|
| |
|
Eva Braun: Leben mit Hitler von Heike B. GörtemakerGebundene Ausgabe von C.H. BeckPreis bei Amazon: EUR 24,95, Angebote ab EUR 18,99 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3406585140, Erscheinungsdatum: Februar 2010, Auflage: 1 |
5 Kundenrezensionen:Auch, wenn die Autorin das Gegenteil glaubt,... 1 von 5 Punkten...die Tatsachen sprechen doch eher dafür, dass Hitler schwul war. > 1915 kämpfte der junge Adolf Hitler als Meldegänger an der Front in Frankreich. Ein Kriegskamerad, Hans Mend, gab Jahre später zu Protokoll, was er selbst gesehen hatte: "Hitler lag mit Schmidl, seiner männlichen Hure, nachts zusammen." Die Recherchen zu Eva Brauns Leben bringen Leben in diese bisher relativ unbekannte Person, die nun nicht mehr als "ahnungsloses Dummchen" dasteht, sondern als jemand, die vermutlich sehr wohl wusste, was während der Zeit ihres Zusammenseins mit Hitler politisch vor sich ging. Die anscheinend hörige und Hitler ergebene Braun war auch für das Bild des Diktators nach außen wichtig. Die in der Nazi-Ideologie verbotene Homosexualität konnte so vertuscht werden, genauso wie Hitler so die Gefolgschaft großer Teile des Volkes - Frauen wie Männer - wesentlich sicherer war. Gut recherchiertes Buch 4 von 5 Punktenüber Hitler und sein Umfeld. Gute Zusammenstellung der Nazizeit. Für mich jedoch gar nichts Neues und schon gar keine neuen Erkenntnisse über das Leben mit Eva Braun. "Eva Braun. Ihr Pakt mit dem Bösen....." 5 von 5 Punkten.....so lautete die in großen roten Lettern geschriebene Titelstory der siebten Ausgabe des Hamburger Wochenmagazins "Stern", die am 11. Februar 2010 in den Vekauf gelangte. Der kleinformatige, in schwarz geschriebene Untertitel lautete: "Die neue Sicht auf Hitlers Geliebte". Das gesamte Cover wurde beherrscht durch ein Porträtfoto der Protagonistin. Ein weitaus kleineres Bild in der rechten unteren Ecke zeigte ihren uniformierten und mit dem EK II dekorierten Auserwählten. Die mehrseitige Titelstory startete auf Seite 73 und schloß mit einem Hinweis auf das zwei Tage zuvor erschienene "Eva Braun. Leben mit Hitler" von Heike B. Görtemakers..... ...in dem Eva Anna Paula Braun, die nur für einen Tag den Namen Hitler tragen sollte, nicht mehr die Rolle einer bloßen historischen Randfigur oder ein tragisches Frauenschicksal verkörpert. Die Autorin geht nicht nur der Frage nach, wer diese Frau eigentlich war, sondern auch der dadurch eröffneten Sicht, die sich durch Eva Braun auf den "Jahrhundertverbrecher" gewinnen lässt (Seite 11). Hierzu wird ihr soziales, kulturelles und politisches Umfeld näher betrachtet. So entsprach ihr Lebensstil ganz und garnicht dem von der NS-Ideologie propagierten "Leitbild für die deutsche Frau", die vor allem Mutter zu sein und ihrem Mann brav den Haushalt zu hüten hatte. Sie hingegen wollte (wie auch Hitler) keinesfalls eigene Kinder, liebte jedoch Mode, Film und Jazz (!) und las sogar nach 1933 in Deutschland verbotene Werke von Oscar Wilde. Jung, blond, sportlich und lebenslustig bot sie zudem ein Bild, das demjenigen Hitlers auch optisch diamentral entgegen stand..... Heike B. Görtemaker zeichnet den Weg und nennt die Faktoren, die aus einem 17jährigen Mädchen aus kleinbürgerlichen Verhältnissen eine kompromißlose Verfechterin einer unbedingten Treue werden ließen. Die Autorin kommt u. a. zu dem Ergebnis, dass Eva Braun keinesfalls als gänzlich unpolitisches Blondchen betrachtet werden kann. Denn auch im engeren Kreis des NS-Diktators habe es keine "private Sphäre", in der nicht über Politik gesprochen wurde und in der die NS-Ideologie keine Rolle gespielt hätte, gegeben. Daher geht Görtemaker davon aus, dass auch Eva Braun - wie alle Frauen in Hitlers Umkreis - die antisemitischen und rassistischen Ansichten und die aggressive Kriegspolitik der NS-Ideologie teilte. Auch eine sexuelle Beziehung zwischen Braun und dem 23 Jahre älteren Hitler steht für die Autorin außer Frage. "Fräulein" Braun wurde der Öffentlichkeit vorenthalten, da sie nicht in das von der Propaganda gezeichnete Bild des "Führers" passte, der schließlich nur "mit dem deutschen Volk verheiratet" gewesen sei. Für ein priviligiertes Leben in Luxus mit Reisen und teuren Kleidern und gelegentlicher Nähe als Fotauf dem "Berghof" nahm sie dies jedoch in Kauf. Die Eheschließung am 29. April 1945 markierte das Ziel ihrer Scheinwelt, die am Tag darauf mit dem doppelten Suizid ihr endgültiges Ende finden sollte. Die wissenschaftliche Fleissarbeit Görtemakers offenbart sich in einem Anhang, zu dem neben einem Nachweis für zahlreiche (vornehmliche schwarz-weisse Fotos) und einem Personenregister auch ein 67seitiges (!) Anmerkungs-, Quellen- und Literaturverzeichnis gehört. 5 Amazonsterne für ein mit Spannung zu lesendes historisches Sachbuch, das auch jene, in der bisherigen "Erinnerungsliteratur" weniger oder überhaupt nicht betrachtete "private" Aspekte beleuchtet, in den historischen Gesamtkomplex einbettet und daher auch an keiner Stelle den Blick auf die NS-Verbrechen vergessen lässt. Mitunter aufschlussreiche Bilder 4 von 5 PunktenDem Leben der Eva Braun ist die Erfüllung ihres Wunsches gerecht geworden. Sie hat den zum Mann bekommen, den sie wollte Was wird uns mit diesem Buch wiederum geboten? Eine Abfolge von Ereignissen, die wir zum Teil schon kennen und immer wieder schütteln wir Leser den Kopf ob derartiger Naivitäten, die nebenbei erwähnt werden. Natürlich ist die historische Forschung daran interessiert, wie Privates und Intimes gerade aus dieser angesprochenen Zeit zu interpretieren ist, aber die Öffentlichkeit wartet immer noch auf wirklich Pikantes. Nehmen wir zum Beispiel die Bilder aus diesem Buch, so kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass sich deutsche Eigentümlichkeit in allen Belangen zeigt, Ausnahme vielleicht das Bild auf Seite 127, es zeigt ein relativ skeptisches Gesicht von Margarete Speer, aber was soll das schon bedeuten? Mode der Zeit, etwas Militärisches immer dazwischen, Belanglosigkeit auf vielen Bildern und Seiten und doch das Verbrechen hinter allem, das grausame Kriegsgeschehen und die Brutalität der Ausrottung von anders denkenden Menschen, die man dazu noch rassisch in die Ecke stellte. Dabei ging es doch nur um Macht und Ausübung derselben auf deutsche Art, also gewachsenermaßen gründlich. Und unter welchen Umständen, das wäre vielleicht noch zu loben in diesem Buch, denn auf Seite 218 sehen wir einen verzückten Machthaber vor dem Linzer Stadmodell mit geradzu häschenhaften vor Freude zitternden Händchen, wir wir ihn vielleicht noch nicht gesehen haben. Hätte man ihn doch seinerzeit aufgenommen in die Akademie, meinetwegen als naiven oder wie auch immer Maler, das hätte ihm und auch uns besser getan. Wie gesagt, nichts Neues, soweit ich sehe, aber gute Bilder. "Ich möchte eine schöne Leiche sein, ich nehme Gift" 5 von 5 Punkten...soll Eva Braun bei einer der nächtlichen Teerunden im Führerbunker gesagt haben - kurz vor ihrem Selbstmord, gemeinsam mit Hitler. Eva Braun, die Frau an Hitlers Seite, sorgt bis heute für zahlreiche Spekulationen. Ist sie das dümmliche Blondchen, das "Tschapperl", das Hitler so gerne mochte, weil sie hübsch, naiv und treu war? Weil sie ihn bedingungslos liebte und vergötterte? Und was genau lief da eigentlich zwischen Frau Braun und ihrem Liebhaber? Eva Braun hat für eine rege Legendenbildung gesorgt. Kaum zu glauben, dass die Geliebte Hitlers zu Lebzeiten nur dem handverlesenen "inneren Kreis" um den "Führer" bekannt war. Als kurz nach Kriegsende die Nachricht in Umlauf gelangte, dass Hitler eine Geliebte gehabt (und zwar eine leibhaftige und nicht etwa das ständig zitierte "deutsche Volk"!) und diese sogar noch geheiratet hätte, gingen die meisten von einem "Latrinenwitz" aus, einer Verschwörung, die den Führer beschmutzen wollte o.ä. Die Historikerin Heike B. Görtemaker hat sich nun auf Spurensuche begeben. Mit diesem Buch legt sie die erste quellenkritische Monographie über Eva Braun vor. Die in den späten 60er Jahren entstandene Biographie vom türkisch-amerikanischen Journalisten Dr. Nerin Emrullah Gün (in den USA später in Gun umbenannt) wird hier kritisch hinterfragt. Görtemaker analysiert die Vorgehensweise Guns und stellt bald fest, dass sie wissenschaftlichen Maßstäben nicht gerecht wird - so basieren seine Ausführungen weitgehend auf den Angaben von Verwandten und Bekannten, die freilich die eigene Rolle zur Zeit des Nationalsozialismus gehörig beschönigen wollen. Das Familienleben der Brauns gestaltete sich beispielsweise bei Weitem nicht so harmonisch, wie das bei Gun nachzulesen ist (auf den Aussagen der Mutter Eva Brauns basierend). Die Eltern waren sogar zwischenzeitlich geschieden, mussten sich aus finanziellen Gründen in Zeiten der Hyperinflation allerdings wieder zusammentun. Görtemaker hat verschiedene Archivalien, Briefe u.v.m. ausgewertet und in ihre Darstellung mit aufgenommen. Bald wird klar - und die Autorin leugnet das auch nicht - dass genaue Aussagen zum Privatleben Hitlers kaum möglich sind. Kurz vor seinem Tod gab er nämlich noch die Vernichtung aller persönlichen Unterlagen in Auftrag. Doch trotz dieser prekären Quellenlage ist der Historikerin ein spannendes und informatives Buch gelungen, das ich innerhalb von kürzester Zeit verschlungen habe. Die Autorin kann durch fundiertes historisches Wissen (nicht nur zu Eva Braun) überzeugen. Auch ihr Schreibstil ist sehr gut lesbar. Als Leser bekommt man einen hervorragenden Einblick in die damalige Zeit, in die Geschehnisse auf dem Berghof, in Berlin und in München, wo Hitler seine 23 Jahre jüngere Freundin kennen gelernt hatte. Man erfährt etwas über die Beziehung zwischen Hitler und Braun, darüber, dass die junge Frau an der Schwelle zum Erwachsenwerden schon so "verrückt" nach ihrem älteren Geliebten war, dass sie mehrfach einen Selbstmord inszenierte, um seine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Außerdem wird hier mit vielen Gerüchten aufgeräumt, so z.B., dass Hitler mit Frauen nie über Politik gesprochen hätte. Auf dem Berghof ging es bei Weitem nicht nur um "Hundezucht, Ernährungsfragen und Kunst" - diese nachträglichen Behauptungen von Zeitgenossen sind reine Schutzbehauptungen. Eva Braun wusste sehr wohl über viele Dinge Bescheid - und akzeptierte sie. Bis zum Schluss, denn wie Hitler war sie bis zu ihrem Tod der Überzeugung, dass es nur eines gebe: Alles oder eben nichts. Obwohl das Buch wissenschaftlich korrekt erarbeitet wurde, ist es kein bisschen trocken oder langweilig. Manchmal musste ich sogar laut lachen, z.B. wenn es um posthume Gerüchte um Hitler und seine Frau geht. So ging der US-Geheimdienst z.B. ernsthaft der Behauptung nach, dass Hitler gemeinsam mit Eva Braun und Martin Bormann ein Cafe in Amsterdam eröffnet hätte :) Oder Görtemaker zitiert Robert Ley, der über den gelernten Landwirt Bormann gesagt haben soll, er wäre ein "ungeschlachteter (sic!) Bauer" gewesen. Da kann man sich ein Lächeln nicht verkneifen... Die vielen Fotografien ergänzen den Text hervorragend. Sie spiegeln Stimmungen wider, die z.B. auf dem Berghof herrschten. Fotos sind hier allein schon deshalb unerlässlich, weil Eva Braun Fotolaborantin war und Hitler im Münchner Laden ihres Arbeitsgebers, Heinrich Hoffmann (Hitlers Leibfotograf) kennen gelernt hatte. Braun hat immer viel fotografiert und gefilmt, oft auch um sich von angespannten Situationen abzulenken. Fazit: Das Buch ist eine spannende und informative Möglichkeit, sich über ein Thema zu informieren, das sicherlich viele Menschen interessiert: Hitlers Privatleben. Gut, dass Görtemaker hier wissenschaftlich gearbeitet hat. Auf diese Weise bleiben zwar einige Leerstellen, aber alles andere gehört nun mal ins Reich der Fantasie... Sehr zu empfehlen! |
|
|
"Mein Kriegsende". Zeitzeugen aus Niedersachsen erinnern sich von Angela Kröger, Kurt Behrendorf, Otto BleeckGebundene Ausgabe von SchlüterschePreis bei Amazon: EUR 4,99, Angebote ab EUR 3,00 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3899937112, Erscheinungsdatum: April 2005, Auflage: vergriffen, keine Neuauflage |
2 Kundenrezensionen:Interessante Sammlung verschiedenster Schilderungen 4 von 5 PunktenDas Buch beinhaltet mehrere kurz gehaltene Erinnerungen von Niedersachsen, die das Kriegsende zumeist als Jugendliche oder gar als Kinder erlebten. Nachdem ich das Buch gelesen habe, war mir schon ersichtlich, warum diese Generation auch als "Hamster-Generation" bezeichnet wird. Viele Geschichten beinhalten neben den Kriegserinnerungen auch auf die Schwierigkeiten bei der Lebensmittelversorgung oder der allgemeinen Versorgung mit den täglich Notwendigen Dingen. Insgesamt ist dies eine sehr interessante Auflistung von Zeitzeugen-Berichten auf dem Weg zum Kriegsende 1945. Unglaublich packend 5 von 5 PunktenDas Buch ist unglaublich packend, ich hätte es am liebsten in einem Stück gelesen! Diejenigen, die das Kriegsende erlebt haben, berichten hautnah von ihren Erlebnissen - von dramatisch bis heiter. Leider ist die Anzahl der Geschichten auf rund 30 beschränkt, da hätten es gerne noch mehr sein können! Zu den Geschichten gibt es zahlreiche Fotos aus der Kriegszeit, die die einzelnen Passagen noch deutlicher wirken lassen. Am Ende einer jeden Geschichte ist ein aktuelles Bild des- bzw. derjenigen, die diese Geschichte erlebt hat - eine schöne Idee! Ich kann "Mein Kriegsende" nur weiterempfehlen! |
|
|
Hitlers Klavierspieler: Ernst Hanfstaengl: Vertrauter Hitlers, Verbündeter Roosevelts von Peter ConradiGebundene Ausgabe von Scherz Verlag, FrankfurtPreis bei Amazon: EUR 6,99, Angebote ab EUR 4,10 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3502181373, Erscheinungsdatum: Sept. 2007, Auflage: 1., Aufl. |
Aus der Amazon.de-RedaktionZu den schillerndsten Figuren im Umkreis Adolf Hitlers gehörte in den Zwanziger- und frühen Dreißigerjahren der weltläufige Harvard-Absolvent, Kunsthändler und in seiner Geburtsstadt München promovierte Historiker Ernst Hanfstaengl. Ihm hat der amerikanische Journalist Peter Conradi eine lesenswerte, akribisch recherchierte Biographie gewidmet. Das Klavierspiel des von Freunden ?Putzi? genannten Hanfstangl schätzte Hitler ebenso, wie es Jahre zuvor in New York schon der damalige Senator und spätere US-Präsident Franklin D. Roosevelt getan hatte. In manch schwerer Stunde, etwa nach dem Selbstmord seiner Nichte Geli Rauball 1931, richtete er sich an seinem Spiel wieder auf -- vor allem das Tristan-Finale hatte es ihm angetan. Ohne das Eingreifen von Putzis amerikanischer Frau wäre der Name Hitler vielleicht sogar nur eine Fußnote der Geschichte geblieben: 1923 nämlich entwaffnete sie ihn, als er sich nach dem Scheitern seines Putschversuchs im Landhaus der Hanfstaengls in Uffing am Staffelsee erschießen wollte, um der drohenden Verhaftung zu entgehen. Die anfangs beiderseitige Bewunderung Hitlers und Hanfstaengls war nicht von Dauer: Nach dem Röhm-Putsch 1934 kamen Hitlers Klavierspieler Zweifel an dem ?Führer? und seiner Partei, der er wegen seiner guten internationalen Kontakte als Auslandspresschef diente. 1937 setzte er sich ab, zunächst in die Schweiz und dann nach Großbritannien, wo er 1939 interniert wurde. Doch seine Bekanntschaft zu Roosevelt, derer er sich jetzt besann, sollte sich auszahlen. ?Putzi? konnte in die USA ausreisen und stellte sich dort in den Dienst der US-Regierung, für die er Joseph Goebbels? Propaganda analysieren und ein Psychogramm Hitlers erstellen sollte. Nach dem Krieg kehrte Hanfstaengl nach Deutschland zurück, wo er sich bei seinem Entnazifizierungsprozess theatralisch als früher Gegner des NS-Regimes gerierte und das Gericht unter anderem mit einer eidesstattlichen Erklärung aus der Feder Eleonore Roosevelts von seiner Unschuld überzeugte. Conradis flüssig geschriebenes Buch rückt manches von dem zurecht, was sich Hanfstaengl an seiner Lebensgeschichte in seinem Memoirenband Zwischen Weißem und Braunem Haus zurechtgebogen hatte, mit dem er 1970, fünf Jahre vor seinem Tod, noch einmal auf sich aufmerksam machte. Wie immer man zu ihm stehen mag -- ein außergewöhnliches Leben hat er gelebt. -- Andreas Vierecke, Literaturanzeiger.de Eine Kundenrezension:Ein Diener zweier Herren. 5 von 5 PunktenPeter Conradis packende Biographie von Ernst "Putzi" Hanfstaengl war jedenfalls für mich eine Entdeckung. Ich glaubte bisher alles über Hitlers engste Berater und Spießgesellen zu wissen und hatte von Hanfstaengl nie etwas gehört. Dieser vielseitig gebildete Mann aus einer der angesehensten Familien Bayerns, der in Harvard studiert hatte und an der Fifth Avenue in New York eine bekannte Kunsthandlung führte, wurde durch eine Rede Hitlers in einem Münchner Bierkeller derart beeindruckt, dass er fortan als Topnazi zum engsten Führungskreis des späteren Diktators gehörte. Was wäre geschehen, hätte nicht Hanfstaengls Frau Helene Hitler daran gehindert, nach dem Putschversuch 1923 Selbstmord zu begehen? Die Welt sähe heute anders aus. Wie Hanfstaengl später aus einem Bewunderer Hitlers zu dessen Gegner wurde, auf verschlungenen Wegen wieder in die USA gelangte und dort Berater von Präsident Roosevelt wurde - das alles ist unbedingt lesenswert, auch für jene, die allmählich genug von Nazi-Literatur haben. |
|
|
LTI: Notizbuch eines Philologen von Victor KlempererBroschiert von Reclam, DitzingenPreis bei Amazon: EUR 9,90, Angebote ab EUR 8,27 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3150201497, Erscheinungsdatum: Dezember 2007, Auflage: Nachdruck der 22. Auflage 2007. |
5 Kundenrezensionen:was für ein Buch! 5 von 5 PunktenEin Buch über die Sprache des Nationalsozialismus, das zum Nachdenken anregt und nie ohne Wirkung bleibt! Das Buch ist eine angenehme Mischung aus persönlicher Beobachtung und wissenschaftlicher Analyse, spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Eines jener Bücher, die Spuren hinterlassen. Das Buch kann einem die Augen öffnen... 5 von 5 PunktenIch kann mich meinen Vorrezensenten nur anschließen. Victor Klemperers LTI (Lingua Tertii Imperii - Sprache des dritten Reichs) ist ein Buch, das eigentlich jeder gelesen haben sollte, der sich mit der deutschen Sprache beschäftigt. Man entdeckt in diesem Buch viele Beispiele für die Manipulation durch Sprache, die im Nationalsozialismus üblich gewesen ist und die sich tatsächlich in allen Bereichen durchsetzen konnte. Hier ist das sehr schön dargestellt u.a. anhand eines Aufrufs an Apotheker sich der Anwendung einheimischer Tees zu bemühen. Eben hier wird auch erklärt wie der nationalsozialistische Sprachstil in die wissenschaftliche Sprache Einzug hielt. Das Buch ist nicht im eigentlichen Sinne wissenschaftlich aber sehr scharfsinnig und objektiv mit Kapiteln, die in Form von Essays grade auf eigene Erlebnisse Bezug nehmen. Das Buch erhellt, wie die Sprache des Nationalsozialsmus enstand, besonderes Augenmerk ist hier auch bei Vergleichen zum italiensichen Faschismus. Ein wichtiger Punkt ist auch der vielleicht aus heutiger Sicht völlig unverständliche Führerkult, der hier seinen grotesken Ausformungen, die Klemperer im Alltag begegneten, beschrieben wird. Das Buch ist absolut empfehlenswert und lässt einen auch über den heutigen und nicht zuletzt den eigenen Sprachgebrauch weiterdenken, schließlich hat sich erstaunlich vieles aus dieser Zeit bis heute erhalten... LTI Ein Anstoß zum Denken 5 von 5 PunktenIch, als "Ossi", habe LTI durch einen Zufall in die Hände bekommen. Schon nach ein paar Seiten war mir nicht klar, wie diese Buch durch die DDR-Zensur gekommen ist. Die Gleichheit des Sprachgebrauchs im "dritten Reich" und in der DDR war frappierend. Gab es da sonst noch Gleichheiten? Für einen 18 jähriger SED-Genosse war dieses Buch ein Schock. Ich habe es mehrmals hintereinander gelesen. Und im nachhinein bin ich mir sehr sicher, dass dieses Buch für mich der erste Anstoß war, mich der bürgerlichen Demokratie zuzuwenden. Vielen Dank und Respekt Prof. Dr. Klemperer herausragend gut 5 von 5 Punktenwer das 3. Reich verstehen will, der sollte LTI lesen. Aus einer anderen als der üblichen Sichtweise wird untersucht, warum es so kommen konnte. Lesen!! Nazisprache und Gegenwart 5 von 5 PunktenWas man aus Viktor Klemperers hervorragendem Buch vor allem lernen kann, ist, dass sehr viele Begriffe der Nazibarbaren bis in unsere gegenwärtige Gesellschaft erhalten geblieben sind und sich viele Menschen nicht darüber im Klaren sind, woher das eigentlich stammt. Die zweite Lektion, die man lernen kann, ist, dass die gleichen Mechanismen heute immmer noch gebraucht werden, um gegen Menschen zu hetzen; die gegenwärtige Diskussion um "Arbeitsunwillige" und dergleichen mehr, lässt ahnen, wie tief verwurzelt die faschistoide Denkweise und der demagogische Sprachgebrauch in Deutschland sind. |
|
|
Böse Orte. Stätten nationalsozialistischer Selbstdarstellung - heute von Stephan Porombka, Hilmar SchmundtGebundene Ausgabe von Claassen VerlagPreis bei Amazon: EUR 4,99, Angebote ab EUR 3,00 ![]() 2,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3546003802, Erscheinungsdatum: 2005, Auflage: 1 |
Aus der Amazon.de-RedaktionÜberall in Deutschland findet man architektonische Spuren des NS-Staats und seiner baulichen Selbstdarstellung. "Deutschland ist ein Freilichtmuseum", heißt es im Vorwort, "vollgestellt mit Ausstellungsstücken aus der Zeit des Terrors". Die Geschichte viele dieser Stätten kennen freilich längst nur noch Kundige, weil anders als bei manchem ehemaligen Nazi-Prunkbau, kaum mehr etwas zu sehen ist, das von der Vergangenheit des Ortes, seiner damaligen Nutzung und Bedeutung kündet. Bei manchen hat man an historischer Stätte Orte der Aufklärung über die Diktatur und des Gedenkens an ihre Opfer geschaffen. Böse Orte haben Stephan Porombka und Hilmar Schmidt die von ihnen herausgegebene Sammlung von Besichtigungsberichten überschrieben, die uns an Orte führen wie die Stelle über dem Führerbunker, in dem Hitler seinen Untergang erlebte (Henrik M. Broder hat hierzu einen glänzenden Aufsatz beigetragen), oder auf den Obersalzberg, zum ehemaligen Nürnberger Reichsparteitagsgelände, in das Kraft-durch-Freude-Bad in Prora an der Ostsee oder in die Schorfheide nach Carinhall, wo der Waldhof Hermann Görings stand. ?"Kein anderes Land verfügt über eine derartige Fülle von zweifelhaften Denkmälern" und das Interesse an ihnen nimmt zu, was mittlerweile auch die Touristikbranche für sich zu nutzen weiß? "Unproblematisch ist das nicht", wissen die Herausgeber, und geben mit diesem Band zugleich zehn lesenswerte Antworten auf die sich aufdrängende Frage, welche Form des Gedenkens an Orten wie den oben genannten, denn angemessen sein könnte. -- Hasso Greb 5 Kundenrezensionen:Gesinnungsbuch 1 von 5 PunktenSchon der Titel ist doch bellawuppdich; was ist denn, bitteschön, am Flughafen Tempelhof oder am Olympiastadion 'böse'? Genausogut könnte man auch St. Petersburg als böse Stadt bezeichnen, denn der Zar ließ an einem absolut ungeeigneten Ort eine Barockstadt aus den Sümpfen stampfen, das hat zehntausende von Arbeitern das Leben gekostet. Unter einem bösen Ort könnte ich mir Auschwitz oder Lamsdorf vorstellen. Oder das Bundeskanzleramt, na, Scherz beiseite, über das Elefantenklo kann man ja nicht mal lächeln... Böse Orte 1 von 5 PunktenEin Buch das man NICHT KAUFEN sollte, schade für das Geld, es ist eine reine Volksveraschung, und im Zeitgeist unserer heutigen BRD geschrieben. Wenn schon Geister auf dem Obersalzberg beschrieben werden...sagt das alles über die Autoren.... Laßt die Finger davon, Ihr Ärgert euch nucr über den kauf. KuGra Fehlkauf 1 von 5 PunktenNach dem Titel erhoffte ich in diesem Buch etwas über die Gr0ßbauten des Nationalsozialismus zu erhoffen. Ich gehöre nicht zu jenen, welche an solchen Orten dem Tode Adolf Hitlers hinterhertrauern, vielmehr sind auch diese Bauten Bestandteil deutscher und europäischer Geschichte. Nur durch realistische Relikte wird Geschichte begreifbar. In der NS-Zeit wurden ebenfalls Krankenhäuser, Schwimmbäder und Schulen errichtet (teilweise durch Zwangsarbeiter). Zum Glück ist das auch so (trotz der Zwangsarbeiter), sonst hätten manche Orte heute noch nicht derartige Gebäude. Dem Autor geht es jedoch nicht um seriöse Aufarbeitung und um Wissensvermittlung. Subjektiv wird ausschließlich negativ von den Bauten berichtet (wenn der Betrachter dies überhaupt als notwendig erachtet. So finden die Spaziergänge natürlich immer im düsteren Herbst oder an einem kalten Wintertag statt. Die Kapitel "Prora", "Laboe" und "Autobahn" stellen wenigstens die Bauwerke in gewisser Form auch vor. Das Anfangskapitel bezieht sich auf den "Führerbunker", der nahezu keine Erwähnung findet, dafür aber das Holocaustdenkmal. Ich schätze Bücher sehr und musste mich stark bremsen, dieses Buch nicht einfach wegzuwerfen. Die drastische Preisreduzierung des Buches war sicher angemessen. Vom bösen Örtchen ... 1 von 5 PunktenBöse Orte klingt reißerisch und niedlich zugleich. Ich habe mich hinreißen lassen und die Lektüre an einem "bösen" Örtchen gelesen. Verbotenes, böses hat die Menschen schon immer magisch angezogen. Speziell der Artikel von Hilmar Schmundt (Enkel des Buders von Rudolf Schmudt, R.Schmundt.war Chefadjutant der Wehrmacht) über den Obersalzberg hat mich interessiert.Zitat: "Auch Hitler phantasierte noch 1945 in der Wolfsschanze von einem Bollwerk in den Alpen ..." Dies ist schlicht und einfach falsch, weil die die Rote Armee bereits am 24. Januar 1945 anrückte und A.H. nicht in der Wolfsschanze weilte! Ansonsten flott und frech geschrieben, mit viel Phantasie und ein paar Seitenhieben gegen in Berchtesgaden lebende Personen. Keine Fakten, Daten, Informationen - einfach nix. Ich verlasse den bösen Ort ..., weil ich ausgelesen habe und das Sch(m)und(t) Heft entsorge ... Hart aber fair! Teils gut 4 von 5 PunktenEs sind in diesem Buch nicht sonderlich viele Fakten über die Orte beschrieben, allerdings kann meist durch die gute Beschreibung der Autoren die Orte gut vor dem Inneren Auge sehen. Besonders gut gelungen ist der Beitrag über das Reichsparteitagsgelände meiner Meinung nach. Da der Autor dort eine persönliche Bindung zum Ort darstellt. Und auch der Beitrag über das Olympia Station ist gut gelungen. Da es sehr interessant geschrieben ist. Allerdings finde ich den Teil über Ladoe wenige gut gelungen. Es wirkt meiner Meinung nach so als sei der Autor vom Ort "gelangweilt" oder zumindest nicht sonderlich interessiert oder naja Begeistert kann man nicht sagen, aber als würde es in nicht sonderlich interessieren. Insgemat kann man sagen für interessiert zu empfehlen . |
|
|
"Mein verwundetes Herz": Das Leben der Lilli Jahn. 1900 - 1944 von Martin DoerryTaschenbuch von Deutscher Taschenbuch VerlagPreis bei Amazon: EUR 10,00, Angebote ab EUR 1,62 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3423341467, Erscheinungsdatum: November 2004 |
Aus der Amazon.de-RedaktionAls Gerhard Jahn, Justizminister im Kabinett Brandt, 1998 verstarb, fand sich in seinem Nachlass ein Karton, der erschütternde Dokumente enthielt. Fast 60 Jahre lang hatte Jahn etwa 250 Briefe aufbewahrt, die er und seine Schwester 1943 und 1944 an ihre im Arbeitslager inhaftierte Mutter Lilli geschrieben hatten. Für die noch lebenden Geschwister bedeutete der Fund die schmerzliche Aufarbeitung einer verdrängten Familientragödie. Der Briefwechsel Lilli Jahns und ihrer Kinder -- das Tagebuch einer nicht nachlassenden Liebe in Deutschlands dunkelster Zeit -- wird den Leser so schnell nicht wieder loslassen. Wer den Einschnitt des Jahres 1933 für den Normalbürger begreifen möchte, rät Sebastian Haffner in seiner Geschichte eines Deutschen, studiere weniger die Biografien von Staatsmännern als solche "unbekannter Privatleute". Beispielhaft hierfür könnte das Schicksal der 1900 in Köln geborenen Lilli Schlüchterer stehen. In einer Zeitenwende, die man damals -- in der Rückschau mutet dies fast zynisch an -- voller Elan als das "Jahrhundert des Kindes" bezeichnete, wuchs die Tochter einer jüdischen Kaufmannsfamilie in großbürgerlich-liberaler Atmosphäre heran. Lilli wurde zum Medizinstudium zugelassen und heiratete 1926 ihre große Liebe, den jungen Arzt Ernst Jahn. Fünf Kinder kamen zur Welt. Das nordhessische Idyll Immenhausen, in dem die beiden ihre Praxis eröffneten, wandelte sich jedoch nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten zu einer Kleinbürgerhölle aus Denunzianten- und Mitläufertum: Freunde ziehen sich zurück, unter dem Druck öffentlicher Diffamierung wendet sich schließlich auch ihr Ehemann ab. Eine junge Urlaubsvertretung wird seine Geliebte. Die nach der wahnsinnigen Rassenarithmetik der Nationalsozialisten bislang stillschweigend geduldete Mischehe wird 1942 geschieden. Auf Drängen des Immenhausener Bürgermeisters, eines Musterbeispiels deutscher Pflichterfüllung und Lillis ärgstem Verfolger, wird die Jüdin Lilli im September 1943 im Arbeitserziehungslager Breitenau nahe Kassel interniert. Die Briefe der nun weit gehend auf sich selbst gestellten Kinder an ihre Mutter bilden das herzzerreißende Kernstück des Buches. Täglich verzweifelt wiederholte Liebesbezeugungen und kleine Hilfspakete sollen den Lebenswillen Lillis stärken, die ihrerseits aus dem Lager heraus um den Zusammenhalt ihrer Kinder kämpft. Deren bange Hoffnung, die Mutter wieder zu sehen, erfüllte sich nicht. Im März 1944 erfolgte die Deportation nach Auschwitz. Eine letzte Mitteilung der schon geschwächten Lilli, verfasst von der ungelenken Hand einer Mitgefangenen -- schließlich die kalte, bürokratische Benachrichtigung der Lagerverwaltung. Lilli Jahns Leben war ausgelöscht. Spät hat man sich ihrer erinnert in Immenhausen. Eine Schule und eine Straße tragen nun Lillis Namen. Ein Tabu wurde gebrochen, Opfer, Täter (und Mittäter) sichtbar gemacht. Und ein Karton voll Briefe hat Lilli Jahn unsterblich gemacht. --Ravi Unger 5 Kundenrezensionen:Unglaubliches Schicksal! 3 von 5 PunktenDas Buch mit der Lebensgeschichte von Lilli Jahn hat 2 Betrachtungsaspekte: Zum einen die unglaubliche Familiengeschichte! Dass Kinder alleine zu Hause zurückbleiben, weil ihre Mutter vom Gestapo-Termin nicht mehr zurückkommt, hatte ich auch noch nicht gelesen. Andererseits sind die vielen Briefe ziemlich langatmig, so dass ich sie nur kurz überflogen habe. So habe ich das Buch in 2 Tagen durchgelesen. Vor allem die Autoren-kommentare zwischen den Briefen waren interessant. sollte Schullektüre werden... 5 von 5 PunktenDieses Buch hat mich zum Weinen gebracht - weil es auf wahren Begebenheiten beruht. Und weil es beschreibt, was Menschen anderen Menschen antun können. Dieser skrupellose Ehemann, der für viele Deutsche aus dieser Zeit steht, ist absolut gewissenlos. Das macht die Geschichte auch so zu Herzen gehend: daß es so oder so ähnlich millionenfach passiert ist. Die Erzählungen über Deutsche, die andere Menschen gerettet haben, trösten da nur bedingt, weil hier vor Augen geführt wird, daß jeder/jede Tote auch für ein Einzelschicksal steht. Sollte eigentlich Schullektüre werden! Das verwundete Herz der Lilli Jahn 5 von 5 PunktenDas ist ein Buch mit absolutem Gänsehautfeeling. Unglaublich. Und seeeehr interessant, wie Lilli in den zwanziger Jahren in Köln ihr Medizinstudium absolviert - nach einer wohlbehüteten Kindheit und Jugend in ihrem Elternhaus- , eine junge, zielstrebige Frau, intellektuell und an den Künsten interessiert, sie genießt ihr Leben, geht ins Theater. Die Briefe, die sie an ihren schwermütigen Freund schreibt sind bezaubernd; Lilli war eine zarte feinfühlige Frau mit einem großen Herzen. An manchen Stellen, an denen sie ihren Freund und späteren Mann (ihren Amadé), stärkt, obwohl er auch andere Frauen trifft, kann ich sie nicht verstehen. Aus meiner heutigen Sicht. Verglichen mit meinen eigenen Erfahrungen in Liebesdingen verstehe ich aber, dass sie mit all ihrer Liebe absolut und unbeirrt (ohne Wenn und Aber) hinter ihm stand und auch vor den Eltern dazu, dass sie ihn wollte, obwohl er kein Jude war. Nichts ahnend, dass diese Verbindung ihr späteres Verhängnis werden sollte. Jedenfalls ist die Lebensgeschichte bis in die Zwanziger sehr interessant und es wird deutlich, dass Lilli für die damalige Zeit eine sehr selbstbewusste junge Frau war, die ihren Beruf liebte und diesen keineswegs aufgeben wollte und mit beiden Beinen in ihrem Leben stand. Die Dreißiger Jahre sind geprägt von schweren Zeiten. Im September 1943 wird Lilli im Arbeitserziehungslager Breitenau nahe Kassel interniert. Was nun folgt ist schier unbegreiflich. Herzzerreißende Korrespondenz zwischen Lilli und ihren fünf Kindern! Fast alle Briefe sind vollständig erhalten. Für mich war das Lesen dieser erschütternden Zeitdokumente spannend und traurig zugleich. Die Kinder schrieben mit einer Hilflosigkeit und Liebe an die Mutter; die Mutter ihrerseits ließ die Kinder nicht zu viel von ihrem Leid merken...auch sie war hilflos, konnte sie ihren Kindern nicht beistehen. Für mich wurde der Verfall Lillis in ihren Briefen (an liebe Freunde) immer deutlicher. Aus einer jungen, selbstbewussten Frau war ein eingeschüchterter Mensch geworden, der um seine zeitweise auf sich selbst gestellten Kinder bangte. Selten hat mich ein Buch so sehr berührt. Für mich gehört es an die Seite des Zeitdokuments Anne Frank Tagebuch. Sehr sehr berührt hat mich der letzte Brief von Lilli, aus dem hervorgeht, dass sie wusste, was sie in Auschwitz erwartete. Ich bin Martin Doerry, einem Enkel Lilli Jahns, sehr dankbar, dass er es ermöglicht hat, dieses Buch heraus zu geben und dass er die Briefe hierfür verwenden durfte. Sehr wohltuend, dass er nicht wertet, sondern sachlich den Rahmen für die Briefe anhand seiner erklärenden Berichte bildet und dadurch einen zeitlichen Kontext erschafft. Auch ganz bewegend: Viele Bilder, die Lilli mit ihren Kindern zeigen. Bilder aus glücklichen Tagen mit ihrem Ex-Mann und Bilder ihrer Eltern sind ebenfalls vorhanden. Eine Freundin Lillis hat ein Buch geschrieben, welches ich auch gern lesen möchte: Unter einem fremden Stern von Lotte Paepcke. Im Anhang ist eine Zeittafel Lilli Jahns, ein Namensverzeichnis über Lillis Familie, Freunde und Zeitgenossen, eine Danksagung von M. Doerry, eine Editorische Notiz und ein umfangreiches Literaturverzeichnis. Ingesamt eine Lektüre, die ich nie vergessen werde ... ! uneingeschränkt zu empfehlen 5 von 5 PunktenGrundlage dieses Hörbuches (2 CD's )bildet das Buch von Martin Dörry "Mein verwundetes Herz". Das Leben der Lilli Jahn, 1900 - 1945. Zu Beginn wird kurz geschildert, wie Lilli sich verliebt, heiratet und zusammen mit ihrem Mann 5 Kinder erhält. Später schmählich hintergangen und im Stich gelassen. Die Mischehe (sie Jüdin und Ärztin / er Deutscher und ebenfalls Arzt) steht unter keinem guten Stern. Die Vorschriften für Juden häufen sich. Lilli kann sich lange bei der Familie halten, bis dann auch sie -wegen eines fadenscheinigen Vergehens- ins Gefängnis muss. Unter bedenklichen Bedingungen lebt und leidet sie - was in den zahlreichen Brieffolgen zwischen den Kindern und der Mutter belegt ist. Ich möchte hiermit meine beste Empfehlung für das Hörbuch abgeben: Excellent besprochen von Martin Doerry, Sunnyi Melles, Beate Jensen - wird die kurze Lebensgeschichte der Lilli Jahn erzählt. Hauptbestandteil bilden die Briefwechsel, welche sehr ergreifend sind ! Man gewinnt grosse Achtung vor der Mutter und den Kindern, die häufig schreiben und der sehr vermissten Mutter "vom Munde abgespartes" Essen senden - sie auch moralisch aufmuntern und am Leben teilhaben lassen wollen. Einzigartig, die Briefe aus dem Gefängniss, Briefe einer starken Frau, die Dankbarkeit zurück gibt und die Kinder trotz der schlechten Lebensbedingungen nicht zusätzlich verängstigen möchte; sie unglaublich vermisst. Die Worte, teils auf Packpapier, Medikamentenpackungen etc. geschrieben, sind in zunehmendem Masse verschlüsselt - und doch wiederspiegelt sich darin die unglaubliche Not in der sich Lilli Jahn befand - und wiederum ihre Stärke, wie sie sich selbst zurücknimmt. Meine grosse Hochachtung und beste Empfehlung. Ein sehr kostbares Buch! 5 von 5 PunktenMartin Doerry, seit vielen Jahren eine wichtige Stimme der Kulturredaktion des Spiegels, hat in sehr verdienst- und verantwortungsvoller Weise das Leben seiner Großmutter Lilli Jahn in diesem Buch nachvollzogen. Der Leser kann an diesem Schicksal noch einmal den perfiden Terror der Nazis nachvollziehen, der selbst starke Persönlichkeiten, wie auch Lilli Jahn eine war, brach -- schon lange, bevor die jüdische Bevölkerung systematisch vernichtet wurde. Solche Lebenswege dem Vergessen zu entreißen und anhand eines persönlichen Schicksals die blanke Grausamkeit des Nationalsozialismus zu entlarven, ist noch immer wesentlich eindringlicher als Zahlenkolonnen in Geschichtsbüchern. Dabei auch noch die literarische Qualität und Lesbarkeit dieses Buches zu erreichen, gehört zu den seltenen Glücksfällen der ja nicht gerade armen Erinnerungsliteratur. Lilli Jahn entstammte einer jüdischen Familie aus Köln. Sie war eine aufgeschlossene, fröhliche, sehr intelligente junge Frau, interessiert an Bildung und Kultur. Als sie sich in ihren späteren Mann, einen nicht-jüdischen Arzt verliebte, verfolgte sie recht zielstrebig eine feste Bindung. Die Familie lässt sich in der Provinz nieder, beide praktizieren in einer gemeinsamen Arztpraxis, während Lilli auch noch die Kinder versorgt. Lilli Jahns Alltag ist fröhlich und ausgefüllt, zuweilen auch anstrengend, da sie auch noch ihre persönlichen Interessen verfolgt und ihre Freundschaften pflegt. Als die Nazis an die Macht kommen, bekommt Lilli das recht schnell zu spüren. Sie darf ihren Beruf nicht mehr ausüben, Freunde ziehen sich zurück, sie wäre aber dennoch durch ihren Mann geschützt, der jedoch die Trennung herbeiführt, da er sich in eine jüngere Kollegin verliebt hat. Nicht nur diese persönliche Enttäuschung setzt Lilli sehr zu, für sie und ihre Kinder geht es nun um das blanke Überleben. Die Familie ist nun ungeschützt den immer grausameren Repressalien der Nazis ausgesetzt. Als Lilli Jahn in Haft genommen wird, spricht sie ihren Kindern in ihren wirklich sehr zu Herzen gehenden Briefen Mut zu. Dabei ist es auch Lilli inzwischen klar, dass sie wohl deportiert werden wird. Sie kämpft, um ihren Kindern ein ähnliches Schicksal zu ersparen... Dieses Buch basiert vor allem auf den Briefen Lilli Jahns. Da sie einer Generation entstammte, in der Briefe noch zum allgemeingültigen Kommunikationsmittel gehörten, war sie eine fleißige Briefeschreiberin, die mit der Feder umzugehen verstand. Ihre vielen Mitteilungen an Freundinnen, Familie und ihren späteren Mann sind geistreich, pointiert und sprechen für sich. Mitunter ist es kaum auszuhalten, dass die Briefe, die im Anfang das Selbstbewusstsein und die Intelligenz dieser Frau widerspiegeln später immer verhaltener werden und versuchen, die Ängste und Sorgen zu vertuschen, die alsbald zu Lilli Jahns Alltag gehören. Martin Doerry ist ein Chronist, der sich selbst vollkommen zurück nimmt. Zwar erfährt der Leser von den Umständen, die ihn gemeinsam mit seiner Familie bewogen haben, das Schicksal seiner Großmutter öffentlich zu machen. Aber er lässt ansonsten allein Lillis Weg für sich sprechen, in einer Form, die den Leser sehr lange noch berührt. Ein sehr kostbares Buch! |
|
|
Im Stahlmantel: Als U-Boot-Fahrer an Bord von U 505 von Hans Jacob Göbeler, John VanzoBroschiert von Ullstein TbPreis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 8,05 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3548269990, Erscheinungsdatum: Januar 2009 |
4 Kundenrezensionen:Sehr lesenswert 5 von 5 PunktenAus meiner Sicht machen insbesondere 2 Dinge dieses Buch sehr lesenswert. Erstens listet hier kein ordenbehangener Kommandant seine Versenkungserfolge auf, sondern hier schreibt ein damals 19 jähriger Maschinengefreiter sein Leben als Soldat der Kriegsmarine und U-Bootfahrer nieder und das in einer sehr lebendigen und selten zu findenden detaillierten Form. Die Beschreibungen seiner Handlungen, der Nöte und Ängste auf den Feindfahrten sowie der wenigen Freuden beim Land- und Heimaturlaub kommen sehr gut rüber. Zweitens ist es sehr interessant, über die extrem unterschiedlichen Charaktere der 3 Kommandanten zu lesen. Zuerst der ruhige souveräne Kaleu Loewe, der auch erfolgreich war und von seiner Besatzung geschätzt wurde. Dann Kaleu Zschech, der mit Willkür und Strenge, aber nicht mit Führungsqualitäten aufwartete und sich seiner Verantwortung während eines schweren Wasserbombenangriffs durch Selbstmord entzog. Zuletzt der mit über 40 Jahre recht alte Reserveoffizier Lange, der als Führungskraft korrekt, aber insgesamt glücklos war. Ein besonderes Boot mit einem besonderen Schicksal, beides in diesem Buch besonders gut beschrieben, darum besonders lesenswert! Volle 5 Sterne! Spannender Tatsachenbericht 5 von 5 PunktenEs gibt einige Bücher und Filme betreffend der Geschichte von U 505. Dieses Buch unterscheidet sich sehr von vielen anderen Berichten von deutschen U-Bootfahrern, meist Kommandanten, im 2 WK. Es ist ein toller Bericht von Hans Göbeler der bis zur Aufbringung von U 505 seine Dienste in der Zentrale des U-Bootes leistete und gibt einen tollen Einblick in die damalige Sichtweise eines ehemaligen U-Bootfahrers mit Mannschaftsdienstgrad. Ich kann dieses Buch wirklich nur empfehlen und es ist meiner Meinung nach in einem Zug mit Wolfgang Hirschfelds "Feindfahrten - Logbuch eines U-Bootfunkers" und mit "Das Boot U 188. Zeitzeugenbericht aus dem Zweiten Weltkrieg" von Klaus Willmann zu nennen. Im Stahlmantel 5 von 5 Punktenwer sich für den u boot krieg interessiert und die schicksale der u boot fahrer sollte das buch lesen Ehrliche Reportage eines Ubootfahrers 5 von 5 PunktenDer Autor ist im Mannschaftsdienstgrad bis zum Zeitpunkt etwa der Invasion der Alliierten auf U505 mitgefahren. Dann wurde das Boot von einer amerikan. Spezialeinheit aufgebracht und fiel ihnen fast intakt-wie wertvoll- in die Hände. Dies beruhte auf der Eigenart der bereits geschwächten Befehlskette: dem scherverwundeten Kommandanten war es (mit Recht) wichtiger, die Besatzung zu retten, als ohne jede Rückabwicklungsmöglichkeit beim Verlassen des Boots im Kampf "todsicher" von der Wasseroberfläche zu verschwinden. Das Wertvolle an dem Buch finde ich aber vor allem die Schilderung des Autors aus dem direkten Ereben heraus, wie es sich in voller Dramatik in sein Gedächtnis eingebrannt hat. Nur wenige Autoren können-nach so langer Zeit- noch die Einzelheiten für sich und die Nachwelt in dieser dramatischen Form rekonstruieren. Das Schicksal des Bootes U505 ist exemplarisch für den Verlauf des Uboot Krieges: Ein Bootsschicksal als Repräsentant für das Schicksal dieser Ausnahmetruppe insgesamt, so könnte man sagen. Der Autor schildert u.a. - seinen Dienst in der "Zentrale" von U505 unter 3 Kommandanten, wie sie unterschiedlicher nicht sein konnten. Auch das macht das Buch vielseitig und interessant. Wie nahmen die Kommandanten unter so einer Ausnahmesituation eines Seekrieges ihre Aufgabe wahr? Waren der eine oder andere sogar-auf ihre ganz eigene Art- "Pädagogen"? Das Buch gibt interessante Einblicke, auch für die jüngere Generation, die nicht wie ich, der Schreiber dieser Zeilen und Sohn ebenfalls eines Ubootfahrers ganz unmittelbar vom Geschehen betroffen und "gehtroffen" ist. U256 |
|
|
Erinnerung an die Tiger-Abteilung 503: Die schwere Panzerabteilung 503 an den Brennpunkten der Front in Ost und West von Franz W. Lochmann, Richard von Rosen, Alfred Rubbel, Rolf SichelGebundene Ausgabe von FlechsigPreis bei Amazon: EUR 49,95, Angebote ab EUR 45,50 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3881897798, Erscheinungsdatum: November 2008 |
5 Kundenrezensionen:Ausgezeichnet ! 5 von 5 PunktenDieses Buch hat mir sehr gefällt. Als Franzose habe ich es mit viel Spass gelesen. So habe ich viel über die Kämpfe bei uns in der Normandie gelernt. Es ist klar, dass die tapfere deutsche Soldaten, die in dieser berühmten Einheit dienten, keine Ahnung davon hatten, was sie erwartete. Besonders die schreckliche Angriffe von Bomber. Dieses Buch kann ich auch nur empfehlen. Il faut toujours reconnaître la valeur où elle est. Die Krönung der Tiger-Bücher 5 von 5 PunktenMan muß dem Verlag Respekt zollen! Anstatt wie leider so allgemein üblich einen lieblosen Reprint auf den Markt zu werfen, wurde wirklich Mühe und Arbeit investiert, eine komplett überaberbeitete neue Ausgabe zu erschaffen. Und das ist wohl so ziemlich auf jeder Ebene gelungen.Vielleicht eine DER Bucherscheinungen des Jahres, jedenfalls nach meinem Dafürhalten. Mein Exemplar wurde mir von einem Veteranen dieser Einheit regelrecht aus der Hand gerissen, und das obwohl er eine der damaligen "Originalausgaben" daheim hat. Wenn der Verlag so weitermacht werden sie auf diesem Sachgebiet glatt zur Nr.1. Weiter so! Empfehlung für Kenner und Interessierte 5 von 5 PunktenDas Buch ist im Wesentlichen für Kenner der Materie und für Interessierte, die sich mit der damaligen Zeit im Allgemeinen und im Speziellen mit der Panzerwaffe Tiger 1 auseinander setzten wollen. In einer gelungenen Mischung aus aufgelisteten Tabellen, nüchternen Darstellung der erlebten Situationen,persönlichen Eindrücken und Erlebnissnen wird der Leser mit der Realität dieser Zeit konfrontiert. Der Inhalt wird ohne Verherrlichung wieder gegeben und gerade durch die neutrale Darstellung wird dem Leser die Dramatik der Umstände in oft beklemmender Weise nahe gebracht. Der Band ist mit vielen interessanten Bildern illustriert und vermittelt dadurch so die Geschehnisse der damaligen Ära in einer autentischen Art und Weise. Auf jeden Fall empfehlenswert. Ausgezeichnete Arbeit 5 von 5 PunktenDas Buch über die TIGER - Abteilung zeugt von Kompetenz und darf ruhig als Standardwerk zur Geschichte der deutschen Panzerwaffe eingestuft werden. Mit diesem Werk hat der Flechsig Verlag ein Meisterwerk geschaffen. Sehr gutes Buch für Panzerinteressierte 5 von 5 PunktenHabe das Buch mit sehr viel interesse gelesen und bin beeindruckt von der Fülle der Berichte und den Fotos. Hier wird gezeigt was so eine schwere Panzerabteilung zu leisten im Stande ist , auch wenn der Gegner zahlmäßig oft überlegen ist, wenn entsprechendes Personal und Logistik (Transport , Versorgung , Reperatur u.s.w.) vorhanden ist. Alles zusammen ist dieses Buch ohne Abstriche für jeden Panzerinteressierten sehr zu empfehlen. (Warte jetzt noch auf das Buch von Alfred Rubbel , das wohl erst nächstes Jahr erscheinen wird.) Tom |
|
|
Vergiss die Zeit der Dornen nicht: Ein Soldat der 24. Panzerdivision erlebt die sowjetische Front und den Kampf um Stalingrad von Günter K. KoschorrekGebundene Ausgabe von FlechsigPreis bei Amazon: EUR 14,95, Angebote ab EUR 13,85 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3803500168, Erscheinungsdatum: Oktober 2009, Auflage: 1., verb. Aufl. |
5 Kundenrezensionen:hanna 5 von 5 PunktenEin sehr gutes Buch. Es beschreibt den Krieg aus der Sicht eines einfachen Soldates. Ich kann nur weiter empfehlen. Anstrengend geschrieben,aber interessant 3 von 5 PunktenDieses Buch ist ohne Frage sehr authentisch, und beschreibt den Krieg in all seinen grausamen Facetten. Allerdings empfinde ich es als schwer zu lesen. Der Autor wechselt ständig (von Satz zu Satz oftmals!) zwischen Präsens und Präteritum. Spätestens in der Mitte von "Vergiss die Zeit der Dornen nicht" zieht sich die Beschreibung arg hin und es wird leicht eintönig. Gegen Ende ändert sich das wieder und der Leser verschlingt das Buch regelrecht. Normalerweise würde ich diesem Buch 5 Sterne geben, aber der Schreibstil ist einfach unzumutbar. Bei 200 Seiten wäre das noch gegangen, aber 500 in dieser Form sind zu viel. Allen, die sich überlegen, dieses Buch zu kaufen, empfehle ich ausdrücklich "Saat in den Sturm", dort gibt es einen wunderbaren Schreibstil und auch insgesamt empfinde ich es als deutlich spannender. Extrem Spannend 5 von 5 PunktenIch kann nur jeden der sich für solche Geschichtserzählungen interessiert, dieses Buch nur wärmestens empfehlen. Der Autor schildert seine Erlebnisse sehr Detailgetreu und geht vor allem auf die für ihn entscheidensten Momente in diesem Krieg ganz besonders genau ein. Vor allem im Panzerabwehrkampf vor Stalingrad und der anschließenden Flucht und dem Todeskampf dachte ich, man liegt und kämpft neben ihn. Sehr erschütternd und doch auch ergreifend. Die einfache Erzählweise, auch durch die vorgebene Tagebuchform auf die er seine Erinnerungen stützt, ermöglichen einem das Buch innerhalb von 2-3 Tagen das Buch durchzulesen obwohl es sehr umfangreich ist. Für diejenigen die gedient haben, liest es sich einfacher da man die Armeebegrifflichkeiten intus hat und für das Verstehen auch wichtig sind. Da hat sich mein Wehrdienst von 9 Monaten doch gelohnt :-). Für alle anderen ist ja das Anhangsverzeichnis da. Danke dem Autor für diesen Augenzeugenbericht der nichts beschönigt und viele Facetten des Krieges in jedweder Hinsicht aufzeigt. Habe 2003 Abitur gemacht und für mich sollte sowas Pflichtlektüre im Geschichtsunterricht sein, für die ganzen Computernoobs die gerne Krieg spielen aber Ziwi machen und denken vom krieg nur annährend eine Ahnung zu haben und sich ne Meinung darüber bilden zu können. wahnsinn`s biographie 5 von 5 Punkteneines der besten und mitreißendsten bücher die ich känne jeder der "saat in den sturm" gelesen hat wird auch um diese biogaphie eines mannschaftsdienstgrades nicht herum kommen. Pflichtlektüre 5 von 5 PunktenHammer Buch! Mitreißend und spannend! Wer an dem Thema ineressiert unbedingt lesen! Besser als jeder Film! |
|
|
Wir Kinder der Kriegskinder: Die Generation im Schatten des Zweiten Weltkriegs von Anne-Ev UstorfGebundene Ausgabe von Herder, FreiburgPreis bei Amazon: EUR 19,95, Angebote ab EUR 15,99 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3451298147, Erscheinungsdatum: Januar 2010, Auflage: 5., Aufl. |
5 Kundenrezensionen:Wir Kinder der Kriegskinder 4 von 5 PunktenSehr interessante Darstellung der transgenerationalen Probleme. Das Buch analysiert die Probleme und verdeutlicht sie sehr gut anhand von sogenannten Falldarstellungen von Einzelschicksalen. Endlich Antworten 5 von 5 PunktenDieses Buch war wie eine Offenbarung. Ich habe mich so sehr wiedererkannt, es war schon fast unheimlich. Und es hat ganz neue Gedankengänge in Gang gebracht, ganz neue Antworten bereit gestellt für Fragen, auf die ich mir lange Jahre keinen Reim machen konnte. Es ist so Vieles klarer geworden. Ich bin sehr froh, dass meine Generation als Kriegsenkel endlich einen Namen hat, dass unsere Probleme, die keine Ursache zu haben scheinen, endlich thematisiert, analysiert und erklärt werden. Die in dem Buch dargestellten Fälle sind keine Ausnahmen, sondern spiegeln ein Massenphänomen wider, dessen Ausmaß uns noch gar nicht klar ist. Ich habe sehr viel davon mitgenommen und kann die Lektüre nur wärmstens weiterempfehlen. Wichtiges Thema 2 von 5 PunktenDas Thema des Buches ist wichtig und das Vorhaben der Autorin ist sehr löblich. Allerdings finde ich das Buch wenig tiefgründig. Es werden viele Fälle dargestellt und beschrieben. Aber alles scheint etwas locker aus der Feder geflossen zu sein - gerade an solchen Stellen an denen man gern nachhaken würde. Hier wäre eine wissenschaftlichere und substanziellere Arbeit notwendig. Die Kapitel fügen sich nicht zu einer klaren Linie, alles ist irgendwie zusammengeschrieben. Dadurch entsteht leider das Gefühl, dass ein wichtiges Thema lediglich angerissen wurde. Für die Wahl des durchaus gesellschaftlich wichtigen Themas durch die Autorin gebe ich aber dennoch zwei Punkte. Berührend und hochspannend 5 von 5 PunktenIch bin selbst ein Kind von Kriegskindern und habe mich in vielen dieser Geschichten wiedererkennen können. Das Gefühl von Heimatlosigkeit, das Gefühl, an den Ängsten und Mangelerfahrungen der Eltern selbst noch zu tragen zu haben ... das kenne ich gut. Die Autorin verliert sich aber nicht in den biographischen Geschichten sondern stellt auch noch die aktuellen psychologischen Forschungen zu diesem Thema dazu, das hat mir besonders gut gefallen. Für mich sehr aufschlussreich, ich werde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen. Danke. Generationenprobleme 4 von 5 PunktenDie Beschreibungen in diesem Buch sind so verständlich und so gut, wie ich mir das beim Kauf zwar gewünscht aber nicht geglaubt habe. Es macht Vieles für mich persönlich viel verständlicher und ist mir eine große Hilfe. |
|
...
Impressum
• Kontakt
• Startseite
• Produktkategorien
• Geschenkgutscheine
•
Auf diesen Link bitte nicht klicken Webentwicklung Bollywood Spiele Astro
Auf diesen Link bitte nicht klicken Webentwicklung Bollywood Spiele Astro
Gewisse Inhalte, die auf dieser Website erscheinen, stammen von AMAZON EU SARL.
Diese Inhalte werden so, wie sie sind zur Verfügung gestellt und können jederzeit geändert oder entfernt werden.



