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D-Day: Die Schlacht um die Normandie von Antony Beevor

Gebundene Ausgabe von C. Bertelsmann Verlag
Preis bei Amazon: EUR 28,00, Angebote ab EUR 23,95

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3570100073, Erscheinungsdatum: April 2010
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4 Kundenrezensionen:

D-Day: Die Schlacht um die Normandie. Antony Beevor
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich bin überzeugt davon, dass dieses Buch auch von jüngeren Generationen gelesen werden sollte. Auch wenn diese enorme Tragödie der militärischen und menschlichen Geschichte ( 2. Weltkrieg vollumfänglich ) schon mehr als 60 Jahre zurückliegen, so wäre es tragisch, wenn dieser grauenvolle Abschnitt des menschlichen Wahnsinns in Vergessenheit geriete.Es ist doch zu betonen, dass diese jungen Menschen bereit waren ihr Leben zu opfern um Europa von diesem unfassbaren Terror zu befreien. Antony Beevor gelingt es in seinem Buch Details zu schildern, die von tiefer Kenntnis über das Geschehene Zeugnis ablegen. Trotz der komplexen Geschehnisse liesst sich das Buch ausserordentlich verständlich, dank dem klaren Schreibstil. Es ist aber zu betonen, dass es notwendig ist die Normandie persönlich zu kennen um den einzelnen taktischen Schritten der Militärs beider Seiten folgen zu können.
Ich habe selten so ein gutes Geschichtsbuch in den Händen gehalten.
Gewohnte Qualität
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Antony Beevor hat verschiedene Bücher zur neuen Zeitgeschichte verfasst (Spanischer Bürgerkrieg, Stalingrad, der Untergang). Es gelingt dem Autor immer wieder in seinen Werken neue Aspekte einzubauen und in seinen verschiedenen Werken einen hohen Standard einzuhalten. Auch dieses Werk entspricht den Qualitätsansprüchen, die von seinen Werken grundsätzlich erwartet werden. Auch dieser neueste Band ist leicht lesbar, aber trotzdem nicht oberflächlich.
Gutes, aber nicht ueberragendes Buch
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Ich habe das Buch gekauft, nachdem ich einige sehr positive Rezensionen darueber gelesen habe. Und soviel zum Einstieg: Ich habe D-Day in einem Zug durchgelesen, so schlecht kann es also nicht sein. Es ist erstens einmal sehr spannend und unterhaltsam geschrieben, ist keinen Augenblick langweilig. Zweitens thematisiert es immer wieder auch alliierte Kriegsverbrechen, teils solche, die in der Hitze des Gefechtes entstandend sind, teils solche, sehr gravierende, die sozusagen angeordnet wurden (Beispielsweise die Bemerkung in einer Rede an Soldaten von General Maxwell Taylor, Kommandeur der 101. Luftlandedivision, anlaesslich der Invasion stoerten Gefangene nur). Dass auch die Alliierten Kriegsverbrechen begangen haben, ist weder neu noch kann es wirklich ueberraschen, aber Beevor behandelt sie hier offener, expliziter und schonungsloser als es bisher in entsprechenden Publikationen uebelich war.
Wie auch immer, und hauptsaechlich darum nicht mehr als drei Sterne, sehr viel Neues erfaehrt man aus dem Buch trotzdem nicht, abgesehen vom Umgang mit alliierten Kriegsverbrechen ist das Buch einfach ein weiteres ueber die Invasion in der Normandie und die sich im Anschluss daran entfaltenden Schlachten.
Darueber hinaus seien zwei Schwaechen erwaehnt: Erstens sind die Karten weitaus weniger detailiert, als moeglich waere, insbesondere vermisst man oft Orte, die im Buch erwaehnt werden. Um den Verlauf der Auseinandersetzungen verfolgen zu koennen, waere es wichtig, diese Orte miteingezeichnet zu haben. Zweitens, und das war ein Punkt, der mich das ganze Buch ueber genervt hat, scheint mir Beevors Umgang mit dem britischen General Montgomery schlicht unprofessionel zu sein. Kritik und Noergelei an Montgomery findet sich im ganzen Buch schaetzungsweise alle drei Seiten, was dann doch etwas penetrant ist. Beevor haette die kritischen Beerkungen ueber Montgomery reduzieren oder mindestens zusammenfassen koennen, ohne dass sein insgesamt negatives Bild von Montgomery abgeschwaecht worden waere. Dem Leser gegenueber waere die Kritik aber glaubwuerdiger gewesen, weil nicht der Eindruck entstanden waere, Beevor lasse sich von einer persoenlichen Abneigung Montgomery gegenueber leiten.
D-Day oder Der längste Tag
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Lange Tage und Nächte gibt es mit diesem Buch gewiss auch.

Antony Beevor, eine der besten Autoren historischer Bücher, zeichnet hier eine umfangreiche Abhandlung zur Landung der Alliierten in der Normandie. Angefangen bei den Vorbereitungen (die evtl. noch etwas ausführlicher hätten sein können); über die Landung aus der Luft wie zu Wasser; über die Ausbruchskämpfe in der Normandie; bis hin zur Befreiung von Paris folgt der Leser Beevors Ausführungen. Beevor verliert dabei keineswegs den Blick für den einfachen Soldaten, der übermenschliches leisten muss, dabei aber Todesängste aussteht. Auch das Leid der Zivilbevölkerung, die, wie in jedem Konflikt, am Meisten zu ertragen hat, wird nicht vergessen zu erwähnen.

Detailliert beschreibt Beevor die Landung an den einzelnen Stränden, aber auch folgende Kämpfe, wie die Schlacht um Caen oder die Operation Cobra", mit der schließlich der Ausbruch aus der Normandie gelang und dadurch den Weg nach Osten Richtung Paris und Deutschland ebnete. Besonders hervorzuheben sind die genauen Schlachtenverläufe, an denen der Leser das oft verbissene hin und her genau verfolgen kann. Ergänzt wird das Ganze durch umfangreiches Kartenmaterial und durch Zitate oder Tagebucheintragung von Soldaten und Offizieren, sowohl auf deutscher, wie auch auf alliierter Seite.

D-Day - Schlacht um die Normandie" ist nicht nur deshalb ein sehr gutes Buch, weil es hervorragend und interessant geschrieben ist. Sondern auch, weil es nichts beschönigt, heroisiert oder unter den Teppich kehrt, wie zum Beispiel Kriegsverbrechen denen sich die Deutschen, insbesondere die SS, schuldig machte, aber auch auf Alliierter Seite in den ersten Woche häufig vorkamen.

Fazit: Beevor hat ein sehr wertvolles Buch geschrieben, das man unbedingt lesen sollte. Denn zu diesem Thema wird zur Zeit nichts vergleichbar gutes zu finden sein.

D-Day: Die Schlacht um die Normandie
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dtv-Atlas Weltgeschichte: Von den Anfängen bis zur Gegenwart von Manfred Hergt, Hermann Kinder, Werner Hilgemann

Taschenbuch von Deutscher Taschenbuch Verlag
Preis bei Amazon: EUR 17,90, Angebote ab EUR 12,26

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3423085983, Erscheinungsdatum: Sept. 2006, Auflage: 3. Auflage. Sonderausgabe.
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Aus der Amazon.de-Redaktion


Sie beginnt mit dem Leben in der Steinzeit vor rund einer halben Million Jahren und endet im ereignisreichen Jahr 1990, in dem neben vielem anderem die DDR der Bundesrepublik Deutschland beigetreten ist -- die Geschichte der Menschheit, die der dtv-Atlas ?Weltgeschichte" in zwei Bänden vermittelt.. Dazwischen liegen Aufstieg und Niedergang ganzer Kulturen, Kriege und Revolutionen, technische Entwicklungen -- eben alles das, was uns Menschen ausmacht.
Das Lexikon präsentiert mit sehr kompakten und auf den Punkt genau formulierten Einträgen eine aussagekräftige Übersicht aller wichtigen Daten, Ereignisse und Personen der Weltgeschichte, optisch so aufgebaut, daß man das Gesuchte rasch findet. Dazu tragen insbesondere auch die vielen farbigen Schaubilder bei. Vor allem Kartenmaterial, aber auch Graphiken zur Klärung bestimmter Sachverhalte wie der Organisation der UNO erleichtern das Verständnis und heben den dtv-Atlas über sonstige, rein textgestützte Nachschlagewerke hinaus. Der Aufbau der Bände folgt dem zeitlichen Ablauf unserer Geschichte, zusammengefaßt zu thematischen Schwerpunkten wie dem antiken Griechenland, dem Zeitalter Napoleons oder den beiden Weltkriegen. So kann man je nach Bedarf schnell eine historische Epoche mit ihren wichtigsten Eckdaten erfassen oder anhand des sehr umfangreichen Personen- und Sachregisters bestimmte Ereignisse nachschlagen.
Auch in dieser nunmehr 32. Auflage, die auf der 1991 erschienenen, 25. überarbeiteten Edition basiert, stellt der dtv-Atlas ein hervorragendes Nachschlagewerk dar, das man jedem nahelegen kann, der mit historischen Daten zu tun hat. Denn wer kann sich schon jedes Ereignis unserer umfangreichen Geschichte merken? Und wenn man ein solches Lexikon zur Hand hat, muß man das ja eigentlich auch gar nicht.--Joachim Hohwieler
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5 Kundenrezensionen:

Kurz und knackig II
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Von der Französischen Revolution bis Neuzeit im Jahr 2005 bietet dieser handliche Atlas der Weltgeschichte schnelle Information über die wesentlichen Fakten über das Napoleonische Zeitalter, den Weltkriegen und aktueller Zeitgeschichte. Die inzwischen 40. Auflage seit 1966 beinhaltet neun Kapitel, die die historischen Ereignisse chronologisch wiedergeben. Die wichtigsten Daten sind dabei übersichtlich gegliedert und vermitteln in kurzer Zeit Wissen über politische, geografische und soziale Zusammenhänge der jeweiligen Epochen. Viele Karten visualisieren die historischen Fakten wie beispielsweise Grenzverläufe, Bevölkerungszahlen oder das Bruttosozialprodukt. Ein Stichwortregister am Ende hilft, das Gesuchte schnell auf den rund 300 Seiten zu finden. Es umfasst auch die Suchbegriffe des ersten Bandes.

Diese knappen Erläuterungen ersetzen natürlich kein Lehrbuch. Das würde den Rahmen arg überstrapazieren. Zum schnellen Nachschlagen von Fakten ist dieses Buch unbedingt zu empfehlen. Auch das Kartenmaterial ist in dieser Preisklasse einmalig. Zusammen mit dem ersten Band, der die Daten von den Anfängen der Menschheit in der Altsteinzeit bis zur Französischen Revolution behandelt, erhält man ein Nachschlagewerk über mehr als 10.000 Jahre.
Genaueres Hinsehen dämpft die Begeisterung
3 Punkte 3 von 5 Punkten
dtv Atlas zur Weltgeschichte, 40. Auflage, Februar 2009

Das Titelbild wirkt bereits stark deutschlandzentriert, für ein Buch, das die Welt- und nicht deutsche Nationalgeschichte behandeln soll.

Sehr lückenhaft ist das Namen- und Stichwortverzeichnis. Besonders was die jüngere Zeitgeschichte angeht. Eine Auswahl:

Andreotti, Arabische Liga, Barbie, Berlusconi, Bizone, Bohr, Brokdorf, Buback, Bundeswehr, Carstens, Chirac, Cresson, CSU, Cuno, DAF, Dalai Lama, Dallas, Dien Bien Phu, Edison, Eltz-Rübenach, Freud, Gysi, Otto Hahn, Hangö, HJ, INF, IWF, Jekaterinburg, Jom-Kippur-Krieg, Karadzic, Kassel, Klaus (Vaclav), Koreakrieg (kein eigenes Stichwort !), Krenz, Kubakrise (kein eigenes Stichwort !), Kujbyschew, Ky, Le Pen, Luftbrücke, Marconi, Marcos, MBFR, Modrow, Najibullah, Nanterre, NVA, Ponto, Princip, Reichsprotektorat Böhmen und Mähren (unklar; läuft sowohl unter "Böhmen-Mähren" als auch "Protektorat" ), das merkwürdige Schlagwort "Raketen" (? Weltraum, V-Waffen, Interkontinentalraketen ?), RSHA (nicht im Stichwortverzeichnis, aber bei "Eichmann 1961" ohne Erklärung wiedergegeben), SA, Sarkozy, Schleyer, SD, Sechstagekrieg, Semmelweis, SS, Suez-Krieg, Ussuri, WVO, Wartheland, Zapatero und so weiter und so fort.

Gallipoli wird auch auf Seite 405, die Karpato-Ukraine auch auf Seite 435, Mitterand auch auf Seite 591 erwähnt. Kim-Il-Sung auf Seite 515, nicht 415.

Seite 445: die "grausame Unterdrückung der Armenier durch die Türken 1920/21", wobei "tausende umkamen" wird erwähnt. Nicht jedoch, dass bereits ab 1915 ein Völkermord an den Armeniern im Gange war.

Seite 472: Karte, "Ausbau der Hitlerdiktatur 1930 [sic] - 1945". Die Grenzverläufe sind unstimmig. Angegliederte Gebiete (Elsaß-Lothringen, Untersteiermark usw.) weggelassen. Der Umfang des "Großdeutschen Reichs" wird nicht deutlich.

Seite 479: Zitat "nach der Selbstversenkung des Panzerschiffs "Graf Spee" vor der La-Plata-Mündung (Dezember 1939) und des Schlachtschiffs "Bismarck" (Mai 1941), dem zusammen mit dem Schweren Kreuzer "Prinz Eugen" die Vernichtung [sic] des britischen Schlachtkreuzers "Hood" gelingt"
(Zitat Ende) was sich liest, als hätte sich auch "Bismarck" selbst versenkt, dann aber noch "Hood" "vernichtet".

Die Alliierten veranstalten einen "Terrorangriff auf Dresden" sowie "Tieffliegerangriffe gegen die Zivilbevölkerung" (soll wohl heißen "systematische"), während der "V-Waffen-Beschuß" [der Westalliierten durch die Deutschen] aber nur "minimale Verluste" verursacht. Einigermaßen zynisch klingt das, angesichts mehrerer tausend Toter allein in England sowie Zehntausenden zerstörter und beschädigter Häuser dort.

Die Bombardierung Hamburgs im Sommer 1943 (bis zu 40.000 Todesopfer, das wohl schwerste Einzelereignis im europäischen Luftkrieg überhaupt) wird dagegen nicht einmal erwähnt.

Seite 483: das bei der "Reichskristallnacht" neben Sachbeschädigungen und "26.000 Verhaftungen" bereits über 100 deutsche Juden umgebracht wurden, wird nicht erwähnt. Einsatzgruppen rotten in "Russland" [richtig wäre: auf dem Gebiet der Sowjetunion] Juden aus. Der Warschauer Aufstand 1943 wird ignoriert, ebenso wie die Ausrottung der Zigeuner oder das Schicksal von Millionen UdSSR-Kriegsgefangener in deutscher Hand.

Seite 485: der "Angriff auf Leningrad" wird "abgebrochen". Kein Wort zu der weiteren, jahrelangen Belagerung einer Millionenstadt und den Verlusten.

Seite 491: mit dem "Erlass über die Behandlung feindlicher Landeseinwohner" vom 6.5.1941 und dem "Kommissar-Erlass" vom 13.5.1941 sollen wohl der "Kriegsgerichtsbarkeitserlass", allerdings vom 13.5.1941, und der "Kommissarbefehl", allerdings vom 6.6.1941 gemeint sein. Sorgfalt ?

Seite 496: "2.8 Millionen deutsche Ziviltote" [des 2. Weltkriegs] sind mehr als zweifelhaft. Ebenso wirken einige Angaben zu den "verlorenen Soldaten" [sic; wohl Tote gemeint]: "UdSSR 19 Mill., Deutschland 3.5 Mill."

Ein Sprung von ca. 13 Mill. toten Sowjetsoldaten (ältere Auflagen) auf nun 19 Mill. ist jedenfalls aufgrund aktueller Fach-und Forschungsliteratur nicht so recht nachvollziehbar. Auf welche Quellen die Redaktion des "dtv Atlas" da wohl zurückgegriffen haben mag, fragt man sich ja öfter. So war bereits vor 50 Jahren Stand der Forschung, dass mindestens 4 Millionen deutsche Soldaten im 2. Weltkrieg ums Leben gekommen sind (vgl. Weltkriegs-Ploetz, Würzburg 1960). Heute hat man von mehr als 5 Millionen auszugehen.

Fragwürdig ist auch die wertende und tendenziell verharmlosende Formulierung "geringere Verluste" für die gefallenen Soldaten anderer Länder.

Außerdem wurden Länder wie Polen, Italien, Rumänien usw. hier gleich ganz weggelassen. Ignoriert wurden die Verluste des britischen Empire/Commonwealth [!]. Die britischen Gesamtverluste stellten sich auf nahezu 400.000 Soldaten und überstiegen die im dtv-Weltgeschichtsatlas genannte Zahl somit deutlich.

Seite 499: "Ca. 2 Mill. [Deutsche] kommen dabei [bei der Vertreibung ab 1944/45] um". Diese Zahlenbehauptung war real nie nachvollziehbar. Es handelt sich um das Resultat grober Bevölkerungsbilanzrechnungen, die von westdeutscher Seite in den 1950-er Jahren angestellt wurden. Ein verbliebener Rest an "ungeklärten Fällen" wurde umstandslos als "tot" gewertet. Also ein reines Rechenresultat, das nur partiell von belegbaren Einzelfällen abgedeckt ist. Abgesehen vom schiefen Sammelbegriff "Vertreibungstote" für die Umstände, unter denen ost- und volksdeutsche Zivilisten Ende des Zweiten Weltkriegs umkamen (Kriegsverbrechen, Kampfhandlungen, Fluchtumstände wie Kälte, Hunger, Katastrophen, Zwangsarbeitsverschleppung in die UdSSR usw.).

Seite 510: "Rote Armee" [in Ungarn 1956] hieß bereits ab 1946 "Sowjetarmee"

Seite 518: Die Zahlenangaben für das "US-Landheer" und das "UdSSR-Landheer" 1965 (4.9 bzw. 5.8 Millionen) sind abwegig, um jeweils mehrere Millionen überzogen. Nicht mal mit Berücksichtigung der "Landheere" ihrer Alliierten wäre diese Stärke erreicht worden.

Seite 519: "UdSSR-freundliche Politik" [des US-Außenministers Dulles, 1957] ist schon eine etwas merkwürdige Formulierung

Seite 526: Karte "Deutschland nach dem Zusammenbruch 1945", Originalton 1950-er Jahre

Seite 547: der Algerienkrieg 1954-62 wird in seiner Dimension nicht deutlich (eines der größten Kriegsereignisse nach 1945, Verluste, um 1960 ca. 500.000 Angehörige der französischen Armee im Einsatz)

Seite 554: Kräftevergleich NATO-Warschauer Pakt: "Artillerie NATO 5.3 Mill." gegenüber "Artillerie Warschauer Pakt 6.0 Mill." - ?

Seite 591: wortwörtlich "Diskussion über den Asylantenstrom 1986". Der Tod von Franz Josef Strauß [1988] wird im Gegensatz zu früheren Auflagen nun nicht mehr erwähnt. Der von ihm 1983 eingefädelte Milliardenkredit an die DDR ohnehin noch nie.

Gorbatschow wurde im Juni 1988 "von der Bev.der BR Dtl. begeistert empfangen". Das war zwar ein Jahr später, aber nach so vielen Fehlern wundert man sich kaum noch.

Fazit: der Leser sieht sich fast nach "wikipedia-Art" zur Mitarbeit aufgefordert. Denn der angeblich so guten Redaktion entgeht ja offensichtlich einiges. Über ein verwahrlostes Lektorat braucht man sich zwar in der heutigen Zeit nicht mehr zu wundern, vgl. Stichwortverzeichnis. Aber ein bisschen mehr Mühewaltung, inhaltlich, wäre doch anzuraten. Die schönen bunten Grafiken und Kärtchen allein machen zwar einen netten Eindruck, auf den ersten Blick, aber bei genauerer Hinsicht wirkt das überreich gespendete Lob, das immer neue Auflagen des dtv-Atlas ernten, mitunter doch ein bisschen voreilig.
Standardwerk
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Der dtv-Atlas bringt in eindrucksvoller Weise historische Daten näher, wobei die abstrakten Zusammenhänge von Ereignissen aller Epochen in die dazugehörigen geografischen Fakten eingebettet und somit "bildhaft" erkennbar werden. Ausreichend detailtreu, ohne unübersichtlich zu sein. So wird Geschichte begreifbar!
Tolles Buch
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Meiner Meinung nach stecken fast "zu viele" Informationen in einem zu kleinen Buch... . Doch genau DAS finde ich spitze. Kein "blabla", nur Informationen, Informationen... . Außerdem dann noch Karten. Eine Spitze Sache diese DTV-ATLAS'! Kann ich nur empfehlen!
Weltgeschichte für Kinder
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ein kostbares Buch für Kinder oder für Ausländer, die Germanistik studieren. Eine einfache Sprache und ein dichtes Material.
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Produkt-Bild: Manifest der Kommunistischen Partei

Manifest der Kommunistischen Partei von Karl Marx, Friedrich Engels

Taschenbuch von Reclam, Ditzingen
Preis bei Amazon: EUR 3,00, Angebote ab EUR 1,51

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3150083230, Erscheinungsdatum: 1986
Zoom ± Produkt-Bild: Manifest der Kommunistischen Partei

5 Kundenrezensionen:

Manifest der Kommunistischen Partei
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ein Buch, das in die Köpfe und in die Bücherschränke aller Menschen gehört.
Die Idee, eine kommunistische Gesellschaft zu schaffen, ist zwar schon 160 Jahre alt, jedoch immer noch jung, und von der Realität sind wir "meilenweit", ja Jahrhunderte entfernt. Leider.

Mit freundlichem Gruß und dankeschön für die stets schnelle Belieferung

G.Runge
Historische Altlast
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Was bleibt vom Marxismus nach über 160 Jahren ? Karl Marx gebührt der Verdienst, dass er neben vielen anderen sozial orientierten Menschen seiner Zeit auf das Elend und die Not der Arbeiter zu Beginn der Industrialisierung aufmerksam gemacht hat. Seine politische Theorie über Staat und Gesellschaft ist falsch. Nicht nur, weil sie nach über 160 Jahren von der Geschichte widerlegt worden ist. Die von Marx gemachten Vorhersagen über den Geschichtsverlauf sind nicht eingetroffen. Aber gerade aus der Behauptung heraus, den Geschichtsverlauf vorhersagen zu können, erhob er den Anspruch auf die "Wissenschaftlichkeit" seiner Ausführungen zum Sozialismus. Schon zu seinen Lebzeiten wurde der Marxismus stark kritisiert und in Teilen widerlegt. Die reformerischen Ansätze von Eduard Bernstein waren ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Marx wird immer wieder als Verdienst angerechnet, dass er die Konzentration des Kapitals im Kapitalismus vorhergesagt hat. Da war er aber nicht der Einzige, sondern einer von vielen seiner Zeitepoche. Um diese Tendenz zu erkennen, muss man keine große Leuchte sein. Trotz der gegenwärtigen Krise wird es keinen Zusammenbruch des Kapitalismus auf der Welt geben, weil der Kapitalismus trotz aller Fehler und Krisen funktioniert. Wichtig ist, der Marktwirtschaft Regeln zu geben und für eine ausreichende Umverteilung über den Staat durch eine angemessene Sozialpolitik zu sorgen.
Zu nennen ist unter anderem auch die ablehnende Haltung von Marx zum demokratischen Verfassungsstaat. Er ist der einzig richtige Weg, um über demokratische politische Prozesse eine gerechte Verteilung des Bruttosozialproduktes anzustreben. Die Auffassung von Marx über Demokratie und Staat führt zwangsläufig zum Totalitarismus. Was den Punkt betrifft, empfehle ich die Lektüre von Hannah Arendt. Wenn ich an Karl Marx denke, denke ich vor allem an die Millionen Menschen, die im Namen seiner Ideologie ermordet wurden und zugrunde gegangen sind. Deswegen gehört der Marxismus dahin, wo er ist. Auf den Müllhaufen der Geschichte.
Ein philosophisches und sprachliches Ereignis, politisches Dynamit
5 Punkte 5 von 5 Punkten
So fatal oder mindestens illusionär Marx' und Engels' Prognose mit Blick auf die "historische Mission der Arbeiterklasse" gewesen sein mag, so genial erscheint ihre Analyse der sich herausbildenden modernen bürgerlichen Gesellschaft in Bezug auf die Rolle der Bourgeoisie, die diese fortdauernde Modernität überhaupt erst herstellt. Ein grandioser geschichtlicher Siegeszug! Die Beschreibung und Analyse dessen befindet sich in der ersten Hälfte des Bändchens, also vorn unter "Bourgeois und Proletarier". Offenbar bewundert gerade Marx die intellektuelle und schöpferische Kraft des neuzeitlichen politischen und ökonomischen Liberalismus, den Geist der pragmatischen Versachlichung und die klärende Gewalt der Säkularisation bzw. Aufklärung. Andererseits weiß er um den Preis des Fortschritts und um die Menschen verschlingende Dimension der "ursprünglichen Akkumulation des Kapitals". So sehr Marx als Utopist in der Prognose gelten kann, so beeindruckend ist er Realist mit Blick auf die Lage. Das menschliche Geschick mit dem nüchternen Auge des historischen Materialismus anzusehen dürfte die eigentliche revolutionäre Dimension dieser kleinen Programmschrift sein. Nicht minder aber kann dieses Bändchen selbst Nichtmarxisten als literarisches Ereignis ersten Ranges gelten. Seine Sprache ist so genau wie leidenschaftlich und farbig. Der Leser spürt, wie infiziert Marx von seinem eigenen Anspruch ist, den er in der elften Feuerbachthese ausdrückt - die Welt eben nicht nur zu erklären, sondern zu verändern.
wichtige Quelle
5 Punkte 5 von 5 Punkten
selbstverständlich bietet ein über 160 Jahre altes Büchlein wenig Lösungsansätze für die komplexeren Probleme unserer Zeit. Allerdings ist Forderung nach sozialer immer noch aktuell.

Erläutert werden die von Friedrich Engels und Karl Marx festgelegten Standpunkte der Kommunistischen Partei bezüglich Proletariat, Kapital, Besitz und Staat.
In den anhängenden Grundsätzen des Kommunismus beantwortet Friedrich Engels noch einmal 25 selbstgestellte Fragen in einfacher Sprache, dass auch ein damaliger Arbeiter die wichtigsten Punkte versteht.

Dieses Buch bleibt aber für die Politikwissenschaft und Staatsphilosophie eine wichtige unerläßliche Quelle.
Programmatik des Kommunismus ohne Rechtfertigung
2 Punkte 2 von 5 Punkten
In dieser Schrift analysieren und deuten Marx und Engels die Geschichte, Vergangenheit und Gegenwart. Sie erläutern die Begriffe Bourgeoisie, Proletariat, Klassenkampf, Kapital und Lohnarbeit. Zudem erläutern sie den Kommunismus und den Sozialismus und geben des ersteren Ziele und zu ergreifende Maßnahmen an - ohne sie freilich zu rechtfertigen.

Die Diagnostik der gesellschaftlichen Verhältnisse ihrer Gegenwart und des Kapitalismus wirkt nicht unbedingt so, als seien sie per se zu verurteilen. Zurück ins Mittelalter wollen Marx und Engels nicht.

Ein Manko ihrer radikalen Gegenwartsdiagnose mag sein, daß sie nur zufällige Erscheinungen des Kapitalimus als dessen Wesen ausmachen, und das heißt, dass der Kapitalismus viel wandlungsfähiger ist als gedacht. Ein anderes Manko mag sein, dass sie die gesellschaftlichen Verhältnisse ausschließlich als Klassenverhältnisse interpretieren.

Welche potentielle Gefahr in der Verwirklichung ihrer Maßnahmen stecken könnte, lässt sich an einer Formulierung ablesen, nach der eines ihrer Ziele sei, die "Aufhebung der Person des bürgerlichen Eigentümers" anzustreben. So eine Formulierung ist interpretationsbedürftig. Zudem ist es problematisch, dass sie der Meinung sind, dass das bürgerliche Recht zu den kapitalistischen Eigentumsverhältnissen gehört, und dass daraus zu schließen ist, dass es mit ihrer Überwindung auch abgeschafft gehört.

Wenn es nicht nur um die Diagnose der gegenwärtigen und vergangenen Gesellschaftsverhältnisse sondern sogar um die Vorhersage der Zukunft geht, mag ihre theoretische Herangehensweise problematisch sein. Marx und Engels tragen nämlich ein nicht empirisch abgeleitetes A priori an die zu analysierenden Verhältnisse heran.

Sie behaupten, dass der Kapitalismus sich selbst und seine Grundlagen in Frage stellt (A priori der Selbstaufhebung), und dass die Geschichte aus Klassengegensätzen besteht, es am Ende nur zwei Klassen geben wird, und ihre Gegensätze sich schließlich aufheben werden (A priori der gegenseitigen Aufhebung).

Zu wünschen wäre nicht nur eine Erläuterung der Programmatik des Kommunismus, sondern auch deren Rechtfertigung, die hier nicht vorgenommen wurde.
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Produkt-Bild: Geschichte der Psychologie: Strömungen, Schulen, Entwicklungen

Geschichte der Psychologie: Strömungen, Schulen, Entwicklungen von Helmut E. Lück

Taschenbuch von Kohlhammer
Preis bei Amazon: EUR 17,80, Angebote ab EUR 14,80

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 317020923X, Erscheinungsdatum: März 2009, Auflage: 4., überarb, u. erw. Aufl.
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4 Kundenrezensionen:

Sehr gutes Grundlagenwerk
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Dieses Buch ist Pflichtlektüre bei der Fernuni Hagen für das Psychologie Studium... dennoch ist es keine trockene Lektüre. Es vermittelt sehr interessant die Geschichte der Psychologie und macht einen neugierig auf mehr. Viele Dinge kennt man aus dem Philosophie Unterricht - jedoch läßt man sich gerne in die Anfänge entführen. Ich finde dieses Werk Grundlegend für jeden der Psychologie studiert. Es sollte jeder wissen, wo sein Studium seinen Anfang nahm und wer die bedeutensten Vorreiter in diesem Fach waren. Ich kann es sehr empfehlen. Es ist sein Geld absolut wert!
Schöner Schreibstil für einen Professor
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Dieses Buch ist sowohl wissenschaftlich fundiert, als auch verständlich zu lesen. Sowas kommt bei Professoren ja leider nicht oft vor. Aber hier ist endlich der Beweis, dass wissenschaftliches Schreiben nicht unverständlich sein muss. Eine gelungene Einführung in die Geschichte der Psychologie.
"Geschichte der Psychologie", Lück
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Das Buch ist sehr gut und verständlich geschrieben.
Es fehlen leider Illustrationen und eine tabelarische Übersicht.
Sehr hilfreich für das Studium Psychologie.
kompakt und informativ
5 Punkte 5 von 5 Punkten
dieses buch ist wirklich fesselnd. wer ein bisschen vorbildung hat, wird feststellen, wie er bereits gelerntes wiederholt, aber auch sehr viel neues und gleichsam interessantes dazulernt.
was mir besonders gefällt, ist die skizzierung der charaktere und persönlichkeiten derer, die heute noch für die schulen der psychologie stehen. auch wer sich wann und warum von wem distanziert hat, um eine eigene theorie oder lehre zu entwickeln, ist überaus interessant. allein wie viele psychologen sich erst von freud angezogen fühlten, um sich später wieder zu distanzieren, ist eine von vielen anderen faszinierenden betrachtungen.
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Produkt-Bild: Iphigenie auf Tauris. Erläuterungen und Dokumente: Johann Wolfgang Goethe: Iphigenie Auf

Iphigenie auf Tauris. Erläuterungen und Dokumente: Johann Wolfgang Goethe: Iphigenie Auf von Johann Wolfgang von Goethe

Taschenbuch von Reclam, Ditzingen
Preis bei Amazon: EUR 4,00, Angebote ab EUR 1,98

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3150160251, Erscheinungsdatum: Juni 2002
Zoom ± Produkt-Bild: Iphigenie auf Tauris. Erläuterungen und Dokumente: Johann Wolfgang Goethe: Iphigenie Auf

Eine Kundenrezension:

Hilfreiche Ergänzung
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Die ?Erläuterungen und Dokumente" zu Goethes Schauspiel ?Iphigenie auf Tauris" (1779 entstanden) bieten eine gute Ergänzung an zusätzlichen Materialien. Neben ausführlichen Worterklärungen enthält das knapp160 Seiten dicke Buch Informationen zum mythologischen Hintergrund des Stücks und Briefe Goethes, welche die Entstehung des Dramas aus der Sicht des Autors veranschaulichen. Den Schlussteil bilden Kapitel zu Wirkung und literaturwissenschaftlicher Rezeption des Stücks. Vor allem dieses letzte Kapitel ist sehr hilfreich zur Interpretation der ?Iphigenie".
Schlussendlich ist dieses Buch als Ergänzung zum Buch und einer Interpretation (sehr empfehlenswert ist die Oldenbourg-Interpretation ?Iphigenie auf Tauris" ) sehr empfehlenswert, da es vor allem den historischen Rahmen und die Entstehung des Stücks transparenter macht.
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Produkt-Bild: Romantik: Eine deutsche Affäre

Romantik: Eine deutsche Affäre von Rüdiger Safranski

Broschiert von Fischer (Tb.), Frankfurt
Preis bei Amazon: EUR 10,95, Angebote ab EUR 6,98

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3596182301, Erscheinungsdatum: Sept. 2009, Auflage: 3
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5 Kundenrezensionen:

Mehr als eine Epochenübersicht
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Der Stil des Buches ähnelt der Safranski Biogarfie über E.T.A. Hoffmann. Wieder holt der Autor weit aus, um alle philosophischen Lehren, wie auch Vorwerke zu erwähnen und kurz zu erläutern, die letzendlich in die Epoche der Romantik einflossen, oder gar begründeten. Dies Alles erklärt Safranski so schlüssig, dass ein großes Vorwissen über z.B. Fichte und Nietzsche in Bezug auf die Romantik nicht zwingend nötig ist. Durch die Beschreibung der Epochen kann sich der Leser ein gutes Bild über die Umstände und Sehnsüchte der romantischen Autoren machen. Desweiteren eröffnet das Buch mehr Perspektiven, wodurch auch Personen, die sich schon vorher mit der Romantik beschäftigten einen Gewinn daraus ziehen können.
Safranski geht sowohl auf Herder und Schiller ein, wie auch auf die Umstände des zweiten Weltkrieges. Durch viele Textbelegungen lässt er die Autoren und Denker jener Zeiten sich selbst erklären.
Alles in Allem kann ich das Buch nur weiterempfehlen!
kein Buch für Einsteiger
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Rüdiger Safranskis Buch "Romantik - Eine deutsche Affäre" ist definitiv nicht für Einsteiger geeignet. Es ist kein Buch mit leichter Kost. Leider wird hier mit Fremdwörtern und Fachthermini nur so um sich geschmissen, dass es das Lesen manchmal erschwert. Ein Buch zum darüber hinweg lesen ist es nicht.

R.S. befaßt sich mit der deutschen Epoche der Romantik (um 1800). Angefangen mit Herder, über Schlegel, Tieck, Novalis, Eichendorff und E.T.A. Hoffmann, sowie vielen anderen. Aus der Romantik geht dann das Romantische hervor, die durch Hegel, Wagner, Nietzsche, Th. Mann, Heidegger u.a. geprägt wird, und deren Auswirkungen auf die Kultur, Literatur, Musik, Politik und Philosophie. Von 1800 bis in die 1968ger Jahre beträgt die Spannbreite seiner Ausführungen.

Fazit: KEIN Buch für Einsteiger und für Leser, die nur ein Buch zum schnell durchlesen suchen.
Eine verhängnisvolle Affäre
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Romantik, in der Tat eine deutsche Affäre, wie der Untertitel lautet und wie Safranski sowohl stilistisch als auch inhaltlich brillant darstellt. Die Lektüre dieses Buches ist keine leichte Kost aber dafür eine echte Delikatesse. Viele Sätze muss man zweimal lesenl, um sie so richtig zu genießen und zu verstehen. Die Romantik sei eine Fortsetzung der Religion mit ästhetischen Mitteln, lautet eine der ebenso geschliffenen wie zutreffenden Formulierungen. Und wie die Religion fehlt es ihr an Bodenhaftung, schwebt der Kopf des Romantikers iin den Wolken. Nur dass er dort nicht mehr in erster Linie Gott entdeckt sondern das eigene Ich.
Zum einen war die Romantik eine Abkehr von einer zunehmend als mechanistisch empfundenen Welt, zum anderen die Resignation vor der Situation in Deutschland, das nach dem Aufruhr der Französischen Revolution und den Napoleonischen Wirren wieder in der Restauration erstarrte und dessen Potentaten sich von ihren Bürgern jegliche politische Einmischung verbaten, notfalls mit Waffengewalt.
Wenn sich aber die Romantik oder besser gesagt, das Romantische, dennoch in die Politik schleicht, wird's gefährlich, macht Safranski unmissverständlich klar. "Das Romantische liebt die Extreme, eine vernünftige Politik aber den Kompromiss."
Nichts ist fataler, als wenn man Träume mit Gewalt in die Realität umsetzen will. Das Ergebnis sind ganz und gar unromantische Alpträume. Die Herren Heidegger und Benn, die den Aufstieg der Nationalsozialisten zu Beginn völlig falsch einschätzten und als Neuanfang begrüßten, könnten Lieder davon singen.
Mehr als Romantik
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Das Buch von Rüdiger Safranski ist eine meisterliche Beschreibung der Romantik und darüber hinaus eine ebenso meisterliche Darstellung, wie sich die Romantik und die Romantiker im Weltgeschehen eingliedern und wiederfinden. Die einzelnen Vertreter abhendelnd führt Safranski atmeberaubend durch die Romantik und eben auch durch das gesamte relevante Zeitgeschehen.(Ohne unangenehm weitschweifig zu werden!!!) Darüber hinaus ist jeder Satz ein Schatz voller Informationen, obgleich man immer sagen kann, dass das Buch auch etwas für den Laien ist, aber interessiert muss er sein.
Spannend erzählte deutsche Geistesgeschichte
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Als Romantik bezeichnet man die kulturgeschichtliche Epoche, die vom Ende des 18. Jahrhunderts bis weit in das 19. Jahrhundert hinein reichte und sich insbesondere auf den Gebieten der bildenden Kunst, der Literatur und der Musik äußerte.

Neugierig geworden durch das ausgesprochen kenntnisreiche Schillerbuch, habe ich auch dieses Sachbuch als Hörbuch erworben. Rüdiger Safranski ist wahrlich kein Unbekannter in der Literaturszene. Sein Ruf als Biograph ist umfassend. Ob Rüdiger Safranski auch der ideale Vorleser seines eigenen Werkes ist, darüber habe ich bereits im ersteren Hörbuch berichtet. Mich stören Sprachfehler (Sigmatismen) schon. Mancher Autor wäre besser beraten, einen professionellen und ausgebildeten Sprecher vortragen zu lassen.

Auf fünf CDs und 330 Minuten erfährt der Hörer trotz der gegenüber der Buchversion gekürzten Hörbuchfassung viel Neues über diesen Inbegriff deutschen Geistes. Wir lernen Autoren und Philosophen wie Tieck, Novalis, Fichte, Schelling, Schlegel und viele andere kennen.

Das Werk hat zwei Teile. Im ersten wird die Epoche der Romantik vermessen, im zweiten ihre Nachwirkung analysiert und jene Geisteshaltung des "Romantischen" beschrieben, deren Spur bis in die jüngste Gegenwart reicht. Denn Safranski geht es nicht allein um die Epoche der Romantik, sondern auch um das Romantische als deutsche Geisteshaltung an sich. Und anders als in der klassischen Definition lebt die Romantik für Safranski bis heute in Autoren wie Wagner, Nietzsche und Thomas Mann, Heidegger, ja, bis zur 68er Revolte in Deutschland fort.

Kein Wunder, dass eine solche Spannbreite Leser und Autor überfordern kann, auch wenn Safranski sich auf die deutsche Romantik - und hier im Wesentlichen auf die Literatur - beschränkt. Die Begeisterung des Autors überträgt sich oft auf den Leser / Hörer, eben weil Safranski es versteht, seine philosophischen Betrachtungsweisen mit überlieferten Anekdoten zu würzen.

Viel Neues kann der Leser / Hörer erfahren, wenn Safranski sich mit seinem großen Wissen über Autoren wie Hölderlin, Novalis, Kleist oder Heine auslässt (besonders die beiden Letzteren erscheinen mir nun in einem neuen, nicht durchweg angenehmen Licht).

Safranski stellt uns die Romantik vor allem als Antwort auf die Entzauberungen der Moderne vor. "Der romantische Geist ist vielgestaltig, musikalisch, versuchend und versucherisch, er liebt die Ferne der Zukunft und der Vergangenheit, die Überraschungen im Alltäglichen, die Extreme, das Unbewusste, den Traum, den Wahnsinn, die Labyrinthe der Reflexion. Der romantische Geist bleibt sich nicht gleich, ist verwandelnd und widersprüchlich, sehnsüchtig und zynisch, ins Unverständliche vernarrt und volkstümlich, ironisch und schwärmerisch, selbstverliebt und gesellig, formbewusst und formauflösend."

Fazit: Die Meriten Safranskis bestehen darin, dass er auch dieses (Hör-) Buch weniger für das philologische Fachpublikum geschrieben hat, sondern für all jene, die sich für dieses Thema interessieren. Ob Buch oder CD, wir erhalten etwas Seltenes: Spannend erzählte deutsche Geistesgeschichte.
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Kleine Geschichte der DDR von Ulrich Mählert

Broschiert von Beck
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 4,80

ISBN: 3406594646, Erscheinungsdatum: Juli 2009, Auflage: 6., überarbeitete Auflage.
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Die Erfindung des jüdischen Volkes: Israels Gründungsmythos auf dem Prüfstand von Shlomo Sand

Gebundene Ausgabe von Propyläen
Preis bei Amazon: EUR 24,95, Angebote ab EUR 20,89

3,5 Punkte.
3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3549073763, Erscheinungsdatum: April 2010
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5 Kundenrezensionen:

Provokante These, jedoch wissenschaftlich widerlegt
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Schade nur, dass die deutsche Regierung der Jahre 1933 bis 1945 Sands Thesen nicht kannte. Hätte sie davon gewusst, dass das Judentum als Volk bzw. Rasse nur eine Erfindung zionistischer Propaganda war, dann hätten sie womöglich sich und anderen viel Ungemach erspart.

Sands Erkenntnisse mögen nur diejenigen überraschen, die die Bibel bisher unreflektiert als Geschichtsbuch verstanden. Die bronzezeitliche Volkwerdung Israels und seine erste Staatsgründung vollzog sich nicht im Hauruckverfahren "Exodus-40jährige Wanderschaft-Landnahme", sondern durch eine langsame Vermischung von Kanaanitern mit geflohenen ägyptischen Sklaven, von denen eine Gruppe als Moses-Gruppe zu identifizieren ist. Das ist seit Jahrzehnten Forschungsstand, vor allem in Israel, wo man ja auch den direktesten Zugang zu archäologischen Zeugnissen hat. (so z.B. auch Hans Küng, der 1991 in "Das Judentum - Wesen und Geschichte" den auch damals nicht neuen Kenntnisstand wiedergab). Diese Mischbevölkerung organisierte sich in mehreren Stämmen und konstituierte sich später nicht zuletzt über einen strikten Monotheismus als Nation. Diese war aber beileibe nie ein exklusiver Club, wie man unschwer im Buch Ruth nachlesen kann.

In der Tat war das Judentum zeitweise für Beitritte deutlich offener, als es heute ist. Die Halacha, das jüdische Recht, reagiert entgegen landläufiger Vorstellung durchaus dynamisch auf die Erfordernisse der Menschen, die nach ihr leben. Übertritte wurde stets als Beitrag zum Erhalt des Judentums als Volk gesehen (ähnlich wie bei den indigenen Völkern Nordamerikas, nur auf freiwilliger Basis). Allerdings ist man heute deutlich vorsichtiger, manche jüdische Gemeinden lassen Beitrittskandidaten zuerst mal von einem Psychologen checken - eine Aufnahmepolitik, mit der in anderen Organisationen viel Unglück verhindert werden könnte, z.B. der an lautstarken "Israel-Kritikern" nicht armen Linkspartei.

Sands Theorie, dass das Judentum im Verlauf der Jahrhunderte durch zum Teil massenweise Übertritte so "durchmischt und durchrasst" sei (die Redewendung stammt nicht von ihm, sondern von Edmund Stoiber), dass es nicht mehr als Nation, sondern nur mehr als Religionsgemeinschaft zu betrachten sei, hat trotz vieler sicher ordentlich vorgetragener Fakten und Argumente zwei tödliche Geburtfehler:

Erstens: Eine Nation primär ethnisch zu konstituieren, ist in der Staatsphilosophie eher die Ausnahme - und zwar eine zumindest gefahrenreiche, oft auch leider unheilvolle. Gerade der völkische Staatsbegriff war prägend für die NS-Ideologie, wenn er auch nicht von ihr entwickelt wurde. Denn gerade Deutschland definierte sich bereits vor 1933 anders als andere Staaten über die gemeinsame Herkunft des Staatsvolkes, und das sogenannte "ius sanguinis" war auch nach 1945 für das deutsche Staatsbürgerschaftsrecht maßgeblich.
Die Mehrzahl aller modernen Staaten definiert sich hingegen als Staatsnation über das Bekenntnis zu gemeinsamen Wertvorstellungen und Normen, die Abstammung ist sekundär. Und das Judentum definierte sich stets gerade über Wertvorstellungen und Normen - also als "demos" und nicht als "ethnos".

Zweitens: Laut einer 2010 im angesehenen "American Journal of Human Genetics" erschienen Studie weisen jüdische Menschen aus ganz unterschiedlichen Gegenden dieses Planeten gemeinsame genetische Merkmale auf, die eine überwiegend gemeinsame Herkunft belegen. Sands provokante Thesen sind also nicht nur eine Themaverfehlung, sie sind auch objektiv falsch.

Ihre Instrumentalisierung zur Delegitimierung des heutigen Israels geht übrigens an den tatsächlichen Gründen für die neuzeitliche Staatswerdung Israels vorbei. Die erfolgte nicht aufgrund frommer Überlieferung, sondern aufgrund aktueller Notwendigkeit. Nachdem Ende des 19. Jahrhunderts der religiöse Antijudaismus in Europa von einem aggressiven, rassisch motivierten Antisemitismus abgelöst worden war und dessen eliminatorischen Züge letztlich im industriellen Massenmord des Holocaust gipfelten, war die Errichtung eines jüdischen Staates eine nicht mehr weg zu diskutierende Notwendigkeit. Wenn selbst im Land Goethes und Schillers jüdische Menschen nicht sicher leben konnten, so brauchten sie ein eigenes.

Es ginge jedoch deutlich zu weit, Sand in die Reihe der "Referenzjuden" des modernen Antisemitismus (Menuhin jr., Hecht-Galinski usw.) einzureihen. Wissenschaft lebt davon, dass Theorien aufgestellt, geprüft und dann bestätigt oder verworfen werden. Sands Theorie ist als widerlegt zu verwerfen, sie ist aber nicht verwerflich. Sand hat hier einfach nur auf Sand gebaut.

Niemanden darf es aber verwundern, dass das Buch gerade auch unter deutschen Israel-Kritikern ("Man wird doch gerade schließlich auch als Deutscher Israel kritisieren können dürfen müssen...") auf begeisterten Zuspruch stieß: Wenn es kein jüdisches Volk gibt, dann kann es ja auch keinen Völkermord daran gegeben haben. Das macht für die Enkelkinder der Täter die Erinnerung an die Kamine von Auschwitz doch gleich ein wenig erträglicher.

P.S.: Wer ein wirklich vergnügliches Buch über einen israelischen Gründungsmythos lesen möchte, dem möchte ich Stefan Heyms "König-David-Bericht" ans Herz legen: "The One and Only True and Authoritative, Historically Correct and Officially Approved Report on the Amazing Rise, God-fearing Life, Heroic Deeds and Wonderful Achievements of David, Son of Jesse".
Streitschrift statt historisches Werk
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Wie stark ist die Kontinuität zwischen den heutigen Juden und speziell den israelischen Juden und den Juden der Antike? Auf diese spannende Frage verspricht Schlomo Steins Buch Antwort zu geben - und scheitert. Der Grund ist simpel: Sand hat über das Thema seines Werkes nie selber geforscht, ist er doch Spezialist für die französische Geschichte des 19. Jahrhunderts. Stattdessen arrangiert er die Früchte einer eher oberflächlichen Recherche in der Sekundärliteratur zu einer gut geschriebenen Streitschrift, die die Kontinuität des Judentums widerlegen soll. Vielleicht ist das so, vielleicht auch nicht. Eine wissenschaftlich fundierte Analyse wie sie ein Universitätsprofessor seinen Lesern schuldet (Sand lehrt Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts an der Universität Tel Aviv) liefert der Autor nicht. Schade, so ist das Buch wertlos, und Zeit und Geld sind vergeudet für ein Pamphlet.
Gegen den Strom
5 Punkte 5 von 5 Punkten
"Wir Deutschen haben eben ein besonderes Verhältnis zum Staat Israel". Dieser Satz wird nur zu gerne gebraucht, wenn es darum geht, ethnische Säuberungen, Kriegsverbrechen, Menschenrechtsverletzungen oder die Praxis der "Verwaltungshaft" Israels kleinzureden.

Als Nächstes folgt dann unverzüglich der Hinweis auf das Existenzrecht Israels. Als Begründung hierfür wird fast immer die Niederschlagung des Bar-Kochba-Aufstandes im Jahre 135 n. Chr. angeführt, die angeblich zur Vertreibung des jüdischen Volkes aus ihrem Heimatland Judäa führte. Wer etwas anderes zu sagen wagte, der bekam sehr schnell die weltweit reichende Macht der "Anti-Defamation League" zu spüren.

Seit einigen Jahren sind es jüdische Wissenschaftler und Gelehrte, die sich mutig mit der eigenen Geschichte zu beschäftigen beginnen. Israel Finkelstein und Neil A. Silberman machten mit ihrem Werk "Keine Posaunen vor Jericho" 2003 den Anfang. Norman G. Finkelstein folgte 2005 mit seinem Buch "On the Misuse of Anti-Semitism and the Abuse of History". Ilsan Pappe veröffentliche 2007 "The Ethnic Cleansing of Palestine".

Nun also Shlomo Sand. Akribisch setzt er sich mit dem Dogma von der Vertreibung des jüdischen Volkes auseinander. Er führt es schnell und überzeugend ad absurdum. Die Juden sind kein Volk, sondern eine Religionsgemeinschaft.

Man muss kein Prophet sein, um festzustellen, dass Sands Werk keine kurzfristigen Auswirkungen auf den Nahostkonflikt oder auf die bemitleidenswerte Situation der Nichtjuden im Staate Israel haben wird. Bei diesem Buch handelt es sich nämlich "nur" um eine intellektuelle Auseinandersetzung, die an den Grundfesten des Judentums rüttelt. Macht wird heutzutage aber nicht von Intellektuellen ausgeübt, sondern von Medienmogulen und Politikern.

Dieses Buch ein Muss für all diejenigen, die an einer sachlichen Diskussion zum Thema Judentum interessiert sind.
gemeinsam über Provokationen nachdenken
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Gerade wir Deutschen haben es schwer wenn es um Israel geht. Schauen wir uns allein die Biografie des Autoren an. 1946 wurde er als Kind polnischer Juden in Linz geboren. 1949 ging die Familie nach Israel. Shlomo Sand studierte Sozialwissenschaften in Paris und lehrt heute an der Universität in Tel Aviv. In seinem Land Israel gehört er zu den führenden Intellektuellen und zugleich zu den schärfsten Kritikern der israelischen Politik gegenüber den Palästinensern.

So widmet der Autor sein Buch allen Flüchtlingen die das Land erreichten, und all jenen, die es verlassen mussten. Allein diese Widmung macht bereits den mächtigen Spannungsbogen spürbar in dem wir uns befinden wenn wir auf die über 3000 - jährige Geschichte des Judentums schauen.

Zu Beginn klärt der Autor Begriffe wie Nation und Mythos. Er ist dicht an der Bibel und an Gott und verwundert mich mit revolutionären Gedanken, mit denen er sicher bei vielen nicht gut ankommt. "Ich halte die Juden nicht für ein Volk, denn der heutige Gebrauch des Begriffes zielt auf eine Gruppe von Menschen ab, die ein bestimmtes Territorium bewohnt, auf dem sich eine bestimmte Alltagskultur entwickelt hat . . ." so schreibt der Autor und sieht dies im vorliegenden Falle als nicht gegeben an.

Es kommt noch provokativer. Sand stellt in keiner Zeile seines Buches das Existenzrecht des Staates Israel in Frage, aber den Alleinanspruch auf das Gelobte Land schon. Er bezeichnet die Juden als religiöse Gemeinschaft, keinesfalls als ethnische Gemeinschaft. Das birgt Konflikte in sich. Aber Shlomo Sand steht nicht allein mit seiner Meinung im eigenen Land.

Und er geht noch einen Schritt weiter in seinen spektakulären Überlegungen. Seiner Ansicht nach sind heute viel eher die Palästinenser die ethnischen Nachkommen der biblischen Israeliten.

Wenn der Leser bereit ist mit dem Autoren gemeinsam über solche Provokationen nachzudenken und nachzuvollziehen wie Shlomo Sand zu diesen Überzeugungen gekommen ist, wird er dieses Buch wie einen Krimi verschlingen. Für mich war es das Interessanteste was ich in den letzten Jahren zu diesem Thema auf deutsch zu lesen bekam. Wer über Israel nachdenken will, der kommt an diesem Buch nicht vorbei.
Respekt
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich will nicht viel drum herumreden. Das Buch ist genial und ich bin froh, dass es auch unter den Juden solche mutigen Revisionisten gibt. Der Autor hat Respekt verdient. Die Eltern des Autors sind vor den Nazis geflohen und in Israel wird dieser Mann aufgrund seines Revisionismus als Nazi beschimpft. Wie pervers ist das denn? Möge sich jeder seine eigene Meinung bilden, was auf der Welt hinter den Kulissen passiert. Aber dieses Buch sollte auf jeden Fall zur Meinungsbildung beitragen.
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Markt ohne Moral: Das Versagen der internationalen Finanzelite von Susanne Schmidt

Gebundene Ausgabe von Droemer/Knaur
Preis bei Amazon: EUR 19,95, Angebote ab EUR 14,51

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3426275414, Erscheinungsdatum: April 2010
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5 Kundenrezensionen:

sehr gut
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Das Buch ist informativ und auch unterhaltsam. Ich finde sehr gut, das die verschiedenen Artikel kurz gehalten wurden. Empfehlenswert.
Markt ohne Moral
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Liebe Leute,
hier handelt es sich um ein zeitgenössisches Machwerk - immer rückblickend - wie der Vater, so die Tochter.

Der Vater beerdigte ja auch das KURSBUCH ohne Echo. Erklärung: Das KURSBUCH war der Schaum der deutschen Journalistik und der Schriftsteller im Zeitgeist.

Genau so verhielt er sich bei der Einführung des EURO - und im Gefolge auch die FAZ! Für die deutschen Bürger? Der Euro ist für uns alle ein riesiger Reinfall, auch eine echte Inflation. KEIN Politiker hat gegen den Kaufkraftverlust in Deutschland auch nur das Mindeste geleistet!

Endlich zum Buch: Der "Markt" hatte noch nie Attribute - wie "Moral"!

Die Moral von heute kann man in einem Satz ausdrücken: "Es ist alles erlaubt, was einem nicht ins Gefängnis bringt!"

Und an den Börsen wird mehr verdient denn je - gleich ob es eine Frau Schmidt, einen Herrn Schmidt oder einen Kunz oder Deutschen Michel gibt!

Aber vom EURO kommen wir nie mehr los!
Welche Faktoren zur Finanzkrise beigetragen haben
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Fassungslos stand der Normalbürger Ende 2008 vor dem Schutthaufen, den die Finanzkrise hinterlassen hatte: giftige Papiere, Bankpleiten, Rettungspakete, Verstaatlichungen. Selbst Experten kamen angesichts der sich überschlagenden Ereignisse kaum noch nach. Susanne Schmidt bringt Ordnung in das Durcheinander: Auch für Laien verständlich, locker und dennoch durchdacht erklärt die erfahrene Finanzjournalistin, was alles schiefgelaufen ist und mit welchen Maßnahmen eine neue Krise verhindert werden kann. Unverhohlen Partei ergreifend und mit persönlicher Note, aber stets sachlich und niemals polemisch plädiert sie dafür, die Macht der Banken, ja des gesamten Finanzsektors zu beschneiden. Schade nur, dass die Ereignisse kurz nach der Buchveröffentlichung, wie der Fall Griechenland und der Euro-Rettungsschirm, nicht mehr berücksichtigt werden konnten. Die Abhilfe, die die Tochter von Altbundeskanzler Helmut Schmidt empfiehlt, dürfte trotzdem für Diskussionen sorgen, glaubt getAbstract und empfiehlt das Buch allen, die daran teilnehmen wollen.
Alphabetisierungskurs in Bankwesen
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Information über Finanzmärkte von A bis Z, also von Anleihen bis Zocken. Übersichtlich, informativ und leicht zu lesen. Man lernt und staunt - und ist froh, weniger naiv zu sein als vor der Lektüre dieses Buches, das alle lesen sollten, die sich für Weltwirtschaft interessieren. Super !
Kritik ohne Zeigefinger
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Gut verdauliche Lektüre, die einen äußerst komplexen Sachverhalt exellent darstellt, insbesondere auch aus britischer Sicht.

In einem Punkt allerdings würde ich Frau Dr. Schmidt widersprechen: Man muss die US-Subprime-Hypotheken durchaus als Ursache und nicht nur als Auslöser der Krise sehen. Die 1995 von Clinton initiierte Novelle des Community Reinvestment Act (CRA), welcher ursprünglich von Roosevelt 1977 eingeführt wurde, erlaubte es erst eigentlich mittellosen Menschen, Hypotheken aufzunehmen. Daraus enstanden die NINJA-Kredite (No Income, No Jobs or Assets), deren mehrstufige Verbriefung am Ende nichts als heiße Luft überließ (vgl. Hans-Werner Sinn, Kasion-Kapitalismus, S. 116ff, Berlin 2009).

Aber ungeachtet dessen ist dieses für die Schmidt-Familie typische Buch absolut empfehlenswert.
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Für die Freiheit sterben. Die Geschichte des amerikanischen Bürgerkrieges von James M. McPherson

Gebundene Ausgabe von Anaconda
Preis bei Amazon: EUR 14,95, Angebote ab EUR 10,42

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3866472676, Erscheinungsdatum: November 2008
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5 Kundenrezensionen:

Sehr gutes Buch über den Amerikanischen Bürgerkrieg
5 Punkte 5 von 5 Punkten
James M. McPherson hat hier ein richtig gutes Buch über den Amerikanischen Bürgerkrieg geschrieben. Gut lesbar und detailliert. Wer sich über dieses Thema etwas genauer informieren will ohne dass es langweilig werden soll dem kann man dieses Buch nur empfehlen. Aber nur für lesefreudige (1003 Seiten!) Die Schlachten kann man am Besten in seinem Buch -Atlas of the Civil War- verstehen (tolle Ergänzung allerdings auf Englisch, aber gut zu verstehen!).
Das Standardwerk: informativ, spannend, ausführlich
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Dieses Buch gehört schon längst zu den Klassikern über den Amerikanischen Bürgerkrieg. Zu recht! McPherson geht auf alle Details ein: Wie kam es zu der Spaltung von Nord und Süd. Wie verliefen die Schlachten. Wie war die Außenpolitik der USA und der CSA. Wie tiefgreifend hat sich die nordstaatliche Gesellschaft verändert. Welche technischen Innovationen wurden errungen. Das Buch hat mir viele Fragen beantwortet, die sich ergeben, wenn man sich nur oberflächlich mit dem Thema Amerikanischer Bürgerkrieg beschäftigt.

Zudem liest sich das Buch wie ein spannender Krimi. Trotz der vielen Seiten will man es nicht mehr aus der Hand legen.

Einziger Minus-Punkt (der jedoch die Leistung von McPherson nicht schmälert): Ich hätte gerne gewusst, wie es nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg weiter gegangen ist (Stichwort: Reconstruction). Da der Autor so ausführlich auf die Vorgeschichte des Bürgerkrieges eingeht, hätte ich es erwartet.
Wie der Name schon sagt...
4 Punkte 4 von 5 Punkten
... handelt es sich hierbei um ein Werk, dass die ganze Geschichte des Bürgerkrieges beleuchtet.
Es geht hier nicht um Schlachtenaufstellungen oder wer wen durch welchen Winkelzug etwas Land abgenommen hat.
Vielmehr werden hier Lebensumstände und politische Entwicklung umfangreich und anschaulich dargestellt und anhand von Beispielen verdeutlicht.
Kaufenswert für jeden, der mehr als nur "Fackeln im Sturm"-Wissen sich aneignen möchte
Kaufabwicklung
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Ich habe den gekauften Artikel in wenigen Tagen erhalten und Er ensprach genau der Artikelbeschreibung.
Ich kann den Verkäufer nur weiter Empfehlen.
Danke für die Gute und Schnelle Abwicklung.
Unbedingt Lesen !
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich schliesse mich den Vorrednern an, tolles Werk zu einem unschlagbaren Preis. Noch eine Anmerkung: Ich hatte mir zuvor den Atlas vom selben Autor zugelegt. Beides zusammen sollte für jeden, der sich mit dem Thema befassen möchte, die allererste Wahl sein.
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