusst wurde, zumindest voller Ironie war, vielleicht sogar Ausdruck einer Selbsttäuschung. Dass er nach all den Jahren seine Geburtsstadt besuchte, erklärt sich der Autor damit, dass er sich wohl ?aus irgendeinem Grund davon überzeugen musste, dass mein Elternhaus zerstört war und das Land meiner Geburt nicht mehr existierte?.
Sein Verlustgefühl, so der Autor weiter, sei überlagert gewesen von einer alles beherrschenden Dankbarkeit dafür, dass er in den Vereinigten Staaten eine zweite, bessere Heimat gefunden hatte. Immerhin: Mit diesem Bericht, den Stern im Einführungskapitel dieses Bandes abdruckt, hatte er erstmals sein Prinzip einer strikten Trennung von Fachlichem und Persönlichem gebrochen. Und zum Glück für uns Leser tut er dies auch in diesem Buch, dessen Lektüre sich durch die kluge und erzählerisch gekonnte Verknüpfung von fachlichem Wissen und persönlicher Erfahrungen zu einem beeindruckenden Bildungserlebnis weitet. -- Hasso Greb
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5 Kundenrezensionen:

Spannend, lehrreich, sehr gut zu lesen
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich habe dieses Buch bei einem Freund gesehen und, nachdem ich darin geschmökert habe, es selbst gekauft. Es ist sehr spannend zu lesen und vermittelt viele neue Erkenntnisse über die unmittelbare Vergangenheit und Gegenwart Deutschlands. Auch die beschriebenen Persönlichkeiten aus dem persönlichen Umfeld der Familie Stern machen das Buch interessant.
Hier schrieb kein "trockener" Wissenschaft ein noch "trockeneres" Buch, sondern fast eine Unterhaltungslektüre, allerdings mit realem und - besonders was die Nazizeit anbelangt - auch erschütterndem Bezug.
Meine Empfehlung: Unbedingt lesen!
unreflektiert
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Ich will hier nur auf die Jugend von Fritz Stern eingehen.
Er hat in Breslau Schlimmes erlitten, nennt es daher nur noch mit polnischem Namen.
Nun erwähnt er aber hier insbesondere seine Schulzeit auf dem Gymnasium, dessen Direktor mein Großvater Konrad Linder war.
Dieser war Mitglied der bekenneden Kirche, wusste genau um die schwierige Situation der Familie Stern und hat sich alle Mühe unter Gefahr gegeben,
die Schulzeit einigermaßen beschützt für ihn zu gestalten. Unvorsichtigerweise hat mein Großvater Herrn Stern dieses bei seiner Verabschiedung sogar mitgeteilt. Seine damalige Antwort gibt er selbst 70 Jahre später unreflektiert wieder. "Davon habe ich nichts
gemerkt".
Wir haben Herrn Stern in einem persönlichen Schreiben auf diese Tatsache hingewiesen, daraufhin hat er er die Tatsache zugegeben , auch dass seine Eltern um diemoralische Integrität meines Großvaters genau wussten,und ihn dort einigermaßen sicher aufgehoben wähnten.
In seinem Buch entsteht ein ganz anderer Eindruck. Ich halte das für unfair und einem Historiker für absolut unagemessen, der damit sein eigenes Werk entwertet.
Muss man nicht unbedingt lesen, ...
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
... ich finde aber, man sollte es lesen.
Man muss es nicht lesen, wenn man auf Spannung aus ist oder auf ganz neue Enthüllungen.
Man sollte es aber lesen - in der englischen Originalausgabe oder in der deutschen Übersetzung - wenn man sich für Deutschland und seine jüngere Geschichte interessiert. Dabei ist es kein Geschichtsbuch: Im Untertitel wird es zutreffend als 'personal history' angekündigt - und genau diesen Anspruch löst Stern ein.
Es ist die Geschichte eines Menschen, , die Autobiographie eines Historikers, die auf vielfältige Weise mit 'Five Germanys' innerhalb des zwanzigsten Jahrhunderts verbunden ist, die er erlebt und / oder erforscht hat.
Stern hat als Kind die Weimarer Republik erlebt, als Jugendlicher das Aufkommen des Faschismus, als junger Emigrant in den USA den Zweiten Weltkrieg, als Erwachsener und Wissenschaftler, die kurze Periode zwischen 1945 und 1949, "when there was no Germany", und dann die beiden deutschen Staaten während der vierzigjährigen Teilung. Und schließlich mit viel kritischer Sympathie die Wiedervereinigung und das neue vereinigte Deutschland.
Doch: Wenn man die nötige Zeit für diese gut 500 Seiten hat, dann ist das ein sehr lesenswertes Buch.
Ein Kaleidoskop der Freude
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
"Diese herrliche Freiheit als wir anfingen 1939 in Amerika", so oder ähnlich ließt man es in einer Buchbesprechung über Fritz Stern und dessen neues Buch "Fünf Deutschland und ein Leben".
Da holt man erst einmal tief Luft und fragt sich, "hä, fünfe deutscheland oder wie?"

Aber, wer diesen Menschen und Autor nur irgendwie einmal gesehen hat (im Fernsehen) bei irgendeiner Preisverleihung- nicht der unbedeutendsten hier im Lande - oder etwas gelesen hat, wie dem auch sei, dieser Mensch hat etwas zu sagen. Und er sagt es treffend gut!

Da haben wir den historisch interessierten, was sage ich, den historisch verwegen denkenden, sich einmischenden Menschen, der einer Kultur zugeneigt ist, der wir nur zustimmen können, einer immer wachen Aufmerksamkeit für das, was menschliches Leben sinnlich macht und damit lebenswert.
So ist es z.B. aber erstaunlich, daß er sich in seinen Betrachtungen in diesem Buch in Bezug auf Religiöses mehr vom protestantischen Gedankengut tragen läßt als vom beispielsweise katholischen (wo doch diese Religion allein schon durch Gesang und Weihrauch Sinnhaftes verströmt).
Dies jedoch nur am Rande erwähnt.

Sein der deutschen Geschichte entgegenkommendes Interesse in Richtung Literatur (und damit dem Wesen unserer deutschen Kultur schlechthin)scheint mir indessen nicht ungefährdet zu sein.
So haben z.B. der Autor des "Simplicissimus" oder Novalis in "Die Christenheit oder Europa", ja selbst Marx und Engels im "Manifest der Kommunistischen Partei" Deutschland als besonders wichtig und für die Zukunft bedeutsam gesehen. Wie voraussehend diese Autoren! Und Heinrich Heine dagegen in "Deutschland, ein Wintermärchen" ?
So ist es also, Deutschland endweder als Hervorbringer von "Dichtung und Wahrheit" oder von "Leid und Tragödie" ?
Da sei Gott davor! Denn diese Tragödie wurde auch (und wird hoffentlich nicht wieder!) von kulturell angetanen Personen bewußt oder unbewußt vorbereitet. Die Namen sind bekannt, und Ezra Pound oder auch Stefan George werden bei genauem Hinsehen wohl als Deuter in eine eigenartige Zukunft gesehen werden müssen.

Ich trage dies bei zu allgemeinen Beachtung bei allem. Man kann halt selbst für gute Schriftsteller niemals die Hand ins Feuer legen, ob sie nicht doch Schaden anrichten.
Und trotzdem liest man natürlich gerne und vor allem solche Bücher wie dieses (oder Heinricht Heines), denn Spaß muß sein.

Deutschland bei Napoleon beginnen zu lassen, dieser Hinweis gefällt mir und die Beschäftigung mit dem Judentum ebenfalls, wie auch die Betrachtungen über Bismarck in Buchform mir demnächst ein Vergnügen sein werden.

Die Hinwendung zur Heimat, zumal in Richtung Breslau, d.h. rechts der Oder ist für mich persönlich wichtig. Allerdings liegt meine Heimat bei Stettin und Alfred Döblin ist deshalb z.B. literarisch und auch sonst wichtig für mich. Es ist immer wieder erstaunlich beim Lesen, wieviel der Autor auf eine Seite bringt. Da ist jeder Satz langsam zu lesen und immer wieder blitzt die Freude an der schriftlichen Arbeit durch, einer Arbeit, die eine Gedankenschnelle und Präzision in sich weiß und die auf dem Sprung ist, dies witzig zu bekunden. Alle Begegnungen, alle Betrachtungen tragen den Stempel einer wunderbaren Begabung in schriftstellerischer Hinsicht. Das ist nicht immer der Fall bei Historikern und deshalb hier besonders hervorzuheben. Wer an europäischer Geschichte, besonders der deutschen und wer an globaler Entwicklung der neueren Zeit interessiert ist, der hat in diesem Werk eine Fundquelle gefunden, die immerwährend zu sprudeln scheint.

Fritz Stern liebt seine Heimat und er liebt die USA in ihrer Freiheitssucht, und die Wurzeln der USA sind auch europäischer Natur.
Was daraus werden kann, sollte zusammen gesehen und zusammen unternehmend angegangen werden, ohne allzugroße Vorbehalte. Die Deutschen können die Verdienste und Sünden der Welt einschätzen, sie werden sich politisch äußern (Schröder und der Irak-Krieg) oder gegenüber einer undiskutablen Israel-Palästina-Politik wie zur Zeit, aber sie werden niemals mehr die Stellung einnehmen, die eine "zu breite Brust" bedeutet. Dazu haben sie zuviel gelitten und das haben sie gelernt (das Leiden!). Die einstmals viel beschworene militärische Stärke Deutschlands beim Angriff auf Polen seinerzeit mit Hilfe der Sowjetarmee spricht ja die eigentliche Wahrheit über unseren unwiderstehlichen Mut aus. Deswegen ist jegliches Hochgefühl militärischer Macht für alle Staaten dieser Erde illusorisch, was dankenswerter Weise auch zwischen den Zeilen dieses Buches zu lesen ist.

Fritz Stern hat den Bogen geschlagen, den jeder fühlende und denkende Mensch schlagen sollte, bevor er sich (hoffentlich nicht zu bald!) verabschiedet, er ist angekommen.
Ein Historiker der keine Ahnung von Geschichte hat....
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Das Buch mag sehr interessant geschrieben sein aber wenn ein Historiker (!) behauptet die DDR sei aktiv mit Truppen beim Prager Frühling dabeigewesen muss ich mich leider fragen oder Fritz Stern überhaupt eine Ahnung von Geschichte hat!!! Bei solch fachlichen Mängeln gibt es ganz klar nur 1 von 5 Sternen.
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Produkt-Bild: Im Stahlmantel: Als U-Boot-Fahrer an Bord von U 505

Im Stahlmantel: Als U-Boot-Fahrer an Bord von U 505 von Hans Jacob Göbeler, John Vanzo

Broschiert von Ullstein Tb
Preis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 8,05

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3548269990, Erscheinungsdatum: Januar 2009
Zoom ± Produkt-Bild: Im Stahlmantel: Als U-Boot-Fahrer an Bord von U 505

4 Kundenrezensionen:

Sehr lesenswert
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Aus meiner Sicht machen insbesondere 2 Dinge dieses Buch sehr lesenswert. Erstens listet hier kein ordenbehangener Kommandant seine Versenkungserfolge auf, sondern hier schreibt ein damals 19 jähriger Maschinengefreiter sein Leben als Soldat der Kriegsmarine und U-Bootfahrer nieder und das in einer sehr lebendigen und selten zu findenden detaillierten Form. Die Beschreibungen seiner Handlungen, der Nöte und Ängste auf den Feindfahrten sowie der wenigen Freuden beim Land- und Heimaturlaub kommen sehr gut rüber. Zweitens ist es sehr interessant, über die extrem unterschiedlichen Charaktere der 3 Kommandanten zu lesen. Zuerst der ruhige souveräne Kaleu Loewe, der auch erfolgreich war und von seiner Besatzung geschätzt wurde. Dann Kaleu Zschech, der mit Willkür und Strenge, aber nicht mit Führungsqualitäten aufwartete und sich seiner Verantwortung während eines schweren Wasserbombenangriffs durch Selbstmord entzog. Zuletzt der mit über 40 Jahre recht alte Reserveoffizier Lange, der als Führungskraft korrekt, aber insgesamt glücklos war.
Ein besonderes Boot mit einem besonderen Schicksal, beides in diesem Buch besonders gut beschrieben, darum besonders lesenswert! Volle 5 Sterne!
Spannender Tatsachenbericht
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Es gibt einige Bücher und Filme betreffend der Geschichte von U 505.

Dieses Buch unterscheidet sich sehr von vielen anderen Berichten von deutschen U-Bootfahrern, meist Kommandanten, im 2 WK.

Es ist ein toller Bericht von Hans Göbeler der bis zur Aufbringung von U 505 seine Dienste in der Zentrale des U-Bootes leistete und gibt einen tollen Einblick in die damalige Sichtweise eines ehemaligen U-Bootfahrers mit Mannschaftsdienstgrad.

Ich kann dieses Buch wirklich nur empfehlen und es ist meiner Meinung nach in einem Zug mit Wolfgang Hirschfelds "Feindfahrten - Logbuch eines U-Bootfunkers" und mit "Das Boot U 188. Zeitzeugenbericht aus dem Zweiten Weltkrieg" von Klaus Willmann zu nennen.
Im Stahlmantel
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
wer sich für den u boot krieg interessiert und die schicksale der u boot fahrer sollte das buch lesen
Ehrliche Reportage eines Ubootfahrers
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Der Autor ist im Mannschaftsdienstgrad bis zum Zeitpunkt etwa der Invasion der Alliierten auf U505 mitgefahren. Dann wurde das Boot von einer amerikan. Spezialeinheit aufgebracht und fiel ihnen fast intakt-wie wertvoll- in die Hände. Dies beruhte auf der Eigenart der bereits geschwächten Befehlskette: dem scherverwundeten Kommandanten war es (mit Recht) wichtiger, die Besatzung zu retten, als ohne jede Rückabwicklungsmöglichkeit beim Verlassen des Boots im Kampf "todsicher" von der Wasseroberfläche zu verschwinden.

Das Wertvolle an dem Buch finde ich aber vor allem die Schilderung des Autors aus dem direkten Ereben heraus, wie es sich in voller Dramatik in sein Gedächtnis eingebrannt hat. Nur wenige Autoren können-nach so langer Zeit- noch die Einzelheiten für sich und die Nachwelt in dieser dramatischen Form rekonstruieren.

Das Schicksal des Bootes U505 ist exemplarisch für den Verlauf des Uboot Krieges:

Ein Bootsschicksal als Repräsentant für das Schicksal dieser Ausnahmetruppe insgesamt, so könnte man sagen. Der Autor schildert u.a. - seinen Dienst in der "Zentrale" von U505 unter 3 Kommandanten, wie sie unterschiedlicher nicht sein konnten.

Auch das macht das Buch vielseitig und interessant. Wie nahmen die Kommandanten unter so einer Ausnahmesituation eines Seekrieges ihre Aufgabe wahr? Waren der eine oder andere sogar-auf ihre ganz eigene Art- "Pädagogen"? Das Buch gibt interessante Einblicke, auch für die jüngere Generation, die nicht wie ich, der Schreiber dieser Zeilen und Sohn ebenfalls eines Ubootfahrers ganz unmittelbar vom Geschehen betroffen und "gehtroffen" ist.

U256
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Produkt-Bild: Vergiss die Zeit der Dornen nicht: Ein Soldat der 24. Panzerdivision erlebt die sowjetische Front und den Kampf um Stalingrad

Vergiss die Zeit der Dornen nicht: Ein Soldat der 24. Panzerdivision erlebt die sowjetische Front und den Kampf um Stalingrad von Günter K. Koschorrek

Gebundene Ausgabe von Flechsig
Preis bei Amazon: EUR 14,95, Angebote ab EUR 13,85

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3803500168, Erscheinungsdatum: Oktober 2009, Auflage: 1., verb. Aufl.
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5 Kundenrezensionen:

hanna
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ein sehr gutes Buch. Es beschreibt den Krieg aus der Sicht eines einfachen Soldates. Ich kann nur weiter empfehlen.
Anstrengend geschrieben,aber interessant
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Dieses Buch ist ohne Frage sehr authentisch, und beschreibt den Krieg in all seinen grausamen Facetten. Allerdings empfinde ich es als schwer zu lesen. Der Autor wechselt ständig (von Satz zu Satz oftmals!) zwischen Präsens und Präteritum. Spätestens in der Mitte von "Vergiss die Zeit der Dornen nicht" zieht sich die Beschreibung arg hin und es wird leicht eintönig. Gegen Ende ändert sich das wieder und der Leser verschlingt das Buch regelrecht.

Normalerweise würde ich diesem Buch 5 Sterne geben, aber der Schreibstil ist einfach unzumutbar. Bei 200 Seiten wäre das noch gegangen, aber 500 in dieser Form sind zu viel.

Allen, die sich überlegen, dieses Buch zu kaufen, empfehle ich ausdrücklich "Saat in den Sturm", dort gibt es einen wunderbaren Schreibstil und auch insgesamt empfinde ich es als deutlich spannender.
Extrem Spannend
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich kann nur jeden der sich für solche Geschichtserzählungen interessiert, dieses Buch nur wärmestens empfehlen. Der Autor schildert seine Erlebnisse sehr Detailgetreu und geht vor allem auf die für ihn entscheidensten Momente in diesem Krieg ganz besonders genau ein. Vor allem im Panzerabwehrkampf vor Stalingrad und der anschließenden Flucht und dem Todeskampf dachte ich, man liegt und kämpft neben ihn. Sehr erschütternd und doch auch ergreifend.
Die einfache Erzählweise, auch durch die vorgebene Tagebuchform auf die er seine Erinnerungen stützt, ermöglichen einem das Buch innerhalb von 2-3 Tagen das Buch durchzulesen obwohl es sehr umfangreich ist.
Für diejenigen die gedient haben, liest es sich einfacher da man die Armeebegrifflichkeiten intus hat und für das Verstehen auch wichtig sind. Da hat sich mein Wehrdienst von 9 Monaten doch gelohnt :-). Für alle anderen ist ja das Anhangsverzeichnis da.
Danke dem Autor für diesen Augenzeugenbericht der nichts beschönigt und viele Facetten des Krieges in jedweder Hinsicht aufzeigt.
Habe 2003 Abitur gemacht und für mich sollte sowas Pflichtlektüre im Geschichtsunterricht sein, für die ganzen Computernoobs die gerne Krieg spielen aber Ziwi machen und denken vom krieg nur annährend eine Ahnung zu haben und sich ne Meinung darüber bilden zu können.
wahnsinn`s biographie
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
eines der besten und mitreißendsten bücher die ich känne jeder der "saat in den sturm" gelesen hat wird auch um diese biogaphie eines mannschaftsdienstgrades nicht herum kommen.
Pflichtlektüre
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Hammer Buch! Mitreißend und spannend!
Wer an dem Thema ineressiert unbedingt lesen!
Besser als jeder Film!
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Produkt-Bild: Böse Orte. Stätten nationalsozialistischer Selbstdarstellung - heute

Böse Orte. Stätten nationalsozialistischer Selbstdarstellung - heute von Stephan Porombka, Hilmar Schmundt

Gebundene Ausgabe von Claassen Verlag
Preis bei Amazon: EUR 4,99, Angebote ab EUR 3,00

2,5 von 5 Punkten
2,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3546003802, Erscheinungsdatum: 2005, Auflage: 1
Zoom ± Produkt-Bild: Böse Orte. Stätten nationalsozialistischer Selbstdarstellung - heute

Aus der Amazon.de-Redaktion


Überall in Deutschland findet man architektonische Spuren des NS-Staats und seiner baulichen Selbstdarstellung. "Deutschland ist ein Freilichtmuseum", heißt es im Vorwort, "vollgestellt mit Ausstellungsstücken aus der Zeit des Terrors". Die Geschichte viele dieser Stätten kennen freilich längst nur noch Kundige, weil anders als bei manchem ehemaligen Nazi-Prunkbau, kaum mehr etwas zu sehen ist, das von der Vergangenheit des Ortes, seiner damaligen Nutzung und Bedeutung kündet. Bei manchen hat man an historischer Stätte Orte der Aufklärung über die Diktatur und des Gedenkens an ihre Opfer geschaffen.
Böse Orte haben Stephan Porombka und Hilmar Schmidt die von ihnen herausgegebene Sammlung von Besichtigungsberichten überschrieben, die uns an Orte führen wie die Stelle über dem Führerbunker, in dem Hitler seinen Untergang erlebte (Henrik M. Broder hat hierzu einen glänzenden Aufsatz beigetragen), oder auf den Obersalzberg, zum ehemaligen Nürnberger Reichsparteitagsgelände, in das Kraft-durch-Freude-Bad in Prora an der Ostsee oder in die Schorfheide nach Carinhall, wo der Waldhof Hermann Görings stand. ?"Kein anderes Land verfügt über eine derartige Fülle von zweifelhaften Denkmälern" und das Interesse an ihnen nimmt zu, was mittlerweile auch die Touristikbranche für sich zu nutzen weiß?
"Unproblematisch ist das nicht", wissen die Herausgeber, und geben mit diesem Band zugleich zehn lesenswerte Antworten auf die sich aufdrängende Frage, welche Form des Gedenkens an Orten wie den oben genannten, denn angemessen sein könnte. -- Hasso Greb
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5 Kundenrezensionen:

Gesinnungsbuch
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Schon der Titel ist doch bellawuppdich; was ist denn, bitteschön, am Flughafen Tempelhof oder am Olympiastadion 'böse'?
Genausogut könnte man auch St. Petersburg als böse Stadt bezeichnen, denn der Zar ließ an einem absolut ungeeigneten Ort eine Barockstadt aus den Sümpfen stampfen, das hat zehntausende von Arbeitern das Leben gekostet.
Unter einem bösen Ort könnte ich mir Auschwitz oder Lamsdorf vorstellen.
Oder das Bundeskanzleramt, na, Scherz beiseite, über das Elefantenklo kann man ja nicht mal lächeln...
Böse Orte
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Ein Buch das man NICHT KAUFEN sollte, schade für das Geld, es ist eine reine Volksveraschung, und im Zeitgeist unserer heutigen BRD geschrieben.

Wenn schon Geister auf dem Obersalzberg beschrieben werden...sagt das alles über die Autoren....

Laßt die Finger davon, Ihr Ärgert euch nucr über den kauf.

KuGra
Fehlkauf
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Nach dem Titel erhoffte ich in diesem Buch etwas über die Gr0ßbauten des Nationalsozialismus zu erhoffen. Ich gehöre nicht zu jenen, welche an solchen Orten dem Tode Adolf Hitlers hinterhertrauern, vielmehr sind auch diese Bauten Bestandteil deutscher und europäischer Geschichte. Nur durch realistische Relikte wird Geschichte begreifbar. In der NS-Zeit wurden ebenfalls Krankenhäuser, Schwimmbäder und Schulen errichtet (teilweise durch Zwangsarbeiter). Zum Glück ist das auch so (trotz der Zwangsarbeiter), sonst hätten manche Orte heute noch nicht derartige Gebäude.
Dem Autor geht es jedoch nicht um seriöse Aufarbeitung und um Wissensvermittlung.
Subjektiv wird ausschließlich negativ von den Bauten berichtet (wenn der Betrachter dies überhaupt als notwendig erachtet. So finden die Spaziergänge natürlich immer im düsteren Herbst oder an einem kalten Wintertag statt. Die Kapitel "Prora", "Laboe" und "Autobahn" stellen wenigstens die Bauwerke in gewisser Form auch vor. Das Anfangskapitel bezieht sich auf den "Führerbunker", der nahezu keine Erwähnung findet, dafür aber das Holocaustdenkmal.
Ich schätze Bücher sehr und musste mich stark bremsen, dieses Buch nicht einfach wegzuwerfen. Die drastische Preisreduzierung des Buches war sicher angemessen.
Vom bösen Örtchen ...
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Böse Orte klingt reißerisch und niedlich zugleich. Ich habe mich hinreißen lassen und die Lektüre an einem "bösen" Örtchen gelesen.
Verbotenes, böses hat die Menschen schon immer magisch angezogen. Speziell der Artikel von Hilmar Schmundt
(Enkel des Buders von Rudolf Schmudt, R.Schmundt.war Chefadjutant der Wehrmacht)
über den Obersalzberg hat mich interessiert.Zitat: "Auch Hitler phantasierte noch 1945 in der Wolfsschanze von einem Bollwerk
in den Alpen ..." Dies ist schlicht und einfach falsch, weil die die Rote Armee bereits am 24. Januar 1945 anrückte und A.H. nicht
in der Wolfsschanze weilte! Ansonsten flott und frech geschrieben, mit viel Phantasie und ein paar Seitenhieben gegen in
Berchtesgaden lebende Personen. Keine Fakten, Daten, Informationen - einfach nix. Ich verlasse den bösen Ort ...,
weil ich ausgelesen habe und das Sch(m)und(t) Heft entsorge ...
Hart aber fair!
Teils gut
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Es sind in diesem Buch nicht sonderlich viele Fakten über die Orte beschrieben, allerdings kann meist durch die gute Beschreibung der Autoren die Orte gut vor dem Inneren Auge sehen. Besonders gut gelungen ist der Beitrag über das Reichsparteitagsgelände meiner Meinung nach. Da der Autor dort eine persönliche Bindung zum Ort darstellt. Und auch der Beitrag über das Olympia Station ist gut gelungen. Da es sehr interessant geschrieben ist. Allerdings finde ich den Teil über Ladoe wenige gut gelungen. Es wirkt meiner Meinung nach so als sei der Autor vom Ort "gelangweilt" oder zumindest nicht sonderlich interessiert oder naja Begeistert kann man nicht sagen, aber als würde es in nicht sonderlich interessieren.

Insgemat kann man sagen für interessiert zu empfehlen .
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