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Goldkinder: Die DDR im Spiegel ihres Spitzensports von Grit Hartmann
Preis bei Amazon: EUR 20,35, Angebote ab EUR 20,00 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3931801039, Erscheinungsdatum: 1998, Auflage: 2., unveränd. Aufl.
2 Kundenrezensionen:Absolut empfehlenswert 5 von 5 PunktenDieses Buch ist absolut empfehlenswert, wenn es um Sport in der ehemaligen DDR geht. Gut recherchiert legt der Autor die Machenschaften der DDR-Funktionäre und ihren Einfluss auf den DDR-Sport dar. Zwischenberichte von DDR-Sportlern, die aus ihrem Spitzensportlerleben berichten, lockern die wissenschaftliche Arbeit auf. Hervorragend! Ein Buch, das im Nachgang sehr sehr nachdenklich über den Leistungssport in der DDR stimmt 5 von 5 PunktenIn aufwendigen zeitgeschichtlichen Analysen und Gesprächen beschreiben viele ehemalige Athleten und Autoren aus Ost und West ein System, das kein Wunder war, sondern staatlich formuliert und kontrolliert (Staatsplanthema 14.25)war. Es verfügte über komplexe Kommandostrukturen und war auf höchstmögliche Effektivität gerichtet. Dabei wurde der Idealismus, Ehrgeiz und Fachkenntnis der Akteure intrumentalisiert und mißbraucht. Ging es doch darum, die Überlegenheit des Sozialismus zu beweisen. Wie sehen ehemalige Olympiasieger und Weltmeister der DDR das heute? Die Entwicklung vom Talent in den TZ (Trainingszentren) bis zur Delegierung in die KJS (Kinder- und Jugendsportschule) - die Stasi war schon frühzeitig dabei. Wer nicht die richtige Weltanschauung hatte, wurde, trotz besserer Leistungen, ausgeschlossen. In vertraulichen kaderpolitischen Auswahlkommissionen wurde festgelegt, wer Reisekader in das NSW wurde (Nicht Sozialistisches Wirtschaftsgebiet) und die DDR im Ausland vertreten durfte. Das am 24.04.21969 gegründete FSK mit Sitz in Kreischa (Forschungsinstitut für Körperkultur und Sport) sollte unter anderem den wissenschaftlichen Vorlauf in enger Zusammenarbeit mit dem VEB (Volkseigener Betrieb) Jenapharm schaffen. Ziel war es, die Leistungen der Sportler für die Weltelite zu optimieren und bei Dopingkontrollen nicht aufzufallen. Gewissenlose Trainer, die teilweise heute noch im BRD-Sport aktiv sind, verabreichten den Kadern "Vitaminpillen", die teilweise zu schweren gesundheitlichen Schäden führten. In Kreischa ist heute das zweite Antidopinglabor der Bundesrepublik akkreditiert. Auch Kienbaum (nahe Berlin) wurde ausgebaut und befindet sich in sehr aktiver Nutzung. Viele alte ehenmalige DDR-Trainer wurden auf Grund teiweise sportlichen Desastern in der Bundesrepublik wieder reaktiviert bzw. gingen nahtlos im bundesdeutschen Sport auf (und arbeiten heute teilweise wie gestern). Die DDR im Spiegel ihres Spitzensports - eine sehr nachdenklich stimmende Dokumentation über eine deutsch-deutsche Zusammenarbeit, die öffentlich verneint, aber rege praktiziert wurde und wird. In der nicht der Mensch, sondern die erzielte Leistung zählte und zählt. Akribisch recherchiert. Die Zeitzeugen sprechen eine deutliche Sprache. Erschütternde Beispiele eines verordneten "Staastsdopings". Parallelen zu heute sind unverkennbar! Klare Kaufempfehlung! |
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