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Produkt-Bild: Eva Braun: Leben mit Hitler

Eva Braun: Leben mit Hitler von Heike B. Görtemaker

Gebundene Ausgabe von C.H. Beck
Preis bei Amazon: EUR 24,95, Angebote ab EUR 18,99

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3406585140, Erscheinungsdatum: Februar 2010, Auflage: 1
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5 Kundenrezensionen:

Auch, wenn die Autorin das Gegenteil glaubt,...
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
...die Tatsachen sprechen doch eher dafür, dass Hitler schwul war.

> 1915 kämpfte der junge Adolf Hitler als Meldegänger an der Front in Frankreich. Ein Kriegskamerad, Hans Mend, gab Jahre später zu Protokoll, was er selbst gesehen hatte: "Hitler lag mit Schmidl, seiner männlichen Hure, nachts zusammen."

Die Recherchen zu Eva Brauns Leben bringen Leben in diese bisher relativ unbekannte Person, die nun nicht mehr als "ahnungsloses Dummchen" dasteht, sondern als jemand, die vermutlich sehr wohl wusste, was während der Zeit ihres Zusammenseins mit Hitler politisch vor sich ging.

Die anscheinend hörige und Hitler ergebene Braun war auch für das Bild des Diktators nach außen wichtig. Die in der Nazi-Ideologie verbotene Homosexualität konnte so vertuscht werden, genauso wie Hitler so die Gefolgschaft großer Teile des Volkes - Frauen wie Männer - wesentlich sicherer war.
Gut recherchiertes Buch
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
über Hitler und sein Umfeld. Gute Zusammenstellung der Nazizeit. Für mich jedoch gar nichts Neues und schon gar keine neuen Erkenntnisse über das Leben mit Eva Braun.
"Eva Braun. Ihr Pakt mit dem Bösen....."
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
.....so lautete die in großen roten Lettern geschriebene Titelstory der siebten Ausgabe des Hamburger Wochenmagazins "Stern", die am 11. Februar 2010 in den Vekauf gelangte. Der kleinformatige, in schwarz geschriebene Untertitel lautete: "Die neue Sicht auf Hitlers Geliebte". Das gesamte Cover wurde beherrscht durch ein Porträtfoto der Protagonistin. Ein weitaus kleineres Bild in der rechten unteren Ecke zeigte ihren uniformierten und mit dem EK II dekorierten Auserwählten. Die mehrseitige Titelstory startete auf Seite 73 und schloß mit einem Hinweis auf das zwei Tage zuvor erschienene "Eva Braun. Leben mit Hitler" von Heike B. Görtemakers.....

...in dem Eva Anna Paula Braun, die nur für einen Tag den Namen Hitler tragen sollte, nicht mehr die Rolle einer bloßen historischen Randfigur oder ein tragisches Frauenschicksal verkörpert. Die Autorin geht nicht nur der Frage nach, wer diese Frau eigentlich war, sondern auch der dadurch eröffneten Sicht, die sich durch Eva Braun auf den "Jahrhundertverbrecher" gewinnen lässt (Seite 11). Hierzu wird ihr soziales, kulturelles und politisches Umfeld näher betrachtet. So entsprach ihr Lebensstil ganz und garnicht dem von der NS-Ideologie propagierten "Leitbild für die deutsche Frau", die vor allem Mutter zu sein und ihrem Mann brav den Haushalt zu hüten hatte. Sie hingegen wollte (wie auch Hitler) keinesfalls eigene Kinder, liebte jedoch Mode, Film und Jazz (!) und las sogar nach 1933 in Deutschland verbotene Werke von Oscar Wilde. Jung, blond, sportlich und lebenslustig bot sie zudem ein Bild, das demjenigen Hitlers auch optisch diamentral entgegen stand.....

Heike B. Görtemaker zeichnet den Weg und nennt die Faktoren, die aus einem 17jährigen Mädchen aus kleinbürgerlichen Verhältnissen eine kompromißlose Verfechterin einer unbedingten Treue werden ließen. Die Autorin kommt u. a. zu dem Ergebnis, dass Eva Braun keinesfalls als gänzlich unpolitisches Blondchen betrachtet werden kann. Denn auch im engeren Kreis des NS-Diktators habe es keine "private Sphäre", in der nicht über Politik gesprochen wurde und in der die NS-Ideologie keine Rolle gespielt hätte, gegeben. Daher geht Görtemaker davon aus, dass auch Eva Braun - wie alle Frauen in Hitlers Umkreis - die antisemitischen und rassistischen Ansichten und die aggressive Kriegspolitik der NS-Ideologie teilte. Auch eine sexuelle Beziehung zwischen Braun und dem 23 Jahre älteren Hitler steht für die Autorin außer Frage.

"Fräulein" Braun wurde der Öffentlichkeit vorenthalten, da sie nicht in das von der Propaganda gezeichnete Bild des "Führers" passte, der schließlich nur "mit dem deutschen Volk verheiratet" gewesen sei. Für ein priviligiertes Leben in Luxus mit Reisen und teuren Kleidern und gelegentlicher Nähe als Fotauf dem "Berghof" nahm sie dies jedoch in Kauf. Die Eheschließung am 29. April 1945 markierte das Ziel ihrer Scheinwelt, die am Tag darauf mit dem doppelten Suizid ihr endgültiges Ende finden sollte.

Die wissenschaftliche Fleissarbeit Görtemakers offenbart sich in einem Anhang, zu dem neben einem Nachweis für zahlreiche (vornehmliche schwarz-weisse Fotos) und einem Personenregister auch ein 67seitiges (!) Anmerkungs-, Quellen- und Literaturverzeichnis gehört.

5 Amazonsterne für ein mit Spannung zu lesendes historisches Sachbuch, das auch jene, in der bisherigen "Erinnerungsliteratur" weniger oder überhaupt nicht betrachtete "private" Aspekte beleuchtet, in den historischen Gesamtkomplex einbettet und daher auch an keiner Stelle den Blick auf die NS-Verbrechen vergessen lässt.
Mitunter aufschlussreiche Bilder
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Dem Leben der Eva Braun ist die Erfüllung ihres Wunsches gerecht geworden.
Sie hat den zum Mann bekommen, den sie wollte
Was wird uns mit diesem Buch wiederum geboten?
Eine Abfolge von Ereignissen, die wir zum Teil schon kennen und immer wieder schütteln wir Leser den Kopf ob derartiger Naivitäten, die nebenbei erwähnt werden.
Natürlich ist die historische Forschung daran interessiert, wie Privates und Intimes gerade aus dieser angesprochenen Zeit zu interpretieren ist, aber die Öffentlichkeit wartet immer noch auf wirklich Pikantes.

Nehmen wir zum Beispiel die Bilder aus diesem Buch, so kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass sich deutsche Eigentümlichkeit in allen Belangen zeigt, Ausnahme vielleicht das Bild auf Seite 127, es zeigt ein relativ skeptisches Gesicht von Margarete Speer, aber was soll das schon bedeuten?
Mode der Zeit, etwas Militärisches immer dazwischen, Belanglosigkeit auf vielen Bildern und Seiten und doch das Verbrechen hinter allem, das grausame Kriegsgeschehen und die Brutalität der Ausrottung von anders denkenden Menschen, die man dazu noch rassisch in die Ecke stellte.
Dabei ging es doch nur um Macht und Ausübung derselben auf deutsche Art, also gewachsenermaßen gründlich.

Und unter welchen Umständen, das wäre vielleicht noch zu loben in diesem Buch,
denn auf Seite 218 sehen wir einen verzückten Machthaber vor dem Linzer Stadmodell mit geradzu häschenhaften vor Freude zitternden Händchen, wir wir ihn vielleicht noch nicht gesehen haben.
Hätte man ihn doch seinerzeit aufgenommen in die Akademie, meinetwegen als naiven
oder wie auch immer Maler, das hätte ihm und auch uns besser getan.
Wie gesagt, nichts Neues, soweit ich sehe, aber gute Bilder.
"Ich möchte eine schöne Leiche sein, ich nehme Gift"
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
...soll Eva Braun bei einer der nächtlichen Teerunden im Führerbunker gesagt haben - kurz vor ihrem Selbstmord, gemeinsam mit Hitler.

Eva Braun, die Frau an Hitlers Seite, sorgt bis heute für zahlreiche Spekulationen. Ist sie das dümmliche Blondchen, das "Tschapperl", das Hitler so gerne mochte, weil sie hübsch, naiv und treu war? Weil sie ihn bedingungslos liebte und vergötterte? Und was genau lief da eigentlich zwischen Frau Braun und ihrem Liebhaber?
Eva Braun hat für eine rege Legendenbildung gesorgt. Kaum zu glauben, dass die Geliebte Hitlers zu Lebzeiten nur dem handverlesenen "inneren Kreis" um den "Führer" bekannt war. Als kurz nach Kriegsende die Nachricht in Umlauf gelangte, dass Hitler eine Geliebte gehabt (und zwar eine leibhaftige und nicht etwa das ständig zitierte "deutsche Volk"!) und diese sogar noch geheiratet hätte, gingen die meisten von einem "Latrinenwitz" aus, einer Verschwörung, die den Führer beschmutzen wollte o.ä.

Die Historikerin Heike B. Görtemaker hat sich nun auf Spurensuche begeben. Mit diesem Buch legt sie die erste quellenkritische Monographie über Eva Braun vor. Die in den späten 60er Jahren entstandene Biographie vom türkisch-amerikanischen Journalisten Dr. Nerin Emrullah Gün (in den USA später in Gun umbenannt) wird hier kritisch hinterfragt. Görtemaker analysiert die Vorgehensweise Guns und stellt bald fest, dass sie wissenschaftlichen Maßstäben nicht gerecht wird - so basieren seine Ausführungen weitgehend auf den Angaben von Verwandten und Bekannten, die freilich die eigene Rolle zur Zeit des Nationalsozialismus gehörig beschönigen wollen. Das Familienleben der Brauns gestaltete sich beispielsweise bei Weitem nicht so harmonisch, wie das bei Gun nachzulesen ist (auf den Aussagen der Mutter Eva Brauns basierend). Die Eltern waren sogar zwischenzeitlich geschieden, mussten sich aus finanziellen Gründen in Zeiten der Hyperinflation allerdings wieder zusammentun.

Görtemaker hat verschiedene Archivalien, Briefe u.v.m. ausgewertet und in ihre Darstellung mit aufgenommen. Bald wird klar - und die Autorin leugnet das auch nicht - dass genaue Aussagen zum Privatleben Hitlers kaum möglich sind. Kurz vor seinem Tod gab er nämlich noch die Vernichtung aller persönlichen Unterlagen in Auftrag.
Doch trotz dieser prekären Quellenlage ist der Historikerin ein spannendes und informatives Buch gelungen, das ich innerhalb von kürzester Zeit verschlungen habe. Die Autorin kann durch fundiertes historisches Wissen (nicht nur zu Eva Braun) überzeugen. Auch ihr Schreibstil ist sehr gut lesbar. Als Leser bekommt man einen hervorragenden Einblick in die damalige Zeit, in die Geschehnisse auf dem Berghof, in Berlin und in München, wo Hitler seine 23 Jahre jüngere Freundin kennen gelernt hatte. Man erfährt etwas über die Beziehung zwischen Hitler und Braun, darüber, dass die junge Frau an der Schwelle zum Erwachsenwerden schon so "verrückt" nach ihrem älteren Geliebten war, dass sie mehrfach einen Selbstmord inszenierte, um seine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.
Außerdem wird hier mit vielen Gerüchten aufgeräumt, so z.B., dass Hitler mit Frauen nie über Politik gesprochen hätte. Auf dem Berghof ging es bei Weitem nicht nur um "Hundezucht, Ernährungsfragen und Kunst" - diese nachträglichen Behauptungen von Zeitgenossen sind reine Schutzbehauptungen.
Eva Braun wusste sehr wohl über viele Dinge Bescheid - und akzeptierte sie. Bis zum Schluss, denn wie Hitler war sie bis zu ihrem Tod der Überzeugung, dass es nur eines gebe: Alles oder eben nichts.

Obwohl das Buch wissenschaftlich korrekt erarbeitet wurde, ist es kein bisschen trocken oder langweilig. Manchmal musste ich sogar laut lachen, z.B. wenn es um posthume Gerüchte um Hitler und seine Frau geht. So ging der US-Geheimdienst z.B. ernsthaft der Behauptung nach, dass Hitler gemeinsam mit Eva Braun und Martin Bormann ein Cafe in Amsterdam eröffnet hätte :)
Oder Görtemaker zitiert Robert Ley, der über den gelernten Landwirt Bormann gesagt haben soll, er wäre ein "ungeschlachteter (sic!) Bauer" gewesen. Da kann man sich ein Lächeln nicht verkneifen...

Die vielen Fotografien ergänzen den Text hervorragend. Sie spiegeln Stimmungen wider, die z.B. auf dem Berghof herrschten. Fotos sind hier allein schon deshalb unerlässlich, weil Eva Braun Fotolaborantin war und Hitler im Münchner Laden ihres Arbeitsgebers, Heinrich Hoffmann (Hitlers Leibfotograf) kennen gelernt hatte. Braun hat immer viel fotografiert und gefilmt, oft auch um sich von angespannten Situationen abzulenken.

Fazit: Das Buch ist eine spannende und informative Möglichkeit, sich über ein Thema zu informieren, das sicherlich viele Menschen interessiert: Hitlers Privatleben. Gut, dass Görtemaker hier wissenschaftlich gearbeitet hat. Auf diese Weise bleiben zwar einige Leerstellen, aber alles andere gehört nun mal ins Reich der Fantasie...
Sehr zu empfehlen!
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Produkt-Bild: "Mein Kriegsende". Zeitzeugen aus Niedersachsen erinnern sich

"Mein Kriegsende". Zeitzeugen aus Niedersachsen erinnern sich von Angela Kröger, Kurt Behrendorf, Otto Bleeck

Gebundene Ausgabe von Schlütersche
Preis bei Amazon: EUR 4,99, Angebote ab EUR 3,00

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3899937112, Erscheinungsdatum: April 2005, Auflage: vergriffen, keine Neuauflage
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2 Kundenrezensionen:

Interessante Sammlung verschiedenster Schilderungen
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Das Buch beinhaltet mehrere kurz gehaltene Erinnerungen von Niedersachsen, die das Kriegsende zumeist als Jugendliche oder gar als Kinder erlebten. Nachdem ich das Buch gelesen habe, war mir schon ersichtlich, warum diese Generation auch als "Hamster-Generation" bezeichnet wird. Viele Geschichten beinhalten neben den Kriegserinnerungen auch auf die Schwierigkeiten bei der Lebensmittelversorgung oder der allgemeinen Versorgung mit den täglich Notwendigen Dingen.
Insgesamt ist dies eine sehr interessante Auflistung von Zeitzeugen-Berichten auf dem Weg zum Kriegsende 1945.
Unglaublich packend
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Das Buch ist unglaublich packend, ich hätte es am liebsten in einem Stück gelesen! Diejenigen, die das Kriegsende erlebt haben, berichten hautnah von ihren Erlebnissen - von dramatisch bis heiter.
Leider ist die Anzahl der Geschichten auf rund 30 beschränkt, da hätten es gerne noch mehr sein können!
Zu den Geschichten gibt es zahlreiche Fotos aus der Kriegszeit, die die einzelnen Passagen noch deutlicher wirken lassen. Am Ende einer jeden Geschichte ist ein aktuelles Bild des- bzw. derjenigen, die diese Geschichte erlebt hat - eine schöne Idee!
Ich kann "Mein Kriegsende" nur weiterempfehlen!
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Produkt-Bild: Fragen an das MfS: Auskünfte über eine Behörde

Fragen an das MfS: Auskünfte über eine Behörde von Werner Großmann, Wolfgang Schwanitz (Herausgeber)

Broschiert von edition ost
Preis bei Amazon: EUR 17,95

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3360018133, Erscheinungsdatum: Februar 2010, Auflage: 1
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2 Kundenrezensionen:

Gutes und längst überfälliges Buch!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Durch die Medien aufmerksam gemacht, habe ich mir dieses Buch gekauft. Die Autoren geben sich größte Mühe, Fragen und Klischees über die ehemalige Staatssicherheit objektiv zu beantworten.
Besonders erwähnenswert sind die vielen Vergleichsbeispiele, welche die Arbeit dieser ehemaligen Behörde mit der anderer ausländischer Dienste vergleichen.
Hervorragende Objektivität
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Habe mir das Buch gleich nach seinem Erscheinen gekauft und bin begeistert. Endlich mal keine Indoktrinierungsversuche im Rahmen der einzig akzeptierten öffentlichen Meinung, sondern eine sehr selbstkritische, unverklärte und damit objekte Rezension zur Geschichte und Arbeit des MfS. Kurzweilig und interessant. Volle Empfehlung.
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Produkt-Bild: Ganz unten. Erweiterte Neuauflage: Mit einer Dokumentation der Folgen

Ganz unten. Erweiterte Neuauflage: Mit einer Dokumentation der Folgen von Günter Wallraff

Taschenbuch von Kiepenheuer & Witsch
Preis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 1,18

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3462019244, Erscheinungsdatum: 1992, Auflage: Erw. Neuaufl.
Zoom ± Produkt-Bild: Ganz unten. Erweiterte Neuauflage: Mit einer Dokumentation der Folgen

Aus der Amazon.de-Redaktion


Dunkle Kontaktlinsen, ein schwarzes Haarteil und gebrochenes Deutsch reichen aus, um das Ausmaß der beruflichen und gesellschaftlichen Diskriminierung zu erfahren, die Millionen sogenannter Ausländer täglich widerfährt. Zwei Jahre lang (von 1983 bis 1985) war Günter Wallraff Ali Levent, ein Türke, der kein Türkisch spricht. In seiner Odyssee durch die Arbeitswelt fängt er zu sieben Mark die Stunde in einem Reitstall bei Köln als "Drecksarbeiter" an, wird bald des Diebstahls bezichtigt und kündigt wegen der andauernden Repressalien. Auf einem Bauernhof wird er wie ein Nutztier gehalten, darf nicht in die Stadt, um den Hof nicht in Verruf zu bringen. Um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren, nimmt er jede Arbeit an. Er besucht Kneipen -- wo ihm Haß und Ablehnung entgegenschlagen -- und den politischen Aschermittwoch der CSU: Als Türke Ali Levent wird er von den "gemütlichen" Bayern zwar nicht zum Bier eingeladen ("Geh, schleich dich, aber hurtig!" -- "Wißt ihr net, wo ihr hiegehört?"), als angeblicher Vertreter des türkischen Faschisten-Chefs Türkes ("Tod allen dreckigen Juden, kommunistischen Hurensöhnen und griechischen Hunden!") bekommt er jedoch von Franz-Josef Strauß persönlich einen unterschriebenen Bildband ("Für Ali mit herzlichem Gruß"). Man muß eben unterscheiden zwischen erwünschten und unerwünschten Ausländern, wie es ein CSU-Politiker kürzlich formulierte.
Bei einem Fußball-Länderspiel verleugnet Wallraff alias Levent seine Scheinexistenz, da er sonst um sein Leben fürchten muß -- Neonazis grölen "Sieg heil", "Deutschland den Deutschen", "Türken raus" und werfen "Ali" Zigaretten ins Haar und gießen ihm Bier über den Kopf, obwohl der plötzlich Hochdeutsch spricht und nur noch die deutsche Mannschaft anfeuert. Als Bulettenbrater bei McDonald's sieht er zu, wie mit Toilettenputzlappen die Tische gewischt werden bzw. mit dem Grillschaber ein Klo gereinigt wird. Als Illegaler auf der Baustelle arbeitet er zehn Stunden am Tag unter ständigen Diskriminierungen und Ausgrenzungen und miserablen Arbeitsbedingungen. Er bemüht sich als bekehrungswilliger Moslem um die katholische Taufe, doch nur ein Priester in einer abschüssig gelegenen armseligen Dorfkirche gibt ihm den Segen -- unter Scheinargumenten versuchen die übrigen Pfarrer, ihn desto heftiger abzuwimmeln, je höher sie in der kirchlichen Hierarchie stehen. Beim Arzneimittelversuch stellt "Ali" am eigenen Leib fest, daß Marktzwänge auch Menschenversuche möglich machen.
Und seine schlimmsten und ausführlichsten Erfahrungen sammelt Wallraff als Lohnsklave, als Leiharbeiter bei Thyssen, vermittelt durch eine dubiose Vermieterfirma, die den Großteil seines Lohns einsackt und ihn unter erbärmlichen Bedingungen tage- und nächtelang schuften läßt. Die Schichten seiner Kollegen dauern bis zu 72 Stunden lang -- ohne Schlaf. Seine Gesundheit leidet aufgrund des ständig eingeatmeten Drecks, und er sieht sich gezwungen, mit einer List zum Chauffeur des Chefs der Leiharbeiterfirma aufzusteigen, wo er den Alltag eines modernen Sklaventreibers aus erster Hand beobachten kann.
Ganz unten ist erschütternd, es ist bewegend und sehr aufschlußreich. Spannend und provokant schildert Wallraff Praktiken, die normal und gängig waren und es teilweise heute noch sind, beschreibt eine Gesellschaft, in der die Diskriminierung in Wirtschaft, Medien und Politik fast schon institutionalisiert ist. Wer sich abseits einer Medienberichterstattung, die zumindest teilweise mit Fug und Recht als tendenziös bezeichnet werden kann, über die tatsächliche Arbeits- und Lebenswelt "ganz unten" informieren will, der muß dieses Buch gelesen haben. --Erik Möller
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5 Kundenrezensionen:

Beklemmend
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Eine Parallelwelt, die wir uns normalerweise nicht vorstellen können: Wie Menschen, die sich nicht recht wehren können, ausgebeutet werden, zeigt Wallraff im Selbstversuch. Den Kampf Menschenwürde gegen Profitgier hat die Würde auch schon in den 70ern klar verloren. Die immer härteren Bedingungen in der Arbeitswelt haben ihren Anfang schon vor 30 Jahren genommen, insofern ist das Buch auch heute aktuell.
Wie erniedrigend und schrecklich Menschen auch in Mitteleuropa der Gegenwart behandelt werden, zeigt Wallraff deutlich. Ein sehr empfehlenswertes Buch!
Erschütternd unten
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Alle, die Wallraff als linken Agitator verunglimpfen , sollen erst mal diesen Job machen; schauen, ob sie durchhalten; und dann weiter ihre Weisheiten absondern. Natürlich ist Wallraff links (Böll war es auch). Und natürlich sind beide von der rechten Presse so übel angegriffen worden, wie es eben Klassenkampf ist. Alle, die intelektuell urteilen können nicht mitreden. Ich wohl auch nicht (aber ich habe nach dem Abitur und während meines Studiums schon Güterwagen beladen, Straßen planiert, Obst geerntet, Büchereien abgestaubt, am Band punktgeschweißt, Obst verpackt, etc. - um mitreden zu können).
Es ist erschütternd zu lesen, wie Ausländer in Deutschland behandelt werden. Und wenn ich mir die Kommentare mancher meiner Nachbarn zu Ausländern anhöre (was sicher sozial nicht vergleichgbar ist), dann habe ich keinen Zweifel, dass Intoleranz und Rassismus grassierende Krankheiten unserer Gesellschaft sind. Das alles wird in diesem Buch unübertroffen realistisch und dramatisch vorgestellt. Es gibt keine Raum für Zweifel. Warum sollte so etwas jemand erfinden? Und dann kann man natürlich auf die Idee kommen, das sei nur in der Bergbau-Industrie so. Umso erschütternder der Bericht vom Bauernhof.
Wenn ich mir vorstelle, dass es in unserer Gesellschaft wieder zu Knappheit und Not kommt, dann graut mir vor den Folgen von Herrenmenschen-Mentalität und Intoleranz. Das Buch läßt keine Zweifel offen, dass die Mehrheit wieder mitmachen oder zumindest schweigen wird. Manchmal frage ich mich nach dem Wert meiner beiden akademischen Studienabschlüsse. Einen Wert haben sie: Kosmopolitisches Denken und Handeln. Ich werde jedenfalls rechtzeitig gehen, bevor mir und meiner Familie so etwas widerfährt.
Wer sich fragt...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
...warum sich in Deutschland Parallelkulturen und Ausländerghettos entwickeln konnten braucht nur dieses Buch zu lesen.
GANZ UNTEN ist nicht nur ein Bericht über die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen ausländischer Billigarbeiter (heute kann man noch 1-Euro-Jobber und Zeitarbeiter dazurechnen), sondern auch ein Beleg des in Deuschland grasierenden Altagsrassismus.
Wenn Menschen im letzten Dreck arbeiten müssen und schlecht bezahlt werden, während ihre Verleier sich an ihrer Arbeit Fett und Reich stoßen, können sie kein Verhältniss zu ihrem Land entwickeln, geschweige denn die Sprache ihrer neuen Heimat annehmen. So kann man in Wallraffs GANZ UNTEN auch die Anfänge der heutigen Parallelkultur der Ausländergemeinden erleben.
Geändert hat sich heute relativ wenig, nur arbeiten dank der Harzreformen heutzutage auch Deutsche Leiharbeiter unter menschenunwürdigen Bedingungen. Wallraff müsste sich heutzutage schon gar nicht mehr als Türke verkleiden, er könnte auch als Hans-Günther Schmidt anheuern.
Alt aber....
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Das erlebte ist zwar jetzt schon älter aber trotz dem schockierend was er über bestimmte Berufsfelder schreibt. Manche Dinge treffen vlt. heute auch nicht mehr zu z.B. die bestimmte Fast Foodkette aber trotzdem intressant!!!
Unbedingt Lesen - Ist wichtig
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich habe schon einige Bücher gelesen, aber keines hat mich bisher so in Mark und Bein erschüttert wie dieses. Und obwohl dieses Buch schon etwas älter ist, so hat sich wohl kaum etwas geändert.

Es ist sehr wichtig, dass die Deutschen und alle anderen die hier leben für dieses Thema sensiblisiert werden.

Wort reichen nicht, jeder muss bei sich selbst etwas tun.
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Produkt-Bild: Hitlers Klavierspieler: Ernst Hanfstaengl: Vertrauter Hitlers, Verbündeter Roosevelts

Hitlers Klavierspieler: Ernst Hanfstaengl: Vertrauter Hitlers, Verbündeter Roosevelts von Peter Conradi

Gebundene Ausgabe von Scherz Verlag, Frankfurt
Preis bei Amazon: EUR 6,99, Angebote ab EUR 4,10

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3502181373, Erscheinungsdatum: Sept. 2007, Auflage: 1., Aufl.
Zoom ± Produkt-Bild: Hitlers Klavierspieler: Ernst Hanfstaengl: Vertrauter Hitlers, Verbündeter Roosevelts

Aus der Amazon.de-Redaktion


Zu den schillerndsten Figuren im Umkreis Adolf Hitlers gehörte in den Zwanziger- und frühen Dreißigerjahren der weltläufige Harvard-Absolvent, Kunsthändler und in seiner Geburtsstadt München promovierte Historiker Ernst Hanfstaengl. Ihm hat der amerikanische Journalist Peter Conradi eine lesenswerte, akribisch recherchierte Biographie gewidmet.
Das Klavierspiel des von Freunden ?Putzi? genannten Hanfstangl schätzte Hitler ebenso, wie es Jahre zuvor in New York schon der damalige Senator und spätere US-Präsident Franklin D. Roosevelt getan hatte. In manch schwerer Stunde, etwa nach dem Selbstmord seiner Nichte Geli Rauball 1931, richtete er sich an seinem Spiel wieder auf -- vor allem das Tristan-Finale hatte es ihm angetan. Ohne das Eingreifen von Putzis amerikanischer Frau wäre der Name Hitler vielleicht sogar nur eine Fußnote der Geschichte geblieben: 1923 nämlich entwaffnete sie ihn, als er sich nach dem Scheitern seines Putschversuchs im Landhaus der Hanfstaengls in Uffing am Staffelsee erschießen wollte, um der drohenden Verhaftung zu entgehen.
Die anfangs beiderseitige Bewunderung Hitlers und Hanfstaengls war nicht von Dauer: Nach dem Röhm-Putsch 1934 kamen Hitlers Klavierspieler Zweifel an dem ?Führer? und seiner Partei, der er wegen seiner guten internationalen Kontakte als Auslandspresschef diente. 1937 setzte er sich ab, zunächst in die Schweiz und dann nach Großbritannien, wo er 1939 interniert wurde. Doch seine Bekanntschaft zu Roosevelt, derer er sich jetzt besann, sollte sich auszahlen. ?Putzi? konnte in die USA ausreisen und stellte sich dort in den Dienst der US-Regierung, für die er Joseph Goebbels? Propaganda analysieren und ein Psychogramm Hitlers erstellen sollte. Nach dem Krieg kehrte Hanfstaengl nach Deutschland zurück, wo er sich bei seinem Entnazifizierungsprozess theatralisch als früher Gegner des NS-Regimes gerierte und das Gericht unter anderem mit einer eidesstattlichen Erklärung aus der Feder Eleonore Roosevelts von seiner Unschuld überzeugte.
Conradis flüssig geschriebenes Buch rückt manches von dem zurecht, was sich Hanfstaengl an seiner Lebensgeschichte in seinem Memoirenband Zwischen Weißem und Braunem Haus zurechtgebogen hatte, mit dem er 1970, fünf Jahre vor seinem Tod, noch einmal auf sich aufmerksam machte. Wie immer man zu ihm stehen mag -- ein außergewöhnliches Leben hat er gelebt. -- Andreas Vierecke, Literaturanzeiger.de
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Eine Kundenrezension:

Ein Diener zweier Herren.
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Peter Conradis packende Biographie von Ernst "Putzi" Hanfstaengl war jedenfalls für mich eine Entdeckung. Ich glaubte bisher alles über Hitlers engste Berater und Spießgesellen zu wissen und hatte von Hanfstaengl nie etwas gehört. Dieser vielseitig gebildete Mann aus einer der angesehensten Familien Bayerns, der in Harvard studiert hatte und an der Fifth Avenue in New York eine bekannte Kunsthandlung führte, wurde durch eine Rede Hitlers in einem Münchner Bierkeller derart beeindruckt, dass er fortan als Topnazi zum engsten Führungskreis des späteren Diktators gehörte. Was wäre geschehen, hätte nicht Hanfstaengls Frau Helene Hitler daran gehindert, nach dem Putschversuch 1923 Selbstmord zu begehen? Die Welt sähe heute anders aus. Wie Hanfstaengl später aus einem Bewunderer Hitlers zu dessen Gegner wurde, auf verschlungenen Wegen wieder in die USA gelangte und dort Berater von Präsident Roosevelt wurde - das alles ist unbedingt lesenswert, auch für jene, die allmählich genug von Nazi-Literatur haben.
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Produkt-Bild: Die Arbeitslosen von Marienthal: Ein soziographischer Versuch über die Wirkungen langandauernder Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosen von Marienthal: Ein soziographischer Versuch über die Wirkungen langandauernder Arbeitslosigkeit von Marie Jahoda, Paul F. Lazarsfeld, Hans Zeisel

Taschenbuch von Suhrkamp
Preis bei Amazon: EUR 8,00, Angebote ab EUR 7,20

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3518107690, Erscheinungsdatum: Sept. 2007, Auflage: Neuauflage.
Zoom ± Produkt-Bild: Die Arbeitslosen von Marienthal: Ein soziographischer Versuch über die Wirkungen langandauernder Arbeitslosigkeit

4 Kundenrezensionen:

Wichtiger soiologischer Klassiker
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Meiner Meinung nach (und da stimme ich sicher in einen Kanon ein) ein heute nach wie vor interdisziplinär wichtiges Werk.
Erschütternde Aktualität
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
In Anbetracht des Strukturwandels im Ruhrgebiet mit dem dramatischen Rückgang von Arbeitsplätzen und der damit einhergehenden Folgen für die betroffenen Menschen besitzt das 1933 erschienene Buch von Marie Jahoda eine erschütternde Aktualität.
Zum nachdenken bewegend!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Die Arbeitslosen von Marienthal - So fast nichts sagend einfach dieser Buchtitel auch immer klingen mag, so viel größer und mächtiger ist der Inhalt dieser Literatur anzusehen.
Als ich dieses Werk las, erinnerte ich mich des Öfteren Erzählungen meiner Großeltern über deren Kindheitserlebnisse, etwa zur gleichen Zeit diese soziagraphische Untersuchung stattfand. Wer kann sich heute noch vorstellen, dass es zu einer Hauptmahlzeit lediglich eine Suppe gibt, und der eventuell vorhandene eine Bissen Fleisch dem Vater vorbehalten bleibt. Dass Arbeitssuchenden jede auch nur mögliche Arbeit zum Broterwerb annehmen. Solche Lebenssituationen sind in diesem Buch auf vielen Seiten zu erkennen. Eingehend beschäftigte sich die Forschergruppe um Marie Jahoda, mit völlig neuen Methoden, mit den Auswirkungen der Schließung einer Textilfabrik dieser Stadt - in welcher mindestens eine Person fast jeden Hausstandes beschäftigt war - auf den nahezu vollständigen Zusammenbruch kulturellen Lebens. Ein anderes Kapitel widmet sich dem Thema Familien(-leben) und des aus den Umständen resultierenden, individuell unterschiedlichen, aber doch ausschließlich negativen Alltags.
Vieles des Gelesenen kommt einem heute unwirklich vor und kann höchstens mit Entwicklungsländern oder der Dritten Welt in Verbindung gebracht werden.
Nicht nur historisch interessant
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
In diesem Buch findet man die klassische Untersuchung aus den 30-Jahren über das Dorf Marienthal, in dem praktisch die gesamte Dorfbevölkerung arbeitslos wurde.
Die Auswirkungen, sowohl wirtschaftlicher, sozialer und psychologischer Natur werden untersucht. Obwohl man ca. 70 Jahre später nicht mehr mit den gleichen Auswirkungen zu rechnen hat (das soziale Netz ist dichter) ist die Studie dennoch noch immer sehr lesenswert. Man erhält etwas Verständnis für analoge Situationen (z.B. Massenarbeitslosigkeit in England, Arbeitslosigkeit in der Dritten Welt, ...) und die Auswirkungen auf das Denken, Fühlen und Handeln der betroffenen Personen. Zudem mag es verständlicher werden, warum in solchen Situationen die faschistische Bewegung so starken Zulauf erhielt.
Insgesamt für jeden mit etwas soziologischem Interesse ein sehr lesenswertes Buch. Es fehlt leider eine Kommentierung eines führenden Soziologen, der den Bezug zur heutigen Zeit herstellt.
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Produkt-Bild: Böse Orte. Stätten nationalsozialistischer Selbstdarstellung - heute

Böse Orte. Stätten nationalsozialistischer Selbstdarstellung - heute von Stephan Porombka, Hilmar Schmundt

Gebundene Ausgabe von Claassen Verlag
Preis bei Amazon: EUR 4,99, Angebote ab EUR 3,00

2,5 von 5 Punkten
2,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3546003802, Erscheinungsdatum: 2005, Auflage: 1
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Aus der Amazon.de-Redaktion


Überall in Deutschland findet man architektonische Spuren des NS-Staats und seiner baulichen Selbstdarstellung. "Deutschland ist ein Freilichtmuseum", heißt es im Vorwort, "vollgestellt mit Ausstellungsstücken aus der Zeit des Terrors". Die Geschichte viele dieser Stätten kennen freilich längst nur noch Kundige, weil anders als bei manchem ehemaligen Nazi-Prunkbau, kaum mehr etwas zu sehen ist, das von der Vergangenheit des Ortes, seiner damaligen Nutzung und Bedeutung kündet. Bei manchen hat man an historischer Stätte Orte der Aufklärung über die Diktatur und des Gedenkens an ihre Opfer geschaffen.
Böse Orte haben Stephan Porombka und Hilmar Schmidt die von ihnen herausgegebene Sammlung von Besichtigungsberichten überschrieben, die uns an Orte führen wie die Stelle über dem Führerbunker, in dem Hitler seinen Untergang erlebte (Henrik M. Broder hat hierzu einen glänzenden Aufsatz beigetragen), oder auf den Obersalzberg, zum ehemaligen Nürnberger Reichsparteitagsgelände, in das Kraft-durch-Freude-Bad in Prora an der Ostsee oder in die Schorfheide nach Carinhall, wo der Waldhof Hermann Görings stand. ?"Kein anderes Land verfügt über eine derartige Fülle von zweifelhaften Denkmälern" und das Interesse an ihnen nimmt zu, was mittlerweile auch die Touristikbranche für sich zu nutzen weiß?
"Unproblematisch ist das nicht", wissen die Herausgeber, und geben mit diesem Band zugleich zehn lesenswerte Antworten auf die sich aufdrängende Frage, welche Form des Gedenkens an Orten wie den oben genannten, denn angemessen sein könnte. -- Hasso Greb
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5 Kundenrezensionen:

Gesinnungsbuch
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Schon der Titel ist doch bellawuppdich; was ist denn, bitteschön, am Flughafen Tempelhof oder am Olympiastadion 'böse'?
Genausogut könnte man auch St. Petersburg als böse Stadt bezeichnen, denn der Zar ließ an einem absolut ungeeigneten Ort eine Barockstadt aus den Sümpfen stampfen, das hat zehntausende von Arbeitern das Leben gekostet.
Unter einem bösen Ort könnte ich mir Auschwitz oder Lamsdorf vorstellen.
Oder das Bundeskanzleramt, na, Scherz beiseite, über das Elefantenklo kann man ja nicht mal lächeln...
Böse Orte
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Ein Buch das man NICHT KAUFEN sollte, schade für das Geld, es ist eine reine Volksveraschung, und im Zeitgeist unserer heutigen BRD geschrieben.

Wenn schon Geister auf dem Obersalzberg beschrieben werden...sagt das alles über die Autoren....

Laßt die Finger davon, Ihr Ärgert euch nucr über den kauf.

KuGra
Fehlkauf
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Nach dem Titel erhoffte ich in diesem Buch etwas über die Gr0ßbauten des Nationalsozialismus zu erhoffen. Ich gehöre nicht zu jenen, welche an solchen Orten dem Tode Adolf Hitlers hinterhertrauern, vielmehr sind auch diese Bauten Bestandteil deutscher und europäischer Geschichte. Nur durch realistische Relikte wird Geschichte begreifbar. In der NS-Zeit wurden ebenfalls Krankenhäuser, Schwimmbäder und Schulen errichtet (teilweise durch Zwangsarbeiter). Zum Glück ist das auch so (trotz der Zwangsarbeiter), sonst hätten manche Orte heute noch nicht derartige Gebäude.
Dem Autor geht es jedoch nicht um seriöse Aufarbeitung und um Wissensvermittlung.
Subjektiv wird ausschließlich negativ von den Bauten berichtet (wenn der Betrachter dies überhaupt als notwendig erachtet. So finden die Spaziergänge natürlich immer im düsteren Herbst oder an einem kalten Wintertag statt. Die Kapitel "Prora", "Laboe" und "Autobahn" stellen wenigstens die Bauwerke in gewisser Form auch vor. Das Anfangskapitel bezieht sich auf den "Führerbunker", der nahezu keine Erwähnung findet, dafür aber das Holocaustdenkmal.
Ich schätze Bücher sehr und musste mich stark bremsen, dieses Buch nicht einfach wegzuwerfen. Die drastische Preisreduzierung des Buches war sicher angemessen.
Vom bösen Örtchen ...
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Böse Orte klingt reißerisch und niedlich zugleich. Ich habe mich hinreißen lassen und die Lektüre an einem "bösen" Örtchen gelesen.
Verbotenes, böses hat die Menschen schon immer magisch angezogen. Speziell der Artikel von Hilmar Schmundt
(Enkel des Buders von Rudolf Schmudt, R.Schmundt.war Chefadjutant der Wehrmacht)
über den Obersalzberg hat mich interessiert.Zitat: "Auch Hitler phantasierte noch 1945 in der Wolfsschanze von einem Bollwerk
in den Alpen ..." Dies ist schlicht und einfach falsch, weil die die Rote Armee bereits am 24. Januar 1945 anrückte und A.H. nicht
in der Wolfsschanze weilte! Ansonsten flott und frech geschrieben, mit viel Phantasie und ein paar Seitenhieben gegen in
Berchtesgaden lebende Personen. Keine Fakten, Daten, Informationen - einfach nix. Ich verlasse den bösen Ort ...,
weil ich ausgelesen habe und das Sch(m)und(t) Heft entsorge ...
Hart aber fair!
Teils gut
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Es sind in diesem Buch nicht sonderlich viele Fakten über die Orte beschrieben, allerdings kann meist durch die gute Beschreibung der Autoren die Orte gut vor dem Inneren Auge sehen. Besonders gut gelungen ist der Beitrag über das Reichsparteitagsgelände meiner Meinung nach. Da der Autor dort eine persönliche Bindung zum Ort darstellt. Und auch der Beitrag über das Olympia Station ist gut gelungen. Da es sehr interessant geschrieben ist. Allerdings finde ich den Teil über Ladoe wenige gut gelungen. Es wirkt meiner Meinung nach so als sei der Autor vom Ort "gelangweilt" oder zumindest nicht sonderlich interessiert oder naja Begeistert kann man nicht sagen, aber als würde es in nicht sonderlich interessieren.

Insgemat kann man sagen für interessiert zu empfehlen .
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Katharina die Große und Fürst Potemkin: Eine kaiserliche Affäre von Simon Sebag Montefiore

Gebundene Ausgabe von Fischer (S.), Frankfurt
Preis bei Amazon: EUR 24,95, Angebote ab EUR 19,50

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3100506138, Erscheinungsdatum: Sept. 2009, Auflage: 2
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Eine Kundenrezension:

Eine kaiserliche Affäre
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Katharina Die Grosse gilt wohl als die bekannteste weibliche Herrscherin der Russen und auch ihr Liebhaber und Berater Fürst Potemkin ist eine der herausragensten geschichtlichen Figuren Russlands. Beide zusammen als Liebespaar teilten nicht nur die Macht und das Bett, sondern bestimmten die Geschicke Europas im 18. Jahrhundert - ein Buch wie ein Abenteuer, eine große Liebe in einer dramatischen Zeit.

Der Autor Simon Sebag Montefiore studierte für das Buch KATHARINA DIE GROSSE UND FÜRST POTEMKIN bislang unveröffentlichtes Material und damit entspinnt sich vor unsren Augen eine tragik-romantische Liebesgeschichte der besonderen Art vor unser aller Augen.

Politik, das Spiel der Macht, Kriege und die große Welt der Diplomatie, alles wurde von Katharina und Potemkin geteilt und verwaltet, sie beide waren die treibenden Kräfte in Russland des 18. Jahrhunderts und beide waren das Ziel von Intrigen und Angriffen der verschiedensten Art.

Das Buch informiert detaiert und en detail auf fast 800 Seiten, wobei es mit dem Prolog und darin mit dem Tode Potemkins in der russischen Steppe beginnt, sehr tragisch und melodramatisch.

Alle vorgestellten Teilbereiche und Aspekte der Macht kreisen immer um diese beiden Personen und ihr jeweiliges eigenständiges Leben und die Annäherungen der beiden. Ihre Zuneigung und ihre Abstoßung, beide waren der Macht zugeneigt und Macht teilt sich schlecht. Beide hatten Affären und beide liebten einander. Beide waren das Ziel von Angriffen und beide stützten einander kompromisslos.

Das Buch KATHARINA DIE GROSSE UND FÜRST POTEMKIN von Simon Sebag Montefiore lässt uns an der geschichtlichen Wahrheit um die Liebe dieser beiden großen geschichtlichen Gestalten teilhaben. Es gibt uns Einblick in die wohl politischste aller Affären, welche je in Russland unter dem Banner der Liebe geschmiedet worden ist.

Das Fürst Potemkin 8x beerdigt worden ist, zeigt die Ambivalenz auf, welche ihm in den letzten vier Jahrhunderten entgegen gebracht wurde - seine große Liebe Katharina hat er Zeit seines Lebens nie vergessen.

Das Buch ist somit eine exzellente Quelle für historische Forschungen und zum Thema des Verhältnisses der beiden großen staatstragenden Personen im Russland des 18. Jahrhunderts.

Sehr empfehlenswert!
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Marthe und Mathilde: Eine Familie zwischen Frankreich und Deutschland von Pascale Hugues

Broschiert von Rowohlt Tb.
Preis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 4,49

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 349962415X, Erscheinungsdatum: Februar 2010
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Eine Kundenrezension:

Wichtig für die Nachwelt
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Wer durch Großeltern oder Eltern keinen Zugang zu diesem Kapitel der dt.-frz Beziehungen hat oder hatte, wird staunen und es kaum für möglich halten, dass es noch vor 50-60 Jahren mal so war...
Es ist gut, dass heute die deutsch-französische Freundschaft eine Selbstverständlichkeit geworden zusein scheint.
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Produkt-Bild: Erinnerung an die Tiger-Abteilung 503: Die schwere Panzerabteilung 503 an den Brennpunkten der Front in Ost und West

Erinnerung an die Tiger-Abteilung 503: Die schwere Panzerabteilung 503 an den Brennpunkten der Front in Ost und West von Franz W. Lochmann, Richard von Rosen, Alfred Rubbel, Rolf Sichel

Gebundene Ausgabe von Flechsig
Preis bei Amazon: EUR 49,95, Angebote ab EUR 45,50

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3881897798, Erscheinungsdatum: November 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Erinnerung an die Tiger-Abteilung 503: Die schwere Panzerabteilung 503 an den Brennpunkten der Front in Ost und West

5 Kundenrezensionen:

Ausgezeichnet !
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Dieses Buch hat mir sehr gefällt. Als Franzose habe ich es mit viel Spass gelesen. So habe ich viel über die Kämpfe bei uns in der Normandie gelernt. Es ist klar, dass die tapfere deutsche Soldaten, die in dieser berühmten Einheit dienten, keine Ahnung davon hatten, was sie erwartete. Besonders die schreckliche Angriffe von Bomber. Dieses Buch kann ich auch nur empfehlen. Il faut toujours reconnaître la valeur où elle est.
Die Krönung der Tiger-Bücher
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Man muß dem Verlag Respekt zollen! Anstatt wie leider so allgemein üblich einen lieblosen Reprint auf den Markt zu werfen, wurde wirklich Mühe und Arbeit investiert, eine komplett überaberbeitete neue Ausgabe zu erschaffen. Und das ist wohl so ziemlich auf jeder Ebene gelungen.Vielleicht eine DER Bucherscheinungen des Jahres, jedenfalls nach meinem Dafürhalten. Mein Exemplar wurde mir von einem Veteranen dieser Einheit regelrecht aus der Hand gerissen, und das obwohl er eine der damaligen "Originalausgaben" daheim hat. Wenn der Verlag so weitermacht werden sie auf diesem Sachgebiet glatt zur Nr.1. Weiter so!
Empfehlung für Kenner und Interessierte
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Das Buch ist im Wesentlichen für Kenner der Materie und für Interessierte, die sich mit der damaligen Zeit im Allgemeinen und im Speziellen mit der Panzerwaffe Tiger 1 auseinander setzten wollen. In einer gelungenen Mischung aus aufgelisteten Tabellen, nüchternen Darstellung der erlebten Situationen,persönlichen Eindrücken und Erlebnissnen wird der Leser mit der Realität dieser Zeit konfrontiert. Der Inhalt wird ohne Verherrlichung wieder gegeben und gerade durch die neutrale Darstellung wird dem Leser die Dramatik der Umstände in oft beklemmender Weise nahe gebracht.
Der Band ist mit vielen interessanten Bildern illustriert und vermittelt dadurch so die Geschehnisse der damaligen Ära in einer autentischen Art und Weise.
Auf jeden Fall empfehlenswert.
Ausgezeichnete Arbeit
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Das Buch über die TIGER - Abteilung zeugt von Kompetenz und darf ruhig als Standardwerk zur Geschichte der deutschen Panzerwaffe eingestuft werden.
Mit diesem Werk hat der Flechsig Verlag ein Meisterwerk geschaffen.
Sehr gutes Buch für Panzerinteressierte
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Habe das Buch mit sehr viel interesse gelesen und bin beeindruckt von der Fülle der Berichte und den Fotos. Hier wird gezeigt was so eine schwere Panzerabteilung zu leisten im Stande ist , auch wenn der Gegner zahlmäßig oft überlegen ist, wenn entsprechendes Personal und Logistik (Transport , Versorgung , Reperatur u.s.w.) vorhanden ist. Alles zusammen ist dieses Buch ohne Abstriche für jeden Panzerinteressierten sehr zu empfehlen. (Warte jetzt noch auf das Buch von Alfred Rubbel , das wohl erst nächstes Jahr erscheinen wird.) Tom
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