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Eva Braun: Leben mit Hitler von Heike B. GörtemakerGebundene Ausgabe von C.H. BeckPreis bei Amazon: EUR 24,95, Angebote ab EUR 19,89 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3406585140, Erscheinungsdatum: Februar 2010, Auflage: 1 |
5 Kundenrezensionen:"Eva Braun. Ihr Pakt mit dem Bösen....." 5 von 5 Punkten.....so lautete die in großen roten Lettern geschriebene Titelstory der siebten Ausgabe des Hamburger Wochenmagazins "Stern", die am 11. Februar 2010 in den Vekauf gelangte. Der kleinformatige, in schwarz geschriebene Untertitel lautete: "Die neue Sicht auf Hitlers Geliebte". Das gesamte Cover wurde beherrscht durch ein Porträtfoto der Protagonistin. Ein weitaus kleineres Bild in der rechten unteren Ecke zeigte ihren uniformierten und mit dem EK II dekorierten Auserwählten. Die mehrseitige Titelstory startete auf Seite 73 und schloß mit einem Hinweis auf das zwei Tage zuvor erschienene "Eva Braun. Leben mit Hitler" von Heike B. Görtemakers..... ...in dem Eva Anna Paula Braun, die nur für einen Tag den Namen Hitler tragen sollte, nicht mehr die Rolle einer bloßen historischen Randfigur oder ein tragisches Frauenschicksal verkörpert. Die Autorin geht nicht nur der Frage nach, wer diese Frau eigentlich war, sondern auch der dadurch eröffneten Sicht, die sich durch Eva Braun auf den "Jahrhundertverbrecher" gewinnen lässt (Seite 11). Hierzu wird ihr soziales, kulturelles und politisches Umfeld näher betrachtet. So entsprach ihr Lebensstil ganz und garnicht dem von der NS-Ideologie propagierten "Leitbild für die deutsche Frau", die vor allem Mutter zu sein und ihrem Mann brav den Haushalt zu hüten hatte. Sie hingegen wollte (wie auch Hitler) keinesfalls eigene Kinder, liebte jedoch Mode, Film und Jazz (!) und las sogar nach 1933 in Deutschland verbotene Werke von Oscar Wilde. Jung, blond, sportlich und lebenslustig bot sie zudem ein Bild, das demjenigen Hitlers auch optisch diamentral entgegen stand..... Heike B. Görtemaker zeichnet den Weg und nennt die Faktoren, die aus einem 17jährigen Mädchen aus kleinbürgerlichen Verhältnissen eine kompromißlose Verfechterin einer unbedingten Treue werden ließen. Die Autorin kommt u. a. zu dem Ergebnis, dass Eva Braun keinesfalls als gänzlich unpolitisches Blondchen betrachtet werden kann. Denn auch im engeren Kreis des NS-Diktators habe es keine "private Sphäre", in der nicht über Politik gesprochen wurde und in der die NS-Ideologie keine Rolle gespielt hätte, gegeben. Daher geht Görtemaker davon aus, dass auch Eva Braun - wie alle Frauen in Hitlers Umkreis - die antisemitischen und rassistischen Ansichten und die aggressive Kriegspolitik der NS-Ideologie teilte. Auch eine sexuelle Beziehung zwischen Braun und dem 23 Jahre älteren Hitler steht für die Autorin außer Frage. "Fräulein" Braun wurde der Öffentlichkeit vorenthalten, da sie nicht in das von der Propaganda gezeichnete Bild des "Führers" passte, der schließlich nur "mit dem deutschen Volk verheiratet" gewesen sei. Für ein priviligiertes Leben in Luxus mit Reisen und teuren Kleidern und gelegentlicher Nähe als Fotauf dem "Berghof" nahm sie dies jedoch in Kauf. Die Eheschließung am 29. April 1945 markierte das Ziel ihrer Scheinwelt, die am Tag darauf mit dem doppelten Suizid ihr endgültiges Ende finden sollte. Die wissenschaftliche Fleissarbeit Görtemakers offenbart sich in einem Anhang, zu dem neben einem Nachweis für zahlreiche (vornehmliche schwarz-weisse Fotos) und einem Personenregister auch ein 67seitiges (!) Anmerkungs-, Quellen- und Literaturverzeichnis gehört. 5 Amazonsterne für ein mit Spannung zu lesendes historisches Sachbuch, das auch jene, in der bisherigen "Erinnerungsliteratur" weniger oder überhaupt nicht betrachtete "private" Aspekte beleuchtet, in den historischen Gesamtkomplex einbettet und daher auch an keiner Stelle den Blick auf die NS-Verbrechen vergessen lässt. "Ich möchte eine schöne Leiche sein, ich nehme Gift" 5 von 5 Punkten...soll Eva Braun bei einer der nächtlichen Teerunden im Führerbunker gesagt haben - kurz vor ihrem Selbstmord, gemeinsam mit Hitler. Eva Braun, die Frau an Hitlers Seite, sorgt bis heute für zahlreiche Spekulationen. Ist sie das dümmliche Blondchen, das "Tschapperl", das Hitler so gerne mochte, weil sie hübsch, naiv und treu war? Weil sie ihn bedingungslos liebte und vergötterte? Und was genau lief da eigentlich zwischen Frau Braun und ihrem Liebhaber? Eva Braun hat für eine rege Legendenbildung gesorgt. Kaum zu glauben, dass die Geliebte Hitlers zu Lebzeiten nur dem handverlesenen "inneren Kreis" um den "Führer" bekannt war. Als kurz nach Kriegsende die Nachricht in Umlauf gelangte, dass Hitler eine Geliebte gehabt (und zwar eine leibhaftige und nicht etwa das ständig zitierte "deutsche Volk"!) und diese sogar noch geheiratet hätte, gingen die meisten von einem "Latrinenwitz" aus, einer Verschwörung, die den Führer beschmutzen wollte o.ä. Die Historikerin Heike B. Görtemaker hat sich nun auf Spurensuche begeben. Mit diesem Buch legt sie die erste quellenkritische Monographie über Eva Braun vor. Die in den späten 60er Jahren entstandene Biographie vom türkisch-amerikanischen Journalisten Dr. Nerin Emrullah Gün (in den USA später in Gun umbenannt) wird hier kritisch hinterfragt. Görtemaker analysiert die Vorgehensweise Guns und stellt bald fest, dass sie wissenschaftlichen Maßstäben nicht gerecht wird - so basieren seine Ausführungen weitgehend auf den Angaben von Verwandten und Bekannten, die freilich die eigene Rolle zur Zeit des Nationalsozialismus gehörig beschönigen wollen. Das Familienleben der Brauns gestaltete sich beispielsweise bei Weitem nicht so harmonisch, wie das bei Gun nachzulesen ist (auf den Aussagen der Mutter Eva Brauns basierend). Die Eltern waren sogar zwischenzeitlich geschieden, mussten sich aus finanziellen Gründen in Zeiten der Hyperinflation allerdings wieder zusammentun. Görtemaker hat verschiedene Archivalien, Briefe u.v.m. ausgewertet und in ihre Darstellung mit aufgenommen. Bald wird klar - und die Autorin leugnet das auch nicht - dass genaue Aussagen zum Privatleben Hitlers kaum möglich sind. Kurz vor seinem Tod gab er nämlich noch die Vernichtung aller persönlichen Unterlagen in Auftrag. Doch trotz dieser prekären Quellenlage ist der Historikerin ein spannendes und informatives Buch gelungen, das ich innerhalb von kürzester Zeit verschlungen habe. Die Autorin kann durch fundiertes historisches Wissen (nicht nur zu Eva Braun) überzeugen. Auch ihr Schreibstil ist sehr gut lesbar. Als Leser bekommt man einen hervorragenden Einblick in die damalige Zeit, in die Geschehnisse auf dem Berghof, in Berlin und in München, wo Hitler seine 23 Jahre jüngere Freundin kennen gelernt hatte. Man erfährt etwas über die Beziehung zwischen Hitler und Braun, darüber, dass die junge Frau an der Schwelle zum Erwachsenwerden schon so "verrückt" nach ihrem älteren Geliebten war, dass sie mehrfach einen Selbstmord inszenierte, um seine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Außerdem wird hier mit vielen Gerüchten aufgeräumt, so z.B., dass Hitler mit Frauen nie über Politik gesprochen hätte. Auf dem Berghof ging es bei Weitem nicht nur um "Hundezucht, Ernährungsfragen und Kunst" - diese nachträglichen Behauptungen von Zeitgenossen sind reine Schutzbehauptungen. Eva Braun wusste sehr wohl über viele Dinge Bescheid - und akzeptierte sie. Bis zum Schluss, denn wie Hitler war sie bis zu ihrem Tod der Überzeugung, dass es nur eines gebe: Alles oder eben nichts. Obwohl das Buch wissenschaftlich korrekt erarbeitet wurde, ist es kein bisschen trocken oder langweilig. Manchmal musste ich sogar laut lachen, z.B. wenn es um posthume Gerüchte um Hitler und seine Frau geht. So ging der US-Geheimdienst z.B. ernsthaft der Behauptung nach, dass Hitler gemeinsam mit Eva Braun und Martin Bormann ein Cafe in Amsterdam eröffnet hätte :) Oder Görtemaker zitiert Robert Ley, der über den gelernten Landwirt Bormann gesagt haben soll, er wäre ein "ungeschlachteter (sic!) Bauer" gewesen. Da kann man sich ein Lächeln nicht verkneifen... Die vielen Fotografien ergänzen den Text hervorragend. Sie spiegeln Stimmungen wider, die z.B. auf dem Berghof herrschten. Fotos sind hier allein schon deshalb unerlässlich, weil Eva Braun Fotolaborantin war und Hitler im Münchner Laden ihres Arbeitsgebers, Heinrich Hoffmann (Hitlers Leibfotograf) kennen gelernt hatte. Braun hat immer viel fotografiert und gefilmt, oft auch um sich von angespannten Situationen abzulenken. Fazit: Das Buch ist eine spannende und informative Möglichkeit, sich über ein Thema zu informieren, das sicherlich viele Menschen interessiert: Hitlers Privatleben. Gut, dass Görtemaker hier wissenschaftlich gearbeitet hat. Auf diese Weise bleiben zwar einige Leerstellen, aber alles andere gehört nun mal ins Reich der Fantasie... Sehr zu empfehlen! Gut recherchiertes Buch 4 von 5 Punktenüber Hitler und sein Umfeld. Gute Zusammenstellung der Nazizeit. Für mich jedoch gar nichts Neues und schon gar keine neuen Erkenntnisse über das Leben mit Eva Braun. Lesenswert 4 von 5 PunktenHeike Görtemaker legt hier eine äusserst lesenswerte und interessante Biographie von Eva Braun vor. Besonders gelungen sind die vielen Schwarzweiss- und Farb(!)fotos von Braun, Hitler und dem Berghof. Die Autorin ordnet die Person Eva Brauns in den Kontext des Hofstaats am Berghof ein und beleuchtet aus dieser Perspektive Hitlers Führungsstil. Eine Annäherung an die Persönlichkeit Eva Brauns gelingt hingegen nicht so gut. Dafür ist die Quellenlage wohl dann doch zu dürftig und zu widersprüchlich. Mitunter aufschlussreiche Bilder 4 von 5 PunktenDem Leben der Eva Braun ist die Erfüllung ihres Wunsches gerecht geworden. Sie hat den zum Mann bekommen, den sie wollte Was wird uns mit diesem Buch wiederum geboten? Eine Abfolge von Ereignissen, die wir zum Teil schon kennen und immer wieder schütteln wir Leser den Kopf ob derartiger Naivitäten, die nebenbei erwähnt werden. Natürlich ist die historische Forschung daran interessiert, wie Privates und Intimes gerade aus dieser angesprochenen Zeit zu interpretieren ist, aber die Öffentlichkeit wartet immer noch auf wirklich Pikantes. Nehmen wir zum Beispiel die Bilder aus diesem Buch, so kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass sich deutsche Eigentümlichkeit in allen Belangen zeigt, Ausnahme vielleicht das Bild auf Seite 127, es zeigt ein relativ skeptisches Gesicht von Margarete Speer, aber was soll das schon bedeuten? Mode der Zeit, etwas Militärisches immer dazwischen, Belanglosigkeit auf vielen Bildern und Seiten und doch das Verbrechen hinter allem, das grausame Kriegsgeschehen und die Brutalität der Ausrottung von anders denkenden Menschen, die man dazu noch rassisch in die Ecke stellte. Dabei ging es doch nur um Macht und Ausübung derselben auf deutsche Art, also gewachsenermaßen gründlich. Und unter welchen Umständen, das wäre vielleicht noch zu loben in diesem Buch, denn auf Seite 218 sehen wir einen verzückten Machthaber vor dem Linzer Stadmodell mit geradzu häschenhaften vor Freude zitternden Händchen, wir wir ihn vielleicht noch nicht gesehen haben. Hätte man ihn doch seinerzeit aufgenommen in die Akademie, meinetwegen als naiven oder wie auch immer Maler, das hätte ihm und auch uns besser getan. Wie gesagt, nichts Neues, soweit ich sehe, aber gute Bilder. |
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Anne Frank Tagebuch von Anne FrankTaschenbuch von Fischer (Tb.), FrankfurtPreis bei Amazon: EUR 7,95, Angebote ab EUR 4,59 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3596152771, Erscheinungsdatum: Juli 2006, Auflage: 15 |
Aus der Amazon.de-RedaktionDieses lebendige, Einblick gewährende Tagebuch ist seit seiner ersten Veröffentlichung 1947 ein geliebter Klassiker und ein passendes Denkmal für den begabten jüdischen Teenager, der 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen ums Leben kam. 1929 geboren, bekam Anne Frank zu ihrem 13. Geburtstag ein neues, unbeschriebenes Tagebuch geschenkt, nur wenige Wochen bevor sie und ihre Familie im von den Nazis besetzten Amsterdam untertauchen mußten. Ihre wunderbar detaillierten persönlichen Eintragungen zeichnen 25 anstrengende Monate klaustrophobischer, streitgeladener Intimität mit ihren Eltern, ihrer Schwester, einer zweiten Familie und einem älteren Zahnarzt nach, der wenig Toleranz für Annes Lebhaftigkeit zeigt. Der universelle Reiz des Tagebuchs beruht auf seiner fesselnden Mischung aus den schmuddeligen Besonderheiten des Lebens im Krieg (karge, schlechte Mahlzeiten; schäbige Kleider, aus denen man längst herausgewachsen ist, die aber nicht ersetzt werden können; die ständige Angst, entdeckt zu werden) und der offenherzigen Auseinandersetzung über Gefühle, die jedem Heranwachsenden bekannt sind: "Jeder kritisiert mich, niemand erkennt meine wahre Natur, wann werde ich endlich geliebt?" Aber Anne Frank war kein gewöhnlicher Teenager: Die späteren Eintragungen verraten einen für eine kaum 15jährige bemerkenswerten Sinn für Mitgefühl und spirituelle Tiefe. Ihr Tod verkörpert den Wahnsinn des Holocaust, aber für die Millionen, die Anne durch ihr Tagebuch kennengelernt haben, ist er auch ein sehr persönlicher Verlust. --Wendy Smith 5 Kundenrezensionen:Eins der besten Bücher, die ich gelesen habe 5 von 5 PunktenDas Buch muss man gelesen haben! Eine tief bewegende Geschichte und innere Entwicklung eines außergewöhnlich klugen, einfühlsamen und doch normalen Mädchens, die in einer höchst unnormalen und grausamen Zeit leben und danach sterben musste. Endlose Wut und Ohnmacht... 5 von 5 PunktenOffen gestanden, habe ich bis jetzt noch keine so offenherzigen, erschütternden wie feinfühligen Zeilen gelesen. Sicher, Rousseaus Bekenntnisse sind eine meisterliche Ode an das Leben, Dostojewskis Aufzeichnungen ein existentiell intellektuelles Fegefeuer - obgleich etwas gekünstelt - mögen Kafkas einsame Wege an Brillianz derer Annes etwas überstrahlen, doch niemand kann es mit der Unmittelbarkeit, der Lebendigkeit, der Rein - und Schönheit jener Gedanken eines wohl wahrlich einzigartigen - 13 Jährigen ! - Mädels aufnehmen. Welche wunderbaren Werke hätten nicht noch aus dieser Feder fließen können, sollen und müssen! Das Buch ist so berührend... Das ist ein MUSS! 5 von 5 PunktenIch habe mir dieses Buch zugelegt weil ich von bekannten davon viel gutes gehöhrt habe. Es wurde von Amazon.de sehr schnell geliefert. was auch schon wieder ein Dickes Plus ist. Man muss dieses Buch einfach gelesen haben um zu wissen wie das damals war im Krieg... Anne Frank 5 von 5 Punktensehr gutes Buch - einen Teil habe ich schon gelesen - und es ist nicht nur für die NS Zeit gut - sondern auch für die heutige Jugend - die sich immer mehr von diesen Tatsachen distanziert . Gelesen habe ich es 1973 damals in der Schule und bis heute sind diese Schicksale mehr als aktuell. Ein sehr gutes Buch mit ( bis heute ) unvorstellbaren Tatsachen der Anne Frank . Gut zu lesen - aber : Zeit ist wichtig . Dieses Buch kann mann/frau nicht zwischendurch lesen Ein Buch, das man immer wieder lesen kann 5 von 5 PunktenWieder einmal ein Buch, das unter "Das Buch der 1000 Bücher" fällt. Man kann es immer wieder lesen, besonders als junger Mensch, da man sich gut in die Rolle des jungen Mädchens Anne Frank hineinversetzen kann. Man erfährt von ihr viel über die Verbote, die den Juden in Nazideutschland aufgehalst wurden, z.B. nicht ins Schwimmbad gehen dürfen, kein Fahrrad fahren, nur bis zu einer bestimmten Uhrzeit im Garten sitzen. Sie beschreibt diese Unmenschlichkeiten mit einer derart gefassten Sachlichkeit, die aus erzwungener Gewohnheit entstanden ist und denen sie ins Auge sehen muss. Die Angst in ihrem Versteck in Holland entdeckt zu werden begleitet sie und ihre Familie über Jahre hinweg, bis sie schließlich alle abgeführt und von der Gestapo in Konzentrationslager gebracht werden. Nur Otto, ihr Vater hat von der ganzen Familie das KZ überlebt und später ihr Tagebuch veröffentlicht. Sie schreibt manchmal auch mit Ironie über die anderen Versteckten, wenn sie sich untereinander gezankt haben. Ein Buch, das immer wieder an das 3. Reich erinnert und immer wieder die Ungerechtigkeiten beschreibt, die nicht vergessen werden dürfen, da dies zur Geschichte Deutschlands gehört... leider. Dieser Text wurde von einer 17-jährigen verfasst. |
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Die vergessene Generation: Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen von Sabine BodeTaschenbuch von PiperPreis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 8,20 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3492244033, Erscheinungsdatum: März 2010, Auflage: 14 |
5 Kundenrezensionen:Nicht für jeden, aber für Betroffene Eltern wie Kinder vielleicht eines der wichtigsten Bücher 5 von 5 PunktenDieses Buch erreicht eine objektive, detaillierte Analyse der psychologischen Folgen von Kriegserlebnissen im Kindheitsalter und deren Auswirkungen auf den Erwachsenen. Primär ist Die vergessene Generation" geschrieben für Menschen, die zwischen 1930 und 1945 in Deutschland geboren wurden. Aber, und das erscheint mir noch wichtiger, auch für deren Kinder. Ich bin Kind von Kriegskindern, und habe mich lange Jahre gefragt, warum meine Eltern so sind wie sie sind. Erst mit diesem Buch, erst mit dieser psychologischen Deutung von habe ich verstanden, woher ich komme und wie sich die Kriegserlebnisse meiner Eltern in mir manifestieren. Aus der Perspektive des Kindes von Kriegskindern kann dieses Buch dem gewillten Leser der erste Anstoß sein, den wichtigsten aller Schritte zu vollziehen: mit seinen Eltern endlich ins Reine zu kommen und endlich zu verstehen, warum sie sind, wie sie sind. Und obwohl es eben nur der erste Anstoß sein kann, so ist es für mich eines der wichtigsten Bücher, die ich je gelesen habe - auch wenn das für andere Menschen anders sein mag. Eben ein Buch, das nur für eine bestimmte Zielgruppe geschrieben wurde. Eltern verstehen lernen 4 von 5 PunktenHallo, mir hat das Buch ganz einfach geholfen, zu verstehen warum meine Eltern manchmal so reagieren, wie sie reagieren. Trotzdem das ich schon erwachsen bin. Und gerade weil meine Eltern gelegentlich eigenartig sind. Lesen 5 von 5 PunktenNachdem ich als Betroffener Bodes Buch "Kriegsenkel" gelesen hatte und dieses mir viele Fragen meiner Biografie klarer macht, habe ich dann sofort im Anschluss das Buch "Die vergessene Generation" lesen müssen. Von Konzept ähnlich aufgebaut wie Kriegsenkel, beschäftigt es sich primär mir den - bis heute oft unverarbeiteten - Schicksalen der Kriegskinder, also der Menschen, die zwischen 1930 bis kurz nach dem Krieg zu Welt kamen und zeigt exemplarische Schicksale auf inkl. der Konsequenzen, die dies für die Betroffenen und auch deren Kinder hatten. Mir ist noch mehr klar geworden, wie der Schrecken des Krieges und der Zerstörung in uns Deutschen gegenwärtig ist und wie er bei Eltern und Kindern das Leben und seine Perspektiven bestimmt. Bode hat sich ihren schriftstellerischen Schwerpunkt einem sehr wichtigen Thema, dem Einfluss von (oft verdrängten) Kriegstraumata auf das Leben der Betroffenen und der nachfolgenden Generationen ausgerichtet. Es handelt sich um wichtige und auch klärende Bücher, deren Lektüre ich unbedingt empfehle. Das gilt ebenso für das dritte Buch zum Thema "Die deutsche Krankheit - German Angst". Leseempfehlung! Neuer Blick auf alte Generation 4 von 5 PunktenDieses Buch war für mich sehr hilfreich. Ich habe meine Kindheit nach dem Lesen in einem allgemeinen Kontext sehen können. Nun endlich weiß ich, wo die unseligen Erziehungsmethoden herkommen, mit denen ich aufwuchs. Da ich auch schon einen Teil meiner Autobiographie geschrieben hatte, muss ich diese nun überarbeiten. Habe das Buch an viele Bekannte und Verwandte weiter empfohlen. Endlich die Antworten auf ewig lange Fragen! 5 von 5 PunktenWirklich gut recherchiertes Buch mit vielen Antworten auf Fragen, die uns -- den Nachkommen der Kriegsgeneration -- sicherlich schon viele Jahre geplagt haben. Sabine Bode schlüsselt das bis jetzt ignorierte Thema der Kriegskinder auf und hat bei ihren Interviews mit ehemaligen Kriegskindern die oft nicht wahrgenommene Traumatisierung dieser Zeit entdeckt. Die teilweise daraus resultierenden Verhaltensstörungen gaben mir jedenfalls eine Erklärung für vieles, das in unserer Familie schief lief. Lange überfälliges Buch! |
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... trotzdem Ja zum Leben sagen: Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager von Viktor E. FranklTaschenbuch von Deutscher Taschenbuch VerlagPreis bei Amazon: EUR 7,90, Angebote ab EUR 4,59 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3423301422, Erscheinungsdatum: Oktober 1998, Auflage: Neuaufl. |
5 Kundenrezensionen:Unbedingt lesenswert 5 von 5 PunktenDieses Buch ist ein Muss für alle, die sich mit der Zeit des Dritten Reiches auseinander setzen wollen. Es gibt genügend Bücher, die die Greueltaten und die geschichtlichen Ereignisse schildern. Aber nur wenige zeigen das Erlebte in einem Konzentrationslager aus der Sicht eines Menschen, dessen einziger Instinkt es ist, diese Zeit zu überleben. Der Autor prangert nicht an und jammert nicht. Er zeigt auf, wie schnell die Ansprüche des Menschen sinken, wenn er alles verliert und täglich um sein Leben kämpft. Kleinigkeiten bilden plötzlich den Mittelpunkt des Denkens, dass nur noch das Hier und Jetzt kennt und das Hoffen, den nächsten Tag zu überstehen. Wer die Schilderungen liest, dem empfehle ich zwischendurch zu reflektieren, wie gut es uns geht. Essen, Trinken, Wärme, Freiheit. Güter, so selbstverständlich, dass wir sie gar nicht (mehr) wahrnehmen. Nebenbei erklärt der Autor, wie die schreckliche Maschinerie eines KZ's funktionieren konnte. Diese Erläuterungen sind zwar kurz gehalten, aber durchaus ausreichend. Nur für emotional gefestigte Leser 4 von 5 PunktenEin Muß für alle Viktor Frankl Fans. Das Buch beschreibt sehr ausführlich wie der Psychologe das Konzentrationslager überlebte und seine ganze Familie darin verlor. Die Frage die er stellt ist nicht warum Menschen im KZ starben sondern warum sie so lange überlebt und was sie am Leben erhalten hat. ja zum leben 3 von 5 Punktenhabe das buch noch nicht gelesen... daher, wie (fast) immer eine perfekte abwicklung über amazon Sehr empfehlenswert! 5 von 5 Punkten"Trotzdem Ja zum Leben sagen: Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager" von Viktor E. Frankl ist eine subjektive Erlebnisschilderung aus der Sicht eines Häftlings. Frankl gelingt es mit einer sehr genauen und zuweilen wissenschaftlichen Betrachtung, die Nöte und Gedanken eines Häftlings zu untersuchen und darzulegen. Ein sehr gutes Buch, welches aus einem anderen Blickwinkel heraus schildert, was Menschen in Konzentrationslagern erlebt haben. Sehr lesenswert! sehr gute und einfühlsame Lektüre! 5 von 5 Punktenhabe dieses Buch von einer Bekannten empfohlen bekommen und kann es nur wärmstens empfehlen. Die Situation in den KZ-Lagern wird sehr neutral und hautnah geschildert! |
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"Mein Kriegsende". Zeitzeugen aus Niedersachsen erinnern sich von Angela Kröger, Kurt Behrendorf, Otto BleeckGebundene Ausgabe von SchlüterschePreis bei Amazon: EUR 4,99, Angebote ab EUR 3,00 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3899937112, Erscheinungsdatum: April 2005, Auflage: vergriffen, keine Neuauflage |
2 Kundenrezensionen:Interessante Sammlung verschiedenster Schilderungen 4 von 5 PunktenDas Buch beinhaltet mehrere kurz gehaltene Erinnerungen von Niedersachsen, die das Kriegsende zumeist als Jugendliche oder gar als Kinder erlebten. Nachdem ich das Buch gelesen habe, war mir schon ersichtlich, warum diese Generation auch als "Hamster-Generation" bezeichnet wird. Viele Geschichten beinhalten neben den Kriegserinnerungen auch auf die Schwierigkeiten bei der Lebensmittelversorgung oder der allgemeinen Versorgung mit den täglich Notwendigen Dingen. Insgesamt ist dies eine sehr interessante Auflistung von Zeitzeugen-Berichten auf dem Weg zum Kriegsende 1945. Unglaublich packend 5 von 5 PunktenDas Buch ist unglaublich packend, ich hätte es am liebsten in einem Stück gelesen! Diejenigen, die das Kriegsende erlebt haben, berichten hautnah von ihren Erlebnissen - von dramatisch bis heiter. Leider ist die Anzahl der Geschichten auf rund 30 beschränkt, da hätten es gerne noch mehr sein können! Zu den Geschichten gibt es zahlreiche Fotos aus der Kriegszeit, die die einzelnen Passagen noch deutlicher wirken lassen. Am Ende einer jeden Geschichte ist ein aktuelles Bild des- bzw. derjenigen, die diese Geschichte erlebt hat - eine schöne Idee! Ich kann "Mein Kriegsende" nur weiterempfehlen! |
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FC St. Pauli. Das Buch. Der Verein und sein Viertel von Christoph Nagel, Michael PahlGebundene Ausgabe von Hoffmann und CampePreis bei Amazon: EUR 39,95, Angebote ab EUR 30,65 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3455500986, Erscheinungsdatum: Oktober 2009 |
Aus der Amazon.de-RedaktionGeschichte lässt sich oft im Kleinen besonders gut nachvollziehen ? dies trifft umso mehr im Fall des FC St. Pauli zu. Was könnte da interessanter sein, als das Werden des legendären Kiez-Vereins in der Geschichte Hamburgs und Deutschlands zu spiegeln? Angefangen 1686, als die Vorstadt zwischen Millerntor und Altona unter dänischem Beschuss stand, über die finsteren Zeiten, als die vermeintliche ?Metropole des Vergnügens? und des Kommunismus vom Nationalsozialismus ?gesäubert? wurde, bis zum Durchbruch des ersten wirklich anarchischen Fußballvereins der Republik: Die beiden geschichtsbesessenen Autoren und St. Pauli-Fans zeichnen ein buntes Bild von Verein und Viertel. Der FC St. Pauli kann keine großen Pokale oder Meistertitel vorweisen. Und doch ist die Vereinsgeschichte reich an Legenden und Verschwörungstheorien ? darunter natürlich der unvergessene 2:1-Sieg gegen Bayern München im Jahr 2002, nach dem sich St. Pauli als ?Weltpokalsiegerbesieger? feierte. Fanartikel mit diesem und anderen Aufdrucken verkauft der Klub auf Champions-League-Niveau. Ein wichtiger Grund, so die Autoren, für die Verwurzelung des Vereins im alternativen Milieu war Torwart Volker Ippig (?Volker, hör? die Signale!?), der in den 1980er-Jahren Nicaragua besuchte und der autonomen Hausbesetzerszene St. Paulis angehörte. Von da an wurden der Totenkopf und Piratenflagge zum zweiten Wappen des ?etwas anderen Vereins?. Business-Logen übrigens heißen am Millerntor schlicht ?Séparées? ? auch hier bleibt man seinem Kiez treu. Und das Gesamtkunstwerk St. Pauli lebt und entwickelt sich weiter. Die Autoren, beide Historiker und Redakteure der Fanzeitung, beobachten die Entwicklung als durchaus kritische Fans, die die großen Linien ebenso kennen wie die Details ? wussten Sie, dass die Schachabteilung des FC St. Pauli bei der Resozialisierung von Schwerverbrechern hilft? Kurz: Ein durch und durch unterhaltsamer und kluger Band mit vielen tollen Bildern aus Landes-, Stadt- und Vereinsgeschichte, der die Masse der bunten und blinkenden, aber oberflächlichen Fanbücher weit hinter sich lässt. --Carsten Hansen, Literaturtest 5 Kundenrezensionen:Auch für Historiker 4 von 5 PunktenIn diesem Buch finden Pauli Fans neben der hundertjährigen Clubgeschichte liebenswerte Anekdoten und Storys zu Typen, die diesen Wahnsinnsclub prägten, wie Klaus Thomforde, Volker Ippig, und und und... klasse recherchiert und in kleinen Geschichten zusammengefasst, die man auch nach einem anstrengenden Tag nach der Arbeit vor dem Schlafen gut lesen kann. Nicht zu toppen 5 von 5 PunktenDiesem Buch merkt man beim Aufschlagen an dass es von sachkundigen Autoren mit Akribie, Herzblut und Begeisterung gemacht wurde. Dieser Fussballverein fasziniert nicht nur Fußballfreunde. Auch ich bin kein Fußballfan aber Pauli Fan. Die politische Ausrichtung und der menschliche Umgang im Verein ist einmalig, bunt und interessant. Der Stadtteil hat den Verein geprägt und der Verein prägt viele Orte im Stadtteil. Dieses Buch sollte in keinem Buchregal fehlen. St. Pauli 5 von 5 Punktenknieet nieder und betet, was ein buch!!! hier wird wirklich alles beschrieben was diesen verein und seinen stadtteil ausmacht. das ganze auf eine sehr nette art und weise, nicht parteilich und schon gar nicht voreingenommen. wie gesagt, knieet nieder und betet. Besser geht's nicht 5 von 5 PunktenEin großer Wurf! Als Sammler von Sportbüchern habe ich in den vergangenen 35 Jahren viele Vereinsbiographien gelesen - diese ist die beste. Ein Urteil, das übrigens keineswegs von einem FC-St.-Pauli-Fan stammt. Was macht das Werk so außergewöhnlich? Die vielen Stärken! Als da wären: - das Konzept: Was der Untertitel ("Der Verein und sein Viertel") verspricht, wird optimal umgesetzt. Dem sportlichen Geschehen jeder Epoche der Vereinsgeschichte wird die Entwicklung des Stadtteils St. Pauli im entsprechenden Zeitraum vorangestellt - überaus anschaulich aufbereitet anhand von vielen Gesprächen mit Zeitzeugen und griffigen Zitaten aus zeitgenössischen Medienberichten. - die Sonderthemen: Highlights, Anekdoten, außergewöhnliche Typen, legendäre Spiele werden auf Doppelseiten beleuchtet, die die Chronologie optimal auflockern und ergänzen. Von der "Wunderelf" der unmittelbaren Nachkriegszeit über Kultfigur Walter Frosch bis zur Legende vom Weltpokalsiegerbesieger 2002. - Bildauswahl und Layout: der Blick fürs Ungewöhnliche, die ideenreiche Gestaltung - charakteristisch von der ersten bis zur letzten Seite. Wohltuender Unterschied zu vielen Prachtbänden, die allein auf die Wirkung von großen bunten Bildern setzen. - die Sprache: prägnant, einfallsreich, (selbst-)ironisch - da sind Autoren mit Sachkenntnis, aber vor allem mit viel Spaß und Leidenschaft am Werk gewesen. Fazit: unbedingt lesenswert - auch für HSV-Fans... Denn 100 Jahre FC St. Pauli warten zwar mit nur wenig Titelgewinnen, aber dafür umso mehr spannenden Geschichten auf. Der St. Pauli Crashkurs 5 von 5 PunktenDas Buch vermittelt für jeden Fan - egal ob neu oder seit Jahrzehnten dabei - einen super Überblick über die Geschichte des Vereins, aber auch über die Geschichte des Viertels. Viele kleine Exkurse lockern die chronologische Vereinsgeschichte auf. Dabei wird auch nichts beschönigt, sondern kritisch berichtet. Fazit: absolut die Investition wert. |
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Fragen an das MfS: Auskünfte über eine Behörde von Werner Großmann, Wolfgang Schwanitz (Herausgeber)Broschiert von edition ostPreis bei Amazon: EUR 17,95 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3360018133, Erscheinungsdatum: Februar 2010, Auflage: 1 |
Eine Kundenrezension:Hervorragende Objektivität 5 von 5 PunktenHabe mir das Buch gleich nach seinem Erscheinen gekauft und bin begeistert. Endlich mal keine Indoktrinierungsversuche im Rahmen der einzig akzeptierten öffentlichen Meinung, sondern eine sehr selbstkritische, unverklärte und damit objekte Rezension zur Geschichte und Arbeit des MfS. Kurzweilig und interessant. Volle Empfehlung. |
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Winter im Sommer - Frühling im Herbst: Erinnerungen von Joachim GauckGebundene Ausgabe von Siedler VerlagPreis bei Amazon: EUR 22,95, Angebote ab EUR 15,56 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3886809358, Erscheinungsdatum: Oktober 2009, Auflage: 5 |
5 Kundenrezensionen:vier Jahreszeiten 5 von 5 PunktenDie Gauck-Behörde ist sicher jedem irgendwie ein Begriff. Wer ist aber der Mann, der dieser Behörde den Namen gab? Joachim Gauck ist Jahrgang 1940 und wurde in Rostock geboren. Er studierte Theologie und war mehrere Jahre als Pfarrer tätig. Er war Mitbegründer des Neuen Forums. Schon früh war er in von seinen Gedanken her so weit, dass er mit den Machenschaften des Sozialismus und der Diktatur in Opposition ging. Von 1990 bis zum Jahr 2000 war er dann der erste Bundesbeauftragte für die Unterlagen der Staatssicherheit. Seit 2003 ist er Vorsitzender des Vereins Gegen Vergessen - Für demokratie. Er lebt momentan in Berlin. Inhalt und Gliederung: Das Buch ist in 14 Kapitel, Dank und Bildnachweis gegliedert. Wo ich her bin ..." Winter im Sommer Gehen oder bleiben Wege - Suche - Wege Aufbruch in ein Missionsland Kirche im Sozialismus? Schwarze Pädagogik in rot Zum Beispiel Frühling im Herbst Volkskammer: frei und frei gewählt Aufbau ohne Bauplan Turbulente Jahre Freiheit, die ich meine" Berlin. Mai Dank Bildnachweis Ein kleines Dorf an der Ostsee war Gaucks Kindheitsparadies. Nachdem er Theologie studiert hatte, war sein Arbeitsumfeld die Kirche in Mecklenburg. Er wahrte immer schon Distanz zum DDR-System. Es ergab sich logischerweise, dass er einer Bewegung beitrat, die mitverantwortlich war für den Umbruch von 1989. Politisch verantwortlich war Gauck dann nach der Wende. Er wurde Abgeordneter. Das erste freie Parlament der DDR war nun sein Tätigkeitsfeld. Er wurde erster Beauftragter für Stasi-Unterlagen (Aha - daher auch der Name !!) 10 Jahre war er hier tätig. Nun ist er 70 Jahre und dachte sich, dass er seine zahlreichen Erinnerungen - zum einen von der DDR und zum anderen vom Umbruch und der Zeit danach - der Nachwelt zum Lesen und Erinnern geben sollte. Meine Meinung zum Buch: Ich finde, dass dieses Buch sehr gut die Kurve bekommt zwischen einem politischen Werk, einer Biografie und einer persönlichen Erinnerung. Nichts kommt zu kurz und das Buch insgesamt kommt sehr locker rüber, liest sich super und gibt doch so viele Informationen preis, die den Leser fesseln, die dem Leser sehr viel Interessantes vermitteln, auf leicht verständliche Art, die einen Einblick in Gaucks Leben gewähren, aber auch einen Einblick in die politische Lage beider Seiten. Gauck lässt den Leser an seinen Gedanken und Gefühlen teilhaben, lässt ihm aber auch Freiraum, sich selbst während dieser Umbruchszeit wieder zu entdecken und sich Gedanken machen, wie und warum alles so kam. Das Buch birgt sehr viel Hintergrundinfos und tolles Bildmaterial. Man kann während der Kapitel von Anbeginn nachvollziehen, wie sich Gauck in seinem Leben, Denken und Wirken entwickelt hat, man kann aber auch perfekt nachvollziehen, wie die Wende sich gestaltete. Der Inhalt ist so gewählt, dass man von Beginn an ein Leben verfolgen kann und Geschichte live verspürt. Es geht los in Wustrow, wo Gauck aufwuchs, wo er Sommer erlebte und was er auch mit Sommer verbindet. Hier sind seine frühsten Erinnerungen beheimatet. Seine Familie ist hier in seiner Erinnerung. Daran lässt er auch den Leser teilhaben. Es ist sozusagen der Einstieg in ein relativ politisches Leben und Denken eines bekannten Menschen aus Ost und West. Hier wird auch beschrieben, wie Gauck zur Kirche fand. Zahlreiche erklärende und persönliche Bilder, u.a. auch aus dem Kriegssommer 1940 im Garten der Wohnung in Wustrow oder Ostern 1943 mit Vater, Mutter und Schwester untermalen die zu Herzen gehenden Texte. Kapitel zwei beschäftigt sich zuerst einmal mit dem 27. Juni, der für die Familie Gauck eine große Rolle spielte. Es war das Jahr 1951 und Großmutter Antonia wurde 71 Jahre alt. Aber das war nicht alles: VATER WURDE ABGEHOLT !!! war die Schreckensnachricht... Nun geht eine Kindheit zu Ende, Gauck macht sich Gedanken, was da wohl passiert sein kann. Er beschreibt dies aus der Sicht eines Kindes/Jugendlichen. Er schreibt es auch in der Ich-Schreibweise, was die Geschichte noch realistischer macht. Der Lese empfindet es so, als ob Gauck ihm seine Lebensgeschichte persönlich erzählt. Gehen oder bleiben" beschreibt Gauck als 15jährigen Jugendlichen. Wieder ist Sommer ... Er und sein Cousin waren in Paris. Das Verhältnis West/Ost - die vielen Unterschieden fielen ihm schon hier auf. Auch der Schriftsteller Uwe Johnson und seine Schwägerin Jutta und dessen Schwester Elisabeth spielen hier eine Rolle. Johnson schrieb Die Mutmaßungen über Jakob" Darin ging es um den Ost-West-Konflikt. Gauck las dieses Buch ... Aufbruch in ein Missionsland: Gauck ist verheiratet, er und seine Frau Hansi" Er skizziert hier das normale" Leben eines damaligen DDR-Bürgers in einem Plattenbau ... Wie er dies alles empfand mit seiner Familie. Auch der TRABI kommt hier zur Sprache ... Ein Kapitel beschäftigt sich mit dem Thema Kirche im Sozialismus. Es werden auch Zahlen genannt, also dieses Buch ist nicht nur" ein reiner biografischer Roman, sondern zeigt dem Leser auch sehr viele interessante Details aus dem DDR-Alltag auf. Heinrich Rathke, Landesbischof - frischer Wind, Jugendarbeit in der DDR und und und .... ALLES THEMEN, DIE MAN NICHT VERGESSEN SOLLTE !!! Martin ist Gaucks 15jähriger Sohn, auch er wird im Buch natürlich erwähnt. Er hatte einen Parka aus dem Westen bekommen. Alltägliches im DDR-Alltag ... Kleine und große, familiäre und weltbewegende Ereignisse und Szenen und Details werden im Buch sehr gut verknüpft und ergeben einen interessanten, spannungsgeladenen gut strukturierten Roman, der ein Leben zeichnet, welches zwischen Ost und West steht, zwischen Kirche und Staat und der jetzt nun in diesem Roman uneingeschränkt aufgearbeitet wird. Aber ohne Wehmut aufgearbeitet wird, sondern sehr realistisch und mit einer Herangehensweise, die mich sehr beeindruckt hat. Dann kommt der Umbruch - DIE WENDE !!! Die Zeiten ändern sich, ohne das man etwas tun kann, man schwimmt im Strom mit und kann sich nun politisch zeigen und äußern .... Gauck zeigt seinen Lesern, wie er zu diesem Menschen wurde, der dann erst berühmt" wurde. SEHR INTERESSANT - wie das Leben so spielt !!! Es ist während des Lesens auch sehr gut die Veränderung nicht nur historisch gesehen nachzuvollziehen, sondern auch die Veränderung eines Menschen innerhalb seines Lebens - seine Höhen und Tiefen, seine persönlichen Rückschläge und seine guten und weniger guten Charakterzüge. Alles schreibt Gauck in seinen Erinnerungen auf und der Leser kann sich, wenn er sich darauf einlässt - mitziehen lassen, von der Ostsee 1940 - bis in die heutige Zeit, da vieles in Vergessenheit zu geraten droht ... Ein wirklich lesenswertes Buch !!!! tolles Dokument der Zeitgeschichte 5 von 5 PunktenEin tolles Buch! Herr Gauck verdeutlicht noch einmal mit aller Klarheit, wie das Leben im "real existierenden Sozialismus" war - insbesondere für die Menschen, die nicht zu einhundert Prozent systemkonform waren. Gerade in Zeiten einer gewissen "DDR-Nostalgie" und Verklärtheit, sind solche Dokumente der Zeitgeschichte von großem Wert. Joachim Gauck erzählt neben einer Reihe von Fakten und historischen Ereignissen sehr ergreifend von vielen "betroffenen" Personen. Das Buch ist eine absolute Empfehlung. Zeitgeschichte aus erster Hand 5 von 5 PunktenJoachim Gauck ist den Deutschen, die die Wiedervereinigung miterlebt haben, als erster Wächter über die Stasi-Unterlagen wohlbekannt. Sein Ernst und seine Sachlichkeit in Interviews haben den Eindruck der Würde und Unbestechlichkeit hinterlassen. Dieser Eindruck wiederholt sich in diesem Buch. Er erzählt sein Leben von Kindheit an bis zur Gegenwart, und der Leser erfährt oder bekommt bestätigt wie es wirklich in der DDR war, wie die Stasi alles Leben bewacht, jede freie Meinungsäußerung unmöglich ge-macht hat. Wer nach dem Lesen dieses Buches immer noch sagt, daß die DDR kein Unrechtsstaat war, ist nicht zu retten. Beeindruckende Biografie eines wahrhaften "Citoyens" 5 von 5 PunktenEine Biografie, die persönlich ist und doch nie zu privat wird. Das Politische interessiert Joachim Gauck eindeutig mehr, als das allzu Psychologische und Private. Dennoch erfahren wir genug über seine Kindheit, die Eltern, das plötzliche und willkürliche Verschwinden des Vaters 1951 - abgeholt durch die Stasi - das den jungen Joachim prägt und ihn fast automatisch zu einem kritischen Gegner des kommunistischen Regimes werden lässt. Gauck erzählt zwar chronologisch, beleuchtet in den Kapiteln aber auch einzelne Schwerpunkte, wie die Kirche im Sozialismus oder den Beginn des organisierten Widerstandes usw. Besonders spannend sind die Kapitel, welche den Aufbau der nach ihm benannten Gauck-Behörde beschreiben, wie praktisch aus dem Nichts und in kürzester Zeit ein Weg gefunden werden musste, um das Interesse der Bürger an "ihren" Akten zu befriedigen. Und wie viele unterschiedlichen Ansichten und und Bedenken es gab, dieses Vorhaben zu verwirklichen. Das Buch ist in Zusammenarbeit mit Helga Hirsch geschrieben und liest sich gut. Es wird ausserdem durch einzelne dazwischen gestreute Zusatztexte bereichert. So erzählt zum Beispiel Hansjörg Geiger, der als Jurist und Gaucks Stellvertreter die Bundesbehörde für die Stasi-Unterlagen mit aufbaute, aus seiner Sicht, wie er von einem Tag auf den anderen seine Stelle beim Bayerischen Datenschutzbeauftragten aufgab. Er zog nach Berlin und unterstützte Gauck dabei, den Bürgern die uneingeschränkte Einsicht in ihre Akten zu ermöglichen. Der Erfolg des Modells und die riesige Nachfrage nach Akteneinsicht gab beiden Recht. Gauck plädiert in seinem Buch vehement gegen das Prinzip des "Deckel drauf" und wie ein roter Faden durchzieht den Text seine Leidenschaft für demokratische Grundrechte wie Meinungsfreiheit, Glaubensfreiheit, die Freiheit der Berufswahl, Versammlungs-, Forschungs- und Veröffentlichungsfreiheit, welche die "Wessis" manchmal fast zu selbstverständlich hinnehmen. Sie kennen nichts anderes. Joachim Gaucks Buch versteht es, die Augen dafür wieder neu zu öffnen. Die beeindruckende Biografie eines wahrhaften "Citoyens". Erinnerungen von J. Gauck 5 von 5 PunktenEin sehr persönlich, aber objektiv gehaltenes Werk über die neue Geschichte der DDR. Wer die Lebensgeschichte, den Werdegang, die Ausbildung und die eindrücklichen Schilderungen der "friedlichen Revolution" von 1989 von J. Gauck gelesen hat, versteht, auch die heutige, politische Entwicklung der neuen Bundesländer einiges besser. |
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LTI: Notizbuch eines Philologen von Victor KlempererBroschiert von Reclam, DitzingenPreis bei Amazon: EUR 9,90, Angebote ab EUR 8,61 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3150201497, Erscheinungsdatum: Dezember 2007, Auflage: Nachdruck der 22. Auflage 2007. |
5 Kundenrezensionen:was für ein Buch! 5 von 5 PunktenEin Buch über die Sprache des Nationalsozialismus, das zum Nachdenken anregt und nie ohne Wirkung bleibt! Das Buch ist eine angenehme Mischung aus persönlicher Beobachtung und wissenschaftlicher Analyse, spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Eines jener Bücher, die Spuren hinterlassen. Das Buch kann einem die Augen öffnen... 5 von 5 PunktenIch kann mich meinen Vorrezensenten nur anschließen. Victor Klemperers LTI (Lingua Tertii Imperii - Sprache des dritten Reichs) ist ein Buch, das eigentlich jeder gelesen haben sollte, der sich mit der deutschen Sprache beschäftigt. Man entdeckt in diesem Buch viele Beispiele für die Manipulation durch Sprache, die im Nationalsozialismus üblich gewesen ist und die sich tatsächlich in allen Bereichen durchsetzen konnte. Hier ist das sehr schön dargestellt u.a. anhand eines Aufrufs an Apotheker sich der Anwendung einheimischer Tees zu bemühen. Eben hier wird auch erklärt wie der nationalsozialistische Sprachstil in die wissenschaftliche Sprache Einzug hielt. Das Buch ist nicht im eigentlichen Sinne wissenschaftlich aber sehr scharfsinnig und objektiv mit Kapiteln, die in Form von Essays grade auf eigene Erlebnisse Bezug nehmen. Das Buch erhellt, wie die Sprache des Nationalsozialsmus enstand, besonderes Augenmerk ist hier auch bei Vergleichen zum italiensichen Faschismus. Ein wichtiger Punkt ist auch der vielleicht aus heutiger Sicht völlig unverständliche Führerkult, der hier seinen grotesken Ausformungen, die Klemperer im Alltag begegneten, beschrieben wird. Das Buch ist absolut empfehlenswert und lässt einen auch über den heutigen und nicht zuletzt den eigenen Sprachgebrauch weiterdenken, schließlich hat sich erstaunlich vieles aus dieser Zeit bis heute erhalten... LTI Ein Anstoß zum Denken 5 von 5 PunktenIch, als "Ossi", habe LTI durch einen Zufall in die Hände bekommen. Schon nach ein paar Seiten war mir nicht klar, wie diese Buch durch die DDR-Zensur gekommen ist. Die Gleichheit des Sprachgebrauchs im "dritten Reich" und in der DDR war frappierend. Gab es da sonst noch Gleichheiten? Für einen 18 jähriger SED-Genosse war dieses Buch ein Schock. Ich habe es mehrmals hintereinander gelesen. Und im nachhinein bin ich mir sehr sicher, dass dieses Buch für mich der erste Anstoß war, mich der bürgerlichen Demokratie zuzuwenden. Vielen Dank und Respekt Prof. Dr. Klemperer herausragend gut 5 von 5 Punktenwer das 3. Reich verstehen will, der sollte LTI lesen. Aus einer anderen als der üblichen Sichtweise wird untersucht, warum es so kommen konnte. Lesen!! Nazisprache und Gegenwart 5 von 5 PunktenWas man aus Viktor Klemperers hervorragendem Buch vor allem lernen kann, ist, dass sehr viele Begriffe der Nazibarbaren bis in unsere gegenwärtige Gesellschaft erhalten geblieben sind und sich viele Menschen nicht darüber im Klaren sind, woher das eigentlich stammt. Die zweite Lektion, die man lernen kann, ist, dass die gleichen Mechanismen heute immmer noch gebraucht werden, um gegen Menschen zu hetzen; die gegenwärtige Diskussion um "Arbeitsunwillige" und dergleichen mehr, lässt ahnen, wie tief verwurzelt die faschistoide Denkweise und der demagogische Sprachgebrauch in Deutschland sind. |
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Günter Grass im Visier - Die Stasi-Akte. Eine Dokumentation mit Kommentaren von Günter Grass und Zeitzeugen von Kai SchlüterGebundene Ausgabe von Ch. Links VerlagPreis bei Amazon: EUR 24,90 ISBN: 386153567X, Erscheinungsdatum: März 2010, Auflage: 1., Auflage |
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